Vaterfreuden

Junggeselle Felix (Matthias Schweighöfer) läßt sich von seinem Bruder Henne (Friedrich Mücke) zum Samenspenden überreden. Als ihm kurz darauf bei einem Unfall die Zeugungsfähigkeit verloren geht verischt Felix herauszufinden bei wem seine Spenden verwendet wurde um so doch noch ein richtiger Vater zu werden zu realisieren versucht er herauszufinden, wer die Empfängerin seiner Samenspende ist. Die erweist sich als Fernsehmoderatorin Maren (Isabell Polak) welche im Begriff ist Ralph (Tom Beck) zu heiraten …

Ich verstehe einfach nicht warum dieser Mann sich nichts weiter zutraut: Matthias Schweighöfer ist neben Til Schweiger der erfolgreichste deutsche Schauspieler, landet hier wiederholt auf dem Regisstuhl – und wieder einmal genau das was er immer macht: eine nette, brave Komödie in der er selber den charmanten und tölpeligen Helden spielt der einer Frau hinterhereilt. Diesmal immerhin mit einem originellen Background, da endets aber auch schon. Wobei ich ganz versöhnlich sagen muß: von Schweighofers gleichgepoltem Komödienbrau ist dieser hier sicherlich der Beste, ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie kommt mir hier die Handlung angenehm knapp und geradlinig vor und irgendwie nervt Schweighöfer in seienr patentierten Standardrolle nicht so sehr wie in anderen Filmen. Was ihm aber restlos mißlingt ist seiner Figur Tiefe zu geben an der stelle an der eine Rückblende auf eine im VOrfeld passierende Tragödie freigegeben wird – sorry, aber diesem Kasper hier nehme ich die tragische Tiefe nicht ab. Ist halt so, ruiniert den Film aber nicht. Der geht als passabler, netter und „typischer“ Schweighöfer FIlm durch. Und dennoch: Dinge wie diesen hier kann der Mann noch reihenweise liefern, muß er aber nicht. Der Mann kann entscheidend mehr – und sollte es endlich mal zeigen.

Fazit: Simpel gestrickt, aber funktioniert sehr gut!
3 Punkte

The Grand Seduction – Die große Verführung – Lügen bis der Arzt kommt

Im kanadischen Fischerdorf Tickle Cove droht eine regelrechte Wirstschaftskrise weswegen es durch Murray French (Brendan Gleeson) ermöglicht wird eine Fabrik zu bauen. Die Bedingung ist aber daß ein neuer Arzt hermuß der sich um die Arbeiter kümmert. Den Job erhält der Arzt Dr. Lewis (Taylor Kitsch), welcher den Aufenthalt aber lediglich als Zwischenstation ansieht. Also sind die Dorfbewohner sehr bemüht den Arzt zum bleiben zu überreden …chst gar nichts übrig hat…

Mmmm … da kann man wohl wenig zu sagen. Ich muß zugeben daß ich das französische Original nie gesehen haben, denke aber auch daß mir da nicht so unfassbar viel entgangen ist. Das Remake jedenfalls erweist sich als gewöhnliche, aber sehr herzliche Komödie über einen filmischen Schildbürgerstreich. Ein ganzes Dorf ist bemüht eine falsche Fassade zu kreieren und aufrecht zu erhalten um einen neuen Arzt auf Teufel komm raus in ihrer Mitte zu halten – daraus resultieren jede Menge kleine, kauzige Geschichten und Situationskomik. Schöne Sache an sich, aber eben das was sich Leute die mehr die ruhige Art Film suchen angucken. Schönes Highlight ist für mich Brendon Gleeson der nach all den fiesen und bärbeißigen Rollen endlich mal wieder einen witzigen Part inne hat, leider steht für mich Taylor Kitsch im totalen Widerspruch da der für mich auf wirklich ganzer Ebene bleich bleibt und keinerlei Emotionen transportiert. Harmloses Wohlfühlkino mit einigen lieben Schmunzlern – keine Ahnung was der französische Film so konnte, aber dieser hier funktioniert bestens.

Fazit: Liebenswerte Komödie ohne Entgleisungen mit schrulligen Figuren und Gags.
Rating: ★★★☆☆

Sharknado 2

Ein Jahr nachdem sich Surfer Fin (Ian Ziering) und seine Frau April (Tara Reid) gegen Haie aus einem Sturm gewehrt haben reisen sie nach New York um ihre alte Freundin Skye (Vivica A. Fox) zu besuchen. Der beschauliche Urlaub wird schnell zum erneuten Horrortrip als auch New York von einem Tornado getroffen wird aus dem jede Menge aufgesaugte Haie in die Innenstadt gespült werden …

Ein Sequel zu einem der wohl überflüssigsten Filme aller Zeiten – wollt ihr mich veräppeln? Leider nicht. Und das ist auch das ganze Problem: der Film könnte sein trashiges Thema und die trashige Inszenierung glatt für ein wenig Kurzweil nutzen, aber leider nimmt dieser blöde Streifen sich selbst und sein Thema wirklich völlig ernst. Gut, das verdreifacht seinen Effekt manchmal, etwa wenn Ian Ziering eine wirklich völlig todernst gemeinte Rede hält, die Leute motiviert, dabei mit einer Kettensäge post und beiläufig einen fliegenden Hai zersäbelt. Trotzdem ist dies letztlich ein Film der als lustiger, kurzer youtube-Gag sicherlich klappen würde, auf volle Spielfilmlänge aber nicht mehr vergnügt sondern vorrangig nervt und langweilt. Es bleibt lediglich nett und überraschend zu sehen wo die Effekte mal wieder so unglaublich mies ausfallen daß man drüber lachen kann ode wo mal wieder ein Promi kurz den Zinken ins Bild hält. Und die Szene wo Ian Ziering (der sogar hier einen passablen Helden abgibt) eien fliegenden Hai erlegt hat Anspruch auf eine Auszeichnung für die schlechteste Szene seit Jahren.

Fazit: Unfassbar doofer Film der zwar viele kleine, nette Momente hat, aber durch mangelnde Selbstironie viel Spaß einbüßt
Rating: ★★☆☆☆

Sex Tape

Die Ehe von Annie (Cameron Diaz) und Jay (Jason Segel) ist mit den Jahren leidenschaftslos und träge geworden, weswegen ein Experiment wieder mehr Feuer in ihr Leben bringen soll: die beiden filmen sich beim Sex mit einem iPad. Dummerweise wird diese Aufnahme in die Cloud hochgeladen und synchronisiert sich mit diversen ipads ihrer Freunde und Verwandten, so daß Annie und Jay fortan bemüht sind die Dateien auf deren Geräten zu löschen …

Sehr viel Material welches man gut vermarkten kann: eine irgendwie sexgeschwängerte Story, Stars wie Cameron Diaz und Jason Segel in freizügigen Rollen (ja, in der Tat, Miss Diaz zieht ein paar mal blank!!!) und all das in Hochglanzoptik – ist doch ein reiner Selbstläufer … oder auch nicht. Wenn auch die Darsteller alles geben, ind er seichten Story haben sie keine Figuren abgekommen mit denen man viel machen kann. Noch schlimmer ist allerdings der sehr ereignisarme Storyverlauf der bis zum Ende nicht wirklich einen konkreten Weg nimmt sondern einfach nur ein paar flache Gags und Momente zusammentackert die der Trailer eh schon komplett verraten hat.  Es gibt schlimmere, langweiligere und schlechtere Filme, keine Frage – aber wirklich besser als ne durchschnittliche Folge einer Sitcom ist die Nummer hier dann auch nicht.

Fazit: Viel zu übersteuert und mit viel zu wenig Handlung!
Rating: ★★☆☆☆

The Purge 2 – Anarchy

Wieder einmal ist die Nacht der „Säuberung“ in den USA – jene furchtbare Nacht in der für 12 Stunden alle Arten von Verbrechen straffrei gestattet sind. Für ein junges Paar wird die Nacht zur Hölle auf Erden als sie mit ihrem Wagen liegen bleiben bevor sie ihre sichere Zuflucht erreicht haben …

Gleiche Story, aber ein komplett anderes Szenario und ein komplett anderer Blickwinkel – wenn schon ein Sequel, dann mit diesem Ansatz. Vom Erstling ist niemand mehr dabei, auch Anspielungen ect. Findet man nicht. Dafür eben das gleiche Szenario, nämlich daß wieder einmal für 12 Stunden in den USA Rauben und Morden legalisiert ist und die Hölle losbricht. In der Neufassung hat man dann eine Handvoll Personen die in die Bredouille geraten und sich unter furchtbaren Umständen retten müssen. Der satirische Ansatz wird nicht restlos ausgefahren, es ist einfach ein Überlebensszenario in dem eine Handvoll Figuren irgendwie versuchen müssen am Leben zu bleiben. Leider hat man auch hier den Fehler begangen die Figuren insgesamt sehr bleich darzustellen, trotzdem folgt man ihnen durch ein lautes Szenario voller Blut, Schweiß und Gewalt. Originell ist das nicht, aber durchweg solide und spannend.

Fazit: Gradliniger Film und unabhängig vom Erstling!
Rating: ★★★☆☆

Nymphomaniac Vol. I

Eines Abends findet der ältere Junggeselle Seligman (Stellan Skarsgård) eine verletzte Frau in einer Seitenstraße namens Joe (Charlotte Gainsbourg). Er nimmt sie mit heim und pflegt sie bis sie aufwacht und ihm ihre Lebengeschichte erzählt. Dies geht um ihren Werdegang und vor allem ihre erotischen Abenteuer die aber doch meist eine Sehnsucht nach Nähe beeinhalten …

Ich kanns wirklich verstehen wie man im Vorfeld einen Hype oder zumindest Bla Bla um diesen Film machen kann, ich kann aber nicht verstehen WARUM man es muß. Eine nymphomane Frau erzählt einem gutgläubigen, lieben menschen ihr verkorkstes und versautes Leben, da kommt hier und da ein wenig dunkler Humor mit durch, vorrangig ist es aber ein Drama über eine verkorkste Frau die von Traumata und emotionalem Balast gequält wird. Die einzige Besonderheit dabei ist daß bei den zahlreichen Sexszenen nicht simuliert wird sondern echter Sex zu sehen ist – aber nicht im Sinne eines youporn Clips, sondern eben in entlarvender und ehrlicher Wise. Daraus ergibt sich ein nicht uninteressanter Film der aber einerseits darunter krankt daß man nicht erfährt in welche Richtung es gehen soll (da der Film in Deutschland als Zweiteiler rauskam bricht er in der Mitte einfach ab ohne daß man weiß in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Als alleine für sich stehender Film bringt die Nummer jedenfalls herzlich wenig.

Fazit: Große Stars, gewagte Szenen, trotzdem nicht unbedingt ein beeindruckender Film (zumindest nicht in der „halben“ Fassung)
Rating: ★★★☆☆

Dracula Untold

Der gnadenlose Sultan Mehmed (Dominic Cooper) überfällt das Land des Adligen Vlad Tepes (Luke Evans) der sich gegen diese Übermacht nicht erwehren kann. Um seine Familie zu schützen verkauft er daraufhin seine Seele und erlangt dadurch übermenschliche Kräfte – allerdings auch einen unstillbaren Durst nach Blut …

Als ich den Trailer sah dachte ich mir „Wow“ – garnicht mal so interessant. Und nach Konsum des Filmes merke ich daß mein erster Eindruck richtig war. Das einzige Element was mir positiv ins Auge fällt ist daß der Film nicht so bestialisch nach „Serienstart“ stinkt, daß hier die Dracula Figur in einer neuen Weise präsentiert werden soll aus der man jetzt Folge um Folge ins Kino hieven kann. Ich glaube aber selbst wenn das mal der ursprüngliche Plan war, Fortsetzungen werden sicherlich nicht folgen. Zu charismaarm die Figur, zu bleich und banal die Inszenierung, zu wenig Größe. Eigentlich reiht der Film ein paar Schlachtszenen aneinander mit einer Reißbrett-Fantasy Handlung, viel Blut und Getöse, aber wenig nennenswertem Gefühl. Kurzweilige Horrorkost mit großem Actionanteil, aber null GEfühl.

Fazit: Laut und heftig, aber absolut emotionsarm und langweilig.
Rating: ★★☆☆☆

Die Tribute von Panem 3.1 – Mockinjay

Ganz Panem ist nach den Ereignissen der letzten Spiele zerrüttet und Katniss (Jennifer Lawrence) hat die Reste des zerstörten Distrikts 12 verlassen um im lange geheim gehaltenen Distrikt 13 zu leben. Von dort aus schließt sie sich dem Widerstand gegen Präsident Snow (Donald Sutherland) an, welcher aber einen Trumpf hat: er benutzt Peeta (Josh Hutcherson) als Propagandefigur …

Und wieder geht eine Saga auf die zweigeteilte Zielgerade: genauso wie „Twilight“ oder auch „Harry Potter“ wird das letzte Buch der „Panem“ Saga aufgesplittet und als zweiteiler veröffentlicht. Eigentlich keine schlechte Sache an der Stelle, zumal das Buch sehr ereignisreich ist und wirklich viel Zeug hat was man verwursten kann. Leider liegt nur der Unterhaltungsschwerpunkt etwas ungleich gelagert: das Buch baut in der ersten Hälfte sehr subtil die Spannungen auf die dann in der zweiten Hälfte zum epischen Showdown führen. Da diese Parts eher für das Finale welches in einem Jahr rauskommt vorgesehen sind fällt der neue Film mehr in die Sparte einer Mediensartire, eines Kriegsdramas und eines Thrillers. Auf das große Ziel der Revolution hin bewegt sich der Film kaum voran, es geht viel mehr ebend arum wie sich die traumatisierte Katniss von den Erlebnissen erholt bzw. langsam zum Kämpfersymbol mutiert. Lawrence gibt dabei eine weitere glanzvorstellung in einem Film der sehr bemüht ist nicht wie ein Hochglanzfilm auszuschauen. In Zusammenhang mit dem Teil 3.2 wird’s sicher ne großartige Sache, für sich alleinstehend ists noch nicht restlos ausgereift. Wobei die Schlußszene ein Schlag in den Magen ist.

Fazit: Actionarmes Endzeitdrama welches aber nur den großen Prolog vor einem Megafinsih darstellt!
Rating: ★★★★☆

Knights of Badassdom

Joe (Ryan Kwanten), Hung (Peter Dinklage) und Eric (Steve Zahn) teilen eine große Leidenschaft für Live-Rollenspiele und nutzen ein solches um Joe vom Kummer um seine Ex-Freundin abzulenken. Mit hilfe eines Zauberbuches wecken sie im Spiel allerdings wahrhaftige Dämonen die ihnen auf einmal nach dem Leben trachten …

Gut, wer bei diesem Handlungsansatz ernsthaft einen guten oder intelligenten Film erwartet ist selber schuld. Aber einen spaßigen fänd ich doch schonmal ganz angenehm – doch auch damit ists nur leidlich was. Ich bin selber kein Larper noch kenne ich persönlich Leute die sich damit so intensiv befassen – wills aber und also auch nicht madig machen. Den Storyansatz wie aus einem Spiel ernst wird und das die Figuren glauben etwas zu spielen was sich dann auch in echt abgeht ist ebensowenig neu, aber gerade in der hier gezeigten Thematik sehr gut angewendet. Kurzweilig macht die Nummer ja auch Spaß, man merkt aber schon daß hier Spaß an der Sache und weniger das solide Erzählen einer Geschichte das auptziel war. Trotzdem könnten Fantasyfreunde den Film sicherlich gut leiden, mir selber war er einfach ein wenig zu derbe und zu albern. Aber das kann ja bei jedem anders sein.

Fazit: Stellenweise etas alberne Farce mit im Grunde guter Idee und halbwegs vielen Spaßmomenten!
Rating: ★★☆☆☆

The Signal

Nick (Brenton Thwaites) und Jonah (Beau Knapp) studieren am MIT und fahren durch ein Duell mit einem Konkurrenten in die Wüste. Nach einem dortigen, merkwürdigen Vorfall werden sie vom eigenartigen Dr. Wallace Damon (Laurence Fishburne) ausgefragt und stellen fest daß sie mit Dingen in Berührung gekommen sind die ihnen merkwürdige Fähigkeiten verliehen haben …

Also hier war ich restlos und total verloren. Der Film gibt sich als Science Fiction Film aus, ist im Grunde auch ein Zusammenschnitt aus diversen futuristischen Szenarien, beläßt aber bis zur Schlupointe irgendwie offen was da eigentlich erzählt werden soll. Die Geschichte einiger Jugendlicher die in einer merkwürdigen Militärbasis landen und von Anzugmenschen verfolgt werden, natürlich will man da schon wissen was eigentlich dahinter steckt, aber es fällt sehr schwer dieses Interesse bis zum Ende beizubehalten. Der Film ist bleischwer, in seiner Atmosphäre total bedrückend und hat obendrein ein spezielles Problem: für die menschlichen Akteure interessiert man sch kein Stück, diese bleiben bleich, unansprechend und auch sonst kaum nennenswert. Das Paßt zwar zu der Atmosphäre, aber was nützt es die Geschichte einiger Gestalten zu verfolgen die einem restlos am Arsch vorbeigehen? Schade,d as war nichts.

Fazit: Zermürbende Bilder und ein ebensolches Feeling, letztlich aber kein wirklich interessanter Film
Rating: ★★☆☆☆