John Wick

Ex-Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) hat sich in ein ruhiges Leben in die Vorstadt geflüchtet, allerdings gerät sein Leben aus den Fugen: nach dem Tod seiner Frau (Bridget Moynahan) ist sein Hund sein größter Trost, der aber von ein paar Russen getötet wird als sie Wicks Auto stehlen. Wick besinnt sich seiner Vergangenheit und seiner Fähigkeiten und beginnt in den Reihen der Gangster einen blutigen Rachefeldzug …

Keanu killt – Der Film. So simpel kann man die Handlung wiedergeben, aber es war wohl nie wirklich die Absicht des Films eine ganz tolle Story zu erzählen. Im Gegenteil, die Geschichte eines Ex-Profikillers der aus eher kleinen Gründen (Autodiebstahl und Mord an seinem Hund) die halbe New Yorker Unterwelt massakriert paßt auf den Rand der Kinokarte. Dafür hat der FIlm ganz andere Pluspunkte: er zeigt eine völlig absurde, in sich gekehrte Gangsterwelt bei der alle Arten von Schwerverbrechern sich in ein ominöses Gangsterhotel im Flatiron Building zurückziehen oder ein seltsamer Puitztrupp hinter dem Helden leichen und sonstige Spuren wegputzt. Und er zeigt einen finsteren Antihelden mit leicht sensibler Seite der in einer endlosen Serie an Shoot Outs reihenweise Gegnern in den Kopf schießt. Diese GEwaltorgie ist dabei mit krachender Musik, visuellen Mätzchen und einer unglaublichen Sogwirkung mitreißend und begeisternd inszeniert. Originell ist das nicht, sehr wohl aber eben wirkungsvoll. Und es hat schon lange keinen Film mehr im Kino gegeben der auf einer so simplen Basis eine so hochwertige Machart liefern konnte.

Fazit: Bleitriefende Gewaltorgie mit absoluter Sogwirkung!
Rating: ★★★★★

Walking on Sunshine

Maddie (Annabel Scholey) reist zum Urlauben aus England  in die italienische Küstenregion Puglia. Dort verliebt sie sich schnell in Raf (Giulio Berruti) und will ihn heiraten. Als dann ihre  Schwester Taylor (Hannah Arterton) nachreist entsteht großes Chaos da Taylor auch einmal eine Affäre mit Raf hatte und sich beide ihrer Gefühle nicht sicher sind. Erschwert wird alles durch das Auftauchen von Maddies Ex-Freund Doug (Greg Wise) …

Ich sags ja nicht gerne und ich sags auch nicht unbedingt allzu laut, aber hier und da bin ich doch schonmal ganz froh ein Musical zu sehen. Allerdings nicht wenn sie ausfallen wie dieser hier, der für mich das gleiche Grundproblem hat wie „Rock of Ages“ mit Tom Cruise: die Lieder die gesungen werden sind eigentlich alle toll (ich mag die 80er Jahre Musik), allerdings möchte ich dann an einer solchen Stelle das Original hören und nicht irgendein gecovertes Ding. Dazu hätte ich schon ganz gerne ein paar glaubhafte und präsente Hauptfiguren, in dieser Fassung hier hat man zwar nette Tänzer und Sänger, aber von Schauspielerei verstehen die nix, garnichts. Und weil alles so gekünstelt und unecht daher kommt und sich auch so anfühlt kommt keine Emotion mit – keine Romantik, kein Witz, nichtmal Urlaubsfeeling aufgrund der sonnign Kulisse. Kurz gesagt: wärs ein Radioprogramm würd ichs einfach abschalten.

Fazit: Gute Songauswahl, aber ansonsten in jeder Weise und an jeder Stelle Schwach, leer und ohne jede Wirkung!
Rating: ★★☆☆☆

Nymphomaniac – Vol. 2

Die letzten dreieinhalb Kapitel aus der Geschichte von Nymphomanin Joe (Charlotte Gainsbourg) welche sie dem gutmütigen Seligman (Stellen Skarsgard) erzählt. Sie berichtet wie sie in der langweiligen Beziehung zu Jerome (Shia LaBeouf) gelitten hat und daher den Sado-Maso-Künstler K (Jamie Bell) aufsuchte um mittels Schmerz wieder etwas fühlen zu können …

So geht’s also weiter, so geht’s zu Ende. Es war die reine Neugier die mich dazu brachte diesen Skandalfilm zu Ende zu schauen, das war meine Premiere daß ich einen Film im Amazon Online Angebot kostenpflichtig abgerufen habe. Dabei habe ich auch noch den dreistündigen Directors Cut gewählt, ich kann also nicht sagen wo die entscheidenden Unterschiede zwischen Kino und Langfassung bestehen, was von dem ganzen Wust man irgendwie und irgendwo beschnitten hat. Aber seis drum .. was habe ich gesehen? Wohl keinen Porno. Auch wenn einige Szenen Hardcore-Sexzenen enthalten, dies dient hier nicht (wie beim Porno definiert) der schnellen sexuellen Stimulierung des Zuschauers sondern soll die Schonungslosigkeit der Geschichte untermalen. Wobei es für mich wie ein langer Episodenroman daherkam: in der Rahmenhandlung erzählt die Frau dem Mann Dinge die dann reihenweise abgehandelt werden, es wird viel gefickt, es werden sehr viele Absurditäten begangen und ausgeführt … und obendrein liefert der Film eine de heftigsten Szenen die ich Jahren gesehen habe, das ist die geradezu dokumentarisch gezeigte Abtreibung die die Hauptfigur an sich selbst ausführt welche einer Folterszene aus „Hostel“ nahe kommt.  Letztlich ist dies ein Kunstfilm eines ziemlich merkwürdigen Filmers, ein Film der sich natürlich Optimal als Skandalwerk verkaufen läßt. Aber sogar ich aktzeptiere daß von Trier hier eine dichte Charakterstudie gelungen ist, allerdings von einem ziemlich furchtbaren Charakter.

Fazit: Freizügige Szenen und eine abgrundtief finstere Reise in die Seele einer unmoralischen Frau – voller Zeug das ich ohnehin nicht verstehe
Rating: ★★★☆☆

Night Moves

Die Öko-Aktivisten Josh (Jessie Eisenberg) und Dena (Dakota Fanning) willen mit einer großen Aktion auf sich aufmerksam machen und planen einen äußerst umstrittenen Staudamm zu spregnen. Dabei bekommen sie Hilfe von Ex-Militär Harmon (Peter Sarsgaard) – allerdings geht bei dem Anschlag etwas schief. Fortan haben alle drei Probleme wieder in das normale Leben zurück zu finden …

z ruhige Kugel und das ist noch übertrieben. Der Film hat im wesentlichen einen Thriller Plot über ein paar Umweltaktivisten die einen Anschlag planen, ausführen und dann so einige Nöte mit den furchtbaren Folgen haben. Aber es ist nicht Geschichte um die es geht, sondern eben die Umsetzung: die völlige ruhige, geradezu trise Sichtweise auf die vorgehenden, schlimmen Ereignisse. Der Film nimmt sich für alles sehr viel Zeit und kann garnicht langsam genug vorgehen. Und es ist die Show des Jesse Eisenberg, der den finsteren und in sich gekehrten Eigenbrödler mit einer gruseligen Intensität spielt. Inwieweit der Film Zuschauer finden wird und sich diese davon spannend unterhalten fühlen weiß ich nicht, das Risiko ist meiner Einschätzung nach hoch das sich viele eher langweilen. Einen Blick kann man aber riskieren wenn man ruhige, bedrohliche und anspruchsvollere Filme zu schätzen weiß.

Fazit: Harte Story in fast gleichgültig ruhig wirkender Inszenierung, auf ein hartes Ende hin zulaufend.
Rating: ★★★☆☆

If I stay – Wenn ich bleibe

Die Cellistin Mia Hall (Chloë Grace Moretz) muss sich zwischen möglicher Karriere und Liebe entscheiden und entweder ein Musikstudium an der Juilliard School aufnehmen oder bei ihrem Freund Adam (Jamie Blackley) bleiben. Das wird aber schnell unwichtig als Mias Eltern bei einem Unfall sterben und Mia im Koma landet – dort muß sie sich entscheiden ob sie ihr Leben fortsetzen mag …

Schade, sehr schade eigentlich sogar: die Vorschau sah ganz nett aus, ein sensibles, feinsinniges Drama mit Anteilen einer Lovestory und eben Mystery-Elementen. Chloe Grace Mortez ist obendrein eine Darstellerin die echt was draufhat (wenngleich mir einige ihrer Filme nicht so völlig zusagen) und die Komponente daß es um Musik geht hatte auch was sehr sympathisches. Seis drum, das war halt einfach nichts: im Grunde ist der Film eine simple Schmonzette, ein simples Libesdrama knapp über Dr. Sommer Niveau welches die Geschichte daß die Hauptfigur im Koma liegt und sich zwischen Leben und Sterben entscheiden muß einfach nur als lose Rahmenhandlung nimmt um von dort aus Rückblende an Rückblende zu kleistertn. Es gibt sicherlich Leute die einen solchen Film und eine solche Erzählweise sehr mögen, aber das dürften wohl eher weibliche Zuschauer sein. Für Männer dies so mitgucken müssen dürfte es ne Qual sein.

Fazit: Harmlose Romanze mit künstlichem Mystery Anbau die trotz solider Hauptdarstelelrin weder in Fahr kommt noch Gefühl vermittelt.
Rating: ★★☆☆☆

Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück

Der leicht exzentrische Psychiater Hector (Simon Pegg) leidet darunter daß er seine Patienten nicht zum Glücklichsein führen kann. Kurzentschlossen verläßt er seine Heimat und seine Freundin Clara (Rosamund Pike) und bricht zu einer Reise rund um die Welt auf um zu erforschen ob es Glück oder Glücklichsein überhaupt gibt …

Mir ist das Buch „Hectors Reise“ damals in die Finger geraten unter wirklich furchtbaren, persönlichen Gründen und Umständen und obwohl das Buch und die Story nichts dafür können sind sie mit einer schlimmen Zeit und Erfahrung meines Lebens verbunden. Obendrein hab ich den Film unter fast gleichen Umständen geschaut und konnte ihn diesbezüglich auch kein Stück leiden. Ist aber eigentlich unfair, wenngleich der Film nicht wirklich ein strahlendes Meisterwerk repräsentiert. Aber eben ein nettes: ein etwas kauziger Kerl, von Simon Pegg geradezu zum Knutschen dargestellt reist durch die Welt, lernt Menschen kennen und findet in so vielen Situationen kleine Glücksmomente oder besondere Bedeutungen. Mit zwei Stunden Länge ist die Nummer an der Stelle zwar einen Funken zu lang, repräsentiert aber eben (ohne den persönlichen Balast den ichs elber dran hänge) kurzweiliges Kino zum Lächeln und Wohlfühlen – eben genau das.

Fazit: Ein Film wie seine Hauptfigur: durchweg liebenswert. Eben genau das.
Rating: ★★★☆☆

Deliever us from Evil – Erlöse uns von dem Bösen

Lange Dienstjahre voller Gefahr haben den New Yorker Polizistebn Ralph Sarchie (Eric Bana) rau und abgehärtet gemacht, worunter aber das Verhältnis zu seiner Frau Jen (Olivia Munn) und Tochter Christina (Lulu Wilson) leidet. Trotzdem nimmt ihn eine Serie von brutalsten Vorfällen in der Innenstadt mit. Hilfe erhält er vom Priester Mendoza (Edgar Ramirez) – der überzeugt ihn daß  zusammen, der auch vor dem Einsatz von Exorzismus nicht zurückschreckt. Nach und nach überzeugt der Geistliche den Gesetzeshüter davon, dass es zwischen Himmel und Hölle mehr gibt als mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Gemeinsam kämpft das ungewöhnliche Team fortan gegen die furchteinflößenden Dämonen, die die Stadt terrorisieren…

Ein Genremix der nichts ultimatives und neues darstellt, aber sehr wohl einen cleveren und spannenderen Mix erreicht: hier vereint sich okkulter Thriller mit knallhartem Copfilm, nutzt sein Umfeld (das düstere und drcekige New York) und arbeitet mit zwei guten Hauptfiguren. Der Film ist dann eben der Thematik angemessen dreckig, düster und fies, aber durchweg spannend. Mit dem Showdown kann ich zwar garnichts anfangen (ein endlos in die Länge gezogener Exorzismus), aber er ruiniert den Film nicht, einen den man eh eher selten zu sehen bekommt.

Fazit: Copthriller plus Okkulthorror gleich keine Genrerevolution, aber eben doch schweißtreibende und mitunter fiese Spannungsnummer!
Rating: ★★★☆☆

Another Me – Mein zweites Ich

Teenagerin Fay (Sophie Turner) ist innerlich zerrissen und erlebt ihre Welt sehr sensibel. Sie leidet unter der Krankheit ihres Vaters und der zerrütteten Ehe ihrer Eltern, außerdem hat sie ständig Probleme in der Schule. Und sie fühlt sich verfolgt: immer öfter hört sie daß sie an Orten gewesen sei an denen sie aber nicht war. Daher wächst ihr Verdacht daß sie eine Doppelgängerin hat …

Ähm, ja. Es kommt vor daß ich Filme nur so nebenbei schaue, meist wenn ich am PC werkele und das besagte Werk läuft oben rechts im Fenster. Es kann dabei vorkommen daß ich vom laufenden Film wenig mitbekomme, das ist nicht schlimm wenn der Film mich nicht wirklich interessiert. Eine solche Nullrunde wie bei diesem hier hab ich aber in der Tat nahezu nie gehabt. Ich bin zu keinem Zeitpunkt tiefer in irgendweine Story verwickelt worden sondern bekam nur vollkommen oberflächlich mit: eine attraktive junge Frau die mir durch „Game of Thrones“ bekannt vorkommt glaubt daß sie den Verstand verliert, wird von einer Art Verfolgungswahn geplagt und die kniffelige Frage ist letztlich ob sie sich das alles nur einbildet oder eben nicht – wow, ganz neue Story. Ich hab nicht mitbekommen ob die Nummer irgendwie spannend, clever oder durchdacht war, hatte aber eher den Eindruck daß dem nicht so war. Als Pluspunkt kann ich leidglich vermerken daß es echt alles total gruselig und atmosphärisch dicht daherkam – und so nett war nach gut 70 Minuten bereits zu enden. Insofern: als Gratisklick in einem Online-Angebot geht’s wohl in Ordnung, abseits davon lohnts echt nicht.

Fazit: : Gruselige Stimmung, aber verworrene Handlung die mehr langweilt als fesselt!
Rating: ★★☆☆☆

Can a song save your life

Die junge Musikerin Gretta (Keira Knightley) will ihre Muskkarriere in New York beginnen, was aber nur zögerlich gelingt bis sie dem heruntergekommenen Produzenten Dan (Mark Ruffalo) auffällt. Die gemeinsame Arbeit an einem Album hat für beide aber auch persönliche Folgen da sie ineinander Unterstüzung und Verständnis entdecken …

Hier hab ich wohl auch die Absicht etwas falsch verstanden. Klar, dies ist ein Film über die Liebe, trotzdem war ich überrascht da ich mir eine gängige RomCom vorgestellt habe. Es ist aber ein Film über Musik, die Liebe dazu und die Möglichkeit eben seine Gefühle und Sehnsüchte in ein Lied zu verpacken und auszudrücken, ebenso darüber wie man es schafft über die Musik zueinander zu finden. Im Grunde kann man diesen Film nicht in seiner Fülle genießen wenn man so ein Banause ist wie ich, mit einer gewissen Sensibilität und ein wenig Musikgespür dürfte dies aber ein sehr faszinierender Film sein. Aber selbst wenn nicht: kurzweil, ein schön kauziger Mark Ruffalo und einige sanfte, schnulzige Momente ergeben unterm Strich einen sehr liebenswerten Film.

Fazit: Mehr ein Hohelied auf Musik denn eine wirkliche Lovestory, aber eben ein wenig positive Energie kurzweilig verpackt.
Rating: ★★★☆☆

Veronica Mars – Der Film

Während ihrer High-School Zeit arbeitete Veronica Mars (Kristen Bell) nebenbei als Privatdetektivin, lebt aber neun Jahre später als Anwältin in New York. Dann aber fährt sie zu einem Klassentreffen und gerät in eine Geschichte rund um einen Mordfall in den ihr Exfreund Logan (Jason Dohring) verwickelt zu sein scheint …

Ich habe die Serie „Veronica Mars“ genau einmal gesehen, aber erst Jahre säter nachdem sie veröffentlicht wurde und fand sie soweit ok; Kristen Bell war eine überragende Heldin in einer soliden Krimiserie mit ungewöhnlichem Umfeld. Daß die Serie dann abgeknipst wurde als sie bereits anfing zu schwächeln und rechtzeitig bevor sie so richtig nerven konnte fand ich ebenfalls sehr gut. Aus dieser Sicht ist für mich eine Fortführung in Form eines Kinofilms auf wirklich ganzer Linie restlos überflüssig, aber alleine der Hintergrund daß dieser Film mit großem Fanwillen und Crowdfunding möglich gemacht wurde ist es schon wert einen Blick drauf zu werfen. Und schlecht fällt das Ganze nicht aus, zumal man genau das macht was der fan wünscht: Veronica ist in Bestform und es marschieren nach und nach wie auf einer Liste alle Darsteller der Serie in kleinen oder größeren Parts nochmal auf. Als Kit für die Story wird eine relativ gängige Krii und Thrillerhandlung verwendet die nicht wehtut, aber auch nicht vor originellen Momenten strotzt. Es ist einfach schön ein paar altbekannte Figuren nach Jahren nochmal zu sehen und man hat an der großartigen Veronica nochmal ungebremst Spaß. Nicht mehr oder weniger. Wobei man es auch kaum sympathischer hätte schaffen können das Titellied der Serie einzubauen.

Fazit: Für Kenner der Serie ein nostalgisches Widersehen, für den Rest ein relativ gängiger, aber brauchbarer Thriller!
Rating: ★★★☆☆