The Lego Movie 2

Fünf Jahre sind vergangen seit Emmet und seine Freunde die Bedrohung durch Lord Business besiegen konnten, da droht eine neue Gefahr: DUPLO-Invasoren aus dem Weltall kommen auf die Erde und zerstören die LEGO Welt. Daher beginnt für Emmet, Lucy und ihre Freunde eine erneute, chaotische Reise zur Rettung der Welt …

Ich komme mit der Lego Thematik im Kino nicht gut klar – der „Lego Batman“ Film hat mir sehr gefallen, aber nicht wegen seiner Machart sondern den geschickten Batman Parodien, ansonsten hat für mich der Animationsstil einfach nicht geklappt. Ein Sequel zum Ursprungsfilm habe ich mir dabei dann auch nicht gewünscht, wobei ich mittlerweile wenigstens verstehe wo mein Problem dabei lag: der Film enthüllte daß alles was passiert im Grunde die Phantasie eines Jungen ist, die Welt in der es spielt ist somit ohne jede Regeln, Richtlinien und „Gesetze“ und ich brauche so etwas wohl als Rahmen um mit dem Rest irgenwie klarzukommen. Hier fällt sogar an einer Stelle der Satz „Nichts hier macht Sinn!!“ und ich unterstreiche das haltlos. Klar, es setzt alle Figuren aus dem Erstling ein, es hat einige coole Filmreferenzen und ist von der Aufmachung her absolut top und eine Breitseite für die 3D Brille – trotzdem waren es für mich nur lange, unerträgliche alberne Minuten mit gelegentlichen treffenden Pointen (die meist auf Batman zurückgehen). Lediglich das letzte Drittel in dem es etwas emotional wird konnte mich erreichen und ansprechen, Für diejenigen die mir dem bisherigen Material etwas anfgangen können taugt sicherlich auch der neue Film.

Fazit: Kunterbunt, sehr anstrengend und nur für eine gewisse Zielgruppe ansprechend!

Dying of the Light – Jede Sekunde zählt

Bei CIA-Agent Evan Lake (Nicolas Cage) wird Demenz diagnostiziert wird. Trotzdem versucht er seinem jungen Kollegen Milton Schultz (Anton Yelchin) im Kampf gegen den Terroristen Muhammad Banir (Alexander Karim) beizustehen …

As usual: irgendein günstiges, simples Drehbuch, in dem Falle der Versuch eines Agententhrillers und Nicolas Cage sagt schnell zu da er wieder ein paar Rechnungen zu begleichen hat. Allerdings ist es diesmal auch wirklich eine verbriefte „Altersrolle“ da Cage einen alternden Agenten spielt der an Demenz erkrankt ist und einen Terroristen noch rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen will. Die aufgrund der Krankheit auftretenden Ausraster passen dann dabei auch komplett und sehr gut in sein übliches Rollenschema. Dabei hat er einen jugendlichen Kollegen der ihn unterstützt, was man als Zuschauer aber mit einem traurigen Seufzen sieht: es ist der mittlerweile verstorbene Anton Yelchin. Von diesen menschlichen Parts wird man eher abgelenkt so daß man nicht groß auf die Story schaut. Das ist eine völlig austauschbare Agentenkiste vom Reißbrett bei der es schon fast nichts mehr macht daß es Streitigkeiten im Hintergrund gab und sich die Stars vom fertigen Werk distanzierten. Macht echt nichts, Leute: hat keiner gesehen.

Fazit: Bleicher, uninteressanter Thriller, ein typisches Cage Produkt!

Mein Bester und Ich

Durch einen Paragliding-Unfall, verlor der New Yorker Großunternehmer Philip Lacasse (Bryan Cranston) seine Frau und sitzt gelähmt im Rollstuhl. Als ihm ein Assistent zur Seite gestellt werden soll entscheidet er sich für den Kriminellen Dell Scott (Kevin Hart) da dieser mit seiner unwissenden und rüden Art genau richtig mit ihm umgeht …

Ein Remake von „Ziemlich beste Freunde“ hat in den europäischen Bereichen wohl niemand gebraucht, aus amerikanischer Hinsicht macht der Film aber durchweg Sinn: natürlich ist der Originalfilm großartig, hat genug „Wucht“ und Potential und natürlich schauen sich viele Amerikaner das Ding nicht an weil sie keine ausländischen Titel mögen. Deswegen macht es Sinn den Film mit seinen Stärken 1:1 neu aufzulegen, nur eben an leinwandvertraute Orte zu verlagern und mit populären Darstellern zu versehen. Cranston bringt das ganze dann auch nicht ins Schwitzen, im Gegenteil, er spielt seinen Part liebenswert und mit Augenzwinkern. Kevin Hart spielt zum ersten Mal nicht Kevin Hart sondern eine Rolle die auch schon jemand anders gespielt aht: zu Harts Glück sind in dem Part keine seiner typischen Macken und Eigenheiten vertreten, dadurch geht auch seine Figur in Ordnung. Der Rest ist harmloses Dramakino mit Augenzwinkern das sich seine am besten Funktionierenden Parts sicherlich aus dem Original zusammenklaut. Nichts verkehrt daran, aber auch nichts neu.

Fazit: Sehr solide Neuauflage – genau das eben!

Rating: ★★★☆☆

Kiss of Death

Ex Betrüger Jimmy Kilmartin (David Caruso) will sein Leben wieder in Ordnung bringen, muß dazu aber einen letzten Job mit Cousin Ronnie (Michael Rapaport) durchziehen. Als der schiefgeht ist Jimmy bereit mit der Polizei zusammen zu arbeiten und sich in die Gang des psychopatischen Little Junior Brown (Nicolas Cage) einzuschleusen …

Dieser Film kam raus zu der Zeit als ich anfing mich für Film tiefer gehend zu interessieren, ihn nochmal 2019 zu schauen weckt schon alleine wegen dem Look, der Musik und der ganzen Machart nostalgische Gefühle bei mir. Darüber hinaus ist die Besetzung natürlich erstklassig wenn man scih ein wenig auskennt: mit Gesichtern wie Samuel L. Jackson, David Caruso, Helen Hunt, Stanley Tucci, Philip Baker Hall, Michael Rapaport und Ving Rhames treten reihenweise Personen auf die in den letzten 25 Jahren zahlreich vertreten waren. Über allem thront aber Nicolas Cage, der als fieser Obergangster mit Babygemüt eine frühe Darstellung seines absoluten Wahnsinns liefert, eine großartige Performance mit gigantischem Overacting. Bei alldem fällt mir die Story an sich nicht großartig weiter auf: es ist ein typischer, kleienr Thriller über einen Normalo der sich in Gangsterdingen verstrickt und einen bitteren Weg gehen muß um sich da rauszuwinden. Das ist keine schlimme, aber auch keine nennenswerte Kiste die mit knapp anderthal Stunden Laufzeit auch erfreulich kurzweilig ausfällt.

Fazit: Kleiner, passabler Thriller der aufgrund der Besetzung viel Spaß macht!

Rating: ★★★☆☆

Die Kunst des toten Mannes

In der Kunstszene von Los Angeles erscheinen Werke eines namenlosen fremden Malers. Der Kunstkritiker Morf Vandewalt (Jake Gyllenhaal) befasst sich damit aufmerksam und erkennt daß von den Bildern eine merkwürdige und gefährliche Macht ausgeht …

Das ist die Stelle wo eine Drehbuchidee auf die Inszenierung trifft: im Film geht es um mysteriöse, geheimnisvolle Bilder die auf den Betrachter eine geradezu übermenschliche Sogwirkung haben, dumm nur daß diese Bilder im Film dann zu sehen sind und natürlich auf den normalen Zuschauer keinen solchen Effekt ausüben. Ansosnten sind am Film natürlich sehr spannende Personen beteiligt: „Nightcrawler“ Regisseur Dan Gilroy, der dortige Hauptdarsteller Jake Gylenhaal, ebenso Rene Russo, Toni Colette und John Malkovich sowie Natalia Dayer die aus „Stranger Things“ bekannt sein dürfte. Leider wußten die wohl nicht in welche Richtung sie ihren Film gehen lassen wollen: es beginnt wie eine Satire auf die Kunstwelt, deutet dann einen Thriller an wenn es um die Hintergründe woher die ominösen Bilder stammen und mündet dann einfach wieder in einen schlichten Horrorfilm mit Schockmomenten in dem auch wieder ein gewisses Maß an Fantasy zugegen ist. Das mag zwar handwerklich solide gemacht sein, scheitert aber an unsympathischen Charakteren und seichten Schocks – eine unstimmige Mischung die nichtmal an Durchschnitt rankommt.

Fazit: Trotz solider Inszenierung nur seichter Horror mit Starbesetzung

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=jn26-dhtbCc

The Domestics

Die Vereinigten Staaten stehen kurz vor dem Unergang. Daher beschließt die Regierung die Bevölkerung auszulöschen mittels Flugzeugen die Gift abwerfen. Mark (Tyler Hoechlin) und Nina (Kate Bosworth) versuchen mit ihrem Auto zu fliehen und brechen zu einem gefahrvollen Trip auf …

Willkommen in der Endzeit: das ist nichts Neues auf der Leinwand und wird auch hier nicht gerade in neue Dimensionen erhoben, aber trotzdem kann aus solchen Dingen durchaus ein brauchbarer Film entstehen. Im Falle von „The Domestics“ wird ein Endzeitszenario entworfen daß sich Versatzstücke aus „The Purge“ aufgreift und sie mit „Mad Max“ vermischt. So entsteht eine kaputte Welt durch die ein zerstrittenws und auch dem Zuschauer eher unsympathisches Ehepaar fährt und auf diverse Figuren trifft, meist sind es harmlos beginnende Szenen bei denen dann schrittweise die unter der Oberfläche lauernde Bedrohung zu Tage tritt. Das ist kurzweilig spannend, bleibt aber nicht im Kopf. Schade daß die im Grunde gewagte zynische Hintergrundbotschaft so eher undeutlich bleibt.

Fazit: Solider Endzeitthriller der aber an seinen zu bleichen Figuren krankt.

Rating: ★★☆☆☆

Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Der zehnjährige Lewis (Owen Vaccaro) zieht nach dem Tod seiner Eltern zum schrägen Onkel Jonathan (Jack Black) und wird dort auch von dessen Nachbarin Mrs. Zimmermann (Cate Blanchett) umsorgt. Schon bald entdeckt Lewis daß es dort ein geheimnis gibt daß sich um eine Uhr rankt …

Da besteht jede Menge Anlaß zu Verwirrung: das fängt beim Regisseur an. Von Eli Roth ist man eher härteren Stoff wie „Hostel“ gewöhnt – und nun macht dieser einen kindertauglichen Gruselfilm? Warum aber auch nicht, Robert Rodriguez hat ebenso harten Horror wie „From Dusk Till Dawn“ und Kinderfilme wie „Spy Kids“ abgeliefert. Dann könnte man beim Look des Films und Jack Black in der Hauptrolle schnell annehmen es eventuell mit einem weiteren Teil der „Gänsehaut“ Filme zu tun zu haben, aber auch das ist ein Zufall. Für sich genommen ist dies eine Geistergeschichte, auf einem Buch basierend, allerdings tauglich für jüngere Zielgruppen aufgearbeitet. Dabei soll es wohl massentauglich sein und verzichtet auf kauzige, kleine Ideen wie sie wohl ein Tim Burton eingefügt hätte – doch das macht eigentlich nichts. Technisch hochwertig inszeniert, inhaltlich unverkrampft und harmlos ist dies in der Tat ein kurzweiliger Kindergrusler, als hätte man eine überlange Folge von „Scooby Doo“ vor sich. Nicht mehr oder weniger. Falls dies als Versuch gedacht war eine neue Serie zu starten kann man denoch von weiteren Folgen absehen.

Fazit: Filmische Geisterbahnfahrt für die jüngeren Zuschauer, nett und technisch entsprechend umgesetzt.

Green Book – Eine besondere Freundschaft

1962 geht Pianist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) auf Tournee durch die USA und engagiert als Fahrer Tony Lip (Viggo Mortensen). So beginnt eine gemeinsame und lange Reise in der die beiden unterschiedlichen Männer sich langsam anfreunden …

Die Rahmenbedingung läßt eben den typischen Oscarfilm erwarten: eine auf einem wahren Fall beruhende Geschichte über einen hemdsärmeligen italienischen Türsteher der im Amerika der sechziger Jahre einen dunkelhäutigen Pianisten durch die Gegend fährt. Dabei läßt der Film gekonnt die Klischees und Gegensätze aufeinanderprallen: Prolet gegen Gebildeten, Weißer gegen Farbigen, Arbeiter gegen Reichen, Familienvater gegen Alleinstehenden. Ebenso ist der Film eine schlichte Abfolge von kleinen Episoden die eben auf einer solchen Reise entstehen und passieren können, vorrangig Momente von damals wohl üblichem Alltagsrassismus. Aber trotzdem: der Film hat keine sonderliche dramatische Fallhöhe sondern wird geradezu zu einem „Feel Good“ Movie. Das liegt vorrangig am Spiel der Hauptdarsteller und insbesondere an Viggo Mortensen, der seine prolige Figur mit Spaß und Witz verkörpert und obendrein vom Drehbuch reihenweise witzige Momente und regelrechte Comedyszenen serviert bekommt. Das führt dazu daß man hier kein furchtbares Drama sondern einen unverkrampften, entspannten Film sehen kann in den man sich geradezu einigelt: sympathisch, harmlos und niemals unfassbar ins bodenlos dramatische Segment.

Fazit: Mehr Spaßfilm als oscarträchtiges Drama – dennoch mögenswert und wohltuend unverkrampt!

Rating: ★★★★☆

Eleonore und Colette

Eleanor Riese (Helena Bonham Carter) leidet zwar an paranoider Schizophrenie, kann aber dank Medikamenten ein halbswegs normales Leben führen. Allderings haben diese Medikamente Nebenwirkungen und Eleanor möchte ihre Dosierung selbst bestimmen. Da dies jedoch verweigert ist zieht sie mit Anwältin Colette Hughes (Hilary Swank) vor Gericht …

Das ist schon auf dem Papier perfekt geplant: ein Drama in dem es um die korrekte Behandlung von psychisch beeinträchtigten Patienten geht, basierend auf einem wahren Fall und mit Darstellern wie Jeffrey Tambor, Helena Bonham Carter und Hilary Swank besetzt .. Selbstläufer. Sollte man meinen, aber so ganz von alleine gings dann am Ende doch nicht. Zumindest im Zuge der Oscars tauchte dieser Titel garnicht auf; und auch ansonsten lief er die meiste Zeit unter dem Radar. Das dann aber schon etwas zu Unrecht: es ist ein engagiertes Drama daß auf sein Thema hinwist, dabei mit entsprechenden Darstellerleistungen aufwartet und im Grunde darauf setzt das Swank gerne die eifrige Verteidigerin spielt und Bonham Carter gerne die etwas exzentrischen Parts macht. Macht nichts verkehrt, erreicht aber wohl nur ein kleinesres Publikum.

Fazit: Engagiertes Thema und eifriges, aber wohl nicht massentaugliches Schauspiel!

Rating: ★★★☆☆

Creed II

Der aufstrebende Boxer Adonis Creed (Michael B. Jordan) steht kurz vor einem gefährlichen Kampf: er muß gegen Viktor Drago (Florian Munteanu) antreten, dessen Vater Ivan Drago (Dolph Lundgren) einst Apollo Creed im Ring tötete. Allerdings stellt sich Rocky Balboa (Sylvester Stallone) an Adonis Seite …

In seinen Grundfesten ist es für mich vorrangig eine Sache: ein Boxfilm. Ein komplett typischer, nie die eigentliche Blaupause hinter sich lassender Boxfilm mit brav festgelegter Dramaturgie von der er auch niemals entsprechend abweicht. Aber es gibt andere Komponenten die ihn besonders machen: er ist der 8. Teil einer Serie die seit über 40 Jahren besteht, außerdem setzt er eine Story fort die im 1985 erschienen „Rocky 4“ begann und bringt nun nach über 30 Jahren Originaldarsteller wieder auf die Leinwand. Es hat seinen Reiz Dolph Lundgren wiederzusehen und u hörenw as aus ihm in der Zwischenzeit wurde. Ansonsten bleibt alles auf vertrauten Bahnen: Creed oxt, verliert, trainiert, boxt wieder … denkt euch den Rest. Dazwischen gibt’s einige banale Alltagsmomente im Leben des Boxers, von der Hochzeit bis zur Geburt der Tochter, das würde mir alles mehr zusagen wenn ich mit „Creed“ Darsteller Michael B. Jordan nur irgendwie warm würde aber das passiert wohl nicht mehr. Mit Stallone komme ich da besser klar der leider in der deutschen Fassung eine neue, sehr befremdliche Synchronstimme hat, aber aufrichtig bemüht ist seiner Figur einen würdigen finalen Auftritt zu liefern. Wirklich beklagen kann man letztlich nichts, wirklich hervorheben auch nicht.

Fazit: Einfach ein solider Boxfilm mit immenser Backgroundgeschichte!

Rating: ★★★☆☆