A Star is born

Die Karriere des Sängers Jackson Maine (Bradley Cooper) geht auf ihr langsames Ende zu. Da lernt er Ally (Lady Gaga) kennen die sich als musikalisches Naturtalent erweist und durch ihn zum Star gemacht wird. Allerdings kann er in ihrem Schatten nicht wirklich klarkommen …

Ein Star ist geboren? Vielleicht ja auf dem Regiestuhl da dies die erste Regiearbeit von Bradley Cooper ist. Warum ihm selber an diesem Stoff so viel gelegen hat weiß ich nicht, aber es sei ihm vergönnt. Im Film versprüht er als versoffener Sänger viel Kumpelcharme, daneben spielt Lady Gaga eine aus dem Nichts kommende Frau die schlagartig zum Star wird – auch wenn die Glaubwürdigkeit nicht immer dabei ist: wenn die beiden auf dem Parkplatz ein Lied andeuten daß sie kurzd arauf ohne zu üben perfekt auf der Bühne abliefern ist das larger than life. Ebenso weiß ich nicht wo hier die Grenze zwischen der Figur Ally und der Sängerin Lady Gaga besteht: in manchen Szenen in denen die Figur auf der Bühne loslegt setzt man glaube ich gezielt deren reale Starpower ein. Bleibt aber auch nicht viel anderes da der Film sehr plotarm daherkommt und in der überschaubaren Geschichte sehr banale Szenen sehr lange auserzählt und auswalzt. Daher kann der Film einem einerseits etwas langweilig vorkommen, auf der anderen Seite zeugt er von einem ruhigen Erzählstil und genießlicher Struktur. Im Letzten Drittel ist dann die dramatische Fallhöhe immens, was nach den eher banalen ersten zwei Dritteln überrascht – aber am Ende bleibt ein ruhiger, mitunter leiser Film der einen zufriedenstellenden Filmabend garantiert.

Fazit: Kleiner, leiser Film bei denen man mit den Hauptfiguren nur bedingt warm wird!

Rating: ★★★☆☆

Venom

Ein außerirdischer Symbiont kommt auf die Erde und nistet sich in Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) ein um ihn als Wirt zu nutzen. Schon bald bemerkt Eddie merkwürdige Veränderungen an sich wenn er zur Lebensform Venom mutiert …

Ein scheußliches Konzepot: Sony hat die Rechte an Spiderman an Marvel zurück gegeben, hat aber noch die Rechte an diversen Schurken. Diese sollen nun ihre eigenen Solofilme kriegen und später vielleicht doch noch mit ins MCU überführt werden … ein katastrophaler Plan. Entweder mal etabliert sie dort da in dieser Welt Außerirdsiche und übersinnliches lange präsent ist, oder abr man läßt es eigenständig. Aber was überhaupt: eine schizophrene Figur die mit sich selbst im Dauerstreit liegt und gegen einen schmierigen Wissenschaftler ohne jedes Charisma oder Charme kämpt? Wie originell. Generell ist dies eine Origin Story die geradezu so tut als habe es die gefühlt tausend Comicfilme der letzten Jahre nicht gegeben – und auch wenn die Abspannszene Lust auf die dort gezeigte Figur macht braucht es nichts weiteres davon. Ein paar Actionszenen, ein paar coole Sprüche – sonst gibt es nur effektive Langeweile.

Fazit: Lauer Beginn einer langweiligen Story – komplett verzichtbar!

Rating: ★★☆☆☆

USS Indianapolis – Men of Courage

Captain Charles Butler McVay (Nicolas Cage) übernimmt im Jahre 1945 die  USS Indianapolis und geht auf eine heikle Mission: dem Transport von Bauteilen für eine Atombombe. Als das Schiff durch einen Angriff zu sinken droht und der Crew keine Hilfe zusteht da die Fahrt geheim war droht es zu einer Katastrophe zu kommen …

Bezahlt mich und ich spiele euch alles – nach den Vorgaben hat Nicolas Cage seit vielen Jahren so einige Filme gedreht. So auch diesen der aber keine Chance gibt daß er den irren raus läßt. Es beginnt als „normaler Kriegsfilm“ und Cage gibt den soliden, stocksteifen Kommandanten – trashig ist nicht seine Rolle sondern die mitunter katastrophale Darstellung und die scheußlichen Spezialeffekte. Nach der Hälfte jedoch macht der Film einen ganz abrupten Twist und zappt geradezu in ein anderen Genre – schlagartig entwickelt sich die Nummer zu einem handfesten Survivaldrama. Auch dort merkt man daß die Geschichte nicht nennenswert viel Budget hat, es werden einfach nur kleine Einzelmomente präsentiert in denen immer einer oder mehrere eine kleine Konfrontation mit Haien oder ihren eigenen Verletzungen hat. Das ist nicht gerade großes Kino, hat aber doch in manchen kleinen Momenten einen entsprechenden Effekt. In den letzten zwanzig Minuten zappt der Film dann nochmal in ein anderes Genre was wohl nicht nötig gewesen wäre – aber wer bis dahin durchgehalten hat wird sich auch daran nicht stören. Von Cages endlosen Videothekentiteln noch einer der tauglicheren, aber trotzdem nichts was wirklich über Heimkinoniveau hinauskommt.

Fazit: Tauglicher Film mit dezentem Cage und scheußlichen Effekten!

The Happytime Murders

In einer Welt in der Menschen und Puppen zusammenleben, letztere aber als Wesen zweiter Klasse behandelt werden sucht Privatdetektiv und Ex-Cop Phil Phillips einen Mörder der bevorzugt Puppen umbringt. Dabei muß er zusammen mit der Polizistin Edwards (Melissa McCarthy) ermitteln um andere Puppen zu retten die einst in der TV Show „The Happytime Gang“ auftraten …

Ein Film mit einem Gag: Puppen und Menschen leben in einer Welt und die Pupppen benehmen sich saumäßig. Uaaaah! Und Ende. Mehr als das hat der Film nicht zu bieten und dabei hat der Trailer die besten Gags auch schon gebracht – härter als dort wird’s im Film gearnicht und zum Ende hin scheint der Film seine Puppenwelt komplett zu vergessen und schaut nur noch auf seinen Plot. Damit ist eigentlich nichts verkehrt, das ist ein völlig belangloser 08/15 neunziger Jahre Krimiplot, aber eben eienr der einerseits nicht ernst genommenw erden kann weil eben Puppen rumlaufen, als Puppenkomödie oder der debre Stuß der er gerne wäre ebenso wenig funktionieren weil er einfach nicht wirklich lustig ist. Man kann zwar loben daß McCarthy mal eine Rolle spielt die nicht millimetergenau auf sie ausgerichtet ist, ebenso daß die Puppenanimation absolut vorzüglich ist – aber am Ende hat man einen Film gesehen der riesiges Potential ungenutzt verschenkt.

Fazit: Wenige nette Gags, ansonsten große Zeitverschwendung!