BlacKkKlansman

Ron Stallworth (John David Washington) ist in den Siebzigern der erste Schwarze, der beim Polizeidepartment arbeiten darf. Unerwartet bekommt er einen telefonischen Kontakt zum Ku-Klux-Klan und wird dort Mitglied – muß aber seinen jüdischen Kollegen Flip (Adam Driver) zu den realen Treffen schicken …

Leider meinte es bei diesem Film die eigene Kondition nicht so gut mit mir: nach gut der Hälfte entschwand meine Aufmerksamkeit und später auch meine geistige Anwesenheit (ich bin im Kino dezent weggeknickt). Daher kann ich den Film nicht im Großen und Ganzen bewerten, nur meine sporadischen Eindrücke aus dem Anfang preisgeben: ich mochte den Film soweit, stieß mich aber an ein paar Dingen. Z.B. daran daß die Hauptfigur zu Beginn ins Bild tritt und die Handlung direkt losgeht ohne die Person irgendwie näher vorzustellen, ähnlich auch bei anderen Figuren. Des weiteren kam mir der Film ein wenig gedehnt vor, also daß manche Szenen etwas zu lang geraten sind (etwa eine Sequenz bei der der Protagonist eine Black Panther Veranstaltung infiltriert und die Kamera zwei Minuten lang die Feier dort einfängt ohne daß es die Handlung antreibt). Ansonsten ist es natürlich ein spannendes und wichtigs Thema, der Kampf gegen Rassismus und Haß, und daß der Film trotz der ernsten Grundlage bemüht ist dort wo es geht locker und humorig daher zu kommen. Daher kann man sich soweit auf den Film einlassen, sofern man etwas Sitzfleisch mitbringt.

Fazit: Humoriger Mix auf Krimi und Komödie mit realem Bezug, vielleicht etwas zu ausgedehnt in einzelnen Szenen

Rating: ★★★★☆

Honeymoon in Vegas – Aber nicht mit meiner Braut

Am Sterbebett verspricht Privatdetektiv Jack Singer (Nicolas Cage) seiner Mutter niemals zu heiraten. Trotzdem gedenkt er dann seine Freundin Betsy (Sarah Jessica Parker) zu ehelichen – allerdings bringt ihn dann eine Runde des Profizockers Tommy Korman (James Caan) in große Probleme …

Da ich bemüht bin alte Nicolas Cage Filme nochmal nachzuholen ist mir dieser hier untergekommen den ich zwar irgendwann mal im Fernseheng esehen habe, aber kaum mehr auf dem Schirm hatte. Und auch wenne s unfair ist. Schon nachw enigen Sekunden fühlte sich der Film für mich nicht mehr nach einem Nicolas Cage Film an. Der Grund war seine Synchronstimme die mir die Figur komplett fremd machte, dafür hatte der Streifen dann doch ein paar seiner populären Ausraster und Schimpftiraden parat, obendrein macht es einen Heidenspaß wer hier alles in Mini Rollen auftaucht, von Sarah Jessica Parker über „Mr. Myagi“ und Bruno Mars sind einige dabei. Der Film an sich strömt den Geist und den Look eines 90er Jahre Films aus, allerdings eines recht belanglosen. Ein paar Verwicklungen, ein par nette Dialoge und Gags, aber am Ende doch ein kaum über Durchschnitt herauskommendes Filmchen.

Fazit: Kleine Komödie mit ein paar guten Momenten!

Das schönste Mädchen der Welt

Roxy (Luna Wedler) wechselt in die Klasse des Außenseiters Cyril (Aaron Hilmer) der sich schnell in sie verliebt. Roxy wirft aber mehr ein Auge auf Rick (Damian Hardung). Da aber auch Weiberheld Benno (Jonas Ems) hiner Roxy her ist understützt Cyril Rick dabei indem er mails und Lieder schreibt die dieser als seine ausgeben kann …

Schon der Trailer machte ein wenig Hoffnug daß der Film nicht nur ein hirnloses, plumpes Filmchen wird und zeigt schon in den ersten Minuten da0 er durchaus was zu bieten hat. Das heißt, keine irren, spektakulären Momente, aber sehr wohl eine herzige, herzliche und mögenswerte Hauptfigur und Figuren zwischen denen Chemie und Herzlichkeit besteht und die eine tolle Dynamik miteinander haben. Die sich dann ergebene Verwechslungsgeschichte finde ich anstrengend, aber sie wird hier nicht so exzessiv und mit immer weiteren künstlich erzwungenen Wendungen gestreckt und verlängert, der Reiz liegt bei kleinen, lebensechten Dialogszenen und zahlreichen Musikomenten. Diese sind zwar nicht imemr logisch (warum hört das Mädchen die Lieder wie der Zuschauer, also als perfekt abgemischte Hip-Hop Musik) aber sie funktionieren, ebenso gibt es klitzekleine Logiklöcher im gesamten die aber nicht weiter stören. Wenn man davon absieht daß es eine deutsche Teenagerkomödie ist und sich unvoreingenommen dran gibt kann man wirklich einen herzerfrischenden Film vorfinden und viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Ungemein sympathisch und im Kern sehr erhlich!

Rating: ★★★★☆

Tess und ihr Bodyguard

Tess Carlisle (Shirley MacLaine) war einst die First Lady, ist nun aber eine verbitterte  Witwe. Deren größtes Vergnügen darin besteht den disziplinierten Leibwächter Doug Chesnic (Nicolas Cage) zu quälen. Dieser ist bemüht von Tess wegzukommen – aber dann wird Tess entführt …

Ein früheres Cage Werk dem noch ein paar markante Punkte fehlen: Cage spielt hier einen blitzsauberen, schnurgeraden Agenten, verleiht außer einem Wutausbruch der Figur aber keine seiner typischen Macken und nichts von seinen legendären Eigenheiten. Ansonsten ist es das alte Märchen von der Schrecksschraube und dem armen Kerl welches für mich durch einen Umstand einfach nicht funktioniert: Shirley McLaines Rolle ist keine sympathische, herzige Nervensäge sondern in der Tat eine traurige, böse Person (zumindest in der ersten Hälfte) und damit ist die Chemie zwischen ihr und Cage nicht charmant kauzig sondern in der Tat unangenehm und fies. In der zweiten Hälfte verschieben sich dann die Schwerpunkte und der Film kommt ein wenig in Fahrt – aber eigentlich nie über Durchschnitt hinaus.

Fazit: Herzige Story in zwei ungleichen Hälfte bei der die Chemie zwischen den Hauptfiguren merkwürdig ausfällt!

The After Party

Owen (Kyle Harvey) wäre gerne ein großer Rapper, sein Freund Jeff (Harrison Holzer) versucht sich als sein Manager. Nach einem peinlichen Vorfall auf der Bühne gibt Owen seine Pläne jedoch auf und will zur Armee gehen. Daher versucht ihn Jeff am letzten Abend zur Aftershow Party eines großen Rappers zu bringen um dort einen Plattenvertrag zu organisieren …

Ein „Netflix“ Film … es sind Titel wie dieser die diese Formulierung weniger und weniger wie ein Qualitätsmerkmal wirken lassen. Es nichts verkehrt oder falsch daran, aber es erscheint wie bleiche und belanglose Massenware. Zwei Jungs versuchen ihren Traum wahr werden zu lassen und sich auf die Party eines Musikers einzuschleichen – die Handlung spielt fast komplett an einem Abend und das bedeutet es geht um eine chaotische, ereignisreiche Nacht in der bei d jeder Kleinigkeit Hindernisse auftreten die sich den Helden in den Weg stellen und die auf geschickte Weise umschifft werden müssen. Wenn man am Ende des Films drauf zurückschaut merkt man: so viel war da eigentlich nicht. Das ist auch positiv zu verstehen, weil hysterische oder überdrehte Gags oder mit Gewalt herbeigezogene Klamaukeinlagen fehlen. Aber ebenso fehlen Ausdrucksstarke Darsteller oder Charaktere mit denen irgendwas anzufangen wäre. Insofern: tut nicht weh, wirkt nicht nach.

Fazit: Harmlose Komödie mit ein paar guten Musikmomenten, aber insgesamt eine bessre TV Produktion

Rating: ★★☆☆☆

Call me by your name

Familie Perlman verbringt den Sommer des Jahres 1983 in einer Villa. Dabei soll der Archäologie Oliver (Armie Hammer) den Professor (Michael Stuhlbarg) bei seiner Arbeit unterstützen. Allerding keimen unerwartet Gefühle auf zwischen Oliver und dem Sohn Elio (Thimotée Chalamet) …

Urlaub im Film, zumindest von der Atmosphäre her: der Film spielt im Sommer des Jahres 1983 auf einem Anwesen auf dem eine Familie mehrere Wochen verbringt und diese sommerliche Atmosphäre atmet der Film in jeder Szene, vor allem durch das dauerhafte Zirpen der Grillen im Hintergrund. In dieser Umgebung wird dezent die Geschichte einer traurigen Liebesbeziehung  geschildert – eine die nicht sein kann und nicht sein darf, dabei mit allen Höhen und Tiefen geschildert wird und plausibel und ehrlich endet. Hoch anzurechnen ist daß es dabei eigentlich egal ist dass es eine homosexuelle Bezeihung ist – natürlich wird das so hervorgekehrt, aber ich sehe es als nicht so wichtig,. Zwei  kreisen umeinander, möchten zusammen sein, können es aber nicht und dürfen es auf eine gewisse Weise auch nicht.  In diesen Stimmungen schwelgt der Film und es passiert im Grunde nicht wahnsinnig viel – aber eben der geschilderte Alltag der Figuren reicht auch schon.

Fazit: Sensibel geschilderte Liebesgeschichte mit bitteren und süßen Momenten in hitziger Urlaubsatmosphäre!

Slender Man

Vier Highschool-Schülerinnen (Julia Goldani Telles, Joey King, Jaz Sinclair und Annalise Basso) führen ein Ritual durch um die Legende vom Slender Man als Lüge zu überführen. Leider verschwindet dabei Eine von ihnen – und eine bösartige Gestalt trachtet ihnen nach dem Leben …

Dieser Film als habe jemand ein Bewerbungsvideo gedreht für eine Anstellung bei einer Effektefirma. Als sei es ein Demoband für coole Horroreffekte die auch in der Tat wudnerbar schaurig aussehen, dabei aber einen großen Nachteil haben: sie führen zu nichts. Eine Handvoll Mädchen guckt sich ein Videoband an, dann verschwindet eine und die anderen werden ab sofort von Horrorvisionen gepeinigt – wow, wie irre. Man hat keine wirkliche Handlung, keine wirklichen Figuren, nur eben recht effektive Horrormomente die mit krassen und verstörenden Schreckeffekten daherkommen, dabei die nicht vorhandene Handlung kein Stück vorantreiben. Größtes Manko: daß der Slender Man nicht irgendwie ausgeführt wird, keine Grenzen besetzt bekommt sondern in übersinnlicher Manier tun kann was immer er will – und der Zuschauer selig wegpennt.

Fazit: Krasse und scheußliche Horroreffekte in heftiger Atmosphäre – dabei aber völlig handlungsfrei und doof!

Rating: ★☆☆☆☆

The Florida Project

Moonee (Brooklynn Prince) list sechs Jahre alt und ebt im „The Magic Castle Motel“ unweit von Disneyworld. Gesehen vom Motelmanager Bobby (Willem Dafoe) macht sie viel Unsinn mit ihren Freunden Scooty (Christopher Rivera) und Jancey (Valeria Cotto). Allerdings muß Monee auhc ihrer Mutter Halley (Bria Vinaite) beistehen um täglich das Wohngeld zusammen zu bekommen …

Das Lob und die Lobgesänge auf diesen Film waren fast garnicht greifbar, ich wollte ihn daher beim Start auch schauen, aber mein Kino hatte ihn nicht im Programm. Nun konnte ich ihn auf DVD nachholen und frage mich: wozu die ganzen Lobeshymnen? Denn man hat es hier durch aus mit einem interessanten Titel zu tun, aber einem ebenso langweiligen. Zumindest in meinem Empfinden. Es wird der Alltag einer Kindheit skiziert die an der Armutsgrenze stattfinden und der Film stellt da natürlich einige Symbole auf: die Hauptfiguren die im Schatten von Disneyland leben und auch noch von Laiendarstellern immens lebensnah verkörpert werden. Darüber thront Willem Dafoe als grundguter Hotelmanager der versucht alles zusammen zu halten und als gutmütiger Kerl das Herzstück des Films darstellt. Und Herz steckt in der Tat drin, insbesondere im tränenreichen letzten Akt, aber trotz toller Atmosphäre, einem überragenden Willem Dafoe und vielen Szenen in denen es wie aus dem Leben direkt abgefilmt wirkt: wirklich unterhaltend kam es mir nicht vor.

Fazit: Sehr herzlich und an manchen stellen sehr lebensnah!

Safari – Match me if you can

Eine neuartige Dating App namens Safari vermittelt eine Reihe Personen: zum Beispiel Pilot Harry (Justus von Dohnányi) landet bei Lara (Elisa Schlott) wobei er seine Frau Aurelie (Sunnyi Melles) betrügt …

Ein deutscher Episodenfilm mit Schwerpunkt auf Partnersuche? Das muß kein Fiasko sein, ich denke da an den Klassiker „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ oder aber „Shoppen“ die beide genau dieses Thema hatten und es sehr gut umsetzten. Im Falle von Safarai reichen sich pro und contra die Hände: ja, es ist ein moderner Film der auch plausibel zeigt wie eine einfache Dating App Verstrickungen, Verwicklungen ect. Nach sich ziehen kann. Nachteil dabei: es sind so viele Figuren die allesamt nur oberflächlihc gezeigt und präsentiert werden und der Film springt wahllos dazwischen hin und her so daß der Film keinen Erzählfluß beginnt sondern nur von Szene zu Szene springt. In manchen Momenten erweist er sich dann aber als absolut lebensechter Glücksgriff: Szenen wie etwa die in der sich ein Ehepaar auspricht, zwei Leute bei einem Date etwas vorspielen und sich dann die Wahrheit sagen sind von ungeahnter Kaft. Leider sind dies aber nur Momente in einem sehr merkwürdigen Film der keinen Schwerpunkt finde t und zwischen den Figuren nur wild herumspringt.

Fazit: Tolle Momente, aber eine viel zu unstrukturierte Erzählweise

Rating: ★★☆☆☆

Schwerter des Königs 3 – Die letzte Mission

Auftragskiller Hazen Kaine (Dominic Purcell) will sich aus seinem Geschäft zurückziehen, aber noch einen letzten Auftrag ausführen. Dabei geht es um eine magische Kette die ihn ungewollt in eine alternative parallele Welt transportoert. Dort muß er sich einem Drachen stellen …

Und noch eine Runde: Uwe Boll ist ein vernünftiger Geschäftsmann und wußte daß sich die „Schwerter des Königs“ Serie gut verkauft, demzufolge war er bereit noch ein weiteres Exemplar zu liefern. Inhaltlich ist auch dieser von den anderen komplett abgekoppelt und variiert nur die Lage des zweiten Films: ein Antiheld, in diesem Falle ein Auftragsmörder, wird per Amulett ins Mittelalter versetzt und greift beim Kampf gegen schlichte CGI Drachen oder Ritter gerne mal zur Wumme oder sonstigen Hilfsmitteln. Schon alleine dadurch stellt sich anmutige Fantasystimmung nicht ein, man bekommt aber eben einen mit geringem Budget umgesetzten Actionkracher. Schwertkämpfe im Mittelalter treffen auf Schußwechsel in der Gegenwart, es ist kurzweilig, mitunter blutig undnicht nennenswert originell, ebenso nicht wirklich mit überragenden Darstellern versehen. Aber auf der anderen Seite ist es genau der kurzweilige Zeitvertreib den man sich erhoffen kann – und als solches macht der Film nix falsch.

Fazit: Ungleiche Mischung aus Action und Fantasy mit spaßigem Trashanteil!