Gringo

Der Angestellte Harold Soyinka (David Oyelowo) ist der Prügelknabe seines Umfeldes: seine Frau Bonnie (Thandie Newton) betrügt ihn und seine Bosse Richard (Joel Edgerton) und Elaine (Charlize Theron) planen ihn zum Sündenbock in einer Intrige zu machen. Bei einer Geschäftsreise nach Mexiko eskaliert die Situation als Harold sich absetzt und ein Chaos auslöst …

Das ist wohl der Unterschied zwischen amazon und netflix: netflix kauft Kinofilme und bringt sie direkt auf die Streamingplattform, amazon stellt wie hier eigene Filme her und bringt diese vorher noch ins Kino. Die Frage dabei istwohl nur ob diese Titel dann auch unbedingt ins Kino gehört. Immerhin ist dieser mit einem entsprechenden Aufwand aufbereitet, zeigt zwar keine unfassbaren Schauwerte, aber liegt doch über dem optischen Level einer TV oder VoD Veröffentlichung. Das Problem ist aber fie Konstruktion der Story: man hat eine ganze Reihe Hauptfiguren zwischen die eine Menge Beziehungen, Verbindungen ect. Geknüpft wurden – aber dieses Geflecht wird nur sehr sperrig und langsam aufgebaut und der Film kommt dabei nicht in Fahrt. Außerdem sind einige Darsteller nur sporadisch dabei – Aushängeschild Charlize Theron reißt z.B. brav ihre paar Szenen ab die meistens in Büros spielen und kommt mit dem meisten anderen nicht un Berührung. Obendrein ist für mich der Grundton des Films nicht eindeutig definiert: einerseits macht der Film auf albern und lustig, um dann an anderen Stellen brutal die Kopfschüsse zu verteilen. Langweilig ist der Mix am Ende zwar nicht, erreicht aber nie die Qualität einer Gangsterkomödie wie er es wohl gerne wäre.

Fazit: Passabler Ansatz, aber total sperrig und mich bleichem Hauptdarsteller inszeniert!

Rating: ★★☆☆☆

Jugend ohne Gott

Zach (Jannis Niewöhner) reist zu einem Hochleistungscamp auf, in dem die Schüler seiner Abschlussklasse für eine angesehene Universität vorbereitet werden sollen. Dort erregt er die Aufmersamkeit von Nadesh (Alicia von Rittberg), dieser aber ist von Ewa (Emilia Schüle) fasziniert. Dann geschieht ein Mord …

Das ganze fußt auf einem Buch von dem es schon mehrere Verfilmungen gegeben hat (von denen mir bislang aber keine untergekommen ist) und welches bereits vor dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Hier hat man dann die Voralge irgendwie versucht auf die morderne Zeit anzupassen, das hat für mich aber nicht wirklich funktioniert. Es ist halt das Thema dfas Films, aber es ist eben auch seine Wirkung: der Filmist in absolut jeder Sekunde unangenehm. Das vermittelt diese gezeigte, bedrohliche Utopie zwar ganz plausibel, aber so intensiv daß ich recht schnell keine Lust mehr hatte der Geschichte wirklcih und aufmerksam zu folgen. Gespielt ist dies zwar ordenlich (Emilia Schütte ist nie verkehrt) und versucht Vorbildern wie „Divergent“ nahe zu kommen, ergibt aber am Ende fast zwei quälend lange Stunden aus denen man zwar einige Gedanken und Ansätze mitnehmen kann, aber sicher kaum gute Unerhaltung.

Fazit: Die scheußliche gezeigte Welt ergibt einen Film der durchweg unangenehm erscheint!

[RATING. „]

Pacific Rim – Uprising

Einige Jahre nachdem die Jaeger-Piloten die Gefahren durch die Kaiju Monster abgewehrt haben beginnen neue Angriffe. Die Hoffnung der Menschheit liegt bei einer neuen Generation von Jaeger Piloten, zu denen Jake Pentecost (John Boyega), Lambert (Scott Eastwood) und die Amateur-Pilotin Amara (Cailee Spaeny) gehören …

Ich konnte bereits den ersten Pacific Rim Film nicht leiden, ihn aber trotzdem respektieren: von Regisseru Guillermo Del Toro isnzeniert hatte der zwar eine Story wie aus einem Transforemrs Film, aber sehr wohl noch eine eigene filmische Handschrift und einige ganz eigene Punkte. Die Fortsetzung ist aber von all solchen Ansätzen restlos befreit und eben was es ist: ein perfekt konstruiertes Produkt. Die Actionszenen in denen Roboter aufeinander eindreschen oder eben mit den riesigen Monster kämpfen sind technisch zwar perfekt, erscheinen aber wie halbgare Versuche einen sechsten Transformers Film zu machen, die Helden sind ok, aber zu keinem Zeitpunkt irgendwie ausreichend charismatisch um den Film richtig zu schaukeln und obendrein hat auch dieser Titel sehr oft diesen von Marvel etablierten, ironischen Unterton. Abgerundet wird dies nach knapp einhundert Minuten (also deutlich kürzer als der Vorgänger) durch eine Abspannsequenz die einen weiteren Teil etabliert. Kurzum: banale Hochglanzaction und ein krampfhafter Versuch ein neues Franchise zu etablieren – genau dies und keinen Funken mehr.

Fazit: Laut und spektakulär aufgemacht, aber auf penetrante Weise zum Franchise gebastelt!

Rating: ★★☆☆☆

All Eyez on me

In den 70er Jahren wächst Tupac Shakur (Demetrius Shipp Jr.) als Kind aktiver Mitglieder der Black-Panther-Bewegung auf und bekommt einen Einblick in das ungerechte Los der schwarzen Gesellschaft. Als Erwachsener steigt er zum Starrapper auf und gerät gleichzeitig in gefährliche Bandenkriege …

Ich bin bei Biographien immernoch sehr skeptisch – ich glaube einfach nicht daß man ein ganzes Leben in ein paar Filmminuten unterbringen kann. Das Wertvollste was meiner Meinung nach erreicht werden kann ist es einfach nur einen Eindruck zu vermitteln wie derjenige war, war er nett, war er böse – und schlechten Fällen bleibt mir die besagte Person aber trotzdem verschlossen. So ging es mir dann acuh in dieeser Musikerbiographie: eigentlich kann man über kaum etwas klagen (außer der sperrigen Länge), ordentlich gespielt und iinszeniert ist das alles, aber es geht letztzlich um eine Person die ich kaum auf dem Schirm habe und eine Thematik die ich selber nur gering interessiert. Daher: einen Blick kann man riskieren wenn man sich für den Künstler oder die Musikszene interessiert, der Rest kann gerne verzichten.

Fazit: Etwas überlagnes Musiker-Epos daß seine Hauptfigur nur bedingt zugänglich darstellt!

Rating: ★★★☆☆

Unsane – Ausgeliefert

Die Geschäftsfrau Sawyer Valentini (Claire Foy) ist in eine andere Stadt gezogen um ihrem brutalen Stalker David Strine (Joshua Leonard) zu entgehen. Als sie über ihre Sitation in einer Psychiatrie sprechen möchte unterschreibt soie ein Formular durch daß sie erst einmal eingewiesen wird. Während sie versucht die Ärtzte davon zu überzeugen daß sie gesund ist stellt sie mit Schrecken fest daß auch David in dieser Klinik arbeitet …

Steven Soderbergh war jahrelang ein persönlicher Haßregisseur von mir, aber langsam beginnt er sich bei mir zu rehabilitieren: der Gangsterfilm „Logan Lucky“ war zwar keine Revolution des Genres, aber eben doch geglückte und brauchbare Unterhaltung, nun legt er mit „Unsane“ einen der ungewöhnlichsten Titel des neuen Kinojahres vor. Ungewöhnlich wohl vorrangig durch den Look, da der Film mit einem iphone gefilmt wurde und dadurch wie mit dem Camcorder gedreht erscheint und oftmals wie eine Dokumentation daherkommt. Und er bringt den Zuschauer in eine ungute Lage: wir sehen die Ereignisse durch die Augen der Hauptfigur, sind dabei aber eigentlich selber recht unsicher ob das Gesehene wirklich so passiert oder ob es eine Einbildung ist, ob das böse Krankenhaus in der Tat die Patienten mißbraucht oder nicht oder ob der böse Stalker da ist oder nicht – dabei dieses raus zu finden liefert der Film eine unglaublich zermürbende und effektive Stimmung. An Darstellern und Spannungskurve gibt’s garnichts zu klagen, höchstens vielleicht daß der Handylook des Films eben verhindert daß man große Kinobilder zu sehen kriegt und am Ende ein paar „Unwahrscheinlichkeiten“ dominieren. Ruinieren aber nicht das Ganze.

Fazit: Ungewöhnlicher Look, ungemein krasses Resultat!

Rating: ★★★★☆

The Book of Henry

Susan Carpenter (Naomi Watts) ist eine alleinerziehende Mutter für ihre Söhne Peter (Jacob Trembly) und den hochbegabten Henry (Jaeden Lieberher) und schuftet in einem Restaurant. Dann aber entdeckt Hanry das seine Nachbarin und Mitschülerin Christina (Maddie Ziegler) von ihrem Vater Glenn (Dean Norris) missbraucht wurd – und will versuchen Christina zu helfen …

Ich freue mich immer wenn mich ein Film überrascht, das hat dieser hier auch geschafft, wenn auch mit einer traurigen Wendung. Ich kannte die genaue Handlung im Vorfeld nicht, wußte daher nicht welche Richtung der Film ab etwas der Mitte einschlägt und war dementsprechend überrascht. Aber auch angetan, es wirkte wie eine verdrehte Auslegung der „PS Ich liebe dich“ Thematik. Und trotz der Schwere die der Sache eigentlich inne wohnt ist die Sache unterhalsam, nicht federleicht, aber auch nicht betrüblich oder runterziehend. Nur emotional. D.H. wer ein Drama jenseits der üblichen Verläufe schauen mag kann mal einen Blick risikieren, es fällt ganz anders aus als man es erwarten darf.

Fazit: Mehrere Handlungsverläufe in einem die einen ungewöhnlichen, aber zu Herzen gehenden Film ergeben!

Tomb Raider

Die 21-jährige Lara Croft (Alica Vikander) vermisst seit sieben Jahren ihren Vater Lord Richard Croft (Dominic West), hat statt der Leitung dessen Imperiums einen Job als Fahrradkurier übernommen. Schließlich entscheidet sie sich das Schicksals ihres Vaters zu untersuchen wobei die erste Spur zu einer japanischen Insel führt …

Ichwürde mich selber weder als großen Fan der Tomb Raider Thematik bezeichnen noch als Fan: ich habe ein paar der Spiele mal flüchtig angespielt und kam damit nur leidlich zurecht, die alten Filme mit Angelina Jolie habe ich als banale Actionware im Kopf behalten. Deswegen sehe ich keien Relevanz im Versuch, die Serie neu zu starten, finde es aber auch nicht verkehrt. Im Grunde hat man auch die richtigen Komponenten zusammengepackt: die Story ist eine Art „Lara begins“ und zeigt wie Lara von der unscheinbaren Kurierin zur Abenteurerin wird. Alica Vikander ist körperlich zwar sehr fit, wirkt aber trotzdem etwas distanziert in der Rolle, dürfte aber in entsprechenden Sequels die Rolle noch ausformen. Die Action ist ok, zu keinem Zeitpunkt irgendwie überragend, aber ganz solide gemacht (sofern man aktzepiert daß wieder viele Szenen eher Computerherkunft haben als das sie wirklich gedreht wurden), Walton Googins als böser ein Schurke von der Stange und die Story an sich inst eine austauschbare Schatzsucher Story ohne irgendwelche Überraschungen. Am Ende kann man dem Film daher kaum was vorwerfen – aber ebenso wenig irgendwas besonders hervorheben.

Fazit: Unterkühlte Heldin in großen Actionszenen – gelungen, aber nicht begeisternd!

The Cloverfield Paradox

Da die Energieressourcen der Erde nur noch fünf Jahre reichen werden versucht ein Team Wissenschaftler von einer Raumstation aus ein riskantes Experiment mit dem Shepard-Teilchenbeschleuniger. Bei Erfolg würde die Erde wieder ausreichend Enrgie haben – durch einen Vorfall gerät das Projekt jedoch in furchtbare Gefahr …

Na gut, in Punkto Vermarktung war dieser hier ein totaler Clou: angekündigt war daß es einen dritten Cloverfield Film geben würde und daß er im Weltraum spielen würde, dann wurde beim Superbowl plötzlich ein erster Trailer veröffentlicht und die Info daß der Film direkt auf Netflix verfügbar sei. Das legte einen Verdacht nahe: daß der Film so schlecht geworden ist daß man garnicht an eine erfolgreiche Kinoauswertung geglaubt hat. Nun, nach anschauen des Films würde ich sagen: yup, genau das muß es gewesen sein. Zumal der Film eh haarscharf am Etikettenschwindel ist: eigentlich ist es ein Skript namens God Particle dem einfach nur ein paar Korrekturen beigefügt wurden damit es sich irgendwie in die bisherige Cloverfield Geschichte einfügt, aber auch diese sind geringfügig und sehr künstlich erzwungen. Ansonsten ist es eben ein Science Fiction Film über ein mißratenes Experiment, der herumspielerei mit Paralleluniversen und ein paar Metzeleffekten, mit einer menschlichen Crew die einem keine sympathischen oder sonstwie interessanten Charaktere an die Hand gibt. Bedeutet: als Cloverfield Sequel ein Krampf, als für sich stehender Science FIction FIlm unterer Durchschnitt.

Fazit: Sehr künstlich ans Franchise angehangenes Sequel, bleich und seelenlos!
Rating: ★★★☆☆

Bright

In einer Stadt leben Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks selbstverständlich zusammen. Dort arbeitet auch der Polizist Daryl Ward (Will Smith) zusammen mit dem Ork Nick Jakoby (Joel Edgerton) und kommt mit ihm einem Relikt auf die Spur welches großes Chaos auslösen kann. Um die Katastrophe zu stoppen müssen sie aber ihre eigenen Differenzen beilegen …

Der Film wurde direkt für NEtflix produziert, wobei ich da immer etwas gebremst reagiere: wenn man mit einem solchen Aufwand eine solche Produktion stemmt und diese dann nicht ins Kino bringt ist Skepsis angesagt. Vorrangig der Gedanke daß der jeweilige Titel sich aus qualitativen Gründen nicht fürs Kino eignet. Und was mich hier auch irritiert hat war die Story die für mich eine Mischung aus „Spacecop LA“ und „I Robot“ ist und im Grunde mit ihrer komplexen Welt in der Cop Thriller, Sci FI Momente und Fantasy zu einer Einheit vereint werden eher Serienmaterial gewesen wäre. Aber gut, hier ist das fertige Resultat – und ist eigentlich kaum der Rede wert. Für mich geht diee Mischung aus einem knallahrten Copduo das magische Wesen jagt hinten und vorne nicht auf, zudem sind die Figuren nicht nennenswert charismatisch sind und der Film komplett auf ironie und auflockernde Elemente verzichtet. Technisch geht das Ganze wohl ok, man merkt aber daß hier in manchen Punkten auf Sparflamme gearbeitet wurde. Als Klick im Netflix Angebot wärs wohl in Ordnung, fürs Kino hätte es wahrlich nicht getaugt.

Fazit: Solider Sci Fi Fil der sehr unterschiedliche Elemente nicht sehr stimmig vereint.

Rating: ★★★☆☆

Schloss aus Glas

Als Kind bekommt Jeannette Walls (Chandler Head / Ella Anderson) von ihrem Vater Rex (Woody Harrelson) stets tolle Geschichten erzählt die sie oftmals trösten, insbesondere weil die Familie ein sehr ärmliches Leben durch den Lebenswandel von Mutter Rose Mary (Naomi Watts) führt. Dies traumatisiert Jeanete so sehr daß sie auch als Erwachsene noch darunter leidet – trotzdem versucht sie die Kontakt zu ihren Eltern zu erneuern …

Das Leben schreibt manchmal unglaubliche Geschichten und manchmal unglaublich grausame, hier war es dann so. Die Vorstelltung daß das was ich hier sehe einen realen Background hat und so wirklich passiert ist hat mich beim schauen geradezu wütend gemacht. Einerseits wegen Brie Larson, die kann zwar nichts dafür, aber ich kann sie irgendwie nicht leiden und hatte von daher aus rein subjektiven Gründen was gegen ihre Figur, auf der anderen Seite waren es aber die Eltern im Film. Wenn eine Mutter dem hungernden Kind das Essen verweigert „Soll ich dir etwas zu essen geben was in einer Stunde weg ist oder lieber mein Gemälde für die Ewigkeit fertigstellen?“ … da ging mein Puls immens hoch, ebenso wie bei den zahlreichen häßlichen Situationen die der von Woody Harrelson gespielte Vater produziert, der immer wieder sehr positive und ebenso sehr schlimme Dinge mit seinen Kindern anstellt. Und wenn ich mir vorstelle daß vieles was die wahren Kinder durchgemacht haben im Film beschönigt wird schüttelt es mich richtig … insofern: ich weiß nicht genau wie exakt der Film an der Realität dran ist, das gezeigte reicht mir aber um auf die realen Personen so richtig wütend zu sein. Ist doch auch schon ne Leistung.

Fazit: Furchtbare Geschichte über zwei grausame Eltern und einem Kind daß deren Leben entflieht!