Attraction

Ein außerirdisches Raumschiff stürzt über Moskau ab und schlägt eine Schneise der Verwüstung in die dortigen Wohnblocks. Die Schülerin Julia (Irina Starshenbaum) schleicht mit ein paar anderen an die Absturzstelle und macht eine unglaubliche Entdeckung, nämlich einen der außerirdischen Besucher. Fortan versucht soe diesem zu helfen während von Militär und anderen QUellen große GEfahr droht …

Ich bin kein großer Kenner und Fan des russischen Kinos, sage aber gerne: warum nicht. Ich erinnere mich mit Wohlwollen an die Fantasy Orgie „Nochnoi Dozor“ die mir so vorkam als habe man das Budget etlicher kleiner FIlme gespart und eben einen großen gebastelt bei dem dann alses ausgelotet wurde was möglich ist. AUch im vorliegenden Falle komme ich zu dem Gefühl: klar, man neigt dazu das gezeigte zu vergleichen. Eine Alieninvasion hatten wir erst im vergangenen Jahr zweimal aus den USA, in der albernen Version in „Independence Day 2“ und in der intelligenten Fassung in „Arrival“. Dieser hier richtet sich eher nach dem letzteren: es geht nicht darum die Aliens großflächig zu bekämpfen und es geht auch nur am Rande darum das Phänomen zu erforschen. Im Fokus stehen ein paar Alltagsfiguren die in die Ereignisse verwickelt werden und sich je nachdem auf die Helden oder die böse Seite schlagen. Dabei prallen die Extreme aufeinander: inw enigen Szenen wird mit edelsten Spezialeffekten gearbeitet die auf Hollywood Niveau sind, die meiste Zeit stehen dagegen aber Szenen die in trostlosen russicshen Wohnblocks spielen. Die Darsteller kann man hierzulande wohl kaum, kriegt aber sehr wohl stabile und brauchbare Helden geboten die eben diesen „LEute von der Straße“ ausdruck haben, der aber gut funktioniert. Ansonsten sind es insgesamt viele Elemente die man kennt (ein menschlicher Außeridischer der sich an kleinen Alltagssituationen aufhält und lächeln lernen muss), die aber hier ganz brauchbar zusammengemengt wurden. Trotzdem erwist sich der Film trotz inhaltlicher und visueller Highlights insgesamt als etwas zu langgezogen und langatmig. Dürfte aber demjjenigen der sich auf diese etwas spezielle Form FIlm einlassen kann einiges bieten.

Fazit: Interessanter, vielschichtier Streifen der allerdings einiges an GEduld erfordert!

Rating: ★★★☆☆

Cafe Society

Bobby (Jesse Eisenberg) entstammt zwar der Bronx, sucht aber nach einem Weg in Hollywood Karriere zu machen. Dabei ist sein Onkel Phil (Steve Carell) eine große Hilfe, auch wenn ihm dieser vorrangig seine Sekretärin Vonnie (Kristen Stewart) zur Seite stellt. Schon bald verliebt sich Bobby in Vonnie die ihrerseits großes Interesse an Phil hat …

Woody Allen wird immer älter und auf eine gewisse eigene Weise immer nostalgischer. Inhaltlich konnte ich mit diesem neuen Film nur wenig anfangen, es ist wenn mans auf den kleinsten Nenner runter reduziert wieder einmal eine sperrige und komplizierte Love Story in der ein hilfloser Kerl sich verliebt und dann einen langen Film lang braucht um die Sache irgendwie hinzukriegen. Faszinierend dabei ist aber eben die Inszenierung: der Film spielt in den 30er Jahren und erweckt die damalige Zeit regelrecht zum Leben, mit nostalgischen, altmodischen Bildern und permanenter Jazzmusik. Das ist eine Art Film wie es sie heute schon garnicht mehr gibt. Ansonsten reiht sich der Film in Woody Allens Gesamtwerk ein, ist nicht unbedingt der Beste, aber ebensowenig der schlechteste Titel seines Schaffens. Mit ein paar Promis in den Hauptrollen, permanenten geschliffenen Dialogen und eben Nostalgie in hoher Dosis dürften Woody Allen Fans wieder einmal zufrieden sein – und wer die Werke des Mannes eh nie mochte wird auch mit diesem hier nichts anfangen können.

Fazit: Mischung aus Liebesfilm und Gangsterstreifen mit hoher nostalgischer Note!
Rating: ★★★★☆

Girls Night Out

Die alten Freundinnen Jess (Scarlett Johansson), Blair (Zoë Kravitz), Pippa (Kate McKinnon), Alice (Jillian Bell) und Frankie (Ilana Glazer) kommen für einen Junggesellinnenabschied zusammen uund machen eine Nacht lang ordentlich Party – bis bei einem Unfall der engagierte Stripper umkommt. Fortan sind die Frauen sehr bemüht die Leiche verschwinden zu lassen …

Diese Vorschau nervt mich seit Monaten da sie irgendwie vor jedem Film gezeigt wird den ich schaue. Obendrein habe ich im Internet diversen Hass und Zerrisse zu diesen Titel gelesen und nach Konsum des Films kann ich sagen dass diese durchaus berechtigt sind. Gemein dabei ist aber das im Film einiges stimmt: an etlichen Stellen bringt der Film ungemein Gute und treffende Pointen die sich aber über die Lauflänge so verteilen dass es sich nicht lohnt nur deswegen den Film zu schauen. Der Look ist schick und teuer, aber was nützt das wenn Scarlett Johansson und die anderen einen nicht wirklich interessieren. Scarlett spielt eine verstockte Zicke, die anderen sind plumpe Reißbrett Charaktere wie sie für einen solchen Film halt herhalten müssen. Das ist nicht schlimm, aber macht es einem fast unmöglich Sympathie für die Figuren aufzubringen und sich an dem was geschieht Anteil zu nehmen. Immerhin befindet man sich selbst bei Anschauen des Trailers nach ein paar Minuten auf unbekannten Terrain da wirklich nur Dinge aus der ersten halben Stunde verraten wurden. Das kann aber auch damit zu tun haben das nachher nicht mehr viel nennenswertes kommt. Als Party Film für einen lustigen Mädelsabend dürfte die Geschichte taugen, insgesamt ist dies aber ein furchtbar unausgereift es Drehbuch das nur mit einzelnen Treffern punktet und ansonsten kein stimmiges Ganzes ergibt.

Fazit: Stellenweise lustig aber insgesamt nur schlecht funktionierende Comedy!

Rating: ★★☆☆☆

Sommerfest

Stefan (Lucas Gregorowicz) verließ vor vielen Jahren seine Heimat Bochum um Schauspieler in München zu werden. Als ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters ereilt reist er für ein Wochenende in seine alte Heimat zurück um alles notwendige zu regeln. Dabei kommt es auch zu zahlreichen Begegnungen mit Menschen aus der Vergangenheit – u.a. seine Jugendliebe Charlie (Anna Bederke) …

Wieder einmal eine Buchverfilmung zu der ich wenig sagen kann da ich das Originalmaterial nie gelesen habe. Trotzdem hatte ich bei diesem Film schon großes Vertrauen da er von Sönke Wortmann ist, den ich nach wie vor als einen der besten und zuverlässigsten deutschen Regisseure ansehe. Und Wortmann hat nicht enttäuscht. Bei diesem Film geht es auch weniger darum eine Geschichte zu erzählen sondern es geht mehr darum die gegebenen Szenen mit dem richtigen Gefühl zu versehen. Eigentlich handelt es nur um einen Mann der in seine Heimat zurückkehrt und ein paar Tage dort aushält und dabei permanent auf Menschen aus seiner Vergangenheit trifft. Der Film hat somit wenig Handlung sondern besteht nur aus einer endlosen Serie von Szenen auf Szenen auf Szenen die nicht allesamt Teil einer Gesamthandlung werden sondern stellenweise einfach für sich stehen. Dabei wirken die Ruhrpotter Figuren an manchen Stellen etwas überzeichnet ansonsten hat das ganze aber einen sehr glaubwürdigen Anstrich und wird von Anfang bis Ende mit ruhiger Melancholie überflutet. Somit kann diesen Film genau derjenige schauen der dem lauten effektvollen Blockbuster Kino entfliehen möchte und eine ruhige Alternative sucht. bleibt zu hoffen dass sie auch wahrgenommen wird
Fazit: Nicht wirklich viel Handlung dafür voller Gefühl und Melancholie!

Rating: ★★★★☆

Transformers 5 – The Last Knight

Optimus Prime hat die Erde verlassen und möchte seine zerstörte Heimat Cybertron neu errichten – dazu braucht er allerdings ein Artefakt welches einst von König Artus (Liam Garrigan) versteckt wurde. auf unserem Planeten versteckt wurde. Um Optimus von weiterem abzuhalten stellen sich ihm Cade Yaeger (Mark Wahlberg), Bumblebee, Lord Edmund Burton (Anthony Hopkins), die Geschichtsprofessorin Vivien Wembley (Laura Haddock) und die junge Izabella (Isabella Moner) in den Weg …

Es ist der 5. Teil dieser Reihe und der 5. Teil der von Michael Bay inszeniert wird – wer käme also auf den Gedanken hier irgendetwas anderes zu erwarten als was in den vorherigen Teilen passiert ist? Eben. Die großen Wandelroboter kloppen sich, Mark Wahlberg und ein paar andere menschliche Figuren geraten zwischen die Fronten und bringen sich so gut es geht fürs Gute ein und ansonsten ist es wieder die Jagd auf einen McGuffin, in dem Falle ein ominöser Stab der seinem Besitzer große Macht verleihen kann. Und alle pros und contras der bisherigen Filme wird man auch hier wiederfinden: Action die an Reizüberflutung grenzt, klare und sonnige Bilder, attraktiv in Szene gesetzte Helden, hohes ausreizen aller technischen Möglichkeiten. Aber ebenso der stetige Gut gegen Böse kampf, einen absoluten Ermüdungseffekt nicht zuletzt aufgrund der Lauflänge und eigentlich nichts wirklich nennenswertes zu erzählen hinter der ganzen lauten Aufmachung. Für ein ganz junges Publikum mögen diese Titel immernoch einen Reiz haben, für jeden dessen Alter zweistellig ist dürfte so langsam der Reiz nachlassen. Und das auch hier stets hintertürchen für weitere Teile aufgehalten werden macht den Film richtig unsympathisch.

Fazit: Ein weiterer Action und Effektrausch der inhaltlich nicht viel Neues mitteilt!

 

Small Town Killers

Die sexgeilen Handwerker Edward (Ulrich Thomsen) und Ib (Nicolas Bro) haben ihre Ehefrauen Ingrid (Lene Maria Christensen) und Gritt (Mia Lyhne) satt und wollen sie loswerden. Wegen den immensen Kosten einer Scheidung beschließen sie die beiden umzubringen und heuern dazu einen Auftragsmörder aus Rußland an. Als die Frauen das mitkriegen engagieren sie ihrerseits eine Auftragsmörderin …

Mir begegnete der Film unerwartet in einer Sneak-Preview, aber schon alleine wegen den Namen zweier Mitwirkender wollte ich ihm eine Chance geben: zum einen wegen Regisseur Ole Bornedal dessen „Nightwatch“ mir vor 20 Jahren in die Knochen gefahren ist, zum anderen wegen Hauptdarsteller Ulrich Thomsen den ich noch als Skinhead aus „Adams Äpfel“ in sehr guter Erinnerung habe. Hier war ich allerdings erstmal aufgeschmissen was mir der Film sagen bzw. geben wollte: ich bekam eine Handvoll relativ unsympathischer Figuren die erstmal lange über Sex quatschen als würde ich eine alte Folge „Sex and the City“ anschauen, nur daß dies hier stellenweise extrem peinlich und unangenehm daher kam; dann wurde es zu einer vereinfachten Tarantino Version in der überzeichnete Killer auf Normalos treffen. Immerhin versucht der Film garnicht auf Teufel komm raus wie ein amerikanisches Vorbild zu wirken sondern fährt seine eigene Schiene, ich weiß halt nur nicht wo und in welcher Weise das dänischen Humor widerspiegelt den ich nicht kapiere oder wo die Nummer einfach schlappmund dürftig ist. Über den mitunter blutigen und makaberen Humor kann man diskutieren, aber da muß jeder für sich entscheiden ob er drüber lachen mag. Am Ende bleibt ein kleiner Film an dem einige Dinge und Szenen gut funktionieren, aber auch viele Rohrkrepierer drin hat. Schade daß man durch die relativ unangenehmen Figuren nicht wirklich Interesse an ihrem Schicksal hat.

Fazit: Brauchbare Gags die auf relativ altbackene Elemente treffen und eine passende, aber nicht wirklich überragende Mischung ergeben!

Rating: ★★★☆☆

Die irre Heldentour des Billy Lynn

Der junge Billy Lynn (Joe Alwyn) gerät als Soldat im Irakkrieg in ein schlimmes Feuergefecht und überlebt. Daraufhin werden er und seine Kameraden zu Helden ernannt und in den USA auf eine landesweite Siegestournee geschickt. Dabei wird mehr und mehr verkannt wie wenig die Darstellung der Ereignisse der Realität entspricht und was wirklich passiert ist …

Ich habe diesen Film nicht im Kino geschaut sondern später auf DVD nachgeholt und habe mich dabei gefragt warum eine solche Story unbedingt in 3D inszeniert werden muß. Eigentlich sollte die Geschichte einer Soldateneinheit die für Propagandazwecke durch die diverse Anlässe geschleust wird klein und leise sein und auf optisches Tamtam verzichten können. Letztlich habe ichs aber verstanden wie die optische Aufbereitung die Wucht verstärken kann. Die Passage bei der die Helden in einem Konzert auf der Bühne stehen ist genauso fordernd und umhauend für sie wie eine Situation im Krieg und das kann so bestens vermittelt werden. Ansonsten reiht der Film kleine Szenen aneinander in denen man eben den Kontrast sieht wie die Soldaten sich und ihr tun selber sehen und empfinden und wie es von anderen Parteien aufgenommen und auch strategisch umgesetzt wird. Dabei sticht eine Szene heraus in denen die Soldaten einem arroganten Manager sehr heftig die Meinung sagen können. Ansonsten zeigt der Film eben einen jungen Mann voller Wünsche und Träume der in etwas geraten ist das größer als er selber ist und der versucht nicht unterzugehen. Daraus resultieren bewegende, ansprechende und optisch mitreißende zwei Stunden Kino. Aber eins daß vielen Zuschauern eher entgehen könnte.

Fazit: Laute Aufmachung in der sich eine leise Story verbirgt!
Rating: ★★★★☆

Jackie

Jacqueline „Jackie“ Kennedy (Natalie Portman) wird zur First Lady als ihr Mann John F. Kennedy (Caspar Phillipson) das Präsidentenamt antritt. Ihre Welt gerät aus den FUgen als John bei einem Attentat brutal erschossen wird – und Jackie alle Mühe hat die Form und Haltung zu bewahren …

Das haben historische Rollen halt so an sich: sie bieten oft die Chance für wirkliche hohe Schauspielkunst an die Darsteller, aber mitunter einen geringen Unterhaltungswert. So ist auch dieser Film eine relativ zusammengeschnittene Menge an Szenen mit ständigen Zeitsprüngen die einfach ganz markante und wesentliche Momente anbringt: Jackie wie sie den Anschlag erlebt, wie sie neben dem Sarg ihres Mannes im Flugzeug sitzt, wie sie ihren Kindern die schlimme Nachricht überbringt oder wie sie nach dem Attentat ins Badezimmer geht und sich das Blut abduscht. Bei all dem ist Natalie Portman geradezu in ihrem Element – wie so oft in solchen Fällen ist das drumherum dann zwar historisch glaubwürdig akkurat gehalten, aber eben einfach nur eine Abfolge von Momenten. Man kann es je nachdem schaffen sich von Portman so gefangen nehmen zu lassen daß man die seelische Leidenstour die ihre Figur durchleiden muß erahnen kann, ich kann aber auch verstehen wenn man diesen Film als pure Langeweile abtut.

Fazit: Groß gespielte Darstellung furchtbarer historischer Momente!
Rating: ★★★☆☆

Wonder Woman

Die mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Amazone Diana (Gal Gadot) lebt auf einer Insel auf der es keine Männer gibt – bis der amerikanische Pilot Steve Trevor (Chris Pine) in den 1920er Jahren dort abstürzt. Nach seinen Schilderungen von Krieg auf der ganzen Erde folgt Diana ihm in die Zivlisation um das Böse zu bekämpfen …

Runde 4 in Dcs Versuch ein Marvel ähnliches Filmuniversum aufzubauen – und die Kritiker feiern es. Gemessen an den drei bisherigen Titeln kann dieser hier sehr wohl bestehen obwohl er eigentlich eine pure und reine Origin Story erzählt die man ohnehin nicht braucht da Wonder Woman bereits bei „Batman vs. Superman“ vorkam und dort ausreichend aufgebaut wurde. So hat man 140 Minuten Rückblende, sieht ihre Ursprünge und ihre ersten Schritte in die für sie fremde Menschenwelt. Das führt zu einer recht einfachen Fish out of Water Story in der viel auf Comedy gesetzt wird was bemerkenswert gut funktioniert: mehrere Comic Relief Charaktere liefern für Schmunzler ohne aber zu nerven. Und Gald Gadot ist ungemein markant in der Rolle und wird sicherlich ein großartiges Aushängeschild für die Figur. Trotzdem hat der Film auch einige Schwächen: die Schurken sind unspannend und bleich und der Look ist meistens ungemein düster und dreckig. Noch schlimmer sind endlos viele Szenen die in künstlich aussehenden CGI Umgebungen spielen und eine endlose Dauerverwendung von Zeitlupen. Schlecht ist der Film so nicht und trotz seiner Lauflänge relativ kurzweilig, trotzdem wird DC damit weiterhin nicht an Marvel anschließen können.

Fazit: Kraftvolle Heldin und passender Humor, aber schwerer CGI Bombast dagegen!

Rating: ★★★★☆

Monsieur Pierre geht online

Der ruppige Rentner Pierre (Pierre Richard) bekommt vom mittelosen Schriftsteller Alex (Yaniss Lespert) Nachhilfe in der Bedienung eines Computers. So erlertPierre recht schnell die Bedienung einer Dating Seite und arrangiert ein erstes Treffen. Da er aber mit dem Alter gelogen hat muß Alex für ihn einspringen …

Ich mag den Titel des Films: der gibt nämlich nicht gleich den ganzen Film vorweg sondern wirklich nur das was in den ersten paar Minuten passiert: ein alter Mann lernt die Bedienung des Internets und geht online. Die Folgen die dann daraus entstehen sind anders als man es erwarten würde. Ich hätte eine alberne Comedy erwartet bei denen eben all die Begriffe die einem Internetbenutzer geläufig sind duch den unerfahren alten Mann veralbert werden. Statt dessen geht es mehr darum daß der alte Mann online jemanden findet und in alter Weise umgarnt und dann einen jungen Mann als sein Abbild dahin schickt. Das hätte viel chaotischer, hysterischer und überzogener ausfallen können, bleibt aber auf merkwürdige Weise ruhig und leise. Es geht um Sehnsucht, Vergangenheitsbewältigung und den verzweifelten Versuch sich etwas neues aufzubauen. Daraus entstehen diverse Beziehungsverwicklungen und einige Slapstickmomente die aber mitunter in pure Peinlichkeit ausarten. Größter Knackpunkt sind für mich aber die weiteren FIguren: Pierre Richard als grantiger alter Kerl macht seinen Part sehr gut, all die anderen Figuren (insbesondere die männliche Hauptfigur die er sich als als Lehrer engagiert) sind recht uninteressant, unbedeutend und charismaarm. So geht der Film letztlich in Ordnung und es tut auch gut auf albernen und cholerischen Humor zu verzichten – als Film den man unbedingt im Kino gesehen haben muß sehe ich die Nummer aber nicht.

Fazit: Überraschend leise und angemessen ruhig, leider mit sehr bleichen Nebenfiguren!
Rating: ★★★☆☆