21 Bridges

Ein furchtbarer Tag für as New Yorker Polizidepartment: es werden acht Gesetzeshüter getötet. Der ermittelnde Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) läßt alle 21 von New York zum Festland schließen um so die Täter in der Stadt einzuschließen …

Ein knallharter Copfilm der die tragischen Ereignisse einer New Yorker Nacht wiedergibt … eigentlich nichts besonderes, aber das muß es ja auch nicht. An sehr vielen Stellen liefert der Film Momente in denen Entscheidungen anstehen, etwa ob der Polizist die Bösen jetzt in diesem Moment oder erst später kriegt – und welcher Weg eingeschlagen wird ist soweit unerheblich, man weiß eben nur nicht welcher Weg nun genommen wird. Und so setzt sich der Film ein Baukastenszenario zusammen in dem man zwar nie etwas entdeckt was nicht andere Filme wie Copland, Verhandlungssache oder Dark Blue schon vorbereitet haben, was aber dennoch spannend ausfällt. Zumal der Film recht schnell ein zu erwartendes Szenario entwirft das dann aber doch durchbrochen wird. Solide gespielt, mit soliden Actionmomenten und ohne falsche Schaueffekte entsteht hier ein Film der das Wort solide nie verlässt, aber auf seinem Sektor gut funktioniert.

Fazit: Harter Copthriller mit schönen New York Aufnahmen und ohne neue Aspekte!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=8JxET3gCy2s

The Final Storm

Während eines furchtbaren Sturm sucht Silas (Luke Perry) Zuflucht auf der Farm von Tom Grady (Steve Bacic) und seiner Frau Gillian (Lauren Holly). Allerdings lauern noch größere Gefahren als der Sturm – und ausgerechnet Sila scheint die Rettung gegen die Bedrohung zu sein …

Bei Uwe Boll bin ich ja meist etwas zurückhaltend aus persönlichem Grund, weil ich mit dem Mann schon mal zu tun hatte und ich ihn menschlich sehr spannend fand. Trotzdem kann ich, gerade bei Werken wie diesen hier, verstehen warum viele in ihm so einen schlechten Filmemacher sehen. Ich war hierbei zunächst verwundert weil die Handlung fast so aussieht als sei es ein Film über eine Naturkatastrophe, erweist sich dann aber als Mysteryfilm mit biblischen Bezügen. Für mich was das lediglich dadurch interessant daß hier Lauren Holly und Luke Perry die Hauptrollen spielen, zwei Darsteller die ich aus Serien kenne, ansonsten gibt’s nichts erwähnenswertes aus die diesem Film zu berichten. Leider.

Fazit: Spannungsarme Mysterynummer in der wenigstens Luke Perry darstellerisch herausragt!

Casino

Sam „Ace“ Rothstein (Robert De Niro) und Nicky Santoro (Joe Pesci) leben und arbeiten in Las Vegas im Jahre 1973 in der die Casinowelt eine glitzernde Fassade hat hinter der eiskalte Verbrechen geschehen. Durch die Prostituierte Ginger McKenna (Sharon Stone) verliert Ace die Kontrolle …

Nach „The Irishman“ habe ich auch diesen hier auf Netflix wiedergefunden und zum ersten Mal seit bestimmt 20 Jahren nochmal angeschaut. Es war wie ichs erwartet habe: ein großartiger, vielschichtiger Film der mich persönlich wohl etwas überfordert. Zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge … und zu viele Dinge die mir wie selbstverständlich vorkommen sollten, mich aber eher irritieren. Damit meine ich Gebräuche, Vorgehensweisen und all die anderen Dinge die in dieser gezeigte Gangsterwelt wohl normal sind. Darstellerisch ist das alles erstklassig, ich respektiere auch wie ein Film eine solche epische Breite an Geschichten und Figuren aufbaut un es ist natürlich toll bekannte Gesichter wie Joe Pesci und Robert DeNiro in entsprechenden Rollen zu sehen. Ebenso ist es ein simpler, aber überaus effektiver Kniff daß die Hauptfigur in der Anfangsszene in die Bredouille gerät und man fast drei Filmstunden warten muss um zu wissen ob er dabei überlebt. Gerade nach dem positiven Erlebnis von „Irishman“ kann manhier nochmal einen (nostalgischen) Blick drauf werfen.

Fazit Groß angelegter Blick in eine fremde Welt!

Countdown

Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail) installiert eine App die angeblich ihren Todestag voraussagen kann. Als ihr nur noch wenige Tage prophezeit werden und merkwürdiges in ihrem Umfeld passiert begibt sie sich auf die Suche …

Ich habe in meiner eigenen Jugendzeit Teenagerhorror sehr gemocht, stelle aber fest daß das Genre heute kaum mehr mit Vertretern präsent ist. Die wenigen Filme die es gibt (Werke wie „Polaroid“ oder „Wahrheit oder Pflicht“) fallen dann auch entsprechend austauschbar und nicht erwähnenswert aus. Leider gehört „Countdown“ in diese Liste der Banalität. Die Grundidee ist noch ok, sie ergibt eine nette Partyunterhaltung ob man sich diese App wirklich herunterladen würde. Abgesehen davon kriegt man unblutigen Mysterygrusel in der ein paar seichte Charaktere durch die Gegend rennen und vor einem mystische Monster fliehen. Das ist banal, langweilig und baut auf eine so endlose Serie an Jumpscares daß es geradezu dreist ist. Ebenso wird die übersinnliche Komponente genutzt um die unoriginellen Gruselmomente noch etwas unberechenbarer zu machen, was auch an kreativer Armut liegen mag … für ein junges Publikum oder dem Streaminggucker sollte sowas reichen, im Kino hat das eigentlich kaum mehr was zu suchen.

Fazit: Völlig verzichtbare Klischeepackung die sich in endlosen Jumpscares ergeht!Rating: ★★☆☆☆

Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft

Felix (Oskar Keymer) kommt mittlerweile amOtto-Leonhard-Gymnasium zurecht obwohl dort der Geist des von Otto (Otto Waalkes) herumspukt, zu dem bald auch die Ex-Direktorin Hulda Stechbarth (Andrea Sawatzki). stößt. Als seine Eltern Peter (Axel Stein) und Sandra (Julia Hartmann) einen Umzug nach Dubai planen kommt es durch Umstände dazu daß Felix sie schrumpft …

Alles auf Anfang und alles in die Tonne: der gute Eindruck den der erste Film bei mir zumindest gemacht hat geht gleich wieder komplett bergab, zu Gunsten eines unnötigen, überflüssigen und schnell runtergekurbelten Sequels daß einfach nur alle Figuren von Teil 1 eins zusammenbringt und im Grunde das gegebene Szenario wiederholt. Hier und da schleichen sich dabei gelungene Momente oder kleine Gags ein, ebenso sind wieder viele Szenen dabei die lustig wirken (etwa wenn die Figuren in Zahnastabechern baden); aber mit einer restlos übersteigerten Antagonistin und gewachsenen, aber kaum mögenswerten Figuren stellt sich der Film selbst ein Bein. Was auch unglaubwürdig ist: der Film kommt gut drei Jahre nach dem ersten, soll aber nur ein Jahr später spielen, was durch die deutlich gewachsenen Kiddies aber nicht glaubhaft erscheint. Kinder dürften sich an alledem kaum stören – wer den ersten mochte kommt auch hiermit bestens klar.

Fazit: Lauer Nachzieher der alle Gags des ersten Films variiert und wiederholt!
Rating: ★★☆☆☆

Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft

Felix (Oskar Keymar) landet nach mehreren Schulen auf der Otto-Leonhard-Schule, wo er einen Disput mit Direktorin und Klassenlehrerin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling) beginnt. Das wandelt sich als die Lehrerin schrumpft und bei Felix in den Rucksack klettert …

Ich beurteile Kinderfilme mittlerweile etwas anders, seit ich selber Vater bin und mich nun immer Frage ob der besagte Film für mein Kind in Ordnung wäre. Bei diesem hier wäre die Antwort ein sehr klares Ja. Die idee daß Menschen geschrumpft werden und das auf komödiantische Weise im Alltag Folgen hat ist nicht neu, bei mir ist wohl „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ als der Maßstab verhaftet und aus diesem Vorbild zieht sich auch der deutsche Film einige Inspirationen. Aber trotzdem wirkt er frisch, neu und stellenweise recht witzig wie eben die geschrumpfte Frau in Schulmäppchen oder sonstigen Gegenständen versteckt wird. Die Bonushandlung in der es um eine Schule und Otto als Schulgeist geht ist aufgesetzt, stört aber nicht sonderlich und die Botschaften sind im Kern altbekannt, aber lobenswert: mögt einander, mögt das Lernen und seit gut zueinander; ebenso findet gute Möglichkeiten und Schulleben lebenswert zu machen. Alles genau richtig und kurzweilig präsentiert.

Fazit: Extrem sympathisch und kurzweilig mit dem Herz am rechten Fleck!

Bloodrayne 3 – The Third Reich

Im Zweiten Weltkrieg möcten die Widerstandskämpfer Nathaniel (Brendan Fletcher), Vasyl (Willam Belli) und Magda (Annett Culp) gegen deutsche Soldaten unter der Leitung von Brandt (Michael Paré) angehen. Dabei kommt ihnen allerdings Halbvampirin Rayne (Natassia Malthe) überraschend zu Hilfe …

Bei diesem Film finde ich die Entstehungsgeschichte interessanter als den Film selbst. Boll war nämlich dabei die Darsteller, die Kostüme und alles andere für gleich zwei Filme zu verwenden und drehte diese simultan: einerseits eben diesen, auf der anderen Seite die Parodie „Blubberella“. Den logistischen Kraftakt dahinter finde ich viel beeindruckender als das Werk selbst. Ansonsten ist es eben das was es ist: einer der Boll Filme für die er seinen Ruf weg hat. Bei denen er aber auch offen dahintersteht und zugibt daß er sowas nur fürs Geld gemacht hat mit dem er sich dann eben andere Werke ermöglicht hat. Immerhin bedient er sich bei sich selber: er setzt seine tapfere Vampirin die er schon in den anderen Filmen gezeigt hat wieder ins Zentrum, ändert aber eben das Setting: nachdem Teil 1 im Mittelalter spielte und Teil 2 im Wilden Westen erfolgt der dritte Teil während des Zweiten Weltkrieges. Das bringt aber nur ein neues Umfeld mit sich, ansonsten sind alle bekannten Daten wieder da: die gleichen Darsteller, die gleiche holprige Darstellungsweise, einige Gewaltexzesse … und ein absurdes Schauen das sowas wirklich gemacht wurde.

Fazit: Albernes Vampirgemetzel in Nazi-Optik!

 

Casino undercover

Das kreuzbrave Ehepaar Scott (Will Ferrell) und Amy (Amy Poehler) möchte ihre Tochter Alex (Ryan Simpkins) aufs College schicken, dann wird ihnen aber das benötigte Stipendium nicht ausgehändigt. Als tun sie sich mit Kumpel Frank (Jason Mantzoukas) zusammen und eröffnen ein illegales Casion …

Die Story für sich ist ja fast schon ein Basisplt: ein braves Ehepaar hat ein finanzielles Problem und greift zu kriminellen Methoden. Das kann man auch in ernsthaft und harten Versionen erzählen, mit Will Ferrell und Amy Poeler hat man eben Darsteller die eher dem Brachialhumor zuzuordnen sind. Und entsprechend ist der Film: die Story ist zu sehr over the top um irgendwie glaubhaft zu sein, die Figuren haben ein paar Szenen und Momente die lustig ausfallen, aber eben Leute die diese Art von Witz nicht abkönnen dürften hierbei echt abgeschreckt werden. Technisch ist das alles solide gemacht und wenn man sich den Film aus einem Streamingangebot raussucht ist es eben ein harmloser kleiner Film zum anschauen, Grinsen und wieder vergessen.

Fazit: Typischer Humor der Hauptdarsteller, eingefasst in ein schlichtes, aber funktionierendes und seichtes Handlungskonstrukt!

Der Prinz aus Zamunda

Akeem (Eddie Murphy) ist in einem reichen Staat aufgewachsen und soll eine arrangierte Ehe eingehen. Allerdings weigert er sich und reist lieber mit Diener Semmi (Arsenio Hall) nach New York um dort auf Brautshcau zu gehen. Schon bald ist er hinter Lisa (Shari Headly) her …

Auch dieser Film hat bei mir eine leichte Vorgeschichte, nämlich die daß ein Nachbarsjunge ihn auf VHS hatte als ich 10 Jahre alt war und wir ihn von dort aus ein paar mal häppchenweise geschaut habt, ebenso habe ich immer mal wieder im TV reingezappt, aber es bedurfte Netflix ihn mal komplett zu sehen. Und ich bin überrascht davon wie verdammt langsam er ist. Der Film zieht Gags und Szenen manchmal extrem in die Länge, etwa wenn sich die zukünftige Braut mit einem Tanz vorstellt und dieser ewig lange geht, auch ansonsten vergehen viele Szenen sehr langsam. Aber es ist eben ein Film mit einem Humor wie er heute kaum mehr ankommt, damals aber zu Recht ein Hit war. Der junge Eddie Murphy als gutherziger Kerl mit Dauergrinsen im Gesicht der in New York rumstiefelt und einer Frau nachlechzt, Samuel L. Jackson in einer Minirolle … das sind die Dinge die heute zu einem amüsierten Schmunzeln hinreißen, aber nicht mehr. Mal sehen ob das angedeutete Sequel noch kommt …

Fazit: Leicht angestaubt, aber mit Herz und immer noch klappenden Scherzen, aber extrem langsamer Geschwindigkeit!

Rating: ★★★☆☆

Bad Boys for Life

Marcus Burnett (Martin Lawrence) plant in naher Zkunft in den Ruhestand zu gehen und hat obendrein den Draht zu Mike Lowrey (Will Smith) verloren. Dann aber müssen sie zusammenhalten als sie ins Visier eines albanischen Söldners geraten …

Den ersten Teil habe ich als Jugendlicher gesehen und fand ihn toll, der zweite war ein großer Hassfilm von mir bei de ich die Übergröße die Michael Bay auf eine Leinwand hievte er abstoßend als gut fand … und nun kommt nach 17 Jahren noch eine dritte Folge. Inhaltlich gibt’s wenig zu erzählen, die beiden Figuren Mike Lowery und Marcus Burnett geraten ins Visier eines Killers der zu Mike eine persönliche Vorgeschichte hat, das reicht doch schon. Allerdings fällt das Resultat doch anders aus als man es erwarten könnte: Action gibt’s natürlich, aber erst in der zweiten Hälfte und wenn es dann kracht bleibt es gemessen an den anderen Teilen geradezu klein. Die Chemie der beiden Hauptdarsteller funktioniert ausreichend und immernoch, auch wenn es fast tragisch ist mit was für einem aufgedunsenen Gesicht Lawrence hier unterwegs ist Die Story ist ein schlichter Krimiplot der am Ende einen Twist offenbart der sich mit den Hintergrundstories der vorherigen Filme beißt. Der Kniff ein paar junge Polizisten als Beigabe dazu zu packen klappt allerdings sehr gut, irgendwie bleiben diese zwar schlicht, ergänzen sich aber wunderbar mit den Altstars. Und die Inszenierung ist nicht mehr von Michael Bay wodurch zwar die Größe fehlt, aber das Ganze nicht zu einem videoclipartigen Schnittmassaker verkommt.

Fazit: Nichts zu erzählen und trotzdem auf seine Weise erträglich und vergnüglich!

Rating: ★★★☆☆