Le Mans 66 – Gegen jede Chance

In den sechziger Jahren liefern sich Ford und Ferrari einen stetigen Konkurrenzkampf. Der Visionär Lee Iacocca (Jon Bernthal) und der Ingenieur Carroll Shelby (Matt Damon) kreieren den Ford GT40 der das nächste Rennen entscheiden sol. Ebenso wird der britische Rennfahrer Ken Miles (Christian Bale) ans Lenkrad gesetzt …

Die Nacherzählung eines historischen Sportereignisses, obendrein in einer Diszipli die ich icht interessiert und das auch noch in einer 152 Minuten Version … warum sollte ichd as tun? Weil der Film viele „Bauteile“ enthält die ich enfach in einem Kino sehen will. Die Story ist letztlich nichts anderes als die von ein paar sympathischen Underdogs die sich mit hochrangigen Führungsebenen anlegen und eine unlösbare Aufgabe bekommen die sie ruppig und mit Charme angehen. Für die Darsteller ist es großes „Spielkino“, insbesondere Christian Bale als zugleich aufrechter und ehrlicher wie auch prolliger und großmäuliger Fahrer macht eine Menge Spaß, den Gegenpart bildet Matt Damon als solide, ruhige Figur. Und dann holt der Film noch einen reinen Geschwindigkeitsrausch auf die Leinwand, er genießt es das schnelle Fahrgefühl so gut es geht dem Zuschauer zu vermitteln und nicht zuletzt dadurch vergehen 152 Filmminuten rasend schnell …

Fazit: Humoriger Grundton, sympathische Figuren und hohes Tempo – selbst wenn man nichts mit Motorsport anfangen kann ein Heidenspaß!

Rating: ★★★★☆

Midway – Für die Freiheit

Sechs Monate sind vergangen seit die Japaner Pearl Harbor angegriffen haben. Am 4. Juni kommt es bei den Midway-Inseln zu einer erneuten Schlacht zwischen Japan und der USA – wobei die Amerikaner stark in der Unterzahl sind …

Dieser Film hat mich fassungslos gemacht: wie kan so ein Titel heute noch ein Budget von 100 Millionen Dollar erhalten? Er ist wieder einmal die Patriotensoße in der heldenhaft geschildert wird wie tapfere Soldaten den bösen Japanern in den Hintern treten bzw Bomben auf ihre Schiffe werfen. Auch wenn es sich als historische Nachstellung versteht ist es eben doch vorrangig ein Actionfilm in dem kernige Helden coole Actiondinge tun. Wie sehr die historische Genauigkeit gewährleistet ist weiß ich nicht, es wirkt aber halbwegs plausibel. Darstellerisch leistet sich der Film den merkwürdigen Luxus großartige Stars (wie Dennis Quaid, Aaron Eckhard oder Woody Harrelson) in Nebenrollen zu verfrachten während nichtssagende Jungspunde die Hauptrollen spielen und keinerlei Emotionen vermitteln. Die zahlreichen Szenen auf den Flugzeugträgern sind mittels Green Screen erschaffen und erreichen einen unglaublichen Grad der Künstlichkeit der in den Augen tränt, manche miesen Effekte wirken wie aus einem 30 Jahre alten Videospiel. Trotzdem ist die hohle Heldennummer nicht langweilig, eben so als habe man den Showdown aus Independence Day auf den Zweiten Weltkrieg übertragen. Und letztlich wird bestätigt: Roland Emmerichs Art Events zu inszenieren hat sich mittlerweile überholt.

Fazit: Absurd launiges Kriegsspektakel mit emotionslosen Darstellern und unerträglichem CGI Look!
Rating: ★★☆☆☆

Tolkien

Jahre bevor J.J.R. Tolkien (Nicholas Hoult) die „Herr der Ringe“ Bücher schreibt besucht er das Pembroke College und dient als Soldat im Ersten Weltkrieg – und umwirbt Edith Bratt (Lily Collins). Seine Erlebnisse fließen später in seine Bücher ein …

Tolkien hat „Der Herr der Ringe“ geschrieben und natürlich einen unfassbar großen Meilenstein der Fantasy Literatur. Heißt das aber daß das Leben des Mannes dann auch gleich tauglich für einen Spielfilm ist? Oder will man hier mit Krampf und Gewalt einen Herr der Ringe Nachzieher kreieren indem man Lebensereignisse von Tolkien so zeigt daß sie als Inspiration für bekannte Motive durchgehen? Der Trailer hat das so suggeriert, der fertige Film ist aber doch etwas anders unterwegs: eigentlich wird ein ruhiges, sanftes Drama erzählt von einem sympathischen Kerl und ein paar Freunden und wie sie gemeinsam durch die Schule kommen, ebenso wird eine Lage des erten Weltkrieges daneben geschnitten. Und auch wenn manche Momente etwas kalkuliert wirken, am Ende ist der Film klein, leise und anspruchsvoll aufbereitet. Wie sehr man an der Realität dran ist vermag ich aber nicht zu sagen.

Fazit: Kleiner, ruhiger Film der für den Schulunterricht taugt!

Booksmart

Die strebsamen Schülerinnen Amy (Kaitlyn Dever) und Molly (Beanie Feldstein) stellen kurz vor dem Schulabschluß fest daß sie das Partyleben viel zu sehr vernachlässigt haben – und wollen alles in einer ereignisreichen Nacht nachholen …?

Mich spricht dabei alleine der Name der Regisseurin an: ich kenne Olivia Wilde als Darstellerin in diversen Filmen, nun kann ich mal schauen was sie auf dem Regiestuhl kann. Dafür wählt sie das Genre einer Hogh School Komödie, wofür ich sicherlich nicht das anvisierte Zielpublikum bin. Aber streicht man das High-School weg bleibt eben eine Komödie – und zwar eine verdammt gute. Die Geschichte ist nicht wirklich in der Realität zu verankern, es werden sehr oft Musikeinlagen verwendet und dieses Stilmittel übertreibt der Film stark, außerdem wirkt eine eingebundene Puppensequenz wie eine absurde Cutscene. Auf der anderen Seite macht der Film aber unfassbar viel richtig und gut: die Hauptfiguren sind sympathisch und haben eine ganz tolle Chemie, vor allem in den Dialogen wirkt das Zusammenspiel sehr harmonisch. Der Film zeigt eindimensionale Nebenfiguren und wirft hier und da einen Blick hinter die Fassade, was auch manchen Aha Augenblick zur Folge hat. Unde sgeht um das Gefühl, das trotz manch alberner Momente insbesondere zum Ende hin vorzüglich funktioniert. Ebenso klappen zahlreiche der kalkulierten Gags sehr gut, ich habe in diesem Jahr bei kaum einem Titel so viel gelacht wie hier. Daher: selbst wenn man ein paar Jahre älte rist kann man viel Spaß mitnehmen.

Fazit: Hier und da beim Humor etwas drüber, aber voller sitzender Gags und emotionalen Zwischentönen!

Rating: ★★★★☆

Bloodrayne

Die junge Rayne (Kristanna Loken) kann nicht verhindern daß ihre Mutter von Kagan (Ben Kingsley), dem König der Vampire, ermordet wird. Daher schließt sie sich mit Vampirjäger Vladimir (Michael Madsen) Sebastian (Matthew Davis) und Katarin (Michelle Rodriguez) zusammen um heilige Artefakte zu sammeln und gegen Kagan loszuziehen …

Mir fällt es immer etwas schwerer über Uwe Boll Filme zu schreiben: ich hatte mit dem Mann eprsönlch zu tun und er verhielt sich mir gegenüber großartig; weswegen ich ihn außerordentlich schätze. Des weiteren habe ich gerade über diesen Film einige Stories gehört habe die sich hinter den Kulissen abgespielt haben, vor allem die Probleme mit dem restlos besoffenen Michael Madsen, daher sehe ich diesen Film auch mit einem leichten Lächeln weil ich mir das stetige Chaos vorstelle unter dem er entstanden ist. All das beiseite geschoben kann man wohl nicht leugnen daß dies hier kein wirklich guter Film ist: eine blutige Vampirstory, fußend auf einem Videospiel in der ein reines Gut gegen Böse Szenario seelenlos durchgezogen wird. Überraschend ist die doch recht prominente Besetzung, ebenso gibt’s einige Szenen in denen es überraschend blutig wird und en paar trashige Kampfszenen die für Fans ausreichend sein dürften. Trotzdem kommt keine echte Spannung auf, ebenso reißen die Darsteller nicht wirklich vom Hocker … aber ach, wer wird das beanstanden. Dies ist der banale Trash den man sich bei einem albernen Filmeabend nebenbei reinzieht – mit echtem, großem Film hat das nichts zu tun.

Fazit: Trashiges Vampirgemetzel mit prominenter Besetzung!