Born to be blue

Jazz-Musiker Chet Baker (Ethan Hawke) lehnt Angebote aus Hollywood ab um lieber als S Trompeter und Sänger Erfolg zu haben. Nach vielen Erfolgen stürzt er aber in die Bedeutungslosigkeit und die Drogenabhängigkeit …

Da hatte ich mir wohl was anderes drunter erhofft: ich hätte gedacht daß dies die Biographie von Chet Baker ist und ich nachher ein wenig darüber Bescheid weiß wer der Mann war und wie er vielleicht so getickt hat. Aber das ist nicht die Absicht: er zeigt einfach nur eine Schlüsselphase aus dem Leben des Mannes, eine Krise, einen Ausweg daraus und läßt sehr viel im Dunkeln. So bin ich nach dem Film immernoch unschlüssig wer der Mann so war, hab aber dafür anderthalb Stunden großartiger Schauspielkunst gesehen. Ich weiß nicht ob Ethan Hawke dem wahren Mann irgendwie nahe gekommen ist, aber ich nehm ihn einfach als für sich stehend: so zeigt Hawke eine großartige Vorstellung eines erschöpften, kaputten Mannes der sich mühsam wieder auf die Beine schwingt. Dazu kommt natürlich tonnenweise Musik, allerdings hab ich dem Trompetenspiel des Mannes wenig abzugewinnen. Darum: versuchen kann mans definitiv mal.

Fazit: Karges und reduziertes, aber überragend gespieltes Drama!