Borg McEnroe

Im Jahr 1980 hat der Schwede Björn Borg (Sverrir Gudnason) die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste erreicht, ist allerdings entkräftet und erschöpft. Alelrdings steht ein Event noch an: das Wimbledon Finale gegen den lautstarken John McEnroe (Shia LaBeouf). Bei den Vobereitungen des Spiels erkennen die Männer daß durchaus Ähnlichkeiten zwischen ihnen bestehen …

Hier kam es mir wohl absolut zu Gute daß ich im Verlauf des Films keine Ahnung hatte wer das große Match in Wirklichkeit gewonnen hat, auf die Art konnte ich das dramatische Spiel wie einen Thriller empfinden und mitfiebern. Bis es zum großen Schlagabtausch dauert muß man aber durch ein sehr langwieriges Drama durch in dem es darum geht die beiden Kontrahenten vorzustellen. Dabei zappt der Film zwischen den beiden Figuren hin und her und springt dabei auch wild in der Vergangenheit herum – da kommt zwar am Ende das gewünschte Resultat bei raus, nämlich daß man die beiden Tennismaschinen sehr wohl als vielschichtige Charaktere kennenlernt, es kann aber passieren daß man diesen Teil als zu lang, zu zäh und zu ereignisfrei erlebt. Aber all das ist weg wenn es denn dann zum großen, fast quälend spannenden Match kommt – da entfaltet sich dann ein spannendes Drama. Man muß eben ein wenig Geduld aufbringen und sich für die Thematik etwas interessieren.

Fazit: Sportlerdrama mit dem Fokus auf den Figuren!

Blade Runner 2049

Vor 30 Jahren beseitigte Blade Runner Rick Deckard (Harrison Ford) vier Androiden die in Los Angeles untergetaucht waren. Nun stößt der junge Polizist K (Ryan Gosling) zufällig auf ein altes Geheimnis von damals. Um eine Katastrophe abzuwenden braucht K Hilfe von Deckard …

Ich respektiere daß es Menschen gibt die den ersten Teil hoch loben und ihn bis heute feiern, ich konnte nichts was damit anfangen obwohl ich ihn gut vier oder fünfmal versucht habe zu schauen. Darum war ich auch nicht sonderlich scharf auf ein Sequel, hab aber versucht es mir trotzdem zu geben. Und komme geradezu zweigeteilt heraus: was meine Interessen angeht, da ist acuh der zweite Film nicht nennenswert interessant für mich, ich find die Blade Runner Thematik nicht sonderlich ansprechend. Aber den Rest muß man einfach sachlich kommentieren: man hat hier einen unfassabr überwältigenden Film: inhaltlich stimmig, man kann den Film auch für sich sehen ohne den Vorgänger präsent zu haben, die Stimmung in die er taucht ist unglaublich wirksam, die Effekte sind großartig (und obwohl es ein 3D Film ist kriegt man nie die Augen zugekleistert mit aufgesetzten Effekten!) und die Darsteller allesamt vorzüglich, insbesondere die in einer kleinen Rolle auftauchende Carla Yuri. Das einzige Manko: ich finde die beiden Antagonisten nicht nennenswert interessant. Obendrein könnten viele an der sehr gebremsten Erzählweise Anstoß nehmen und ihn sehr langweilig finden. Möglich. Aber warum sollte der Film nicht ähn lich aufgenommen werden wie der Erstling.

Fazit: Überragendes Kinoerlebnis daß zwar überlang, aber ebenso überwältigend ist!

American Assassin

Mitch Rapp (Dylan O’Brien) verliert seine Freundin bei einem Anschlag kurz nach seinem Heiratsantrag. Sein Drang nach Rache macht ihn für die CIA-Vize-Chefin Irene Kennedy (Sanaa Lathan) interessant. Sie schickt Mitch in die Lehre beim Veteranen Stan Hurley (Michael Keaton) und läßt ihn danach zur Jagd auf einen Terroisten in den Einsatz …

Der Vorteil: man kann hier den Trailer schauen und einen sehr exakten Eindruck des ganzen Films erhalten. Der Nachteil: dann braucht man den Film garnicht mehr zu schauen. Im Grunde ist es eine Blaupause: junger Mann verliert seine Verlobte durch einen Terroranschlag, läßt sich von der CIA zum Killer ausbilden und geht mit seinem Mentor in den Einsatz. Das alles basiert auf einer 16 Bände umfassenden Buchserie, es ist also ne Menge Material vorhanden um diese Filmfigur in eine lange Serie gehen zu lassen. Und am Ende stimmt alles soweit ma nichts ungewöhnliches erwartet: man kriegt einen soliden Helden, mit Michael Keaton als Mentor eine sympathische Nebenfigur, harte und geradlinige Action und einen konventionellen Handlungsverlauf. Nachteile der Nummer: Taylor Kitsch is ein sehr eindimensionaler Schurke, es git sehr oft Leichen und Opfer beiläufig, die Hauptfigur handelt öfters folgenreich auf eigene Faust und der Film hinterfragt sein Thema nicht, betreibt einfache Schwarz Weiß Malerei bei der die Amis die Guten und die Terroristen die Bösen sind und das Töten derjenigen vollständig legitimiert ist. Aber bei einem solchen Titel braucht man wohl an der Stelle nicht die Moralkeule schwingen.

Fazit: Macht Lust auf mehr: spannend, actionreich und mit ausbaufähigen Figuren!