Archiv der Kategorie: Komödie

Mamma Mia – Here we go again

Sophie (Amanda Seyfried) hatte eine spektakuläre Hochzeit mit ihrer MutterDonna (Meryl Streep) und ihren drei potentiellen Vätern Sam (Pierce Brosnan), Harry (Colin Firth) und Bill (Stellan Skarsgard) – und nun gibt sie ihre Schwangerschaft bekannt. Also holt Donna ihre Jugendfreundinnen und Bandkolleginnen Rosie (Julie Walters) und Tanya (Christine Baranski) dazu um den Anlaß unter griechischer Sonne gebührend zu feiern …

Da muß ich ja fest einen gewissen Respekt aufbringen wenn ich sage: ich hätte nicht gedacht daß ein so dürftiger Titel bei mir zu einem solchen Hassobjekt wird. In der Tat: ich mochte bereits den ersten Film nicht sonderlich, kann zwar verstehen daß er erfolgreich war, es aber nicht wirklich teilen. Im Sequel jedoch kommt die pure Mechanik raus: sommerliches Umfeld, fade Begründungen um eine Tanzsequenz an die nächste zu reihen und laut Trailer sind alle Stars wieder mit dabei, allerdings stellenweise in so kleinen Auftritten daß sie nicht der Rede wert ist. Obendrein wird bei der Musik zwangsweise auf die B-Seiten verwiesen: klar kommen einige passende ABBA Hits, aber die waren größtenteils ach schon im Vorgänger zu hören, ansonsten wird auf die B-Seiten der Band zurückgegriffen die nicht gezwungen schlecht sind, aber eben nicht dieses Feeling auslösen wie die Klassiker. Lediglich der grandiose Auftritt von Cher gibt diesem Film „Spitze“; ansonsten ist es hohle, hiße Luft ohne Substanz – und leider auch ohne Charme.

Fazit: Laut, bunt und durchweg kalkuliert – höllisch unsympathisch!

Rating: ★★☆☆☆

25 km/h

Christian (Lars Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) sind zwar Brüder, haben aber seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr. Erst auf der Beerdigung ihres Vaters sehen sie sich wieder und beschließen nach einigem Streit eine Reise zu unternehmen die sie schon als Kinder geplant haben: mit zwei Motorrollern vom Schwarzwald bis nach Rügen …

Zwei Mitvierziger die einfach mal eine Auszeit von ihrem gescheiterten Leben brauchen rollen auf zwei alten Mopeds durch die Gegend – das ist schon die ganze Handlung für diesen typischen „Episodes of the Road“ Film. Den Figuren passieren Dinge, sie begegnen Menschen und führen hier und da kleine Dialoge, meist beim Essen – das sind oftmals schöne und gute Momente in sich, aber wie wahllos zusammengesteckte Komponenten wenn es darum geht wirklich eine Geschichte an den Mann zu bringen. Ebenso hat man bei den wahllos zusammengesammelten Gastdarstellern oftmals das Gefühl daß die nur für einen Drehtag am Set waren und so schnell wie möglich so viel wie möglich abgearbeitet haben. Ordentlich gespielt ist das alles, ebenso absolut kinotauglich in Szene gesetzt mit wundervollen Landschaftsaufnahmen und von den beiden Hauptdarstellern auch wunderbar getragen – trotzdem hat man hinterher mitunter das Gefühl ein schickes Nichts geschaut zu haben.

Fazit: Solides Road Movie das viele Fragen offen läßt, aber passabel unterhält!

Johnny English – Man lebt nur dreimal

Johnny English (Rowan Atkinson) hat seine Karriere als Geheimagent beendet und arbeitet nun als Lehrer. Als ein Hacker aber alle britischen Spione enttarnt wird Johnny reaktiviert um die Schuldigen zu finden – verheddert sich aber in seiner üblichen Form an allen möglichen Hindernissen …

Ich hab nicht drauf gewartet: ich hab zu ihren jeweiligen Zeiten die ersten beiden Filme gesehen, jeweils einmal und fands sie nicht nennenswert lustig – weder den britischen Humor noch die Grimassen von Atkinson. Obendrein ist mir die Figur zu undefiniert: in den einen Szenen ist English cleverer als jeder andere und löst ein Problem mit unfassbarer Coolness, in einer anderen ist er so doof daß er nichtmal mitkriegt was er um sich herum auslöst. Dieser stetige Wechsel führt dazu daß ich die Figur nicht wirklich erfasse und chronisch unsympathisch finde, erst Recht wenn diese in der Anfangsszene versehentlich und ihnen Gewissensbisse vier Menschen tötet. Die Handlung an sich ist eine sagenhaft überraschungsfreie Blaupause in der nicht geringste Wenund wartet, die Gags sind stetig zum Schmunzeln, aber von ganz wenigen Ausnahmen nie zum Lachen. Emma Thompson als genervte Chefin hat ein paar gute Momente, aber auch diese sind lediglich kleine, nette Momente. Wer die anderen Filme mochte kann hier sicherlich mal einen Blick riskieren, es kann aber passieren daß man nicht einmal lacht.

Fazit: Alberne Kalauernummer mit selten treffenden Pointen!

Rating: ★★☆☆☆

Der Vorname

Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) laden zu einem Abendessen in ihrem Haus ein zu dem René (Justus von Dohnányi) und Thomas (Florian David Fitz) und dessen schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) erscheinen. Die werdenden Eltern bringen aber Unfrieden in die Runde als sie verkünden daß sie ihr Kind Adolf nennen möchten …

Dies ist wohl ein Remake eines französischen Films der auf einem Theaterstück basiert – das legt schon mal fest daß man keine wirkliche Bilderflut erwarten kann. Es ist wirklich ein Film der nahezu komplett an einem Abend in einer einzigen Wohnung spielt und einen anderthalb stündigen Dauerdialog zwischen fünf Figuren beinhaltet. Dabei ist die titelgebende Namensdiskussion garnicht das einzige Thema, sondern lediglich ein Funke an dem sich all der Frust aller Personen entlädt, und so kommen über den ganzen Film stetig weitere Punkte auf – und jeder hat irgendwas was ihn an den anderen stört und diese Dinge werden dann hemmungslos rausgelassen. Das wird verkörpert von einer ganzen Armada an großartigen Darstellern die mit ansteckender Spielfreude agieren und geschliffene Dialoge ohne Ende bringen. Letztlich ist dies ein Film in dem einfach mal ein paar Hauptfiguren alle Masken fallen lassen und volle Lotte alles rauslassen – ich finde es schade daß das Namensthema nur ein Teil des Ganzen ist, hatte aber bis zur letzten Minute immensen Spaß daran.

Fazit: Pointierte Dialoge, bissige Spitzen und ganz viel Gelächter!
Rating: ★★★★☆

The Happytime Murders

In einer Welt in der Menschen und Puppen zusammenleben, letztere aber als Wesen zweiter Klasse behandelt werden sucht Privatdetektiv und Ex-Cop Phil Phillips einen Mörder der bevorzugt Puppen umbringt. Dabei muß er zusammen mit der Polizistin Edwards (Melissa McCarthy) ermitteln um andere Puppen zu retten die einst in der TV Show „The Happytime Gang“ auftraten …

Ein Film mit einem Gag: Puppen und Menschen leben in einer Welt und die Pupppen benehmen sich saumäßig. Uaaaah! Und Ende. Mehr als das hat der Film nicht zu bieten und dabei hat der Trailer die besten Gags auch schon gebracht – härter als dort wird’s im Film gearnicht und zum Ende hin scheint der Film seine Puppenwelt komplett zu vergessen und schaut nur noch auf seinen Plot. Damit ist eigentlich nichts verkehrt, das ist ein völlig belangloser 08/15 neunziger Jahre Krimiplot, aber eben eienr der einerseits nicht ernst genommenw erden kann weil eben Puppen rumlaufen, als Puppenkomödie oder der debre Stuß der er gerne wäre ebenso wenig funktionieren weil er einfach nicht wirklich lustig ist. Man kann zwar loben daß McCarthy mal eine Rolle spielt die nicht millimetergenau auf sie ausgerichtet ist, ebenso daß die Puppenanimation absolut vorzüglich ist – aber am Ende hat man einen Film gesehen der riesiges Potential ungenutzt verschenkt.

Fazit: Wenige nette Gags, ansonsten große Zeitverschwendung!

Verliebt in meine Frau

Daniel (Daniel Auteuil) trifftt seinen alten Freund Patrick (Gérard Depardieu) wieder und lädt ihn zum Essen mit seiner Frau Isabelle (Sandrine Kiberlain) ein. Leider taucht der mit seiner Freundin Emma (Adriana Ugarte) auf die auf ihr Umfeld eine ungute Wirkung hat …

Ich habe eine eigene Maßeinheit in der ich französische Filme bewerte: den Grad der Hysterie. Am schlimmsten sind für mich dann meistens die Filme von Christian Clavier in denen schnell geredet wird, es laut zugeht und die Hauptfiguren oftmals unter Streß stehen. Dagegen stehen sanfte Filme wie „Frühstück bei Monsieur Henri“ die durchaus Witz, aber auch Herz und Gefühl besitzen. Dieser hier landet dann dabei irgendwo im belanglosen Mittelfeld: vier Menschen verbringen ein Abendessen zusammen, aber anstatt in einen cleveren oder spannenden Dialogfilm zu gehen setzt der Film Altherrenphantasien ein in der die notgeile Hauptfigur hinter einer jungen Frau hersabebrn darf. Das wird zum Glück nicht so peinlich wie es hätte werden können, bringt aber trotzdem kaum reizvolle Momente und schafft es ebenso irgendwann den Zuschauer so in die Irre zu führen daß man nicht mehr weiß was jetzt real oder was schon wieder eine Phantasie ist. Leider setzt sich der Film zwischen die Stühle: zu unlustig für eine Komdie, zu seicht für ein Drama. Trotzdem aber: nicht so aufgedreht wie andere französische Werke.

Fazit: Hamrlose und kurze Komdöie mit ein paar Schmunzlern, aber zu viel Verwirrungen!

Rating: ★★☆☆☆

Sierra Burgess is a Loser

Sierra Burgess (Shannon Purser) entspricht nicht gerade den allgemeinen Schönheitsvorstellungen und war immer eine Außenseiterin – bis sie Textnachrichten von ihrem Schwarm Jamey (Noah Centineo) erhält die aber auf einer Verwechslung basieren da er glaubt Veronica (Kristine Froseth) zu schreiben. Sierra bittet Veronica um Hilfe …

Die Netflix Produktion der Woche die mal eben 30 Jahre zu spät kommt – der Film ist ganz eifrig drauf gerichtet wie ein 80er Jahre Film zu wirken, setzt dazu altbekannte Darsteller ein (Alan Ruck und Lea Thompson) und permanente Musik die wie Restbestände von „Stranger Things“ wirken. Ebenso wie die Hauptdarstellerin die in der ersten Staffel von „Stranger Things“ mitgewirkt hat. Allerdings funktioniert Nostalgie nur wenig wenn alle Beteiligten permanent mit dem Handy rumspielen. Die Story ist ok, aber nicht neu: zwei die zusammen gehören schreiben sich, dabei ist aber ein grundlegendes Missverständnis im Raum und dann wird getrickst bis es zur Enthüllung kommt. Dabei finde ich das Verhältnis zwischen der sehr erzwungenen Hauptfigur Sierra und ihrem Schwarm uninteressant, viel mehr wie die Figur der zickigen Veronica mehr und mehr bloßgelegt und enthüllt wird. Diese mitunter auch sehr warmherzigen Szenen retten den Film für mich nicht, heben ihn aber aus der banalen Netflix-Soße durchaus heraus.

Fazit: Konventionelle Comedy bei der ein Subplot immens heraussticht

BlacKkKlansman

Ron Stallworth (John David Washington) ist in den Siebzigern der erste Schwarze, der beim Polizeidepartment arbeiten darf. Unerwartet bekommt er einen telefonischen Kontakt zum Ku-Klux-Klan und wird dort Mitglied – muß aber seinen jüdischen Kollegen Flip (Adam Driver) zu den realen Treffen schicken …

Leider meinte es bei diesem Film die eigene Kondition nicht so gut mit mir: nach gut der Hälfte entschwand meine Aufmerksamkeit und später auch meine geistige Anwesenheit (ich bin im Kino dezent weggeknickt). Daher kann ich den Film nicht im Großen und Ganzen bewerten, nur meine sporadischen Eindrücke aus dem Anfang preisgeben: ich mochte den Film soweit, stieß mich aber an ein paar Dingen. Z.B. daran daß die Hauptfigur zu Beginn ins Bild tritt und die Handlung direkt losgeht ohne die Person irgendwie näher vorzustellen, ähnlich auch bei anderen Figuren. Des weiteren kam mir der Film ein wenig gedehnt vor, also daß manche Szenen etwas zu lang geraten sind (etwa eine Sequenz bei der der Protagonist eine Black Panther Veranstaltung infiltriert und die Kamera zwei Minuten lang die Feier dort einfängt ohne daß es die Handlung antreibt). Ansonsten ist es natürlich ein spannendes und wichtigs Thema, der Kampf gegen Rassismus und Haß, und daß der Film trotz der ernsten Grundlage bemüht ist dort wo es geht locker und humorig daher zu kommen. Daher kann man sich soweit auf den Film einlassen, sofern man etwas Sitzfleisch mitbringt.

Fazit: Humoriger Mix auf Krimi und Komödie mit realem Bezug, vielleicht etwas zu ausgedehnt in einzelnen Szenen

Rating: ★★★★☆

Honeymoon in Vegas – Aber nicht mit meiner Braut

Am Sterbebett verspricht Privatdetektiv Jack Singer (Nicolas Cage) seiner Mutter niemals zu heiraten. Trotzdem gedenkt er dann seine Freundin Betsy (Sarah Jessica Parker) zu ehelichen – allerdings bringt ihn dann eine Runde des Profizockers Tommy Korman (James Caan) in große Probleme …

Da ich bemüht bin alte Nicolas Cage Filme nochmal nachzuholen ist mir dieser hier untergekommen den ich zwar irgendwann mal im Fernseheng esehen habe, aber kaum mehr auf dem Schirm hatte. Und auch wenne s unfair ist. Schon nachw enigen Sekunden fühlte sich der Film für mich nicht mehr nach einem Nicolas Cage Film an. Der Grund war seine Synchronstimme die mir die Figur komplett fremd machte, dafür hatte der Streifen dann doch ein paar seiner populären Ausraster und Schimpftiraden parat, obendrein macht es einen Heidenspaß wer hier alles in Mini Rollen auftaucht, von Sarah Jessica Parker über „Mr. Myagi“ und Bruno Mars sind einige dabei. Der Film an sich strömt den Geist und den Look eines 90er Jahre Films aus, allerdings eines recht belanglosen. Ein paar Verwicklungen, ein par nette Dialoge und Gags, aber am Ende doch ein kaum über Durchschnitt herauskommendes Filmchen.

Fazit: Kleine Komödie mit ein paar guten Momenten!

Das schönste Mädchen der Welt

Roxy (Luna Wedler) wechselt in die Klasse des Außenseiters Cyril (Aaron Hilmer) der sich schnell in sie verliebt. Roxy wirft aber mehr ein Auge auf Rick (Damian Hardung). Da aber auch Weiberheld Benno (Jonas Ems) hiner Roxy her ist understützt Cyril Rick dabei indem er mails und Lieder schreibt die dieser als seine ausgeben kann …

Schon der Trailer machte ein wenig Hoffnug daß der Film nicht nur ein hirnloses, plumpes Filmchen wird und zeigt schon in den ersten Minuten da0 er durchaus was zu bieten hat. Das heißt, keine irren, spektakulären Momente, aber sehr wohl eine herzige, herzliche und mögenswerte Hauptfigur und Figuren zwischen denen Chemie und Herzlichkeit besteht und die eine tolle Dynamik miteinander haben. Die sich dann ergebene Verwechslungsgeschichte finde ich anstrengend, aber sie wird hier nicht so exzessiv und mit immer weiteren künstlich erzwungenen Wendungen gestreckt und verlängert, der Reiz liegt bei kleinen, lebensechten Dialogszenen und zahlreichen Musikomenten. Diese sind zwar nicht imemr logisch (warum hört das Mädchen die Lieder wie der Zuschauer, also als perfekt abgemischte Hip-Hop Musik) aber sie funktionieren, ebenso gibt es klitzekleine Logiklöcher im gesamten die aber nicht weiter stören. Wenn man davon absieht daß es eine deutsche Teenagerkomödie ist und sich unvoreingenommen dran gibt kann man wirklich einen herzerfrischenden Film vorfinden und viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Ungemein sympathisch und im Kern sehr erhlich!

Rating: ★★★★☆