Archiv der Kategorie: Komödie

Safari – Match me if you can

Eine neuartige Dating App namens Safari vermittelt eine Reihe Personen: zum Beispiel Pilot Harry (Justus von Dohnányi) landet bei Lara (Elisa Schlott) wobei er seine Frau Aurelie (Sunnyi Melles) betrügt …

Ein deutscher Episodenfilm mit Schwerpunkt auf Partnersuche? Das muß kein Fiasko sein, ich denke da an den Klassiker „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ oder aber „Shoppen“ die beide genau dieses Thema hatten und es sehr gut umsetzten. Im Falle von Safarai reichen sich pro und contra die Hände: ja, es ist ein moderner Film der auch plausibel zeigt wie eine einfache Dating App Verstrickungen, Verwicklungen ect. Nach sich ziehen kann. Nachteil dabei: es sind so viele Figuren die allesamt nur oberflächlihc gezeigt und präsentiert werden und der Film springt wahllos dazwischen hin und her so daß der Film keinen Erzählfluß beginnt sondern nur von Szene zu Szene springt. In manchen Momenten erweist er sich dann aber als absolut lebensechter Glücksgriff: Szenen wie etwa die in der sich ein Ehepaar auspricht, zwei Leute bei einem Date etwas vorspielen und sich dann die Wahrheit sagen sind von ungeahnter Kaft. Leider sind dies aber nur Momente in einem sehr merkwürdigen Film der keinen Schwerpunkt finde t und zwischen den Figuren nur wild herumspringt.

Fazit: Tolle Momente, aber eine viel zu unstrukturierte Erzählweise

Rating: ★★☆☆☆

Schneesturm im Paradies

Der grundehrliche Bill Firpo (Nicolas Cage) wird von seinen kriminellen Brüdern Alvin (Dana Carvey) und Dave (Jon Lovitz) verleitet eine Bank in der kleinen Stadt Paradise auszurauben. Durch unglückliche Umstände verbringen die Drei allerdings noch einige Zeit im Ort und leiden durch die Freundlichkeit der Leute durchgehend unter schlechtem Gewissen …

Ein Altwerk von Nicolas Cage daß man wohl auch heute nur schwerlich zum Hit oder Highlight erklären kann, aber zu einem sympathischen kleinen Frühwerk bevor der Mann auf den Olymp Hollywood kam und danach in die Bedeutungslosigkeit abrutschte. Wenn man der Typ für solche 90er Jahre Komödien ist kann man hiermit aber echt viel Spaß haben: trotz der kalten Umgegung in der es spielt ist dies ein ungemein warmherziger Film, eine liebliche Story von ein paar chaotischen Gangstern die Sympathie für die Leute entwickeln die sie gerade ausgeraubt haben. Mit Jon Lovitz und Dana Carvey kommen ebenso zwei typische Comedy-Gesichter aus dieser Zeit dazu und ergänzen sich zu einem keimfreien, aber liebenswerten Weihnachtsfilm mit Kleinstadtflair. In der richtigen Jahreszeit sicherlich kein verkehrter Titel.

Fazit: Liebe Story, grundlegend harmlos und nett und mit einem großartigen Nicolas Cage!

To all the Boys I’ve loved before

Die schüchterne Lara Jean Covey (Lana Condor) hat Jungs stets aus der Distanz angeschmachtet und ihre Gefühle in in Liebesbriefen ausgedrückt die sie aber für sich behielt. Nun geraten diese Briefe durch einen Zufall in Umlauf – und lösen ein Chaos aus …

Der Netflix Film der Woche welcher sich diesmal auf den Sektor High School Komödie vorwagt. Und es gibt Ggutes zu berichten: dies ist kein Film der plump, albern und rabiat unter der Gürtellinie passiert und obendrein einer der im Kern einen interessanten Ansatz hat, nämlich daß eine junge Frau sich der Wahrheit stellen muss als ein paar geheime Briefe an die jeweiligen Leute gehen für die sie gedacht waren. Aber der Film lädt sich noch einen Storybrocken drauf damit daß die junge Frau auch noch einen Freund seit Kindertagen hat mit dem sie am liebsten zusammen wäre und ach … es ist egal. Die asiatische Heldin bei der ich eh den Eindruck ahbe sie ist nur eine Marktentscheidung gibt keine klare Figur ab, ist ein verhuschtes romantisches Häschen ohne jedes Profil und der Film tänzelt zwischen Schmachtfetzen und einem überbauten Beziehungsgeflecht. Nichts ist falsch und schlimm daran, aber alles so seicht, blecih und unnötig. Deswegen. Asbolute Streaming Massenware zum vergessen.

Fazit: interessanter Handlungsansatz, praktisch aber derbe langweilig!

Rating: ★☆☆☆☆

Ich glaub ich steh im Wald

An der  Ridgemont High School läuft das Abschlusssemester und damit jede Menge emotionale Wendungen für die Schüler: : Stacy (Jennifer Jason Leigh) und Mark (Brian Backer) tun sich schwer damit miteinadner zu schlafen und hoffen auf Hilfe von  Linda (Phoebe Cates) und Mike (Robert Romanus). Derweil hat Kiffer Jeff (Sean Penn)einen Disput mit Geschichtslehrer Mr. Hand (Ray Walston)…

Mein Antrieb sich gerade diesen Film raus zu kramen aus dem Netflix Angebot war wohl der Falsche: ich wollte ihn sehen da ich mal ein paar alte Nicolas Cage Filme nachholen wollte. Cage ist auch im Film, aber nur in wenigen Szenen in denen er unbedeutend am Rande steht ohne irgendwas zur Handlung beizusteuern. Allerdings war der Film auch so in Punkto Besetzung ein echtes Highlight: die Summe an prominenten Gesichtern und später bekannten Gestalten die hier in kleinen und großen Rollen durchs Bild läuft ist atemberaubend (Sean Penn als dummer Kiffer, Hallo?!?!). Ansonsten ist dies wohl eine typische High-School Komödie ihrer Zeit die mittlerweile wie aus einem anderen Universum wirkt, in ihren Grundsätzen aber die bekannten Themen abarbeitet: Teenager, Beziehungen, Sex und Zukunftsängste. Auch wenn es zwei überraschende Nacktmomente gibt und eine Masturbationsszene ist die Nummer nicht darauf aus immerzu unter die Gürtellinie zu gehen, sondern wirkt geradezu harmlos und bieder. Ich kann aber verstehen daß die Poolszene von Phoebe Cates kultig ist und wenn jemand der den Folm aus seiner Entstehungszeit kennt ihn im Herzen behalten hat.

Fazit: Unfassbare Starparade in jungen Jahren, ansonsten eine solide und mitunter spießige High-School Story im 80er Look!

The Package

Becky (Geraldine Viswanathan), Sarah (Sadie Calvano), Sean (Daniel Doheny), Donnie (Luke Spencer Roberts) und Jeremy (Eduardo Franco) brechen zu einem Campingauasflug auf. Nach einem alkoholexzess stellen sie fest daß sich Jeremy den Penis abgeschnitten hat. Es beginnt eine chaotische Jagd um das verlorene Genital zu retten …

Selten konnte mich ein Film so effektiv schnell vergraulen wie es dieser hier in den ersten paar Minuten geschafft hat: mit einem Typen der einem Elternpaar einen Dickenporno auf den Fernseher schaltet und einem Gag bei dem eine Ex ihrem Typen unter die Nase reibt daß er beim Blow Job „geschurzt“ hat war sofort jedes Interesse und ejde Zuwendung zu den Figuren dahin. Da kratzte mich auch die weitere Handlung nicht mehr in der die Gestalten in den Wald fahren und sich einer versehentlich kastriert. Das Problem ist daß dies zwar tragisch ist, aber eigentlich keine wilde Sache, dann aber schiebt das Drehbuch den Figuren ein bescheuertes Hindernis nach dem anderen unter das die Handlung streckt, aber eine totale Tortur darstellt. Und da die Figuren von bleichen und unbekannten Darstellern verkörpert werden baut man in der Tat keinerlei Verbindung zu ihnen auf. Als kurzweiliges „Netflix Partyfilmchen“ geht’s wohl klar, als Film mit dem man sich ernsthaft beschäftigen will taugt die Nummer kein Stück.

Fazit: hysterisch albern und ohne gute Gags!

Destination Wedding

Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) treffen am Flughafen aufeinander und können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Leider stellt sich heraus daß sie das gleiche Ziel haben, die Hochzeit von Franks Bruder. Da sie dort beide nicht hinwollen und eigentlich mit keinem dort reden können bilden sie eine Zweckgemeinschaft bei der schon bald unerwartete Gefühle aufkeimen …

So vieles richtig gemacht, trotzdem hinterläßt das fertige Resultat einen sehr schalen Nachgeschmack: zwei fremde lernen sich kennen und müssen unter nervigen Umständen ein Wochenende miteinander verbringen, das ist eine altbekannte Story, erst recht wenn die beiden Streithähne im Laufe des ganzen Gefühle füreinander entdecken. Diese Schlacht der Geschlechter wird dann im epischen Dialogen ausgetragen, die Kontrahenten sind mit Keanu Reeves und Winona Ryder auch ansprechend besetzt. Leider ist das Umfeld trist, die beiden Figuren wirken selbst in geselligen Runden wie isoliert und die Dialoge sind wie aus dem wahren Leben, das heißt aber auch das sie mitunter sehr unzusammenhängend sind und eine Aussage hier wieder zu einem ganz anderne Thema führt und man nachher fast schon unsicher ist worüber überhaupt geredet wurde. Und auch wenn die Figuren viel über sich reden kommen sie einem nicht wirklich nahe: wenn Keanu Reeves eine sehr sperrige Vorgeschichte erzählt, die darin erwähnten Figuren auftauchen und die Geschichten dann aber schon wieder hinfällig sind. Deswegen: trotz einer Laufzet von nur 80 Minuten ist der Film anstrengend, und der schmale Grat auf dem er wandelt zwischen amüsant und nervig wird mehrfach in beide Richtungen überschritten.

Fazit: Redselige Romanze ohne viele Schauplätze, mit aber einigen verbalen Volltreffern

Vater des Jahres

Ben (Joey Bragg) und Larry (Matt Shively) gehen betrunken eine Diskussion ein wer den stärkeren Vater hat. Dies kriegtBens chaotischer Vater (David Spade) und setzt alles daran seinen Kontrahenten rauszufordern – was allerdings einige Folgen hat …

Wenn man sich vorher genau vor Augen führt was man hier bekommt wird man nicht enttäuscht: es ist eine Happy Madison Produktion, dies ist die Firma von Adam Sandler die eigentlich vorrangig schlichte Comedys raushaut die albern, günstig und dann trotzdem eintragsreich sein können, da Sandler aber nicht alle Rollenb spielen kann gibt’s eben diverse Darsteller die schonmal einspringen, eben Leute wie David Spade oder Rob Schneider. Und genau das was man da kennt und gewohnt ist bekommt man in der gewohnten Art und Weise hier: rabiater Brachialhumor, gerne mal an der Gürtellinie und darunter und vor allem: geschmackloser Klamauk mit Figuren die kein Herz besitzen. Lediglich die am Rande laufende Love Story hat ein paar schöne, süße Augenblicke die aber ind er Flut der plumopen Gags kaum auffallen. Ebenso schade: der Koflikt der beiden Väter um den es gehen soll findet nur am Rande statt, statt dessenw erden die beide Figuren mit zahlreichen Nebenhandlungen beladen. Als Netflix „Ich gucks mal eben“ Komödie reicht das vielleicht, richtig gutes Kino ist das definitiv nicht.

Fazit: Was zu erwarten war: alberne Brachialklamotte!
Rating: ★★☆☆☆

Catch Me!

Jerry (Jeremy Renner), Callahan (Jon Hamm), Chilli (Jake Johnson), Hoagie (Ed Helms) und Sable (Hannibal Buress) sind Freunde seit Kindertagen und spielen seit 30 Jahren stets im Mai das Spiel fangen – allerdings zum vermutlich letzten Mal da der ungeschlagene Jerry das Spiel bald verlassen will. Also setzen seine Kumpels alles daran ihn doch noch zu schlagen …

Erwachsene die fangen spielen in einem Film der vorgibt auf einer wahren Begebenheit zu fußen – das ist schon etwas wo ich zunächst ungläubig ranging. Aber die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen: es gibt in der Tat eine handvoll Freunde die seit vielen Jahren regelmäßig fangen miteinander spielen, aber das dürfte wohl kaum so absurd ausarten wie hier gezeigt, d.h. die Figuren klettern aus Häusern, schießen mit Baumstämmen aufeinande roder praktizieren Waterboarding um an Informationen zu kommen. Abseits davon kann man aber kaum meckern: eine flotte Komödie die nicht gezielt unter die Gürtellinie geht , gut gelaunte Darsteller die scheinbar ichtig Spaß haben und ein hohes Tempo sowie Gags die eben gut funktionieren. Einziges Manko: ein Plotpunkt bleibt für mich etwas unerwartet, außerdem schmälert eine finale Wendung ein wenig die Leichtigkeit. Aber ruiniert nichts.

Fazit: Temporeiche Komödie, nicht ganz ernst zu nehmen, aber sehr wohl großer Spaß!

Ein Lied in Gottes Ohr

Musikproduzent Nicolas (Fabrice Eboué) hat seine Ehe in den Sand gesetzt und gerät auch noch mit seiner Chefin aneinander: ihm bleibt ein halbes Jahr Zeit um eine erfolgreiche Band auf die Bühne zu bekommen. Mit Kollegin Sabrina (Audrey Lamy) ersinnt er einen Plan: er will eine Band bestehend aus einem Rabbi, einem Iman und einem Priester bilden …

Französische Filme sind wie eh und je ein Thema für sich – ich habe immer den Eindruck wenn sie in Sneak Previews laufen daß die meisten Leute genervt sind und eher vorhaben das Kino zeitnahe zu verlassen, auf der anderen Seite würden diese Filme ja nicht immer wieder hier veröffentlicht wenn nicht doch ein Markt dafür da wäre. Im vorliegenden Fall denke ich aber daß der Film vor eher spärlich bestückten Reihen laufen könnte: ein gescheiterter Musikproduzent bastelt aus drei Geistlichen eine Band die aber natürlich recht chaotische Folgen hat. Ich halte es dem Film zu Gute daß er nicht so gehetzt komisch daherkommt wie die meisten Christian Clavier Filme und auch nicht unangenehm unter die Gürtellinie wandert, aber im Gegenzug sein gesamtes Potential ungenutzt liegen läßt. Die Materie hätte einiges an Religionsatire hergegeben, ebenso wäre ein Musikfilm möglich gewesen, doch das bleibt alles ungenutzt liegen. Was man bekommt ist ein schnell durchlaufendes, unspektakuläres Lustspiel mit ein paar vereinzelten guten Momenten – aber eben zu keinem Zeitpunkt ein lohnendes Ganzes!

Fazit: Nette Idee und ein paar harmlose Scherze, ansonsten alles brav und unbedeutend!

Wonder Wheel

Der Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) arbeitet in den Fünfziger Jahren am Strand von Coney Island. Dort erlebt er mit wie die Gelegenheitsarbeiter Ginny (Kate Winslet) und Humpty (Jim Belushi) Besuch von Carolina (Juno Temple) erhalten die behauptet deren Tochter zu sein. Obendrein ist Carolina auf der Flucht vor Ganoven mit denen sie sich eingelassen hat …

Es ist ein Woody Allen Film – reicht das nicht? Der Mann klopft einmal pro Jahr einen neuen Titel raus, sie sind nie wirklich schlecht, aber eben auch schon lange nicht mehr so gut wie manche Werke von früher. Für mich unterscheiden sich die Titel zwar von Darstellern, Personen und Orten, sind aber sehr wohl identisch in der Farbgebung und der Stimmung. Daher ging ich an dieses Drama mit leichtem Comedyeinschlag nicht mit Vorfreude, sondern mit Wissen ran: ich wußte was kommt und bekam auch wirklich das. Ein paar nette Darsteller, viele Szenen in denen viel geredet und geschauspielert wird und mit der Kombi aus Gangsterelementen und Liebesverwirrungen gibt’s ein paar Schmunzler, aber gleichzeitig kam mir die Nummer unfassbar träge, langsam und gebremst vor. Mal ehrlich: Allens beste Zeit ist durch. Mit Titeln wie diesen wird er sein Lebenswerk nicht runinieren, aber auch nicht entscheidend verbessern.

Fazit: Der jährliche Woody Allen Streifen der in keinem Zusammenhang erwähnenswert ausfällt!