Archiv der Kategorie: Komödie

Lommbock

15 Jahres ist es her seit Stefan (Lucas Gregorowicz) Würzburg verließ. Mittlerweile ist er erfolgreicher Anwalt und verlobt mit Yasemin (Melanie Winiger), deren Vater einer der mächtigsten Männer der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Eine Formalie führt dazu daß er seinen alten Freund Kai (Moritz Bleibtreu) wiedersieht und recht schnell in die Machenschaften seinesAsia-Liefer-Service „Lommbock“ verwickelt wird …

Spätes Sequel: ich habe damals den ersten Teil gesehen als er rauskam, genau einmal, und ihn im Laufe der Jahre restlos gelöscht. Daher war es für mich als würde ich einen komplett neuen, eigenständigen Film zum ersten Mal sehen und es sind mir reihenweise Anspielungen auf Folge 1 entgangen, zumal ich auch kaum eine Hauptfigur noch bildlich vor Augen ahtte. Aber ich bin kla gekommen, da der Film für sich selber stehen kann: zwei nette Kiffer, viele dumme Sprüche und insbesondere Moritz Bleibtreu der sich um Kopf und Kragen quasselt. Eigentlich hat mich nur eine Sache gestört: nimmt man den Plot hier und hält in neben „Sommerfest“ so kommt man zwangsläufig zum Schluß daß hier zweimal die gleiche Handlung erzählt wurde. Das ist nicht zwingendermaßen schlecht, nur eben mangelhaft originell.

Fazit: Redselige, aber höchst sympathische Komödie mit soliden Darstellern und Gags!

Rating: ★★★☆☆

Pitch Perfect 3

Die einstigen „Barden Bellas“ rund um Beca (Anna Kendrick), Fat Amy (Rebel Wilson) und Co. Haben das College abgeschlossen und gehen in der Berufsweld verschiedene Wege – sehnen sich aber weiterhin nach der gemeinsamen Zeit. Schließlich kommt Aubrey (Anna Camp) die Idee mit der Band an einem Wettberwerb für in Europa stationierte Truppen teilzunehmen. Allerdings müssen sie dort gegen Bands mit richtigen Instrumenten antreten …

Großes Finale einer Filmreihe die ein solches eigentlich nie gebraucht hat- Aber gut: die Fans der Thematik die hier direkt angesprochen werden werden sich nicht dran stören: es reicht doch schon die liebgewonnen Figuren erneut zusammen zu bringen und die altbekannten Elemente aufzubauen: hübsche Mädels die ACapella Versionen bekannter Lieder trällern. Diese haben n atürlich Ohrwurmqualitöt und man wippt beständig mit dem Fuß mit – dem ein oder anderen reicht das ja auch schon. Wer es aber unter dem Aspekt einer Story betrachtet entdeckt einiges an Unstimmigkeiten: die lasche Kombi aus eiem Gesangswettbewerb die dann abrupt in einen Teenie Agentenfilm mündet wirkt als habe man wahllos Drehbuchkomponenten verschmolzen und wo auch immer Probleme entstehen springt schon Rebel Wilson ein um den nächsten Gag zu retten. Schick aussehen tut das alles, furchtbar schlecht ist es auch nicht, aber eben durchweg redunant. Dürfte aber sympathisanten der Reihe mit diesem Finish passabel zufrieden stellen …

Fazit: Absurde, aber nette episode der Hitserie!

Rating: ★★☆☆☆

Army of One

Nach den Anschlägen vom 11. September frustriert es den durchgeknallten Zimmermann Gary Faulkner (Nicolas Cage) daß Osama Bin Laden nicht gefasst wird. Dann erscheint ihm Gott (Russell Brand) und beauftragt ihn selbst bin Laden zu fangen. Also reist Gary nach Pakistan und beginnt seine eigenen Jagd …

Die Zeiten in denen ich ein wirklicher Nicolas Cage Fan war sind lange vorbei; im Kino sieht man ihn eh nicht mehr und die Werke die im VoD Angebot oder auf Blu Ray rauskommen lasse ich an ir vorbei ziehen. Dieser hier wurde mir empfohlen, daher hab ich ihn mal bei amazon rausgepickt – und verbrachte sehr anstrengende anderthalb Stunden. Der Film gibt vor einen wahren Fall nachzuerzählen und anscheinend ist der wahre Kerl auf demd as alles fußt schon ein ziemlich schräger Vogel. Für die Filmversion ist es dann Cage der den irren Kerl mit seinem stigen Hang zu veracting spielt was den Film zu einem ziemlichen Marathon macht: er plappert und redet in jammerigem Ton in einer nie endenden Dauertour – als Energieleistung ist das in Ordnung, aber es nervt recht schnell. Die Story selbst mag wahre Elemente haben, die filmische Umsetzung ist aber trotzdem nur das wilde Zappen zwischen verschiedenen Momenten. Wer wirklich noch nicht die Nase voll hat von Cage kanns ja mal versuchen …

Fazit: Nervtötende Arie!

Daddy’s Home 2

Brad Whitaker (Will Ferrell) und Dusty Mayron (Mark Wahlberg) haben mittlerweile ein funktionierendes Arrangement gefunden als Patchwork Familie zusammen zu arbeiten. Allerdings droht ein turbulentes Weihnachtgen alles zu zerstören als die ebenso gegensätzlichen Väter Mr. Whitaker (John Lithgow) Mayron (Mel Gibson) auftauchen und ebenso aneinader geraten …

Der Mangel an guten, neuen Filideen wurde mir selten so deutlich vorgeführt wie hier: ähnlich wie Bad Moms bringt der Film etwas mehr als ein Jahr nach dem Erstling ein Sequel, trommelt alle Figuren wieder zusammen, läßt es zu Weihnachten spielen und packt dann auch noch die Eltern der Figuren drauf – fertig. Und wer hier einen wirklich guten Film erwartet macht schonmal was faqlsch, man stelle sich vor diese Geschichte und diese Gags würden von unbekannten Darstellern vermittelt – da käme der Film gleich ins VoD Angebot. So liegt aber der Reiz große Stars zu sehen die sich das Leben schwer machen wobei insbesondere Mel Gibson als Macho Arsch eine tolle Show liefern kann; der Rest ist nette Familiencomedy von der Stange die genauso abläuft wie der Trailer es suggeriert. Die Handlung ist dabei eine Fassade, aber letzten Endes eben eine aneinanderreihung von kleinen, braven Gags die meistens bestens funktionieren.

Fazit: Genau was der Trailer verspricht – geradezu keimfrei!

Rating: ★★★☆☆

Suburbicon

In der perfekten 50er Jahre Vorstadtidylle einer Kleinstadt kommt es zum Einbruch ins Haus der Familie Familie Lodge. Dies löst eine Reihe verstörender Ereignisse aus – und obendrein zieht in die Idylle eine schwarze Familie ein …

Dieser Film ist von George Clooney und wird eben auch als ein Film des solchen verkauft, dabei sollte man auf andere Beteiligte mehr hinweisen: das Drehbuch schrieb er zusammen mit den Coen Brüdern und man hat zu jedem Zeitpunkt eben auch das Gefühl einen Coen Film zu schauen. Allerdings einen eher schwachen Streifen der beiden. Dabei erkenne ich klar das Konzept: hier wird eine in jeder Hinsicht vorbildliche schwarze Familie gezeigt die Haß und Ablehnung in ungerechter Form ertragen muß; auf der anderen Seite eine spießige weiße Vorzeigefamilie hinter deren Haustür in Wahrheit Blut, Gewalt und andere fiese Dinge passieren. Leider habe ich keinen emotionalen Anteil an dem präsentierten genommen: Matt Damons Figur ist ein herzloses Monster das fiese Dinge tut, viele andere Figuren werden von unbekannten oder nicht funktionierenden Darstellern gebeben wo stellenweise die geschriebenen Charaktere toll, die Umsetzung aber sehr mangelhaft ist. Ansonsten sind die Hintergründe was hinter allem steckt sehr simpel und banal und das Erzähltempo endlos langsam. Clooney ist zwar ein toller Regisseur, der Film überzeugt durch wunderschöne Bilder und gut eingefangene Atmosphäre, aber erzählerisch ist er einfach nur eine sehr lange und langweilige Angelegenheit.

Fazit: Ist zwar klar als Satire gedacht und gemeint, gerät aber zur längeren Qual mit herzloser Hauptfigur!
Rating: ★★☆☆☆

Bad Moms 2

Weihnachten steht an, für die ohnehin schon gestressten Mütter Amy (Mila Kunis), Carla (Kathryn Hahn) und Kiki (Kristen Bell) eine unfassbar anstrengende Zeit. Daher beschließen sie in diesem Jahr auf großen Aufwand zu verzichten und es nur klein und nett zu begehen – die Planung erübrigt sich jedoch als die weiterre Verwandtschaft vor der Tür steht …

Runde 2 für Mila Kunis und ihre Chaosgang, die wirklich ein knappes Jahr nach Folge 1 erscheint – und das merkt man. Eigentlich war man wohl darauf aus so gut es alle Figuren wieder zusammen zu trommeln, das hat man geschafft, als Thema nimmt man sich Weihnachten weils gerade so gut paßt und dann taucht der Film ganz tief ab in die Klischeekiste der Weihnachtscomedies und bringt neben ein paar netten Schmunzlern eben auch die altbekannten Familienprobleme hervor die diese Titel seit eh nd je auffahren. Im Grunde meint es halt jeder gut, will keiner irgendwem was böses, es sind eben nur ungünstige Umstände und Mißverständnisse die aber am Schluß ebenso herzlich beigelegt werden können. Dabei habe ich aber nicht den Eindruck eine Geschichte erzählt zu bekommen, sondern daß der Film einfach zwischen den drei Haushalten herumspringt und eben eine Szene an die andere klebt. Unfassbar schlecht ist das Resultat dann auchj nicht, es verströmt nur durchgehend den Eindruck daß hier gezwungen schnell gearbeitet wurde und am Ende ein nicht restlos ausgefeiltes Werk auf die Leinwand gelangt ist. Es hätte schlechter kommen können, gemessen am ersten Film und seinem Thema ist dies aber lediglich eine dürftige Light Version.

Fazit: Altbekannte Familien-Weihnachtskomödie mit bekannten Figuren die wenig zu erzählen hat!
Rating: ★★☆☆☆

Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Waisenjunge Timm Thaler (Arved Friese) kommt bei seinem Umfeld stets durch sein herzliches Lachen gut an. Das wil sich Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) zu Nutze machen: er verkauft Timm die Möglichkeit jede Wette zu gewinnen, dafür muß er sein Lachen hergeben. Schon bald reut Timm aber der Kauf und er versucht das Geschäft rückgängig zu machen …

Ich weiß daß die Geschichte in Form einer mehrteiligen ZDF Serie präsentiert wurde die ich aber niemals geschaut habe (trotzdem verstehe ich natürlich die Anspielung wenn an einer Stelle der Original Timm Thommy Ohrner auftaucht); damit konnte ich die Geschichte eigentlich recht unvoreingenommen ansehen. Für mich stellt sich bei Kinderfilmen eigentlich immer die Frage: ich bin kein Mitglied der Zielgrupppe, glaube aber einschätzen zu können ob der Film für Kinder tauglich ist oder nicht. Und in diesem Falle: eins plus mit Sternchen. Die Geschichte ist süß, lieb und harmlos; der Grundton zwar albern, aber süß und die üblichen Botschaften „Emotionen sind wichtiger als Geld“ werdeb ebenso ordentlich vermittelt. Mit Kurzweil und liebenswerten Figuren ist dies letztlich ein Kinderfilm wie man ihn sich nur wünschen kann. Von daher: Timm mag im Film sein Lachen verlieren, der Zuschauer findet es aber bei sich selbt wieder.

Fazit: Herzlicher Kinderfilm, voller Witz und Wärme!

Fack Ju Göhte 3

Problemschüler Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) stehen zwar kurz vorm Abitur, glauben aber daß ihnen keine gute Zukunft bevorsteht und sind entsprechend demotiviert. Auch der Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) kann nur wenig tun, da er mit der Lehrerin Biggi Enzberger (Sandra Hüller) zuviel zu tun hat …

Jetzt ist die olle Schulklamotte also zur Trilogie ausgewachsen … gut, ich kanns ja verstehen. Auch wenns inhaltlich nicht mehr besonders viel zu erzählen gibt waren diue ersten beiden so ertragreich daß ein finaler Durchgang Sinn macht. Und so ist dieser dann eben auch: ein dritter Teil der kaum mehr eine Geschichte erzählt sondern einfach nur Szenen aneinander reiht: die üblichen, bekannten Deppen in einer endlosen Reihe an kleinen, netten, harmlosen Gags. Es gibt zwar eine Handlung die den Rahmen spannt, aber an sich zappt der Film nur von Situation zu Situation. Dabei ist die Nummer leider so derartig übertrieben und überspannt das es keine Parodie mehr auf das Schulwesen ist sondern nur noch überlaute und übertriebene Klamotte. Die wenigen ernsthaften Ansaätze (eine Suizid Geschichte und die Demotivation der Jugendlichen nach einem BIZ Besuch) verpuffen restlos in dem nächsten folgenden Gag, die Abwesenheit von Karoline Herfurth fällt schon garnicht auf und ihre „Vertretungsfigur“ macht zwar einen guten Job, wird aber eben nur für die Szenen rangezogen wo sie wirklich nötig ist. Ein paar Gags klappen und sitzen und ich schätze mal daß die meisten mit dem Film auch klar kommen – das Highlight der Serie stellt es aber sicherlich nicht da.

Fazit: Überzogenes Finale ohne rechte Geschichte, aber mitvertrauten Figuren!

Die Reifeprüfung

Benjamin Braddock (Dustin Hoffman)hat das College erfolgreich abgeschlossen, aber keine Ahnung was er eigentlich mit seinem Leben anfangen will. Sein Leben gerät aber aus den Fugen als die reiche Mrs. Robinson (Anne Bancroft) ihn verführt und eine Affäre mit ihm führt während Benjamin sich deren Tochter Elaine (Katharine Ross) verliebt …

Da blinkt natürlich das Schlagwort „Klassiker“ auf und man darf im Grunde kein negatives Wort darüber verlieren. Würde mir aber passieren wenn ich den Film beschrieben hätte nachdem ich ihn als Teenager zum ersten Mal sah: da verschreckte er mich stark. Nun habe ich ihn nochmal geschaut nachdem ich nochmal „Wo die Liebe hinfällt“ sah und meine Frau eben auch die Vorlage sehen wollte. Und ich kann mittlerweile fair sein: der Film ist in der Tat ein Produkt einer lange vergangen Zeit und gemessen an heutigen Standards sehr befremdlich. Die Outfits, die Frisuren und das ganze Gehabe was zu einer Zeit spielt als ich nichtmal geboren war … da kann ich nichts zu sagen, auch nicht ob es besonders glaubwürdig eingefangen ist wie es als junger und noch unorientierter Mensch zu der Zeit war. Obendrein hat der Film ein unglaublich langsames Erzähltempo und ich finde das die Liebesgeschichte in der zweiten Hälfte viel zu schnell abgehandelt wird. Abe rich lasse dem Film seinen Status: es ist ein Klassiker, mit dem großartigen Dustin Hoffman und wundervoller Musik und eben einer der berühmtesten Endszenen aller Zeiten. Insofern: versuchen kann mans mal. Aber ich kann auch verstehen wenn ein heutiger RomCom Konsument mit dem Oldie nicht klar kommt.

Fazit: Ein Produkt seiner Zeit das je nachdem auch heute noch sehr gut kommen kann.

Rating: ★★★★★

Home Again – Liebe zu Besuch

Alice (Reese Witherspoon) will ihr Leben nach der Scheidung von ihrem Mann (Michael Sheen) neu beginnen und zieht mit ihren Kindern nach Los Angeles. getrennt und will nun neu durchstarten. Bei einer wilden Partynacht lernt sie die drei junge Filmemacher Teddy (Nat Wolff), Harry (Pico Alexander) und George (Jon Rudnitsky) kennen und quartiert sie in ihrem Gästehaus ein. Während sich zwischen Harry und Alice etwas entwickelt taucht unvermittelt ihr Ex-Mann wieder auf …

Die Regisseurin Hallie Meyers Shyer ist die Tochter von Nancy Meyers der wir auf den letzten fünfzehn Jahren einige lustige und sensible Komödiuen verdanekn, z.B. Titel wie „Man lernt nie aus“ oder „Was Frauen wollen. Und ich habe das Gefühl daß die kleine Hallie ins Zimmer der Mutter geschlichen ist und sich aus deren Notizen eifrig bedient hat mit der Absicht „Das will ich auch mal machen!“ – es wirkt wirklich so als verdampfe man endlos viele kleine ungenutzte Figuren und Ideen in einen Film. Leider zu keinem stimmigen: weder als Komödie noch als Drama geht die Rechnung auf, neben der tollen Reese Witherspoon verblasst der Cast zu austauschbaren Nebenfiguren und ganze Handlungsstränge verpuffen im Nichts (wie etwa der Subplot bei dem Witherspoon bei einer zickigen Darstellerin arbeitet. Die Ausstattungen sind schick und zu edel, die Darsteller uninteressant und selbt die Love Story plätschert völlig ereignisfrei dahin. Kurz gesagt: da muß die Regietochter noch ein wenig Nachhilfe bei ihrer Mutter nehmen – mit solch schicken aber inhaltsleeren Werken sieht es sehr schlecht für die Zukunft aus.

Fazit: Ein Film halt der Szenen enthält, aber weder Gefühl noch Story noch Witz sondern lediglich schicke Kulissen!

Rating: ★★☆☆☆