Archiv der Kategorie: Komödie

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Die Insel Lummerland mitten im Heer erhält ein falsch adressiertes Paket in dem ein kleiner Junge geliefert wurde. Jahre später arbeitet Jim (Solomon Gordon) mit Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) zusammen. Mit diesem verläßt er bald die Insel zu einem unglaublichen Abenteuer …

Ich habe die Puppenserie als Kind geliebt und eifrig geschaut, aber es sind kaum große Erinnungen bei mir verblieben. Somit ging ich recht entspannt an diesen Film ran, ohne sorge daß mir hier ein Stück Jugend mißhandelt würde. Ebenso fand ich ein anderes Element sehr spannend, nämlich wie groß und aufwendig eine deutsche Produktion dieser Größenordnung aussehen würde. Und zunächst war ich auch sehr abgeschreckt: der synchronisierte und manchmal nicht wirklich lippensynchron sprechende Jim hat es mir schwer gemacht, und das zwar farbenfrohe, aber überdeutlich digitale Lummerland kam mir zwar als eine eigene Welt, aber eben doch sehr künstlich vor. Doch sobald die Hauptfiguren die Insel verlassen und eine ereignisreiche Reise beginnt macht der Film unglaublichen Spaß: klar, die Aufmachung ist nicht so episch als sei dies ein Hollywoodfilm, aber kratzt alle Möglichkeiten zusammen die gegeben waren. Die Handlung ist kindergerecht gehalten und reiht so viele bunte, lustige und für Kinder spannende Momente aneinander. Funktioniert für beide: wer sich an die Serie erinnert merkt daß die hier mit Herzblut transportiert wurde, wer es neu entdecken mag könnte sehr wohl sehr zufrieden sein.

Fazit: Etwas digital und künstlich, aber trotzdem ein charmanter und herziger Kinderfilm!

Plötzlich Familie

Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) möchten eine Familie gründen und suchen eine Adoptionsagentur auf welche ihnen die 15-Jährige Lizzy (Isabela Moner), der Juan (Gustavo Quiroz) und die kleine Lita (Julianna Gamiz) vermitteln. Die drei stellen sich als chaotische Problemkinder heraus …

Das Leben schreibt die schönsten Geschichten, trotzdem muß man sie für eine Leinwandauswertung mitunter etwas aufstocken. Das ist hier wohl passiert: die Geschichte ist die des Regisseur der drei Kinder adoptiert hat (wobei die Hauptfigur im Film Handwerker ist) und erzählt im Grunde die sich daraus ergebenden Banalitäten des Alltags.  Dabei sind eigentlich zwei Eckdaten gegeben: am Anfang können Sie sich nicht leiden, am Ende sind sie beste Freunde – und der Weg dahin verläuft mit ständigen Auf und abs. Das ist es was mir am besten gefallen hat: es gibt „Passagen“ in denen sich die Figuren annähern, dann wieder welche in der es Rückschläge gibt und so wie das Leben ist keine klare Linie. Ich gebe den einzelnen Kapiteln dabei durchaus eine gewisse Existenzberechtigung und glaube sie auch, aber nicht unbedingt daß sie sich genau so zugetragen haben. Von den Darstellern und der Inszenierung her ist dabei alles Bestens und auf gewohntem Terrain: Wahlberg gibt den guten Kumpel, Byrne die Kontrollzicke die dadurch daß sie alles richtig machen will erst recht alles falsch macht – und der Film schwenkt zwischen ernsten Momenten und purer Comedy, kratzt am Ende aber nur an der Oberfläche. Einer dieser Filme die halt „nett“ sind, nicht weh tun – genau das und keinen Deut mehr.

Fazit: Harmloser Film, kurzweilig und nett, aber auch ohne Nachwirkung!

 

100 Dinge

Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) liefern sich stets ein Duell bei dem es um materielle Dinge geht. Dann lassen sie sich auf eine folgenschwere Wette ein: sie schließen ihre Gegenstände in eine Lagerhalle und müssen 100 Tage ohne sie auskommen …

Hier ist wieder mal das Marketing bewußt etwas falsch angesetzt: es verkauft soch natürlich als der nächste Schweighöfer / Fitz Film und läßt in der Vorschau ein paar Gags andeuten, natürlich solche die auf Schweighöfers eitlte Art abzielen. Aber im Film bekommt man weit mehr als das – und mitunter zu viel. Die Handlung daß zwei Typen ihr ganzes Hab und Gut aufgrund einer Wette einlagern ist nur der Ausgangspunkt, die Wette und die genaue Durchführung sind nur Nebensache und der Film setzt seinen Fokus auf andere Themen: Geschäftspraktiken, Marketing, die Frage ob Wohlstand wirklich zum Glück führt und eine sehr eigensinnige und spezielle Love Story die in einer echt berührenden Szene mit einem Seelenstriptease endet. Ich hätte mir dann aber doch gewünscht daß sich der Film auf eine Thematik festlegt und dabei bleibt anstatt alle anzuführen, aber keine auszuführen. Handwerklich ist das alles trotzdem vorzüglich gefilmt, nur eben unausgewogenen mit den Wechseln zwischen Spaß und Ernst.

Fazit: Etwas zu vollgestopfter Film mit einigen sehr starken Momenten!

Rating: ★★★☆☆

The Christmas Chronicles

Der Tod ihres Vaters hat die Geschwister Teddy (Judah Lewi) und Kate (Darby Camp) entzweit – in der Weihnachtsnacht versuchen sie dennoch zusammen Santa Claus (Kurt Russel) zu sehen. Das gelingt ihnen auch, allerdings stürzt dabei dessen Schlitten ab. Also müssen die beiden mit Santa zusammen arbeiten umd die Weihnachtsnacht zu einem guten Ende zu bringen …

Netflix eröffnet die Weihnachtsplaylist, mit dieser Eigenproduktion eines Weihnachtsfilms. Für mich zeigt sich hier wieder der Unterschied zwischen einer Netflix und einer Kinoproduktion: auf einer großen Leinwand hätte dieser Film nichts verloren. Er wirkt wie ein gehobener TV Film, eine kleine, harmlose Geschichte in der außer Aushängeschild Kurt Russel kaum jemand auftaucht der bekannt ist oder dem Marketing zuträglich wäre. Und er unterscheidet für mich einen Weihnachtsfilm von einem Weihnachtsklassiker: klar, dieser Film hat definitiv Weihnachten als Thema und eine gewisse weihnachtliche Stimmung, dafür besitzt er für mich keinerlei Magie oder irgendwas daß ihn zum Klassiker machen könnte, oder gar den Wunsch wecken könnte daß ich ihn mir jährlich wieder und wieder ansehen würde. Es ist ein Familienfilm it 08/15 Klamauk, unausgewogen in seiner Richtung da in der zweiten Hälfte die Hauptfiguren getrennt werden und die Handlung ab da nur sehr trübe dahin pläschert, obendrein sehen die Effekte aus wie aus den 80er Jahren und ob man feiern muß wenn der Weihnachtsmann Star Wars Spielzeug aus dem Mantel zieht sei auch angezweifelt. Aber am Ende tuts seinen Zweck: ein paar gut gemeinte Running Gags, ein schönes Cameo zum Abschluß und ein vor zucker klebender Abschluß ergeben einen passablen Film, auch wenn die Lohikfehler durch die Decke gehen.

Fazit: Der Film lebt von Kurt Russels Charme, funktioniert aber durch Stimmung und ein paar gute Running Gags – trotz Längen!
3 Punkte

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=zEBVoXhr9yg

I feel pretty

Renee Bennett (Amy Schumer) sieht recht durchschnittlich aus, kriegt dan aber bei einem Unfall einen Schlag auf dem Kopf. Fortan kommt sie sich wie ein Supermodel vor und tritt so ihrer Umwelt entgegen. Durch das so demonstrierte Selbstvertrauen ändert sie ihr Leben …

Ich habe das Prinzip von Amy Shuler lange kapiert: sie ist eine tolle Komödiantin mit ein paar Kilos mehr drauf und spielt in ihren Filmen sehr gerne Charaktere die Probleme mit ihrem äußeren Erscheinungsbild haben, dann aber alle überraschen. So auch hier, wobei die Botschaft an scih sehr gut und sehr nett ist: eine Frau kommt weiter durch permanente Selbstüberzeugung und läßt sich von niemandem etwas anders sagen – das ist sehr wohl spannend und interessant, reiht aber auch eine endlose Menge an Fremdschämmomenten aneinander. Wenn man das schaut und darüber lachen kann wird man dem Film einiges entnehmen können. Dazu gibt’s eine typische Success Story und eine kleine Liebesgeschichte am Rande, alles solide und unscheinbar inzeniert. Heißt: man kanns mal versuchen, sollte aber die Erwartungen im Rahmen halten.

Fazit: Tolle Grundidee die in einem manchmal anstrengenden Film mündet!
Rating: ★★★☆☆

Juliet, Naked

Songwriter Tucker Crowe (Ethan Hawke) veröffentlicht nach zwanzig Jahren ein neues Album namens „Juliet, Naked“ worüber sich insbesondere sein Fan Duncan (Chris O’Dowd) freut. Der hat aber dadurch einen Streit mit Freundin Annie (Rose Byrne) in den Tucker schon bald persönlich verwickelt wird …

Es wäre nicht zutreffend wenn ich mich wirklich einen Nick Hornby Fan nennen würde, ich habe nichts von dem Mann gelesen; seine Buchverfilmungen haben mir aber meist sehr gefallen, insbesondere natürlich „High Fidelity“. Deswegen habe ich mir diesen auch gegeben und war sehr überrascht. Allerdings davon wie plotarm die Sache sit. Es geht um zwei Menschen die scih begegnen, die miteinander reden und ihre bisherigen Lebensläufe vorstellen und daraus Absichten für die Zukunft entnehmen. Das wird in netten, langsamen und sehr charmanten Dialogen präsenteirt. Die Storyaspekte die im Trailer durchkamen und die auf eine RomCOm o.ä. hingedeutet haben entwickeln sich in andere Richtungen als vorgesehen, wobei ich am Ende des Films unschlüssig war weil mir das Ende zu abrupt daher kam und ich mir dachte: ist doch nur eine Zwischenstation. Allerdings eined ie von charmanten Darstellern und ruhigen, angenehmen Dialogen getragen wird und daher dem Freund von Dialogkino viel Spaß liefern kann.

Fazit: Kleiner und ruhiger Redefilm ohne viel Story, aber sehr viel Herz!

Verpiss dich Schneewittchen

Sammy (Bülent Ceylan) hat einen unschönen Job als Putzkraft im Hamam seines Bruders Momo (Kida Khodr Ramadan) und träumt davon ein Rockstar zu sein. Diesen Traum soll ihm ein Talentwettbewerb erfüllen bei dem er allerdings auf die Hilfe seinerSchwester Jessi (Josefine Preuß) angewiesen ist …

Ich gucke eigentlich sehr gerne die Auftritte von Comedians, von Bülent Ceylan habe ich aber relativ wenig geschaut. Auch wenn ich ihn durchweg sympathisch finde kann ich mit ihm nur wenig anfangen. Und hier ist dann das kleine Dilemma für mich daß ein scheinbar so netter Kerl einen solchen Film verzapft, obendrein einen in dem Josephine Preuss mitspielt, für die ich ja eine Schwäche habe. Das größte Problem am Film ist vielleicht der Zeitpunkt seiner Veröffentlichung: in den 70ern wäre es eine typische, launige Comedy gewesen, im hier und jetzt ist die altbackene Nummer mit Alibihandlung über einen aufsteigenden Musiker zu unlustig, zu bemüht und zu verkrampft. Da helfen auch diverse Cameos deutscher Comedians nicht. Der letztlich einzige Reiz für mach war es die Drehorte zu betrachten da der Film in Köln gedreht ist und ich einige Ecken wiedererkannt habe (eine Szene spielt in einer Kirche in der ich mal auf einer Hochzeit war) … aber das sind keine Gründe sich die Nummer in voller Länge zu geben.

Fazit: Sehr lau, unlustig und kaum zu empfehlen – ob Ceylan Fans da mehr rausziehen können weiß ich nicht.

Rating: ★★☆☆☆

 

Night School

Teddy Walker (Kevin Hart) hat zwar keinen Schulabschluß, ist aber stetig mit seiner schlagfertigen Art durchs Leben gekommen. Nach einem Zwischenfall möchte er jedoch Börsenmakler werden und besucht dazu einen Abendkurs auf seiner früheren Schule wo sein alter Mitschüler Mackenzie (Rob Riggle) ihm als Direktor das Leben schwer macht. Doch es gibt auch die Abendschullehrerin Carrie (Tiffany Haddish) …

Hierbei kann ich wohl nicht wirklich objektiv sein: Kevin Hart funktioniert für mich icht. Der kann machen was er will, ich sehe in ihm immer die gleiche Person und nie einen Charakter, jedesmal nur die gleiche abgerochene Figur mit dem Dauerquasseln und den Grimassen die mich nichtmal ein Lächeln entlocken. Und in diese Reihe reiht sich auch dieser Film ein wobei ich es sehr schade finde daß er ben bei dem ganzen Kalauern durchaus ernsthafte Chancen gehabt hätte: er nimmt sich Zeit und zeigt die Charaktere und deren Lebenswege die dazu geführt haben daß sie als Erwachsene eine Schule besuchen, obendrein setzt er ihnen eine starke Lehrerfigur vor und geht auch auf die Lernschwäche der Hauptfigur ein – doch all das wird nicht erzählt, sondern nur als Aufhänger genommen um so viele flaue Gags wie möglich unterzubringen. Diese mögen bei Hart Fans entsprehend funktionieren – mich nervt so etwas nur grenzenlos.

Fazi: Typisches Kevin Ahrt Vehikel, frei von wirklichem Witz oder guten Ideen.
Rating: ★★☆☆☆

Videoreview von mir:https://www.youtube.com/watch?v=8LwxypVS2jA

Marry Poppins

Im London des Jahres 1910 werden die Kinder Michael (Matthew Garber) und Jane Banks (Karen Dotrice)  von ihren Eltern vernachlässigt, so daß sie aus Frust jedes neue Kindermädchen in di9e Flucht treiben. Dann aber schwebt das magische Kindermädchen Mary Poppins (Julie Andrews) ins Haus…

Ich habe diesen Film nun mit fast vierzig zum ersten Mal gesehen und das eigentlich auch nur um gewappnet zu sein falls mir das anrückende Sequel mal unterkommt. Und auas heutiger Sicht schaut man unweigerlich anders drauf als man es wohl damals getan hätte; ebenso blickt man aus den Augen eines erwachsenen Menschen anders auf die Materie. Kindlichen Zauber kann ich dann für mich nicht damit verbinden, wohl aber einen Film der die Mittel und Möglichkeiten seiner Entstehungszeit vollkommen ausreizt, wenngleich viele der Effekte heute natürlich stark veraltet wirken Dafür beeindrucken die zahlreichen Tanz und Musicaleinlagen auch immer noch und ich war überrascht wie viele Einstellungen ich aus Zusammenschnitten her kannte. Bei der Story finde ichs natürlich witzig daß gerade der große Disneykonzern hier zum Ende hin Geldgier so scharf verurteilt … aber seis drum. Die Musik berührt das Herz und die herlich kindliche Story steckt voller Zauber, unbeschwerter Gelassenheit und Fohsinn. Unterschwellig ist die Nummer dabei auf unfassbare Weise kreuzbrav und bieder.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker den man leicht ins Herz schließt!

Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier

Die fünf Freunde George (Allegra Tinnefeld), Julian (Marinus Hohmann), Dick (Ron Antony Renzenbrink), Anne (Amelie Lammers) und Timmy der Hund haben zwar Sommerferien, müssen aber mit Tante Fanny (Bernadette Heerwagen) zu einer Hochzeitsfeier fahren. Dort geraten sie an den kauzigen Marty Bach (Jacob Matschenz) und in einen Fal bei dem es um ein Dinosaurierskelett geht …

Da bin ich am Ende doch relativ versöhnlich: ich mochte den ersten der modernisierten Fassung sehr, die dann folgenden waren mehr und mehr enttäuschend und hier hat man es dann wieder mit einem Reboot zu tun der bei null anfängt. Wobei es nicht das Markenzeichen Fünf Freunde brauchte: man hat eine simple, familienfreundliche Story in der ein paar gutherzige Kiddies einem gutherzigen Kerl zu Hilfe kommen und ihm beistehen, dazu gibt’s reihenweise Schurken und Fieslinge die sie geschickt bezwingen dürfen und bevor der Abspann läuft gibt’s noch ganz viel positive Energie in Form von „Haltet zusammen!“ Botschaften. Das tut aber nicht weh, zumal der Film sich nicht anbiedert oder zu forciert einen auf hibbelig und cool macht. Damit wird er zwar nicht zu einem unverzichtbaren Muß, aber doch zu einer unverkrampften, harmlosen und tolerierbaren Sache.

Fazit: Harmlos und tauglich und ohne große Showeffekte!

Rating: ★★★☆☆