Archiv der Kategorie: Horror

The Girl with all the Gifts

Ein bösartiger Pilz hat in England dazu geführt daß eine Zombie-Epidemie ausgebrochen ist. In einer Militäranlage forscht Dr. Caldwell (Glenn Close) nach einem Gegenmittel – als diese Anlage jedoch von Zombies überrannt wird flieht Caldwell mit  Sergeant Parks (Paddy Considine), der infizierten Melanie (Sennia Nanua) und deren Lehrerin Justineau (Gemma Arterton) durch die gefährliche Außenwelt …

Wieso werden in der heutigen Zeit noch Zombiefilme gemacht? Eigentlich sit das Thema aktuell sehr gut versorgt, nicht zuletzt durch den immernoch sehr erfolgreichen Lauf von „The Walking Dead“ und diverse Kinoumsetzungen dazu. Jetzt kommt mit „The Girl with all the Gifts“ eine weitere Variante deren originelle Ideen einfach darin bestehen ein paar Grundelemente leicht umzubauen. Ein Infizierter ist bereits nach wenigen Sekunden verwandelt, die Horrorviecher werden „Hungries“ genannt, neigen auch mal zum schlafen im Stehen und Kinder sind brav und unschuldig solange sie kein Menschenfleisch riechen – und die Quelle für alles Leid und Übel ist ein fieser, böser Pilz. . Diese und andere kleine Details werden entsprechend umgemodelt daß sie frisch und neu wirken, der Rest ist aber trotzdem eine altbekannte Kiste wenn eben eine Truppe Leute in dieser Hölle herumläuft und nur verzweifelt nach einer Überlebenschance suchen. Daß eine Halbinfizierte dabei ist deren Handlung stehts angezweifelt werden muß wirkt wie übernommen aus dem Videospiel „The Last of Us“ dessen Look der Film auch eindeutig hat. Schade, aber nicht schlimm: als kurzweiliges Zombieevent ist der Film völlig in Ordnung, als irgendwas spezielles mit tieferer Botschaft taugt er nicht so viel.

Fazit: Sehr spannend und mit ein paar guten Ideen, aber größtenteis nur auf bekannten Pfaden wandelnd!
Rating: ★★★☆☆

Resident Evil – The Final Chapter

Alice (Milla Jovovich) hat die Zombie Apokalypse und zahllose Käämpfe überlegt – nun muß sie nach Racoon City zurückkehren um dort wo alles bgann das gefährliche T-Virus zu stoppen. Dabei schließt sie sich mit  Claire Redfield (Ali Larter), Doc (Eoin Macken) und diversen anderen Zusammen um die Horden der Untoten für immer zu besiegen …

Innerhalb der „Resident Evil“ Reihe ist dieser Film quasi wie Folge 7.2 aus der Harry Potter Serie: es ist einfach nur ein in einen seperaten Film gepackter Showdown. Es wird noch kurz erläutert wer wer ist und dann beginnt ein anderthalbstündiger dauerhafter Actionrausch der nochmal alles aufbringt was die Serie auf sechs Teile hat kommen lassen: eine epische Endzeitkulisse, endlose Horden an blutgierigen Zombies, Milla Jovovich als toughe Zombiekillerin sowie endlos aufwendige Kampf und Actionpassagen. Das ist dann gleich pro und contra zugleich: man fährt nochmal alles auf was der gediegene Fan mag; vermeidet damit aber auch daß Neues dazu kommt oder der Film irgendwann den vertrauten und zu erwartenden Pfad verläßt. Muß es aber auch nicht: hier kriegt jeder die Rache die er verdient oder wünscht, es kracht und rumst ordentlich und sieht insbesondere durch die 3D Brille natürlich genial aus. Trotzdem hat mich der Streifen ziemlich kalt gelassen – vielleicht bin ich (wie auch viele andere) nicht mehr damit zufrieden nur anderthalb Stunden Bildsturm zu ertragen? Ich weiß es nicht.

Fazit: Fans werden zufrieden sein, für jeden anderen ist das „Resident Evil“ Finale gigantische, aber relativ überraschungsarme Daueraction.
Rating: ★★☆☆☆

Puls – Wenn alle vernetzt sind ist niemand sicher

Clay Riddell (John Cusack) muß hilflos mitansehen wie sich die Welt verändert: ein Signal welches über Handys ausgesrahlt wird verwandelt alle Menschen die in einem bestimmten Moment telefoniert haben in Zombies.  Mit seinem Begleiter Tom McCourt (Samuel L Jackson) sucht Clay nach einem Weg nach Maine um dort seinen Sohn zu finden …

Über diesen Film hatte ich vorab gehört daß er katastrophal schlecht sein soll – nun, ich war trotzdem motiviert ihn zu schauen da ich das Buch gelesen habe. Obendrein sind John Cusack und Samuel L. Jackson sehr geschätzte Darsteller von mir und Stephen King als Quelle ist auch nicht verkehrt. Aber trotzdem stimmten die nicht vorhandenen Vorschußlorbeeren: „Puls“ ist wie eine abgekupferte, langweilige Episode von „The Walking Dead“. In schlecht geschnittenen Szenen bricht hier der pure Wahnsinn aus; miese Darsteller die sich durch billige Green Screen Effekte und simple Gewaltszenen hetzen und ein paar Kampfszenen die aber auch keine wirkliche Spannung aufkommen. Insgesamt ist der Film hochgeradig grausam weil er einfach unfassbar langweilig, ohne Schauwerte oder igendwas mitreißendes daherkommt und am Ende auch noch im Abspann in eine total dürftige Pointe mündet. Wobei ich fairerweise sagen möchte: hier war nichtmal viel Potential was verschenkt werden konnte. Wieso macht ein überbeschäftigter Darsteller wie Samuel L. Jackson hier auch noch mit?

Fazit: Pure Langeweile ist der größte Horror! Seichte filmische Zombieattacke auf ausgelatschten Storypfaden!

Shut In

Psychologin Mary Portman (Naomi Watts) praktiziert in einem einsamen, ablegenen Waldhaus und pflegt obendrein ihren seit einem Unfall katatonischen Sohn Stephen (Charlie Heaton). Dann aber beginnt sie in den stillen und einsamen Nächten mehr und mehr merkwürdige zu hören – schon bald wird ihr klar daß eine unheimliche Bedrohung immer näher kommt …

Ich hatte bereits im Vorfeld gehört das von diesem Titel nicht sonderlich viel zu erwarten sei, das fertige Resultat hat mich aber dann doch überrascht (leider nicht positiv). Der Film zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Teile: in den ersten 55 Minuten befinden wir uns einfach mit der Hauptfigur im Haus und schauen ihr bei ihrem Alltag zu und immer wenn es Nacht wird wird es unheimlich gruselig und es passieren merkwürdige Dinge. Dabei greift der Film jedoch permanent zu zwei altbekannten Methoden: zum einen brutale jumpscares die zwar sehr effektiv sind aber gleichermaßen plump, auf der anderen Seite der ständige Einsatz von Traumsequenzen. Die Hauptfigur erlebt mehrfach schräges Zeug was sich dann im letzten Moment als Traum erweist auch wenn dabei die Stimmung passt und man sich wirklich hier und da mal erschreckt bekommt man trotzdem keine ordentliche Story erzählt. Dann löst der Film von einer Sekunde auf die andere sein Geheimnis auf und wirdt recht schnell zu einem völlig austauschbaren Normalo gegen Psycho Ding. Da einem die Charaktere ziemlich egal sind fiebert man auch nicht wirklich mit, deswegen sei dieser Film lediglich Horrorunerfahrenen ans Herz gelegt, sonst stellt dies eigentlich komplett das pure Austauschbare da.

Fazit: Die Atmosphäre stimmt und ein paar Schocker sitzen der Film, selber reizt aber mit der unoriginellen Pointe kein Stück!

Rating: ★★☆☆☆

Stolz und Vorurteil und Zombies

Als in England eine Zombieplage ausbricht unterrichtet Mr. Bennet (Charles Dance) seine fünf Töchter im Kampf bei dem sich besonders Elizabeth (Lily James) hervortut. Derweil ist ihre Mutter Mrs. Bennet (Sally Phillips) mehr bemüht die Mädchen an einen reichen Mann zu bringen …

Ein Film der seinen einzigen Gag bereits im Titel trägt: dies ist die Geschichte von „Stolz und Vorurteil“ mit der ach so lustigen Ergänzung daß die Figuren die hier umeinander herumeiern eben auch noch Zombies jagen. Wobei ich die Viecher nichtmal Zombies nennen mag: es sind irgendwelche bluttriefenden Möchtegern Horrorgestalten die schwer verwundet aussehen; dabei aber ständig sprechen oder sonstwie geordnet handeln – also was auch immer sie sind, sie entsprechen nicht der im Moment recht gängigen „Definition“. Ansonsten ist das Hauptproblem des Films aber gänzlich anders gelagert: keine einzige der Figuren hat einen Ausdruck, es ist als wäre es mit kreidebleichen Gestalten von der Straße besetzt worden. Daher bin ich garnicht erst in die dürftige Handlung gekommen deren wirklich einziger Gag daraus besteht daß hier Frauen als Zombiekiller loslegen – boa, wie aufregend! Im Ernst, dies sind die anderthalb ausdrucksärmsten Filmstunden die ich in diesem Jahr bislang gesehen habe: ganz ganz furchtbar, ganz ganz langweilig! Und jedes weitere Wort wäre schon zuviel!

Fazit: Lustige Grundidee die sich in einen schleppenden und bierernsten Film entwickelt ohne jeden Ausdruck!
Rating: ★★☆☆☆

Visions

Eveleigh Maddox (Isla Fisher) zieht mit ihrem Mann David (Anson Mount) auf ein abgelegenes Weingut in Agoura Hills um dort einen furchtbaren Unfall zu vergessen bei dem ein Baby sein Leben verloren hat. Dabei entwickelt sie verrückte Visionen die sie als Depression ansieht – doch es steckt etwas ganz anderes dahinter …

Öhm, ja … Filme dieser Art die eine Lauflänge von rund 79 Minuten (inklusive Abspann) aufweisen machen einen mitunter recht stutzig ob da wirklich viel Story kommt – sind aber erfreulicherweise im Normalfall recht schnell vorbei. Dieser auch, aber die Zeit bis zum Ende zieht sich als würde man einen Zwei Stunden Film anschauen. Und das was so unterwegs kommt und passiert fällt in die Sparte: kaum weiter erwähnenswert. Eine Frau hat unheimliche Visionen, an allen denkbar unpassenden Ecken und Enden blitzt Gefahr und msyteriöses auf, man weiß nicht ob es wahr oder fantasiert ist … gähn. Ein paar passende Momente und stimmige Augenblicke gibt es, die Auflösung ist ok und Isla Fisher ist nicht grundsätzlich eine schlechte Darstellerin, trotzdem weicht dieser Film an keiner Stelle in irgendeine nennenswert interessante Richtung ab. Das Einzige herausstechende: „The Big Bang Theory“ Star Jim Parsons versucht sich in einer Nebenrolle – und doch sehe ich nur Sheldon.

Fazit: Schema F Horror der an keiner Stelle nennenswertes rauskramt!
Rating: ★★☆☆☆

Ouija – Urprung des Bösen

Alice Zander (Elizabeth Reaser) verdient ihr Geld im Jahre 1965 als Wahrsagerin und zockt ahnungslose Kunden mit faulen Tricks ab, unterstützt von ihren Töchtern Paulina und Doris (Annalise Basso und Lulu Wilson). Als aber ein echtes Ouija Brett zum Einsatz kommt und damit ein echter Geist beschworen ist ist der Spaß vorbei: ein böser Geist ergreift Besitz von Doris und beginnt damit die Familie zu terrorisieren …

Juhu, ein zweier Ouija Teil … darauf habe ich mich ja so unglaublich gefreut … oder auch nicht. Der Film ist ja quasi ein Sequel obwohl die Story eigenständig und unabhängig ist. Was ich dabei ganz nett finde ist daß der Film sehr bemüht ist so auszusehen als wäre er aus der Zeit in der er spielt, also den 60er Jahren, sogar mit dem Einsatz von Brandzeichen im Bild wenn denn nun die Filmrolle mal gewechselt werden müßte. Für mich ergeben sich daraus allerdings ganz schön starke Kontraste: dies ist kein atmosphärisch dichter Titel der einen in eine entsprechende Gruselstimmung packt, dies ist ein netter Film mit sonnigen Wohlfühlmomenten in den sich dann eben hier und da mal unheimliche Momente einfinden. Diese hat der Trailer schon größtenteils vorweg gegeben, was mich dabei aber restlos stört ist die in meinem Empfinden absolut nutzlose Einsatzweise: der werden Augen plötzlich weiß, da verrenken sich aus dem Nichts Gesichter zu Visagen … aber ich erkenne hier keine Geradlinigkeit drin, vor allem wenn an einer Stelle ein Wesen an einer Wand entlangläuft einfach nur weil es cool ist. Gut gespielt ist das alles; das Ende ist dabei krass und schockierend (sogar überraschend hart bei einem Titel der bis dahin so seicht war) und als Gruselfilm den man sich mal im TV anschaut ist die Nummer sicherlich in Ordnung. Fürs Kino taugts kaum.

Fazit: Eigentlich kaum erwähnenswerter Titel!
Rating: ★★☆☆☆

Blair Witch

Vor 20 Jahren verschwand Heather Donahue mit ihren Freunden in einem Wald. Auf der Suche nach Spuren macht sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid)  sowie  Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) auf in die Wälder von Burkittsville. Es dauert nicht lange und die Truppe stößt im wald auf unerklärliche Dinge …

Ich habe damals den ersten im Kino gesehen und der hat mich richtig gepackt, insbesondere die finalen fünf Minuten. Der war dann eben auch die Grundlage für zahlreiche Found Footage Filme was mich als Genre aber schnell ermüdete. Nun hat man eben doch noch ein richtiges Sequel gemacht (die Suppe in „Book of Shadows“ erwähnt wohl keiner); und eigentlich ist er mehr Remake. Eigentlich ist alles beim alten geblieben, da gehen ein paar gesichtslose Gestalten in den Wald, alles ist ok, dann wird’s schrittweise gruseliger und am Ende ist es blanker Horror. Kaum etwas ist neu und im Grunde bringt der Film brav die gleichen Schockmomente und wendungen, lediglich mit der Neuerung daß der finale Showdown im Horrorhaus diesmal gut 20 Minuten geht. Und so sehr ich mich aufregen mag das dem Filme jede originelle Idee restlos abgeht, das hier kaum kreatives Potential drin stecken mag – eben jener Showdown ist so gigantisch geglückt daß er einen psychisch geradezu mitreißt und fertig macht. Echt ehrlich, hätte ich nicht gedacht.

Fazit: Inhaltlich nur ein Neuaufguss von Folge 1, aber in seinem Showdown unfassbar effektiv!
Rating: ★★☆☆☆

Unfriend

College Studentin Laura (Alycia Debnam-Carey)  nimmt die Freundschaftsanfrage der Außenseiterin Marina (Liesl Ahlers) im Internet an und sieht sich fortan mit bedrohlichen Veränderungen in ihrem Umfeld konfrontiert. Sie muß ein furchtbares und düsteres Geheimnis um ihre neue Freundin lösen …

So schade: der Film wurde von Simon Verhoeven gemacht, dem deutschen Regisseur der auch die „Männerherzen“ Filme gebracht hat. Überraschend daß der man einen Horrorthriller auf internationalem Niveau abliefert. Ebenso ist es toll daß der Film mit einem extrem spannenden Grundthema loslegt: Facebook (auch wenns nicht so genannt wird); Freundschaften, abhängikeiten und eben was passieren würde wenn man die Postings auf seinem eigenen Profil nicht mehr kontrollieren könnte. Das sind alles spannende und interessante Ansätze, der Reiz ist für mich aber völlig verflogen sobald es im Film um Geister, einen Fluch und übersinnliche Vorkommnisse geht. Das hätte der Film, gerade mit seiner realitätsnahen Thematik, so nicht nötig gehabt. So wird das ganze nach interessantem Ansatz nachher mehr und mehr zur Handelsüblichen Gruselshow die zwar atmosphärisch ist, aber eben kaum aus der durchschnittlichen Masse herausragt. Schade: ich hätte gerne mehr Kritik und Warnung vor sozialen Netzwerken gehabt denn die xte Geisternummer.

Fazit: Für einen deutschen Film ganz ordentlich gemacht und mit toller Grundthematik, aber leider mit unnötigem Mystery aufgefüllt.
Rating: ★★☆☆☆

Don’t Breathe

Alex (Dylan Minnette), Rocky (Jane Levy) und Money (Daniel Zovatto) planen einen schnellen Coup: sie wollen in das Haus eines Kriegsveteranen (Stephen Lang) einbrechen und Geld stehlen. Da das Opfer blind ist erwarten sie keine großen Probleme – doch im dortigen Haus erwartet sie eine böse Überraschung …

Manchmal ist weniger mehr; in diesem Fall stimmt das jedenfalls hunderprozentig. Der Film hat ein kleines, einfaches Konzept das aber für sich genommen schonmal ungemein effektiv ist und reizt es dann über 85 Minuten genial aus. Eigentlich wird die gleiche Situation xmal abgespult, eben das ein paar Leute sich vor einem Blinden verstecken müssen – und daraus entstehen permanent krasse Situationen die einem den Atem rauben. Gut, mit viel Gewalt findet man bestimmt ein paar Minuspunkte, etwa die Motivation der Hauptfiguren die nicht so ganz eindeutig bei allen ist und das etwas gebastelte Ende das eben etwas gewollt originell ausfällt – aber es ruiniert nicht. Wirklich, man kann kaum mehr sagen als das: der Film entwirft ein Szenario und ein Konzept, hält sich dran und erzielt so maximale Wirkung. Echt ehrlich!

Fazit: Kleiner Film, dabei aber episches Hochspannungskino!
Rating: ★★★★★