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Filme

Overboard

Kate (Anna Faris) ist allein erziehend und schuftet sehr hart. Als sie für den mexikanischen Erben Leonardo (Eugenio Derbez) die Yacht reinigt gerät sie mit ihm aneinander – und nach einem Unfall verliert Leonardo das Gedächtnis. Fortan erzählt ihm Kate sie seien verheiratet – und will ihm so eine Lektion erteilen …

Zeit für ein Remake: der Originalfilm ist mit Goldie Hawn und Kurt Russel und stammt aus den achtziger Jahren (worauf im Film sogar scherzhaft Bezug genommen wird), ich selber habe ihn allerdings nie so richtig gesehen und kann daher nicht direkt vergleciuhen ob hier nur der Titel übernommen wurde oder ob es wirklich den Originalstreifen neu aufsezt. Allerdigs kann sogar ich sagen daß die Rollen ausgetauscht wurden: wo es im Original eine reiche Frau und ein armer Mann waren ist es hier eine arbeitende Mutter und ein reicher Schnösel die aufeinander pralle. Letztlich ist die Botschaft dahinter simpel und schlicht: lerne den Wert vonA rbeit und Familie kennen und Reichtum nix ohne die richtigen Menschen an seiner Seite. Irgendwie hat diese simple Botschaft mir hier aber mehr Spaß gemach. Eugenio Derbez hat für mich in siner Rolle zwar von oben bis unten nicht funktioniert, was schade ist da er ja 50% der Hauptrollen ausmach, aber Anna Faris reißt es passabel wieder raus. Ansonsten gibt es wohl dosierten Slapstick und ein soweit ruhige Inszenierung der bekannten Story: Zwar kein Highlight, aber so in der heutigen Zeit schon fast wieder selten.

Fazit: Nettes Remake, klein, harmlos, aber kurzweilig und nett

The Kissing Booth

Elle Evans (Joey King) ist zwar schon länger in der High-School, hat aber noch niemals geküßt. Daher möchte sie eine Knutschkabine auf dem Frühlingsfest ihrer Schule betreiben. Dadurch küsst sie ihren heimlichen Schwarm Noah Flynn (Jacob Elordi) – der aber der Bruder Elles bestem Freund Lee (Joel Courtney) ist was zu einer großen Krise in ihrer Freundschaft führt …

Hier war ich positiv überrascht, nachdem es mit einem Tiefschlag begann: das rasante Intro in dem die Hauptfigur ihre Vorgeschichte erzählt beinhaltet gleichermaßen kindlichen Freundschaftsquatsch wie ein ernstes Sterbedrama – und diese Kombi verwirrt total. Danach gibt eine solide High-School Komödie die auf ihre Hauptfigur ausgerichtet ist und bei der man sich schnell sicher ist: zwei beste Freunde die sich zunächst unabhängig in Beziehungsmist verstricken werden und zum Ende hin zusammen sein müßten. Aber hey, der Film hat was anderes im Ziel. Zwar nichts was man nicht auch erahnen kann, aber eben doch alles etwas anders als die nach klischee aussehende Nummer berfürchten ließ. Mit munteren Figuren und einem kurzweiligen Verlauf ist das zwar immernoch kein Kinomaterial, aber eben ein netter, kleiner und flotter Film den man im Netflix Angebot bedenkenlos anklicken kann.

Fazit: Kleine, launige und kurzweilige Teenieklamotte, trotz plattem Start ab irgendwann richtig vergnüglich!

Rating: ★★★☆☆

Ibiza

Harper (Gillian Jacobs) unternimmt eine Geschäftsreise nach Barcelona und wird dabei von ihren zwei besten Freundinnen Nikki (Vanessa Bayer) und Leah (Phoebe Robinson) begleitet. Die beiden motivieren Harper zu ganz viel Partyaktivitäten wobei sie auch DJ Leo (Richard Madden) kennen lernt. Durch diese Bekanntschaft geht die Reise unvermittelt weiter in Richtung Ibiza …

Ich fand es sehr lustig zu lesen welchen Streß es beiläufig zu diesem Film gab: er heißt Ibiza, gibt vor auf Ibiza zu spielen und das dortige, typische Partyleben einzufangen und wurde in Wahrheit aber in Kroatien gedreht. Ist natürlich blöd, aber gleichermaßen egal, da wirkliche „Aufmerksamkeit“ für diesen Film sicherlich ausbleibt. Mal ehrlich: drei dusselige, bleiche und höchst unsympathische Partynudeln aus New York reisen nach Barcelona wo sie in der dortigen Partyszene versacken und dann eine Weiterreise nach Ibiza anstreben obwohl eigentlich dringende Geschäftliche Termine wichtgier wären – eigentlich braucht man nach durchlesen der Inhaltsangabe garnicht mehr zu schauen da es abseits dieser Reißbrettdramaturgie wenig gibt. Eigentlich nur zwei Komponenten: Partyszenen mit so aufgedrehtem Sound daß einem die Birne raucht, auf der anderen Seite Dialoge in denen den Hauptfiguren möglichst viele unanständige Worte in den Mund gepackt werden. Heißt: plumpes Streamingfilmchen zum angewöhnen.

Fazit: Nett gefilmt, aber dramaturgisch altbacken und ohne interessante Figuren!
Rating: ★★☆☆☆

Jeepers Creepers 3

Sheriff Dan Tashtego (Stan Shaw) findetg in seinem Städtchen Poho Countyeinen LKW voller Leichen. Dies ist aber nur der Auftaktg einer grausamen Mordserie hinter der ein ominöses, übersinnliches Wesen zu stecken scheint daß alle 23 Jahre auf die Jagd geht …

Häßlich, aber kaum zu vermeiden: der Film wird auch von der Realität überschattet: Victor Salva der die ersten beiden Teile schrieb und inszenierte wurde wegen Mißbrauch ins Gefängnis gesteckt und saß seine Strafe ab, das verringert natürlich die Anzahl der Leute die bereit sind in ein Projekt von ihm zu investieren und so kam der neue Film auch nicht wie mal geplant ins Kino. Statt dessen auf den Heimkinosektor wo er aber angemessen hingehört. Ich selber kann der Nummer dabei wenig abgewinnen, das liegt schon alleine am Zeitpunkt zu dem der Film spielt: er ist genau in den Zwischenraum zwischen Folge eins und Folge zwei gepackt, also Sequel und Prequel in einem. Mir erzählt er nichts interessantes über die Figur, liefert lediglich reihenweise Anspielungen auf die anderen Filme und eine ganze Handvoll Szenen in denen Arme Schweine auf den übermächtigen Killer treffen. Als kurzweiliges Schlacht und Murks Event kann man dem Film nichts schlechtes nachsagen, ich selber fand das aber zu wenig.

Fazit. Solider Horrorquatsch für Fans, hätte es zwar nicht gebraucht, schadet aber auch nicht!

Das ist erst der Anfang

Duke Diver (Morgan Freeman) leitet ein Altenheim bei dem den Bewohnern die stetige Möglichkeit zu Party gegeben ist. Dann gerät er aber in einen Disput mit dem Neuzugang Leo (Tommy Lee Jones) um die neue Bewohnerin Suzie (Rene Russo) und er wird obendrein von seiner Vergangenheit eingeholt …

Bei den Beteiligten hätte ja eigentlich Hoffnung bestehen können: Morgan Freeman und Tommy Lee Jones als Rentner-Alphatiere die sich um die herrlich reservierte Rene Russo kloppen, das auch noch unter Regie von Sportfilmer Ron Shelton. Aber die Aussicht auf einen netten, kleinen Film wird durch das banale Drehbuch zunichte gemacht. Da springt die Kiste zwischen permanent wechselnden Themen hin und her, bringt einerseits ein wenig AltherrenCharme, auf der anderen Seite ein wenig Mafiakomödie und stopft das noch mit banalen Nebenplots auf. Leider funktioniert dabei auch die Hauptfigur nicht, Freemans Figur ist ein hibbeliger und nerviger Typ mit dem man nicht mitfiebert, sondern von dem man recht schnell total genervt ist. Und außer einer netten Luxusumgebung in der die Nummer spielt ist lediglich die schnelle Laufzeit von 80 Minuten zu betonen.

Fazit: Wie ein schlechter TV Film!

Rating: ★☆☆☆☆

Taxi Driver

Travis Bickle (Robert De Niro) kämpfte einst in Vietnam und lebt nun in New York wo er sich sein Geld als Taxifahrer verdient. Dabei wird er immer mit den menschlichen Abgründen der Stadt konfrontiert und gelangt zum dem Schluß daß er selber mit Selbstjustiz die Stadt säubern muß. Insbesondere will er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) ihrem Zuhälter entreißen …

Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

Solo – A Star Wars Story

Die Jugendjahre des Schmugglers Han Solo (Alden Ehrenreich) der von der Flugakademie geworfen wird und dann vom Gangster Tobias Beckett (Woody Harrelson) auf eine Mission geschickt wird, Begleitet von Chewbacca (Joonas Suotamo), von Qi’Ra (Emilia Clarke) und Lando Calrissian (Donald Glover) …

Und das große Auspressen geht weiter: nachdem Disney die Rechte an Star Wars erworben hat hauen sie nun eben eine neue Trilogie raus, aber ergänzen es ebenso durch Bonusfilme die sich um Figuren oder Nebenplots ranken. Nun kriegt auch der Weltraumschmuggler Han Solo ein eigenständiges Werk welches man aber eigentlich nur mit purer Gleichgültigkeit sehen kann: die Figur Han Solo ist untrennbar mit Harrison Ford verbunden, Alden Ehrenreich gibt hier einen netten Helden der optisch an den alten Ford Look angelehnt ist, aber sich niemals so „anfühlt“. Ansonsten gibt es das was zu erwarten war: der Film spielt eben in der Star Wars Welt, hat ein paar nette Kulissen die an die alten Sachen erinnern, permanente kleine Referenzen und Anspielungen und eine passable Mannschaft aus Nebenfiguren. Die Story ist ein simpler Heist Movie in der jeder jeden betrügt – eigentlich ok, im Zusammenhang mit der eigentlichen Star Wars Haupthandlung aber restlos unnütz. Lediglich die Passage in der die Helden mit dem rasenden Falken gegen ein paar Tie Fighter kämpfen zu den Klängen der alten Star Wars Melodie lässt kurzweilig das Gefühl der alten Teile aufkommen. Richtig klagen kann man hier eigentlich nicht, wirklich langweilen tut man sich auch nicht . Aber es macht doch sehr klar daß hier gelackte und kalkulierte Werke entstehen die nur dem Kommerz dienen und nicht dem Umstand folgen daß es noch was zu erzählen gibt.

Fazit: Zu lang geratener Weltraumwestern mit einer gewissen Kurzweil und viel Fanservice!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=pZgsuFUmYY0

Tully

Marlo (Charlize Theron) ist von ihren mütterlichen Aufgaben restlos geschlaucht: mit Tochter Sarah (Lia Frankland) läuft alles gut während Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) scheinbar ein Autist ist und sie als drittes Kind ein Baby versorgt. Als sie nicht mehr kann engagiert sie eine „Night Nanny“ namens Tully (Mackenzie Davis) die ihr ermöglichen soll wieder zu Kräften zu kommen …

Der Film hat im Grunde keine nennenswerte Handlung und ergeht sich eher im Zeigen einer Situation: hier ist es das Muttersein im Jahre 2018. Und nimmt dafür Charlize Theron, eine Frau die auch auf Kommando eine Kommode spielen könnte. Das unter der sensiblen Regie von „Juno“ Macher Jason Reitman reicht doch im Grunde schon: es wir deinfach nur gezeigt wie sich eine ausgelaugte und gestresste Mutter durch ihren Alltag kämpft und dann in Form einer Nachtnanny unterstützende Hilfe erhält – und so wie Charlize Theron im Film erlöst wird spürt man auch als Zuschauer eine gewisse Erleichterung. Spektakulär ist dabei zwar nichts, dafür aber durchgehend sehr glaubwürdig, sensibel und spricht dabei bestimmt vielen Frauen aus der Seele. Den merkwürdigen dritten Akt hätte ich so zwar nicht gebraucht, aber das ruiniert den Film nicht.

Fazit: Zarter kleiner Film, zwar plotarm, dafür lebensnah und toll gespielt!

 

Der Pferdeflüsterer

Grace (Scarlett Johansson) liebt reiten und Pferde über alles – bis es zu einem furchtbaren Unfall kommt. Um sowohl Grace wie auch dem Pferd zu helfen soll der Pferdeexperte Tom Booker (Robert Redford) helfend eingreifen …

Dieser Titel galt damals als er raus kam zu meinen Schulzeiten als der Prototyp eines Schmachtfetzens. Aber ist ja auch klar: 162 Minuten lang und handelt von einem Mann der mit Pferden spricht. Aber es geht hier wohl weniger um die Story sondern das dabei transportierte Gefühl: ein Pferd und ein junges Mädchen (die blutjunge Scarlet Johanssen) werden schwer verletzt und müssen einen Weg zurück ins Leben und in ihr Selbstvertrauen filmen, Redford inszeniert sich dabei als kerniger naturbursche der mit Geduld und sensiblem Vorgehen eben das ermöglicht. Auch wenn der Film dabei lang ist wird er nicht langweilig, er kostet halt nur seine Szenen aus, nimmt ein gaaaanz langsames Erzählempo und hüllt den Zuschauer über seine ganze Laufzeit in eine wunderbare, gut funktionierende Stimmung. Daran hat sich auch nach 20 Jahren nichts geändert. Wobei jemand der den Titel eins schlimm fand das nun kaum besser finden dürfte.

Fazit: Sensibel und voller schöner Momente und Aufnahmen, aber ebensosehr der furchtbar lange Schmachtfetzen nach dem er aussieht!

Deadpool 2

Söldner Wade Wilson (Ryan Reynolds) hatte sich Krebsdiagnose einer gefährlichen Prozedur unterzogen und wurde dabei zwar entstellt, aber ebenso mit übermenschlichen Selbstheilungskräften versehen. Nun kann er diese im Kampf gegen einen neuen Gegner brauchen: Nathan Summers alias Cable (Josh Brolin) tuacht als furchtbare Bedrohung auf …

Ich gehörte zu den wenigen Menschen die nicht wirklich viel vom ersten Film gehalten haben – das ständige durchbrechen der vierten Wand empfinde ich als ständiges rausreißen aus der Filmillusion, des weiteren war der dauerplappernde Antiheld für mich immens anstrengend. Daher bin ich sehr skeptisch an Folge zwei rangegangen und war umso mehr überrascht: nach wie vor quasselt Wade Wilson mit dem Zuschauer, aber deutlichw eniger und der FIlm ist bemüht eine richtige Story zu erzählen. Das ist zwar letztlich ein Superhelden Plot in altbekannter Manier, aber eben ein zufriedenstellender. Über die sonstige Aufmachung kann man eigentlich nicht klagen, Action Effekte und Darsteller stimmen dabei soweit, und es bleibt noch der HUmor der zwar nicht jedermanns Sache ist, aber sehr wohl einige unfassbar gute Pointen und Treffer dabei hat und auffährt. Heißt, die zweite Runde des Rächers fällt ungemein zufriedenstellend aus und ist der optimale Stoff für eine laute Kinoaprty!

Fazit: Actionreich, witzig, und geradliniger als der VOrgänger – sehr gelungenes Sequel!

Rating: ★★★★☆