Archiv der Kategorie: Thriller

The 15:14 to Paris

Am 21. August 2015 beginnt ein Terrorist im Thalys-Zug 9364 von Amsterdam nach Paris auf die Passagiere zu schießen. Durch Zufall sind die amerikanischen Soldaten Anthony Sadler, Alek Skarlatos und Spencer Stone im Zug und greifen engagiert ein …

Das muß auf dem Papier ein unglaublich tolles Konzept gewesen sein was aber in der umgesetzten filmischen Form nicht funktioniert: ein paar Soldaten treffen durch Zufall auf einen Terroristen und intervenieren als dieser ein Attentat begehen will – dieser Vorgang filmisch aufgearbeitet mit den echten Soldaten die sich selbst spielen, das auch noch unter der Regie von Clint Eastwood. Wie gesagt, tolles Konzept, aber eine Krücke in der Umsetzung: der Vorfall im Zug geht nur wenige Augenblicke lang, wie füllt man damit einen 90 Minuten Film? Indem man die Figuren bis auf den Grund beleuchtet und Rückblenden in ihre Kindheit, ihre Jugend und all diese Dinge einbaut die zwar nett sind, aber eigentlich total belanglos. Darstellerisch geht die Geschichte auch nicht auf (und das nicht nur weil jedwede Ernsthaftigkeit früh aus dem Film weicht wenn ein von Steve Urkel dargestellter Lehrer auftritt) da die Männer Soldaten sind und keine Schauspieler und das passierte sicherlich lebensnah wiedergeben können – aber kaum einen Film wirklich zu tragen vermögen. Gefilmt ist das alles zwar recht solide, aber auch so uninteressant daß trotz der tragioschen realen Hintergründe kaum Gefühl aufkommt.

Fazit: Heldenverehrung mit gutem Konzept, aber nicht passender Umsetzung.

Pakt der Rache

Laura (January Jones), die Frau desHighschool-Lehrers Will Gerard (Nicolas Cage) wird Opfer eines Überfalls. Deswegen geht will mit dem Ganster  Simon (Guy Pearce) einen Deal ein bei dem Simon für Rache an den Tätern sorgen soll. Doch der Preis den Will dafür zu zahlen hat ist hoch …

Gut, aktzeptiert hatte ichs schon lange: Cage ist kein Star mehr der in großen Filmen mitspielt sondern dürftigen Simpelquatsch auf Videothekenlevel raushaut. Aber in diesem Fall mußte ich dann doch gnädig sein: der Ansatz der Handlung ist griffig und plausibel, nämlich ein Mann der eine unmoralische, aber restlos verständliche Entscheidung trifft und sich danach mit den entsprechenden Folgen herumschlagen muß. Auf dem günstigen Produktionlevel heißt das eine lange Reihe an Lauf und Fluchtszenen und jede Menge Schießereien. Dabei hat Cage leider eine recht normale Figur und kaum Möglichkeiten in der für ihn doch so typischen Weise auszuticken, aber das stört nicht: der Film sieht fast aus wie eine TV Produktion, liefert kurzweilige Unterhaltung und tut nicht weh.

Fazit: Von Cages zahllosen Produktionen für das Heimkino einer der Besseren!
Rating: ★★☆☆☆

Tresspass

Die Ehe von Kyle (Nicolas Cage) und Sarah (Nicole Kidman) erscheint nach auße hin perfekt – bis die Familie von flüchtigen Gangster als Geisel genommen werden. Während Kyle nach einer Möglichkeit zur Gegenwehr sucht scheint Sarah die Gangster zu kennen …

Namen die ja doch ein wenig Hoffnung ins Produkt rechtfertigen: Nicolas Cage in der Hauptrolle, Nicole Kidman als seine Frau und auf dem Regiestuhl Joel Schumacher der durchaus einige große Blockbuster abgeliefert hat. Mit Kidman geht’s ja bis heute nich gut weiter während die beiden genannten Herren nicht mehr allzu präsent sind – woran dieser Film zwar sicherlich nicht schuld ist, aber auch nichts entscheidend an der Sachlage geändert haben dürfte. Ein kleiner, mit überschaubarem Budget abgedrehter Psychothriller, lokal begrenzt auf einen Schauplatz und dem einzigen originellen Nebenpart daß einer der Gangster eine psychische Macke besitzt und öfter mal Dinge aus dem Zusammenhang heraus falsch auffasst oder umsetzt – wow, wie spannend. Wenn man weiß worauf man sich einläßt kriegt man austauschbaren Thrill knapp über TV Niveau, wer bei den namhaften Darstellern einen richtig guten Film erhofft hat eben schlichtweg Pech.

Fazit: Nahezu überraschungsfreies Home Invasion Szenario mit populären Mitwirkenden, aber kaum nennenswertem Resultat!

Operation Olympus – White House Taken

Todd (Ray Liotta) arbeitet als Polizist in der Kleinstadt Suddenly, war aber früher Soldat und leidet unter seiner traumatischen Vergangenheit. Dann taucht der Agent Baron (Dominic Purcell) bei ihm auf der einen Besuch des Präsidenten vorbereitet. Todd kommen aber schnell Zweifel: er glaubt daß Baron ein Attentat auf den Präsidenten plant …

Der Film heißt im Original „Suddenly“, benannt nach der Stadt in der er spielt. Im deutschen Marketing versuchte man dann aber die Titel „Olympus has Fallen“ und „White House Down“ effektiv zu einem Marketing trächtigen Titel zu verarbeiten – man sollte aber keinen Film von solchen Ausmaßen erwarten. Statt dessen gibt es hier einen Uwe Boll Film zu sehen und wenn man sich ein wenig in seinen Werken auskennt kann man mit einem Grinsen abwarten wer denn so alles von seinen Stammdarstellern früher oder später ins Bild marschiert kommt. Darüber hinaus verweist der Film zwar auf große Actionfilme, ist selber aber kein solcher: es geht um ein Attentat auf den Präsidenten, aber damit verbunden ein fast Kammerspielartiges Setting in dem zur Vorbereitung ein Haus übernommen wird – und dort versuchen die eingeschlossenen Personen irgendwie durchzuhalten, gleichzeitig wird ein ausgemusterter Soldat zum Helden. Solider Grund, aber nicht nennenswert ereignisreich – von der Machart hingegen gibt’s nichts zu klagen.

Fazit: Kleiner Thriller mit Boll-typischer Besetzung!

Dog Eat Dog

Troy (Nicolas Cage),  Mad Dog (Willem Dafoe) und Mafia-Symphatisant Diesel (Christopher Matthew Cook) sind Ex-Häftlinge die wieder in der Freiheit sind. Schnell stellen sie fest daß ihre kriminelle Vergangenheit sie nicht loslassen wird …

Hier wußte ich bereits nach wenigen Sekunden daß ich den Film nicht würde leiden können – die Szene zu Beginn in der Willem Dafoe grundlos zwei junge Frauen ermordet und das dann auch noch cool dargestellt wird war einfach zu viel für mich. Aber Dafoe ist der einzige Darsteller bei dem ich verstehen kann daß er in diesem Rotz mitspielt: als durchgeknallter Psychopath hatte er bestimmt viel Spaß den völlig Irren zu geben. Schön für ihn, aber da hat man als sonstiger Zuschauer eben nix von. Ebensowenig von der xten Variante in der ein paar Ganoven einen Coup begehen bei dem alles schief geht, Nicolas Cage der mal wieder eine Rolle für den Scheck macht und der stellenweise recht eigenartigen Farbdarstellung. Seis drum: der Film war für mich unerträglich, langweilig und abstoßend – und scheint verdient in den tiefen der Streaming Welt zu verschwinden.

Fazit: Ultralahm, überzogen und dabei blutig und unsympathisch – hat einfach garnichts für sich!

Rating: ★☆☆☆☆

Searching …

David Kim (John Cho) und Tochter Margot (Michelle La) kommunzieren meistens über Laptops. Ins Tages scheint Margo aber nicht erreichbar zu sein so daß David letztlich die Polizei kontaktiert. Ebenso begibt er sich alleine auf die Suche und stellt fest daß ihm Margot scheinbar vieles nicht erzählt hat …

Ein Vater sucht seine verschwundene Tochter – das ist ein Prototyp des Psychothrillers. Bei diesem Film hier kommt zu dieser Thematik einfach die alternative Sichtweise dazu: der Film spielt komplett und zu hundert Prozent auf einem Desktop. Man lernt die Figuren mittels Videodateien und Chats kennen die man sehen kann, verfolgt die direkten Dialoge zwischen den Figuren die über Monitore erfolgen und wenn dan später die Handlung immer größere Kreise schlägt sieht man das was geschieht mittels Nachrichten und Streams. Nachteil bei alledem: der Film hat keine einzige Spielszene und damit keine Actionpassagen und nichts was wie ein richtiger Kinofilm ausschaut. Der Vorteil: der Film sieht aus als würde er komplett auf meinem eigenen PC ablaufen und Erreicht eine beklemmende Echtheit. Zum Ende hind sind ein paar Wendungen vielleicht etwas zu gewollt inszeniert und konstruiert, dan der atemlosen Spannung ändert dies aber nichts.

Fazit: Konventionelle Handlung in ungewöhnlichem Look – höchst effektiv!

Rating: ★★★★☆

Alles Geld der Welt

Im Jahre 1973 wird in Italien John Paul Getty III. (Charlie Plummer) entführt Enkel des reichen Öl-Tycoons John P. Getty (Christopher Plummer) entführt. Gety verweigert aber eine Zahlung von Lösegeld so daß John Pauls Mutter Gail Harris (Michelle Williams) den ehemaligen CIA-Vermittler Fletcher Chase (Mark Wahlberg) anheuert um ihren Sohn zu befreien…

Bei diesem Film sit das Marketing und das die sonstige Aufmerksamkeit leider falsch gelenkt worden: es ging nur darum daß Kevin Spacey die Rolle des Gettys gespielt hat, dann aber durch Christopher Plummer ersetzt wurde, dieser für seine Leistung in Oscarhöhen gelangte und es unfaire Bezahlung für Michelle Williams gegenüber Mark Wahlberg gab. Hinter all dem Zeugs, hat da einer drauf geachtet was für ein Film überhaupt dahinter gesteckt hat? Anscheinend nicht, was shcade ist: der kann durchaus was. Eine Mischung aus Entführungsthriller und Drama, bei letzterem wird vorrangig die Geldgier des Reichen theamtisiert, ebenso gibt’s noch Mark Wahlberg als coolen Vermittler der irgendwie nach einem Weg sucht die Geschichte zu einem guten Ende zu suchen. Erfreulich: neben den tollen Darstellern ist auch der Film sehr bemüht sich von typischem Mainstream zu unterscheiden, der Nachteil: er wirkt nicht gerade so wie der aktuelle Sehstandard. Mit dem kühlen Italolook der 70er muß man sich schon etwas an das Aussehen gewöhnen. Kann man das und verträgt man einen Film der eben nicht auf Action sondern auf Thrill und Hintesinn setzt dürfte sich der Titel lohnen.

Fazit: Wohl größtenteils stimmige Nacherzählung von realen Ereignissen, nicht gerade Mainstream!

How it ends

Eine Reihe mysteriöses Ereignisse lösen weltweites Chaos aus. Inmitten dieser Notlage versucht Will (Theo James) durch das Land zu reisen um zu seiner schwangeren Frau Samantha (Kat Graham) auf der anderen Seite des Landes zu gelangen – zusammen mit seinem Schwiegervater, dem Ex-Soldaten Tom (Forest Whitaker) …

Der Netflix Film der Woche der mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten sogar alles richtig macht: es werden diverse altbekannte Versatzstück genomme und funktionierend zusammengepappt. Heißt: der Film liefert ein dem Zuschauer ungewisses Endzeitszenario und erzählt daraus ein Einzelschicksal, nämlich wie ein Vater und sein Schwiegersohn durch diese Welt reisen. Da die beiden einen Konflikt miteinander haben wird diesem eifrig nachgegangen, ansonsten ist es eben so ein „Episodes of the Road“ Film: es werden nach und nach Momente und Begegnungen geschildert die man ertragen muß bis es zur finalen Auflösung kommt, nämlich der Frage was aus der Frau des Hauptdarstellers geworden ist. In den letzten 30 Sekunden fährt der Film dabei auch kinoreife Bilder auf, davor ist es ein solide gefilmtes RoadMovie mit eher deprimierender Atmosphäre. Im Kino braucht das keiner, als Streaming Veröffentlichung der Woche geht es soweit in Ordnung,

Fazit: Solider Film mit bekannten Versatzstücken.!

Taxi Driver

Travis Bickle (Robert De Niro) kämpfte einst in Vietnam und lebt nun in New York wo er sich sein Geld als Taxifahrer verdient. Dabei wird er immer mit den menschlichen Abgründen der Stadt konfrontiert und gelangt zum dem Schluß daß er selber mit Selbstjustiz die Stadt säubern muß. Insbesondere will er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) ihrem Zuhälter entreißen …

Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

Schneemann

Der Polizist Harry Hole (Michael Fassbender) sucht in Oslo nach einer entführten Frau und merkt recht schnell daß er einen Serienkiller verfolgt. Mit seiner neuen Kollegin Katrine Bratt (Rebecca Ferguson) entdeckt er Ähnlichkeiten zu einer früheren Mordserie …

Der seltene Fall eines Titels den ich mir fürs Kino vorgenommen hatte, aber nach vernehmen der Kritiken doch ins Heimkino verschoben habe. Hinterher stelle ich nun fest: gut so. Eigentlich sah die Nummer ganz vielversprechend aus, punktet letztlich auch nur mit den zwei Punkten die der Trailer halt angeboten hat: zum einen Michael Fassbender in der Hauptrolle, der Mann kann garnicht schelcht sein, zum anderen die eiskalte, düstere Atmophäre die der Film sehr wohl sehr gut aufbaut und etabliert. Da enden die Pluspunkte aber bereits: im Grunde ist es eine vereinfachte „Wer ist der Mörder“ Story und eigentlich bin ich nur dran geblieben weil ich wissen wollte er ist es – gut, wußte ich dann am Ende und damit war der Film auch schon im Kopf gelöscht. Ich habe kein Interesse an den Figuren und den zahlreichen Nebenschauplätzen gehabt, höchstens daran wie fertig der in einer Nebenrolle agierende Val Kilmer mittlerweile aussieht. Und ansonsten ist dies die Verfilmung einer Buchserie von der es noch zehn weitere Bände gab … ich hab so ein Gefühl daß wir die nicht grtoß zu sehen kriegen.

Fazit: Atmosphärisch dicht, sonst einfach nur zerfleddert und lahm!

Rating: ★★☆☆☆