Archiv der Kategorie: Thriller

Searching …

David Kim (John Cho) und Tochter Margot (Michelle La) kommunzieren meistens über Laptops. Ins Tages scheint Margo aber nicht erreichbar zu sein so daß David letztlich die Polizei kontaktiert. Ebenso begibt er sich alleine auf die Suche und stellt fest daß ihm Margot scheinbar vieles nicht erzählt hat …

Ein Vater sucht seine verschwundene Tochter – das ist ein Prototyp des Psychothrillers. Bei diesem Film hier kommt zu dieser Thematik einfach die alternative Sichtweise dazu: der Film spielt komplett und zu hundert Prozent auf einem Desktop. Man lernt die Figuren mittels Videodateien und Chats kennen die man sehen kann, verfolgt die direkten Dialoge zwischen den Figuren die über Monitore erfolgen und wenn dan später die Handlung immer größere Kreise schlägt sieht man das was geschieht mittels Nachrichten und Streams. Nachteil bei alledem: der Film hat keine einzige Spielszene und damit keine Actionpassagen und nichts was wie ein richtiger Kinofilm ausschaut. Der Vorteil: der Film sieht aus als würde er komplett auf meinem eigenen PC ablaufen und Erreicht eine beklemmende Echtheit. Zum Ende hind sind ein paar Wendungen vielleicht etwas zu gewollt inszeniert und konstruiert, dan der atemlosen Spannung ändert dies aber nichts.

Fazit: Konventionelle Handlung in ungewöhnlichem Look – höchst effektiv!

Rating: ★★★★☆

Alles Geld der Welt

Im Jahre 1973 wird in Italien John Paul Getty III. (Charlie Plummer) entführt Enkel des reichen Öl-Tycoons John P. Getty (Christopher Plummer) entführt. Gety verweigert aber eine Zahlung von Lösegeld so daß John Pauls Mutter Gail Harris (Michelle Williams) den ehemaligen CIA-Vermittler Fletcher Chase (Mark Wahlberg) anheuert um ihren Sohn zu befreien…

Bei diesem Film sit das Marketing und das die sonstige Aufmerksamkeit leider falsch gelenkt worden: es ging nur darum daß Kevin Spacey die Rolle des Gettys gespielt hat, dann aber durch Christopher Plummer ersetzt wurde, dieser für seine Leistung in Oscarhöhen gelangte und es unfaire Bezahlung für Michelle Williams gegenüber Mark Wahlberg gab. Hinter all dem Zeugs, hat da einer drauf geachtet was für ein Film überhaupt dahinter gesteckt hat? Anscheinend nicht, was shcade ist: der kann durchaus was. Eine Mischung aus Entführungsthriller und Drama, bei letzterem wird vorrangig die Geldgier des Reichen theamtisiert, ebenso gibt’s noch Mark Wahlberg als coolen Vermittler der irgendwie nach einem Weg sucht die Geschichte zu einem guten Ende zu suchen. Erfreulich: neben den tollen Darstellern ist auch der Film sehr bemüht sich von typischem Mainstream zu unterscheiden, der Nachteil: er wirkt nicht gerade so wie der aktuelle Sehstandard. Mit dem kühlen Italolook der 70er muß man sich schon etwas an das Aussehen gewöhnen. Kann man das und verträgt man einen Film der eben nicht auf Action sondern auf Thrill und Hintesinn setzt dürfte sich der Titel lohnen.

Fazit: Wohl größtenteils stimmige Nacherzählung von realen Ereignissen, nicht gerade Mainstream!

How it ends

Eine Reihe mysteriöses Ereignisse lösen weltweites Chaos aus. Inmitten dieser Notlage versucht Will (Theo James) durch das Land zu reisen um zu seiner schwangeren Frau Samantha (Kat Graham) auf der anderen Seite des Landes zu gelangen – zusammen mit seinem Schwiegervater, dem Ex-Soldaten Tom (Forest Whitaker) …

Der Netflix Film der Woche der mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten sogar alles richtig macht: es werden diverse altbekannte Versatzstück genomme und funktionierend zusammengepappt. Heißt: der Film liefert ein dem Zuschauer ungewisses Endzeitszenario und erzählt daraus ein Einzelschicksal, nämlich wie ein Vater und sein Schwiegersohn durch diese Welt reisen. Da die beiden einen Konflikt miteinander haben wird diesem eifrig nachgegangen, ansonsten ist es eben so ein „Episodes of the Road“ Film: es werden nach und nach Momente und Begegnungen geschildert die man ertragen muß bis es zur finalen Auflösung kommt, nämlich der Frage was aus der Frau des Hauptdarstellers geworden ist. In den letzten 30 Sekunden fährt der Film dabei auch kinoreife Bilder auf, davor ist es ein solide gefilmtes RoadMovie mit eher deprimierender Atmosphäre. Im Kino braucht das keiner, als Streaming Veröffentlichung der Woche geht es soweit in Ordnung,

Fazit: Solider Film mit bekannten Versatzstücken.!

Taxi Driver

Travis Bickle (Robert De Niro) kämpfte einst in Vietnam und lebt nun in New York wo er sich sein Geld als Taxifahrer verdient. Dabei wird er immer mit den menschlichen Abgründen der Stadt konfrontiert und gelangt zum dem Schluß daß er selber mit Selbstjustiz die Stadt säubern muß. Insbesondere will er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) ihrem Zuhälter entreißen …

Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

Schneemann

Der Polizist Harry Hole (Michael Fassbender) sucht in Oslo nach einer entführten Frau und merkt recht schnell daß er einen Serienkiller verfolgt. Mit seiner neuen Kollegin Katrine Bratt (Rebecca Ferguson) entdeckt er Ähnlichkeiten zu einer früheren Mordserie …

Der seltene Fall eines Titels den ich mir fürs Kino vorgenommen hatte, aber nach vernehmen der Kritiken doch ins Heimkino verschoben habe. Hinterher stelle ich nun fest: gut so. Eigentlich sah die Nummer ganz vielversprechend aus, punktet letztlich auch nur mit den zwei Punkten die der Trailer halt angeboten hat: zum einen Michael Fassbender in der Hauptrolle, der Mann kann garnicht schelcht sein, zum anderen die eiskalte, düstere Atmophäre die der Film sehr wohl sehr gut aufbaut und etabliert. Da enden die Pluspunkte aber bereits: im Grunde ist es eine vereinfachte „Wer ist der Mörder“ Story und eigentlich bin ich nur dran geblieben weil ich wissen wollte er ist es – gut, wußte ich dann am Ende und damit war der Film auch schon im Kopf gelöscht. Ich habe kein Interesse an den Figuren und den zahlreichen Nebenschauplätzen gehabt, höchstens daran wie fertig der in einer Nebenrolle agierende Val Kilmer mittlerweile aussieht. Und ansonsten ist dies die Verfilmung einer Buchserie von der es noch zehn weitere Bände gab … ich hab so ein Gefühl daß wir die nicht grtoß zu sehen kriegen.

Fazit: Atmosphärisch dicht, sonst einfach nur zerfleddert und lahm!

Rating: ★★☆☆☆

Dark Blood

Boy (River Phoenix)verlor seine Frau durch die Folgen radioaktiver Tests und konzentriert sich auf das Anfertigen von indianischen Kachina-Puppen, denen er magische Fähigkeiten zuspricht. Als er Harry (Jonathan Price) und Buffy (Judy Davis) die mit dem Auto eine Panne haben bei soch Obdach gewährt verliebter sich in Buffy und versucht alles die Abreise der beiden heraus zu zögern …

Bei diesem Film sind Entstehung und Umstände viel interessanter als der Film für sich genommen: dies ist der Titel an dem River Phoenix arbeitete als er sich mit einem Drogencocktail selbst das Leben nahm. Der nie abgeschlossene Titel aus 1993 wurde dann 2012 mittels einer Spendenkampagne doch noch zu Ende gebracht, allerdings nur indem der Regisseur aus dem Off die Szenen kommentiert die noch nicht fertig waren. Und dieses Werk kam dann 2017 doch nochmal in die Kinos, wenngleich es für Deutschland nichtmal synchronisiert wurde. All das Getue dann doch um einen recht harmlosen Streifen: ein Ehepaar bleibt mit Wagenpanne im Nichts liegen, River Phoenix spielt einen netten Kerl der sie beheimatet, aber im Grunde nicht gehen lassen will. Mit nicht allzu hohem Budget und fehlenden Szenen ist das Ding in der Tat unvollständig, lediglich der Western Look und eben ein letzter Blick auf River Phoenix rechtfertigen einen Blick drauf.

Fazit: Banaler Thriller mit ungewöhnlicher Hintergrundgeschichte!

Rating: ★★☆☆☆

Steig. Nicht. Aus!

Der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt (Wotan Wilke Möhring) will nur seine Kinder Josefine (Emily Kusche) und Marius (Carlo Thoma) bei der Schule absetzen, erhält jedoch auf dem Weg einen Anruf daß sich eine Bombe im Wagen befindet die explodiert wenn jemand aussteigt. Karl ist nun auf einen Unbekannten angewiesen der ihn für eigene Zwecke benutzen will …

Ein deutscher Thriller mit sehr interessanten Vorzeichen, da er von Regisseur Christian Alvart ist. Der hat mit „Fall 39“ und „Pandorum“ sogar Hollywood-Erfahrung, außerdem drehte er bereits mit Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring den Thriller „Antikörper“ den ich bis heute für einen der besten deutschen Thriller halte. Und auch hier hat das Gespann zwei schweißtreibende Kinostunden abgeliefert: klar, viele der Versatzstücke sind bekannt und nur geschickt zusammengeschraubt, etwa die Bombe im Fahrzeug die an „Speed“ erinnert, oder aber die ganze Grundsituation die an „Nicht auflegen“ mit Colin Farrell verweist. Ebenso mag es die ein oder andere Klischeefigur geben und diverse unlogische Momente – aber es stört auch ebensowenig. Wenn man sich drauf einläßt kann der Stress der Hauptfigur für den Zuschauer geradezu körperlich spürbar werden. Obendrein punktet der Film mit einer grandiosen Kameraarbeit, verliert nur in der zweiten Hälfte wenn der Wagen zum Stillstand kommt deutlich an Tempo. Trotzdem zeigt er daß auch ein deutscher Film mit den richtigen Versatzstücken absolut kinoreife Hochspannung hinkriegen kann.

Fazit: Nicht wirklich in allen Belangen neu, aber sehr wohl knifflige und gut funktionierende Hochspannung!

Rating: ★★★★☆

Red Sparrow

Die ballerina Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) kann anch einer Verletzung ihren Beruf nicht mehr ausüben kann. Daher schließt sie sich dem Red-Sparrow-Programm der russischen Regierung an und wird zu einer Geheimagentin ausgebildet. Nach Ende der Ausbildung wird sie auf den CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt …

Das ist ja in der Planung schon ein gefundenes Fressen für den Regisseur: der Regisseur mehrerer Panem Filme, die Hauptdarstellerin mehrerer Panem Filme inszenieren einen Stoff der den ersten Teil einer Buchtrilogie darstellt – da hat man dann gleich die Dollarscheine in den den Augen. Aber auch nicht zu unrecht: Jennifer Lawrence schafft es wieder einmal eine 140 Minuten Story nicht langweilig werden zu lassen indem sie selsbte infach nur mit ihrer Präsenz den Film rägt. Dieser macht für sich genommen auch nichts verkehrt, spielt halt nur im altbekannten Metier der Agentenfilme und kann da eigentlichw enig neues vorweisen, wobei funktionierendes altbekanntes es ja auch tut: in der ersten Hälfte durchläuft die Hauptfigur ihr knallhartes, brutales Training, in de rzweiten Hälfte geht es dann in den Einsatz und es wird das routinierte „wer mit wem gegen wen“ verwirrspiel durchgezogen. Action gibt’s dabei nahezu keine, aber ein paar sehr brutale und unfassbar blutige Kampfeinlagen entschädigen. Letztlich kann man eigentlich nicht klagen, auch das angestrebte „Serienpotential“ dürfte voll gegeben sein.

Fazit: Unterkühlter Agenthriller mit Megaperformance der Protagonistin!

Die Verführten

Während des amerikanischen Bürgerkriegs leben auf dem Mädcheninternat von Schulleiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman) nur noch Alicia (Elle Fanning), Amy (Oona Laurence), Jane (Angourie Rice), Marie (Addison Riecke) und Emily (Emma Howard), wobei der Unterricht von Edwina Dabney (Kirsten Dunst) durchgeführt wird. Das Leben wir durcheinander gewirbelt als der verletze Nordstaaten-Offizier John McBurney (Colin Farrell) bei ihnen auftaucht …

Wir werden wohl keine Freunde mehr, Sofia Coppola und ich. Nahezu in alle Titel die ich von ihr schaue finde ich keinen rechten Einstieg. Bei diesem hier ebensowenig, wobei ich wenn ich das Ende bedenke sagen mujß: eigentlich ist das ein krasser Film mit einem harten Ende, aber einem sehr langweiligen Verlauf bis dorthin. Eigentlich geht es nur um einen Mann der im Bett liegt und mit den Frauen die ihn versorgren nette Gespräche führt, der Übergang zu Psychoterror ud leichten Bösartigkeiten geht langsam und unmerklich. Eigentlich ist das alles ok, aber eben auch sehr unangenehm zu schauen. Es herrscht eine fiese, unangenehme Atmosphäre, außer dem charmanten Colin Farrell sind alle irgendwie angespannt, doppelbödig oder sonst wie nicht nett und insbesondere Nicole Kidman liefert zwar ein gutes Spiel, aber eben damit eine total unangenehme Person. Wer auf Psychothriller steht kann sich hieran mal versuchen, sollte aber drauf gerichtet sein: er verläuft nicht in „gewohnten“ Bahnen.

Fazit: Krasses Finish dem sich der Film aber sehr behäbig nähert!

Rating: ★★★☆☆

Luna

Die 17-jährige Luna (Lisa Vicari)macht mit ihrer Familie einen Urlaub in einer abgeschiedenen Berghütte. Mit der Idylle ist es vorbei als fremde Männer auftauchen und Lunas Familie brutal ermorden. Luna findet Zuflucht bei Hamid (Carlo Ljubek), der ihr unglaubliche Wahrheiten über ihre Familie enthüllt …

Der Grundplot enthält eigentlich nur Elemente die man so aus anderen Werken kennt: ein braver Normalo, in dem aFall eine junge Frau, deren Leben aus dem Takt gerät, die erkennen muß daß ihre Familie ein Geheimnis hatte und die von jetzt auf gleich ins Kreuzfeuer bösartier Gestalten gerät und sich wheren muß. Wäre dies ein US Film würde er direkt unter „altbekannte Sache“ abgehakt werden, da wir es hier mit einem deutschen Actionfilm zu tun haben kann man etwas milder vorgehen und festhalten: im Rahmen seiner Möglichkeiten macht der Film seine Sache wirklich ziemlich gut. Eine starke Heldin, wobei ich manchmal den Wechsel ihrer Figur zwischen stark und zerbrechlich nicht hinkriege, dazu einige Actionmomente die aber nie theatralisch überzogen sind und eine eben rasten Story in einer gemütliche Laufzeit – das alles flott und hochspannend präsentiert. Kein Blockbuster und kein Film der große Publikumsmengen anziehen dürfte, sehr wohl aber spannende und stellenweise Schweißteibende Unterhaltung.

Fazit: Geradlinig, brutal und sehr spannend – deutlich mehr als zu erwarten war!