Archiv der Kategorie: Kriegsdrama

In the Land of Blood and Honey

Im östlichen Teil von Bosnia-Herzegovina des Jahres 1992 sind Danijel (Goran Kostic), ein christlicher Serbe und Alja (Zana Marjanovic), eine muslimische Bosnierin, ein verliebtes Paar das aber durch den Ausbruch des bosnisch-serbischen Bürgerkrieges getrennt wird. Durch seinen Vater gelangt Danijel auf den Posten des  Kommandeur für ein Kriegsgefangenenlagers und leidet unter dem damit verbundenen moralischen Konflikt. Als er in dem Lager auf Alja trifft gerät seine Gefühlslage restlos aus dem Ruder …

Den Film hat im Kino und nun auf dem Verleihsektor wohl keiner richtig wahr genommen … dabei ist es doch ein Angelina Jolie Film. Ein Film von ihr? Richtig: die hat Brad Pitt mal alleine zu Hause gelassen um sich in den Dreck zu begeben und einen Kriegsfilm zu drehen. Nicht so eine actionorientierte Variante wie etwa „Der Soldat James Ryan“ sondern sie setzt ins Zentrum eine Liebesgeschichte. Zwei Menschen die ohne dass sie etwas dafür können in die Wirren des Krieges geraten, auf unterschiedliche Seiten und man erlebt das Leiden, die Umstände und stellenweise das geradezu fassungslose Entsetzen ähnlich wie die Protagonisten. Jolie war wohl darauf aus etwas zu machen was bewusst meilenweit von jedem Mainstream entfernt ist. Dafür zolle ich ihr Hochachtung, zumal der Plan ja auch eine Schattenseite hat: er geht komplett an der breiten Maße vorbei. Titel, Hauptdarsteller, all diese Dinge ziehen den gemeinen Zuseher der nur etwas Zerstreuung sucht sicherlich kaum in den Bann. Obendrein geht Jolie einen eigentlich simplen, aber ungemein effektiven Weg: sie zeigt permanent Szenen von unfassbaren Taten, Grausamkeiten, Morden und widerwärtigen Akten die einem den Magen umdrehen. Dies treibt zwar die Handlung nicht wirklich voran, aber es sind permant ungemein effektive Schläge in den Magen. So bleibt man am Schluß mit einem Gefühl totaler Verstörung zurück. Ob man das will sollte man sich allerdings vorher gut überlegen …

Fazit: In manchen Punkten sehr effektiv gestaltet zeigt der Film blankes Leid und pures Elend abseits von Mainstream das einen fertig macht …
Rating: ★★★☆☆

War Horse – Gefährten

Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges landet auf der Farm des jungen Albert (Jeremy Irvine) das Pferd Joey welchws sich zwar eigentlich nicht zur Landarbeit eignet, dann aber durch das hartnäckige bemühen Alberts unentbehrlich wird. Dann aber wird Joey an die Armee verkauft und landet so auf dem Schlachtfeld. Während es auf eine gefährliche Reise quer durch die Kriegswirren geht und versucht irgendwie wieder nach Hause zu kommen ist auch Albert zur Armee gegangen um im Krieg nach Joey zu suchen …

Wenn ich es aussprechen würde müsste ich versuchen es gleichermaßen mit Begeisterung wie mit einem ächzen in der Stimme auszusprechen: dies ist ein Spielberg Film. Und keine Sorge: ich halte Spielberg mit für den größten Filmemacher unserer Zeit, das steht komplett außer jeder Frage. Demzufolge gibt es ein paar Ansprüche die man an diesen Film stellen kann und darf und wird sie bekommen: ein angemessener John Williams Soundtrack, epische Landschaftsaufnahmen und gelinde gesagt ganz großes Kino. Aber auf der anderen Seite ist ebenso mit sehr viel Schmalz zu rechnen und auch in dieser Hinsicht ist der Film reichlichst „gesegnet“. Wo die Grenze für einen selbst liegt kann ich natürlich nicht bestimmen, belegen o.ä. –  liegt bei einem selber. Ich mag Kitsch mitunter und aus diesem hier entspringen eine ganze handvoll Szenen die ich einfach wunderschön finde, etwa wenn sich das arme Pferd auf einem Schlachtfeld in einem Stacheldrahtzaun verheddert und ein deutscher Soldat zusammen mit einem Briten zusammenarbeitet um es zu befreien oder wenn eine ganze Soldateneinheit ihren Sold gibt um das Pferd zu retten. Das ist wirklich taschentuchkino, ein tränenzieher ohne gleichen und in manchen Momenten geradezu Over the Top. Aber trotzdem, es ist Spielberg und dieser in unschlagbarer Bestform. Wenn schon einen Schmachtfetzen, dann bitte einen solchen, so wundervoll gefilmt und mit solchen teils echt berührenden Momenten. Wundervolles Märchen mit vierbeinigem Hauptdarsteller – TOP!

Fazit: Eigentlich ein aufgepepptes Märchen, dieses aber trotz jeder Menge Kitsch absolut episch und zu Herzen gehend präsentiert …
Rating: ★★★★☆

Kokoda – Das 39 Bataillon

Die Japaner erobern ab 1940 weite Teile von Südostasien und ebenso im pazifischen Raum. Es dauert nicht lange bis sich die Australier sorgen wann sie angegriffen werden, erst als auf der t vorgelagerten Tropeninsel Neuguinea japanische Truppen landen. Die Verteidigung somit dem zahlenmäßig weit unterlegenen und erbärmlich ausgerüsteten 39. Batallion …

Bittere Ironie: die Geschichte eines mangelhaft ausgestatteten Trupps Soldaten der in die Schlacht muss wird erzählt von einem Film der ebenfalls absolut gering ausgestattet ist. Zumindest hat er wenig was den Zuschauer wirklich in den Bahn zieht: eine Handvoll armer, junger Männer die in Kriegszeiten in die Schlacht ziehen, ein paar mehr oder weniger heftige Ballereien und nach und nach sterben die Leute. Nebenbei erfährt man wie wesentlich und entscheidend für den ganzen Kriegsausgang die Leistung ist die die jungen Männer hier bringen. Toll, aber kein keiner toller Film. Die Darsteller sind allesamt unbekannt, die Action ist aus der Portokasse bezahlt und wenn es einen durchaus berührt dass hier arme, junge Kerle so total in den Fleischwolf geschickt werden nimmt man doch bemerkenswert wenig Anteil an ihrem scheußlichen Schicksal. Ebenso bietet der Film nichts wesentliches für die Leute welche sich einfach an einem „schönen“ Kriegsmassaker aufgeilen wollen – der voyeuristische Blick wird ebenso ausgelassen. Von Kriegsfilmen wie diesen hier gibt’s ne ganze Menge – und aus dieser Masse ragt diese Geschichte kein Stück hinaus.

Fazit: Trotz tragischem Inhalt ein kreidebleicher und kaum berührender Kriegsfilm!
Rating: ★★☆☆☆

Only the Brave

Der Angriff der Japaner auf Pearl Habor im Jahre 1941 verändert für viele japanischstämmige Menschen das Leben in den USA – so werden hundertausende in Lagern internerniert. Junge Männer allerdings die ihre Vaterlandsliebe beweisen wollen dürfen sich zur Armee melden. So wird eine solche Einheit nach Frankreich geschickt und kommt in die kritische Lage ein eingekesseltes USA Regiment befreien zu müssen …

Es ist ziemlich gefühllos und doch ziemlich zutreffend in diesem Falle zu sagen: das Übliche. Aber es stimmt. Der Film ist ein Kriegsfilm der mit sichtlich geringerem Budget entstanden ist, daher kann man zwar knatternde Maschinengewehrsalven ect. erwarten, wer aber fetten Feuerzauber usw. erhofft braucht gar nicht erst loszulegen. Ansonsten ist der Film bemüht die zwei Seiten zu zeigen: einerseits die Soldaten in der Schlacht wie sie sich mühsam und tapfer hindurchkämpfen, andererseits gibt’s permanente Rückblenden die den Hintergrund zeigen, die Familien und vor allem Dialoge die zeigen wie eben die Familie es auffassen dass einer von ihnen ins Gemetzel ziehen muß. Leider ist auf beiden Seiten dramaturgischer Kollateralschaden zu vermelden: trotz des guten Konzepts berühren einen die Schicksale der armen Schweine irgendwie gar nicht, die Kampfsequenzen sind hingegen total finster und unübersichtlich gehalten. Ein schlechter Film ist es definitiv nicht, aber eben auch keiner der sich bemerkenswert ins Gedächtnis einbrennt. Obendrein hat er aber einen wunderschönen Kurzauftritt eines alten Bekannten und mittlerweile verstorbenen zu bieten: Pat Morita alias „Mr. Myagi“ kommt in zwei Szenen kurz ins Bild.

Fazit: Bewegende Momente, aber alles in allem nicht weiter auffälliges Kriegsdrama!
[rating: 3}

Unter Bauern – Retter in der Nacht

Im Westfahlen des Jahres 1943 soll die jüdische Familie Spiegel deportiert werden. Familienvater Menne (Armin Rhode)  sieht nur eine Möglichkeit zur Rettung: er trennt sich von seiner Familie und lässt sich und sie auf dem Land auf zwei Bauernhöfen unter falscher Identität unterbringen. So sind sie zwar in Sicherheit, doch die Trennung voneinander droht sie schlichtweg rasend zu machen …

Man könnte jetzt böse sein und sagen dass der Krieg als Filmthema ausgelutscht ist – aber das ernsthaft zu sagen wäre kriminell daneben. Fakt ist dass es in dieser furchtbaren Zeit so unfassbar viele Einzelschicksale gab die nicht erzählt wurden und die schlimmer sind als alles was man sich vorstellen kann. Mir persönlich ist es lieber wenn solche Themen in einer solchen Form transportiert werden als wenn sie an der heutigen Jugend vorbeiziehen wenn sie dies im Geschichtsbuch überblättern.  Selbst wenn die mir nicht wirklich sympathische Veronica Ferres mitspielt. Und es bewegt einen wirklich, mich besonders eine Szene zum Ende in der eine Nebenfigur einen so unfassbar sinnlosen Tod findet oder am Ende ein paar einfache, naive Kindersätze unerträglich schlimm wirken. Aber auch der restliche Film wirkt sehr realistisch (ich was zum Glück nicht selbst dabei und kann es zum Glück nicht aus eigener Erfahrung bezeichnen) und schildert das harte Leben während dieser schlimmen Zeit. Dabei wird nicht auf plumpe Schockeffekte gesetzt oder falsche Dramatik, sondern alles lebensnah und annehmbar präsentiert. Darum rührt es auch zu tränen wenn am Ende die wahren Personen ins Bild treten.

Fazit: Ein bewegendes Schicksal, mitfühlsam präsentiert und aufgearbeitet!
Rating: ★★★★☆

The Bang Bang Club

Nelson Mandela wird Anfang der 1990 in Südafrika aus dem Gefängnis entlassen. Die Folge sind furchtbare Machtkämpfe zwischen verschiedenen Stämmen. Inmitten dieses blutigen Szenarios sind vier Kriegsfotographen unterwegs: Greg Marinovich (Ryan Phillippe), João Silva (Neels Van Jaarsveld), Kevin Carter (Taylor Kitsch) sowie Ken Oosterbroek (Frank Rautenbach) wollen gute Bilder vom Geschehen machen. Ihr Dilemma ist aber schon bald die Frage wie weit sie dafür gehen wollen …

Die Thematik ist an sich total spannend, der Film überzeugt mich aber kein Stück und kann mich auch nicht für sich gewinnen. Sehr sehr schade da die Story interessant ist und Spannendes mit Action und Dramatik verbinden kann: wenn vier Kriegsreporter im Krisengebiet unterwegs sind nach dem Superfoto ist das spannend, das Kriegsszenario drumherum liefert reihenweise Actionelemente und der spätere Konflikt wenn die Knipser selber sich die moralische Frage stellen wo sie mehr als nur zuschauen dürfen ist auch nicht ohne. Trotzdem hat das Gesamtwerk mich zumindest sehr kalt gelassen – das liegt wohl in erster Linie an den Darstellern aus denen lediglich Ryan Phillippe heraussticht und der Rest drum herum wirkt total austauschbar und langweilig. Schade eigentlich: mit ein paar zugkräftigeren Akteuren hätte der Streifen sicherlich noch einige Pluspunkte ansammeln können.

Fazit: Die Mischung aus Krieg und Drama hat zwar einiges Highlights, fällt für mich aber wegen bleicher Charaktere durch!
Rating: ★★☆☆☆

Sie fürchten weder Tod noch Teufel

Eine schwere Niederlage ereilt den französischen Colonel Pierre Raspeguy (Anthony Quinn) als er die letzten Überlebenden seiner französischen Fallschirmjäger-Einheit aus Vietnam herausführt – was ihn auch sein Kommando kostet. Doch dann winkt ein letzter großer Einsatz in Algier. Zusammen mit seinem ehemaligen Captain Esclavier (Alain Delon) und anderen früheren Kameraden zieht Raspeguy in eine aussichtslose Schlacht …

Es gab mal eine Zeit, da waren Kriegsfilme noch anders – vor allem unblutig. In diesem hier wird zwar permanent geschossen und gestorben, aber wo heutzutage die Order gilt die herausquillenden Gedärme in Großaufnahme zu zeigen fallen hier die getroffenen meist einfach nur um – ich kann mich nicht entsinnen im Film irgendwo Blut gesehen zu haben. Aber mir ist der Film auch sonst irgendwie durchgegangen: die Story eines eiskalten Oberst der aus egoistischen Gründen vorzieht und auch gerne mal die eigenen Leute brutal opfert während ein einigermaßen humaner Mitstreiter erfolglos versucht das Schlimmste zu verhindern hats danach auch noch hier und da gegeben – und meist in Fassungen die mir selber besser lagen. Dies hier ist somit verstaubtes Starkino mit Helden wie Anthony Quinn und Alain Delon – für Liebhaber solcher ollen Dinger ein Fest, mich kann man damit gar nicht mehr locken. Alleine die steinalte Musik … ne, da kommt kein Erschrecken mehr vor dem Kriegsgräuel auf.

Fazit: Altmodischer Kriegsfilm mit nicht wirklich mögenswerten Figuren, laut und aufwendig, aber leider ohne abschreckende Wirkung!
Rating: ★★☆☆☆

Tage des Ruhms

Der junge Berber Said meldet sich 1943 zusammen mit vielen anderen Nordafrikanern freiwillig zum Dienst in der französischen Armee. Er will seinen Beitrag zu leisten um die Kolonialmacht von der Besatzung durch die Deutschen zu befreien. Dabei muß er aber feststellen daß er damit nur zu einer Hilfsgruppe gehört die zwar dem gleichen Risiko ausgeseztt wird, aber in keiner Weise die gleichen Privilegien genießt …

Ich verstehe den Titel des Films nicht so richtig. Was der Film ja wohl sein soll ist eine Anklage und eine Beschreibung der damaligen Sauerei die die französische Regierung hier angerichtet hat: arme, unbeteiligte Algerier mit in ihre Armee berufen die ihr Leben für ein Land geben dass sie nie gesehen haben – aber eben diese Freiwilligen wurden wie der letzte Dreck behandelt. Dieses Dilemma wird angeklagt, ansonsten ein sehr konventioneller Soldatenfilm abgespult in dem alle bekannten Elemente verarbeitet werden: krachende Kriegsszenen (auch wenn das Budget sichtbar geringer war als bei einem amerikanischen Film dieser Art), Kameradschaft, ein wenig Liebe, sterben der bekannten Freunde und zum Ende ein ziemlich grausamer Showdown in dem seelenlos gemordet wird. Kennt man alles, aber es schmerzt und bewegt trotzdem – zumal man nahezu alle Darsteller aus anderen Filmen und vorrangig Komödien kennt und diese hier total anders erlebt.

Fazit: Routiniertes Soldatendrama, gut geespielt und inszeniert, im Gesamten nur etwas schleppend!
3 Punkte

Buffalo Soldiers 44 – Das Wunder von St. Anna

In Italien, während des Herbst es 1944 tobt der Zweite Weltkrieg in der Toskana erreicht wo die deutsche Wehrmacht versucht den Vormarsch der Alliierten aufzuhalten. Die 92. Infanterie-Division der US-Armee versucht, diese Stellung am Serchio Fluss zu durchbrechen, zur Einheit gehören auch die farbigen Soldaten Hector, Stamps, Bishop und Sam. Während eines Angriffs werden sie von ihrer Einheit abgeschnitten und retten einen italienischen Jungen, den sie in ein nahegelegenes Dorf bringen. Dort erleben die zum Ersten Mal Menschlichkeit und Gleichberechtigung …

Voreingenommenheit ist schon ne blöde Sache, war hier aber absolut zugegen: der Film hatte keine Chance bei mir weil er von Spike Lee ist, dem selbsternannten filmischen Bürgerrechtler der sich für die schwarzen im Film einsetzt. Da paßt es ja daß er eine Story auf wahren Fakten beruhend abliefert über ein paar schwarze Soldaten die in Italien im zweiten Weltkrieg einiges erleben. Man muß sich nur eben viel Zeit nehmen für diesen verschwurbelten Film: fette 2 1/2 Stunden dauert er und bei all der Länge ist geradlinigkeit leider nicht wirklich zugegen. Teils in der Gegenwart spielend mit einem ominösen Zwischenfall der erst in der langen Rückblende klar wird spielt der Film auf zwei Ebenen die nicht so wirklich passen. Auch habe ich mich mit den Figuren und einigen etwas breit getretenen Nebenhandlungen aufgehalten, lediglich eine Szene hat sich wahrlich  eingebrannt: die Stelle an der die Nazisoldaten ein ganzes Dorf mit Frauen, Kindern und alten Männern wegmähen ist so furchtbar, das läßt keinen kalt. Der restliche Film indes schon weil Spike Lee wohl sehr bemüht war einen eigenen „Soldat James Ryan“ zu kreeieren. Aber von Spielbergs Meisterwerk ist dieses hier meilen entfernt …
 
Fazit: Überlanges Kriegsepos daß trotz einiger memorabler Momente mehr langweilt als fesselt!
2 Punkte

Green Zone

In Bagdad im März riskiert der US-Army-Offizier Roy Miller (Matt Damon) bei jedem Einsatz mit seinem Team sein Leben – doch die Suche nach Saddams Massenvernichtungswaffen liefert keine Resultae. Miller teilt dies verärgert seinen Vorgesetzten mit, die seine Kritik aber ignorieren. Lediglich der CIA Mann Martin Brown (Brendon Gleeson) nimmt ebenso wie Miller an daß die Dinge im Irak schief laufen. Insbesondere die Informationen vom Pentagon-Beauftragten Clark Poundstone (Greg Kinnear) scheinen stets voller Fehler zu sein …

?Mir gehts langsam auf die Nerven das dieser Film krank und krankhaft versucht sich irgendwie an den populären „Bourne“ Titel anzuhängen? Was soll das? Also gut, zähle auch ich die drei Gründe auf diese Herleitung vielleicht ein wenig zulassen: Punkt 1, Matt Damon spielt die Hauptrolle, einen Soldaten der an seinen Befehlen zweifelt und dann eigenständig gegen die Befugnisse handelt – minimale Bourne Ähnlichkeit, aber nur im Prinzip. Punkt 2, Paul Greengrass inszenierte den zweiten und dritten „Bourne“ Teil, das ist ne gute Referenz, aber kein Grund zu glauben daß jeder weitere Film jetzt auch so wird. Und drittens, ebenso wie die letzten beiden Bourne Folgen benutzt dieser Film sehr gerne die Hand und Wackelkamera, um so ein authentischeres Erleben zu vermitteln. Das wars aber auch. Leider in doppeltem Sinne. Irgendwie hat mir bei alledem komplett die Konzentration gefehlt, ich konnte mich auf den Film nicht so richtig einlassen und hab mich darum ähnlich wie die Soldaten im Gefecht etwas sinnlos in der Story verrannt. Alelrdings hat der Film so ja keine überraschende Pointe zu bieten, leider (in doppelter Hinsicht): ein Soldat bekommt den Eindruck daß der Irak doch keine Massenvernichtungswaffen hat und die ganze diesbezügliche Schlacht daher für den Arsch ist und bekommt diese Tatsache (die wir aus den Nachrichten kennen) bestätigt. Leider zeichnet sich das alles zwar durch solide Darsteller und inszenierung aus, aber punktet zu keiner Zeit so solide daß der Film irgendeine Chance an der Kinokasse hat. Schade eigentlich, denn auch wenns „Kriegsaction“ ist die ja eigentlich zur Befriedigung des Zuschauers da ist funktioniert das ganz gut, das Tempo ist rasant und Matt Damon ein Held mit Seele und Tiefe. Wer auf Politthriller steht und Kriegsfilme mag und den Inszenierungsstil der „Bourne“ Filme gut fand macht hier nichts verkehrt.

Fazit: Brisante Story mit bekanntem Ausgang, trotz toller Inszenierung und Darstellern aber eher unterkühlt und nur wenig mitreissend!
Rating: ★★★☆☆