Archiv der Kategorie: Drama

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Die High-School Schülerin Samantha Kingston (Zoey Deutch) stirbt bei einem Unfall mit drei Freundinnen – und erwacht am näcshten Tag erneut am Morgen des besagten Tages. Sie durchlebt jenen Tag wieder und wieder und sucht nach möglichkeiten die KAtastrophe zu verändern. Erst langsam wird ihr bewußt daß es einen anderen ausweg gibt …
Im Grunde sind Zeitschleifen Filme ein eigenes Genre: eine Figur erlebt einen Tag oder ein Ereignis wieder und wieder und wieder. Der prominenteste Vertretet ist sicherlich „und täglich grüßt das Murmeltier“; aber schaut man sich Titel wie „Edge of Tomorrow“, „If only“ oder „12:01“ an sieht man schon daß man das Grundkonzept für verschiedene Filme und auch Genres taugt. Auch dieser hier fällt uinerwartet ernsthaft und sensibel aus, was wohl durch seine Herkunft begrtündet ist; es ist nämlich die Verfilmung eines Jugendbuches. Und es ist kein „mach alles richtig, dann wird alles besser“ Ding: ein junges Mädchens tirbt bei einem Unfall und erlebt ihren letzten Tag wieder und wieder und wieder – und erkennt dabei die zahlreichen Kleinigkeiten die ihr sonst entgangen sind, vor allem kleine Momente in denen sie SItuationen aus einer anderen PErspektive erfährt. Klar kommen dabei bekannte dramaturgische Effekte zum Einsatz und natürlich sind die Botschaften recht einfach (behandel jeden mit Respekt ect.) aber wenn sie wie hier so sensibel und einfühlsam vermittel werden und von so guten Darstellern getragen sind funktioniert das Ganze enorm gut. Ich wüßte keine wirkliche Zielgruppe für einen soclhen bzw. für gerade diesen Titel, lege ihn abre jedem ans HErz der es mag wenn seine Gedanken nach dem anschauen noch ein wenig in der Filmthematik verbleiben. Auch wenn das Ende relativ unbefriedigend daher kommt.

Fazit: Zwar absurde Story, aber sensibel und sehr einfühlsam vermittelt!

Rating: ★★★★☆

Das Ende ist erst der Anfang

Die Privatermittler Gilou (Bouli Lanners) und Cochise (Albert Dupontel) fahren durch die belgische Landschaft und sind auf der Suche nach einem Handy welches belastendes Material enthält. Dieses befindet sich in den Händen von Esther (Aurore Broutin) und Willy (David Murgia) die glauben noch etwas erledigen zu müssen bevor die Welt untergeht …

Als regelmäßiger Besucher von Sneak Previews ist es schon hart wenn ich einen Film als die bislang übelste Sneak Erfahrung bezeichne, aber dieser hier verdient es. Ich nahm es als Beleg daß während des Films gut das halbe Publikum aufstand und rausging, da wurde mir klar daß ich wohl nicht der Einzige war mit einem gewissen Problem mit diesem Machwerk. Wobei meine größte Schwierigkeit das Wetter war: der Film ist bei permanenter Bewölkung gefilmt, es sieht in jeder Einstellung grau, düster und hässlich aus. Die Herangehensweise eine Handvoll Personen zu zeigen und erst langsam zu enthüllen wer sie sind und in welcher Verbindung zueinander sie stehen find ich nicht grundlegend verkehrt, funktioniert hier aber ebensowenig: zum einen sind die Figuren meist unsympathisch und austauschbar, zum andern haben sie so wenig Charme und Charisma wie der restliche Film. Und die Verwicklungen die ihnen auferlegt werden wirken wie aus Versatzstücken von anderen Filmen abgeschrieben. Außer ein oder zwei netten Szenen am Ende stimmt hier wirklich garnichts – und es ist zu erwarten daß der Film an jedwedem Publikum unbemerkt vorbeiläuft.

Fazit: Bei der kruden Road-Movie Ballade stimmt einfach nichts!
Rating: ★☆☆☆☆

 

Sieben Minuten nach Mitternacht

Conor (Lewis MacDougall) lebt in England mit seiner Mutte rund ist sowohl privat wie auch in de Schule geschlagen: ein bösartiger Schläer bedrängt ihn beständig und seine Mutter liegt in den letzten Zügen einer schlimmen Krankheit. EInes nachts erwacht vor Conors Fenster um sieben Minuten nach Mitternacht ein merkwürdiges Baumwesen (Liam Neeson) zum Leben und beginnt ihm GEschichten zu erzählen die Conor helfen sollen …

Einer der Fälle wo Trailer und Film stimmig ineinander gehen: der Film ist wirklich so wie es die Vorschau vermittelt, gleichermaßen haut der Film keine entscheidenden Wendngen oder Spoiler raus. Wobei der Film ohnehin recht poltarm bleibt: eigentlich wird nur ein kleiner Junge ins Zentrum gestellt, dessen furchtbares Leben und Umfeld ausgeführt und dann geht der Film auf eine emotionale Reise durch das Seelenleben des Jungen sowie eines furchtbaren Abschiedsprozesses. Die Actionszenen sind dabei zwar von Transformers Größe, erfüllen aber einen gänzlich anderen Sinn und der Film rangiert in einer ständigen Grauszone zwischen Drama und Fantasy. Dabei muß man sich klar machen: dies ist zwar die Verflimung eines Jugenbuches, aber dennoch ein anspruchsvoller und bitterer Streifen der keinen Spaß macht, sondern zu Herzen geht und belastet. Mit einer grandiosen Besetzung und hoher emotionaler Wucht bietet der Film so eniges für denjenigen der sich drauf einlassen kann.

Fazit: Bewegendes Drama mit visueller Brillianz und hohen emotionalen Anteilen!
Rating: ★★★★☆

The Founder

Ray Kroc (Michael Keaton) ist ein erfolgloser Vertreter für Milkshake-Maschinen in Illinois. Eines Tages lernt er dabei die Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick McDonald (Nick Offerman) kennen und ist vom Konzept ihres Burgerrestaurants ungemein fasziniert bei dem der Kunde nur Sekunden auf seinen Burger warten muß. Gegen den Willen seiner Frau Ethel (Laura Dern) investiert Ray sein ganzes Geld in die Idee um McDonalds zum Erfolg zu machen …

Die Geschichte hitner den Burgern, bzw. hinter der Entstehung des Franchises: hier mu0 ich auch mal wieder blind glauben was mir der Film vorgibt, einfach weil ich die wahren Umstände nicht kenne. Trotzdem erscheint mir die Geschichte recht plausibel und auch sehr spannend. VOr allem der Anfang der etabliert wie das Konzept von FastFood überhaupt erfunden hat eine gewisse Faszination, wie eben das uns heute so vertraut wirkte Konzept ausgetüftelt und erreicht wurde. Im nächsten Schritt gehts dann darum wie aus dieser IDee die eigentlich zwei Brüder einfach nur für ihre eigene Firma wollten ein windiger Unternehmer die Große Marke gebastelt hat und dabei nicht wirklich nett und fair vorgegangen ist. Michael Keaton spielt diesen Antihelden und bringt den Zuschauer dabei leicht in einen Zwiespalt da er zwar engagiert und eifrigt erscheint und damit nichtmal schreiend unsympathisch, auf der anderen Seite aber eben Dinge tut die manipulativ und schräg sind. Der Film in dem er das tut funktioniert trotzdem in erster Linie als Unterhaltungsfilm in dem sich ein zwiespältiger Underdog an die spitze kämpft und dabei auch die Ellenbogen ausaführt. Wenn auch etwas überlang, ist der FIlm nette, ruhige und kurzweilige Unterhaltung, mit faszinierendem Blick auf etwas daß in unserem Alltag längst völlig etabliert ist.

Fazit: Interessant, kurzweilig und leicht verdaulich – sympathische Aufbereitung eines nicht erzählten Kapitels!Rating: ★★★★☆

Alle Farben des Lebens

Die New Yorker Teenagerin Ramona nennt sich Ray (Elle Fanning) und plant ihre Geschlechtsumwandlung. Mit dieser Entscheidung sorgt sie aber beie Mutter Maggie (Naomi Watts), ihrem biologischen Vater Craig  (Tate Donovan) und der lesbischen Großmuuter (Susan Sarandon) für einige Probleme …

Der Look ist bekannt und geradezu wohlig: der Film ist ein solcher New Yorker Independent Film der die Stadt nicht hip und ultracool ausschauen läßt, sondern eine herbstliche Atmosphäre mit Brauntönen erzeugt (ein ähnliches Beispiel war z.B. „Von der Kunst sich durchzumogeln“) und mit ständigem Einsatz von Pianomusik arbeitet. Das ist wie ein Stilmittel das man mögen kann oder eben nicht. Ansonsten ist der Film eine eigentlich handlungsarme Familienstory – man beobachtet einfach eine Zeit der Veränderung in einer restlos untypischen New Yorker Familie. Da geht es um Transsexualität, Homosexualität und eine sehr undgewöhnliche Form der Patchwork Familie. Ich kann jeden verstehen der sowas total langweilig findet, aber ebenso wenig kann ich Leute verdammen die dieser Filmart was entnehmen können. In diesem Fall ist es vielleicht noch speziell daß in der gezeigten Familie ein immenser Zusammenhalt und verständnis herrscht, so daß die gezeigten Konflikte nie zu einem Extrem werden. Aber trotzdem mit sensibel agierenden Darstellern und der eingangs genannten Indie Atmosphäre macht der Film sicherlich ein paar Leutge glücklich.

Fazit: Fokus auf eine ungewöhnliche Familie, in der angenehm schaubaren Form eines Independent Films!
Rating: ★★★☆☆

Amerikanisches Idyll

Seymour „Swede“ Levov (Ewan McGregor) lebt in den 1960er Jahren in Amerika, ist verheiratet mit Dawn Dwyer (Jennifer Connelly) hat mit ihr Tochter Merry (Dakota Fanning). Während des Vietnamkrieges tritt Merry einer Gruppe politisch motivierter Aktivisten bei und verschwindet nach einem Attentat spurlos …

Das Regiedebüt von Ewan McGregor – das ist keine Garantie für einen wirklich guten Film, aber doch ein Grund mal draufzuschauen. Und es ist ein Fall wo ich hinten und vorne nicht verstehen kann was McGregor gerade an diesem Skript so sehr gereizt hat das er es umsetzen wollte, aber gut, das muß ich nicht in Frage stellen. Ich kann aber offen zugeben daß es am Film zwar nicht wirklich was auszusetzen habe, aber ebenso wenig beeindruckt bin. Vielleicht liegt das auch daran daß ich allzu bittere und schmerzhafte Filme nicht so sehr mag und dieser Film ja eigentlich nichts anderes ist: eine Mischung aus Familiendrama und ein wenig Thriller, gemischt mit vielen Diskussionen und Überlegungen zu politischen Standpunkten. Dabei machen alle Darsteller einen guten Job, der Film ist ruhig und leise inszeniert – trotzdem fand ich es unangenehm ihn zu sehen daß es eigentlich nur Leid und Trauer bringt. Wer solche Filme mag wird hier sicher einen zufriedenstellenden Kandidaten finden – wer Unterhaltung sucht sollte diesen hier eher auslassen.

Fazit: Als Regiearbeit sehr gut, im Inhalt aber hauptsächlich zermürbend und deprimierend!
Rating: ★★★☆☆

24 Wochen

Die Kabarettistin Astrid (Julia Jentsch) ist zum zweiten Mal schanger als sie erfährt daß das werdende Kind einen schweren Herzfehler hat und vermutlich mit Down-Syndrom geboren wird. Fortan müssen Astrid und ihr Mann Markus (Bjarne Mädel) entscheiden ob das Kind zur Welt gebracht werden soll …

Das ist der geradezu furchtbare Nachteil wenn ein Film eine reale Situation sehr realitätsgetreu abbildet – es kann einem fast zu nahe gehen. Dieser hier ist so: es geht um ein Ehepaar die erfahren daß ihr noch ungeborenes Kind behindert sein wird – und es wird keine Dramaturgie gespannt. Es reicht schon diese doch sympathischen Menschen zu zeigen, in ihrer Ratlosigkeit, in ihrer Verzweiflung und wie sie mit den auferlegten Umständen überfordert sind. Obendrein erliegt der Film nicht einer plumpen Dramaturgie daß sich die beiden Hauptfiguren über den gegebenen Konflikt dramatisch entzweien – nein, sie streiten, aber es geht darum einen gemeinsamen Weg zu finden. Und der Film zeigt auf genaue Art und Weise die Behandlungsmöglichkeiten und klinischen Umstände der Situation. Kurz gesagt: zur Unterhaltung taugt das alles nicht, als unfassbar krasser und brutal schmerzhafter Blick auf eine furchtbare Situation ist der Film absolut überragend. Und wichtig.

Fazit: Unerträglich lebensnah und auf grausame Weise glaubhaft – dichter kommt Kino an die Realität kaum ran!
Rating: ★★★★☆

Denial – Verleugnung

Die amerikanische Universitätsprofessorin Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz) ist Expertin für das Thema Holocaust und wird eines Tages vom britischen Buchautor David Irving (Timothy Spall) wegen Verleumdung anklagt da sie ihm vorwirft den Holocaust zu leugnen. So beginnt ein schmerzhafter Gerichsprozess bei dem Deborah vom unkonventionellen Anwalt Richard Rampton (Tom Wilkinson) unterstützt wird …

Wieder mal ein realer Fall von dem ich so nichts gehört habe, vielleicht aber auch weil mir die Grundsituation so absurd vorkommt: ein Kerl stellt sich hin und behauptet daß der Holocaust nie stattgefunden hat und bekommt diese Behauptung durchgeboxt bis in einen großen Gerichtsprozeß. Wobei ich den daraus resultierenden Film gleich auf zwei Ebenen sehr wertvoll finde: zum einen weil er sich mit dem Dritten Reich und der Holocaust Thematik befasst, zum anderen weil er einen Antagonisten präsentiert der sich aus den ihm gezeigten und gegebenen Beweisen immer nur rausnimmt was ihm passend erscheint und den Rest gerne mal verschweigt und „wegdrückt“ – was mit sehr bekannt vorkommt wenn ich manche Politiker argumentieren und reden höre. Als Film zur Unterhaltung ist dies sicherlich nicht allzu geeignet, es ist aber die Art von Film die sich Geschichtslehrer aufgreifen um sie im Unterricht zu zeigen. Dazu ist er optimal geeignet.

Fazit: Ruhiges Gerichtsdrama mit hoher Bedeutung und schlimmer Hintergrundthematik!
Rating: ★★★★☆

Gold

Im Jahre 1988 hat Kenny Wells (Matthew McConaughey) die von seiner Familie gegründete Washoe Mining Corporation beinahe komplett ruiniert und flüchtet sich in den Alkohol. Dann hat er eine Vision über eine unfassbare Goldmine und gewinnt den Geologen Mike Acosta (Édgar Ramirez) für eine Scuhe danach. Tatsächlich werden sie fündig und Kenny steigt stetig auf – wird aber von ständigen Rückschlägen getroffen …

Wie so oft: ein Film der eine wahre Geschichtge erzählt von der ich selber nie etwas gehört habe. In diesem Falle die Aufstieg und „Fall“ Story von Kenny Wells, einem Bohrfachmann der in den 80er Jahren auf die Suche nach einer Goldmine geht und mit Hilfe eines engagierten Partners in der Tat fündig wird. Das folgende Spiel ist ein stetiges Auf und Ab; auf jeden Erfolg folgt ein krasser Rückschlag, auf jeden Sieg eine Niederlage und mehrfach glaubt man die Geschichte sei nun am Ende bevor es dann doch noch eine Wendung gibt. Das alles gibt sich passabel unterhaltsam, Hochspannung ist zwar nicht gegeben, aber stetiges Interesse. Dazu kommt eine überragende Darstellung von McConaughey, der sich bewußt 45 Pfund angefressen und den Kopf rasiert hat um so gut es geht häßlich und und unattraktiv zu wirken – Mission erfüllt. Sollte es die Motivation gewesen sein mal wieder in Oscardimensionen zu landen ist der Film klar gefloppt – als interessantes Drama einer Freundschaftg und einer unbeirrbaren Leidenschaft ist der Film absolut in Ordnung.

Fazit: Unterhaltsames Drama mit viel Energie von McConaughey!

Light between Oceans – Liebe zwischen den Meeren

Tom Sherbourne (Michael Fassbender) kämpfte einst im ersten Weltkrieg und ist nun Leuchtturmwärter auf Janus Rock in Australien. Seine selbst gewählte Einsamkeit endet als er auf  Isabel Graysmark (Alicia Vikander) trifft und sie heiratet. Das Paar findet eines Tages ein Kind und nimmt es bei sich auf – bis die wahre Mutter des Kindes auf der Suche danach bei ihnen auftaucht …

Kummer, Schmerz und Depressionen – der Film. Solche Titel gibt es dann und wann mal, die eigentlich eine Geschichte von Liebe und Heilung erzählen, aber dann durch eine entsprechende Wendung in ein unerträgliches Gefühlsding münden. Dieser hier ist auch so: mit seiner zwar sehr naturverbunden Kulisse ist der Film vielleicht lebensbejahend, seine farbreduzierte Bildwahl läßt ihn aber gleich einige Töne dunkler und deprimierender erscheinen. Des weiteren ist die Handlung zunächst eine Liebesgeschichte die aber in ein sehr brutales Drama kippt in dem nicht nennenswert sympathische Figuren Dinge tun die man zwar verstehen kann, aber trotzdem schlimm findet. Und wenn dann nachher die Emotrionen hoch kochen wird es die geben die gespannt mitfiebern und die welche gelangweilt nebenher am Smartphone herum spielen – wer aber zur ersten Kategorie gehört ist am Ende sicherlich recht zufrieden.

Fazit: Harter Herz-Schmerz Streifen der trotz Lovestory Anteilen relativ deprimierend ankommt!
Rating: ★★★☆☆