Archiv der Kategorie: Drama

Molly’s Game

Skifahrerin Molly Bloom (Jessica Chastain) muß nach einem Unfall die Olypia Pläne aufgeben und beendet ebenso ihr Jurastudium. Letztlich endet sie beim Underground-Poker und beginnt in dieser Szene illegale Wettbewerbe zu organisieren. Dies führt sie letztlich in juristische Schwierigkeiten …

Ich gebe offen und ehrlich zu wenn mich ein Film überfordert und das ist hier leider passiert, zumindest wenn man in die inhaltlichen genaueren Details geht. Die Rahmenhandlung ist klar: eine junge Skiläuferin beendet ihre Karriere nah einem Unfall, gerät durch Zufall in die Untergrund Pokerrszene und steigt dort über Jahre zu einer großen Nummer auf, wird dann irgendwann einkassiert und sitzt nun bei einem Anwalt dem sie die Ereignisse schrittweise darlegt. Wo es mich dann rausgehauen hat sind die Fachbegriffe: sei es beim Pokern oder aber den Geschäfftien und Tricks welche die Hauptfigur abzieht, sei es die Vielzahl an Personen die relevant sind … ich weiß es nicht, aber mir wurde es irgendwann zu viel. Obendrein: die Dialoge und Spitzen, ebenso die Inofrmationen kommen mit unfassbarem Tempo so daß man recht schnell überreizt sein könnte. Muß nicht jedem so gehen, ging aber mir so. Aber ich bin trotzdem ganz positiv eingestellt: zum einen durch das brilliante Spiel der Darsteller, des weiterem daß dem Publikum ein solcher Titel überhaupt noch zugetraut wird. Insofern: wer bIographien, Poker oder einfach nur scharfzüngige Dialoge mag kann definitiv mal einen Blick riskieren!

Fazit: Rasantge Biographie die einen Informationsgehalt besitzt der an Reizüberflutung grenzt!

Die Verlegerin

Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) übernimmt in den siebziger Jahendas Unternehmen ihrer Familie – die Washington Post. Schnelk merkt sie was dieser Job mChefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) und sein Reporter Ben Bagdikian (Bob Odenkirk) erhalten brisantes Material über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg enthalten. Kay muß einen Weg finden ihrer journalistischen Verantwortung gerecht zu werden, aber auch die Zeitung nicht zu ruinieren …

So’n Oscarfilm halt: Regie Steven Spielberg, Tom Hanks und Meryll Streep in den Hauptrollen, letztere für einen Oscar nominiert, und einen realen Fall schildernd … joa, wie zu erwarten war, nur daß man früher den werten Steven sicherlich auch noch nominiert hätte. Den merkt man auf angenehme Weise: die erzählweise ist ruhig, konzentriert, ohne falsche Schaueffekte und die Bildsprache ist ebenfalls sehr ruhig (es gibt eine Szene in der Hanks und Streep zusammen frühstücken und dabei bleibt die KAmera länger starr). Über den realen Hintergrund kann ich wenig sagen, kriege aber einen ganz plausiblen und nachvollziehbaren Eindruck der Ereignisse. Allerdings in einem Film der nur aus Dialogen besteht, von Anfang bis Ende ist dies ein Titel über Menschen in Büros oder schicken Häusern die einfach nur miteinander reden; und insbesondere in er ersten Stunde läuft vieles nebenher und man weiß garnicht was eigentlch Sinn und Zweck sein soll, vor allem das Streeps Figur zwar als Mittelpunkt präsentiert wird, sie aber eigentlich nur eben am Ende die schicksalshafte Entscheidung zu treffen hat und davor sehr zurückhaltend und sparsam auftritt. Dafür spitzt sich die Lage (und die Erzählweise) zu wenn es denn dann in der zweiten Hälfte auf eben den Tag der Veröffentlichung geht. Trotzdem: den Film dürfte nur ein eingeschränktes Publikum interessant finden, für sich genommen ist es aber ein hochkarätig inszeniertes und gespieltes Drama das sehr wohl seine Berechtigung hat. Aber nicht unbedingt in Oscar Dimensionen unterwegs sein muß

Fazit: Redselig und in der esten Stunde etwas zerfranst, dafür aber später mit spannenden Momenten und Dialogen!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=KWqsvB7GxNg

Tulpenfieber

Der wohlhabende Kaufmann Cornelis Sandvoort (Christoph Waltz) ist auf dem Sektor des Tulpenhandels sehr aktiv. Dann aber beginnt seine Frau Sophia (Alicia Vikander) eine Affäre mit dem Maler Jan Van Loos (Dane DeHaan) und versucht mit einer wertvollen Tulpenzwiebel das Geld für eine Flucht zusammen zu bekommen …

Ich glaube solche Filme werden nur aus einem einzigen Grund gedreht: wegen den Szenen in denen jemand weg will, jemand anders hält ihn zurück, die kamera fährt dabei schnell heran und die Gewänder flattern so spektakulär, eine solche kurze Sequenz gibts dann auch hier. Aber auch ansonsten hat der film einiges was für ihn spricht, gut erlesene Darsteller und eine nette Schmachtgeschichte, aber auch eine glaubwürdige Schilderung der Zeit in der er spielt. Zum Ende hin hat mich vor allem das verhalten einer Hauptfigur positiv überrascht. Was ich hingegen garnicht verstehen kann ist diese unfassbare Faszination für Tulpen die hier allem zu Grunde liegt, das mag natürlich auch an der Zeit liegen oder aber daran daß ich einfach keinen grünen Daumen habe? Ich weiß nicht. Letztlich: Emilia Clarke steigt wieder einmal vom Drachen ab und in eine ganz andere Rolle in der sie sich bestens bewährt, da ist auch viel Potential für die Zukunft.

Fazit: Ziemlicher Schmachtfetzen mit bitteren, aber auch versöhnlichen Momenten, nicht so altbacken wie er aussehen könnte!
3

No Way Out – Gegen die Flammen

Feuerwehrmann Eric Marsh (Josh Brolin) ist zwar ein Profi im Job, im Privatleben hat ert aber ständig Konfrontationen mit seiner Frau Amanda (Jennifer Connelly). Eric plant mit seinem Kollegen Steinbrink (Jeff Bridges) eine Crew die auf Waldbrände spezialisiert ist und nimmt auch Brendan McDonough (Miles Teller) dazu. Ein Einsatz auf dem Yarnell Hill wird zu einem tödlichen Desaster …

Die Verfilmung eines Vorfalls der in der Realität komplett an mir vorbeigezogen ist, nämlich das tragische Eingreifen einer Feuerwehrtruppe bei einem spektakulären Waldbrand im Jahre 2013. Aber der Film geht erst im letzten Stück darauf ein und erzählt vorher aufwendig die Betroffenen. er zeigt wie ein engagierter Feuerwehrmann aus seiner Mannschaft ein Eliteteam formt, charakterisiert dabei die einzelnen Figuren und bleibt dabei durchweg glaubwürdig. Das kommt auch durch kleine Zwischenfälle die in der Realität denkbar, in einer Fillmdramaturgie aber eher störend sind, z.B. ein beiläufiger Unfall einer Nebenfigur der für die Haupthandlung eher unbedeutend erscheint. Aber der Effekt funktioniert: wenn man den Leuten anch anderthalb Stunden auf den scheußlichen Einsatz folgt hat man das Gefühl sie gut zu kennen, empfindet wirklich Mitgefühl und Anteilnahme für das was ihnen blüt- Und wenn die Action passiert wird es auf der Leinwand geradezu siedend heiß. Man kann dem Film vorwerfen daß er einen Tick zu lang sei, aber die emotionale Wucht, insbesondere beim Finale, bleibt ungebremst.

Fazit: Hartes Action-Drama das in der ersten Hälfte mehr portraitiert.
Rating: ★★★☆☆

Their Finest – Ihre beste Stunde

Im Zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole (Gemma Arterton) beauftragt dem Drehbuchs eines Propagandafilms eine weibliche Note zu verpassen. Damit fällt sie dem Filmemacher Tom Buckley (Sam Claflin) auf mit dem sie recht bald engagiert am Filmprojekt arbeitet während drumherum der Krieg tobt …

Dieser Film fällt anders aus als der Trailer ihn mir versprochen hat: teilweise eine liebe, britische Komödie mit kauzigen Figuren, teilweise ein scheußliches Kriegsdrama. All das ist zwar letztlich drin, aber eigentlich ist der Film weder richtige Komödie noch Kriegsdrama sondern ein recht eigensinniger Titel der am ehesten als Mediensatire funktioniert. Grundlegend hat er einen sehr warmen, angenehmen Ton, mit den tollen Darstellern auch ein paar markante Gesichtern und kauzige Rollen, ebenso bringt er in etlichen Momenten sehr bittere und schmerzhafte Augenblicke. Daher kann ich ihn nicht gut erfassen, sehr wohl aber sagen daß die Mischung soweit stimmt und man sehr wohl mal einen Blick riskieren kann und sollte.

Fazit: Merkwürdiger Mix zweier Grundtöne, am Ende aber sehr warmherzig und anschaubar und auch emotional!

Rating: ★★★★☆

Fifty Shades of Grey – Befreite Lust

Anastasia Steele (Dakota Johnson) und der besitzergreifende Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) heiraten – doch die Liebe der beiden wird auf schwere Proben gestellt. Dazu zählt eine ungeplante Schwangerschaft und unerfreuliche Namen aus der Vergangenheit; so wie Elena Lincoln (Kim Basinger) und Anastasiasehemaligem Vorgesetzten Jack Hyde (Eric Johnson) der Christians Schwester Mia Grey (Rita Ora) entführt…

Das große Finale? Wovon? Man hatte noch einen dritten Buch und macht daraus einen Film, der Kohle halber. Allerdings hatte schon Teil zwei klar belegt daß man hier eigentlich nicht viel zu erzählen hat und das Herzstück der Buchvorlagen, eben seitenlange , endlos ausgewalzte Sexszenen nicht so in die Filmvariante übernommen werden konnten. Und ebenso wie Teil 2 dümpelt der dritte relativ zahnlos vor sich hin, packt eine Groschenroman taugliche Thrillerstory an den Rand und dazwischen wahlose Szene von schicken Menschen in schicken Klamotten die in schicken Umgebungen rumsitzen oder laufen, schön in Urlaub fahren und viel belangloses Zeug quatschen. Die Sexszenen, mit der entsprechenden Musikunterlegung haben so eigentlich garkeine Wirkung und sind nur zum Lächeln, ebenso wie der restliche Film. Kann man als Abschluß der Serie zwar schauen, merkt aber daß es nur ein belangloser Schwall heiße Luft ist.

Fazit: Schick bebildert, aber inhaltlich komplett verzichtbare Beendung des Franchises

Gifted – Begabt – Die Gleichung eines Lebens

Frank Adler (Chris Evans) hat seine Nichte Mary (Mckenna Grace) großgezogen und wird von ihrer Lehrerin Bonnie (Jenny Slate) angesprochen daß Mary hochbegabt ist. Frank möchte ihr den damit verbundenen Streß ersparen und lehnt weitere Schritte ab, wodurch er aber Ärger bekommt mit seiner eigenen Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) …

Das muß Chris Evans vorsichtig sein: seine markante Rolle als Captain America köntne dazu führen da er nur noch damit assoziiert wird und er dann keine anderen Parts mehr erfüllen kann. Titel wie dieser hier sind dabei aber ein guter Weg: ein sanftes, kleines Drama bei dem er als grundanständiger Kerl auftritt der ein kleines Mädchen verteidigt. Nicht mit Gewalt, aber eben indem er einem hochbegabten Kind von dem ehrgeizige Menschen zu viel verlangen beisteht. Ich fand es etwas schade weil der Film für mich zwei Themen gleichzeitig abhandelt: auf der einen Seite eben die Geschichte eines hochbegabten Kindes daß nur eine normale Kindheit will, auf der anderen Seite eine Storyline um eine wissenschaftliche Entdeckung die mit Gewalt gemacht werden muß. Und auch wenns zusammengehört finde ich das erste Thema toll und das zweite zu erzwungen. Trotzdem funktioniert der Film, mit netten Figuren und einer recht absehbaren Dramaturgie, dabei aber viel Herz. Ich seh zwar immernoch vorrangig Captain America in der Hauptfigur, aber noch Potential sich davon zu lösen.

Fazit: Kleines Drama mit nicht so stimmigem Nebenplot, aber solide und mit Herz aufbereitet!
Rating: ★★★☆☆

I, Tonya

Tonya Harding (Margot Robbie) wächst unter ärmsten Umständen und der Fuchtel ihrer bösartigen Mutter LaVona Golden (Allison Janney) auf. Ihr einziger Halt ist ihre fanatische Leidenschaft fürs Schlittschulaufen, wo sie aber mit ihrem ungehobelten Auftreten stets aneckt, ebenso gerätdie mit ihrem Mann Jeff (Sebastian Stra) zum totalen Alptraum. Obendrein wird ihre größte Konkurrentin bei einem Turnier attackiert …

Eikunstlauf ist nicht wirklich ein Thema das mich interessiert, und die Biographie einer Läuferin deren Schwerpunkt in den 80er Jahren liegt ist erst recht nicht fpr mich. Der Fall von Tonya Harding ist dann aber doch etwas spezieller wegen eben einer Sache die im Film den Titel „Der Vorfall“ erhält: kurz vor einem Wettkampf wurde ihrer Kontrahentin das Knie zertrümmert und vermutlich wurde der Täter von Hardings Mann bezahlt und das mit ihrem Wissen. Um eben jenes, ob die Frau den Titel „Die Eishexe“ zu Recht bekam und wer sie eigentlich ist geht der Film und geht dabei merkwürdig vor. Hauptsächlich wird anhand von nachgespielten Interviews alles gezeigt und dann eben zwei Drittel lang gezeigt wer Tonya war und wie sie zum Eisläuferstar wurde bevor es im letzten Drittel dann eben um den „Vorfall“ geht und wer dort wie mit drin verheddert war. Leider kann der Film die Energie die er am Anfang aufgebaut hat nicht weiter transportieren, interessant bleibt der Film dennoch. Insbesondere ist es ein Darstellerfilm bei dem die Mitwirkenden auf Oscarkurs sind und der einen merkwürdig witzigen und humorigen Grundton bei allem anschlägt. Kann man mal versuchen, muß man aber nicht …

Fazit: Verliert im letzten Drittel leider an Drive, kann sich soweit aber denoch sehen lassen!

Jahrhundertfrauen

Dorothea Fields (Annette Bening) macht sich große Sorgen um ihren noch jungen Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann), der sich fragt was für ihn wahre Männlichkeit ausmacht. Dorothe bittet Fotografin Abbie (Greta Gerwig) und Julie (Elle Fanning) die den jungen Mann mit ihren Weltbildern sehr verwirren …

Dies stellt einen Fall dar wo ichs zwar versucht habe, aber zu keinem Zeitpunkt wirklich Einstieg in die Story gefunden habe: ich habe eine sehr glaubhafte Darstellung der 70er Jahre gesehen, ein paar Frauenfiguren die irgendwie versuchen das Richtige zu tun und eben reihenweise bekannte Dramadarstellerinnen die sich echt Mühe geben. Ich las obendrein in einer anderen Kritik daß der Regisseur in diesem Film quasi ein Denkmal für seine Mutter setzt und das der Film die damalige Zeit sehr authentisch nachstellt und der Film daher einen besonderen Reiz hat für Leute die eben damals dabei waren. Das mag sein, aebr schließ mich völlig aus 🙂 Darum denke ich daß man durchaus viel an diesem Titel entdecken kann, ich selber konnte es leider nicht. Rate aber jedem mal einen Blick zu riskieren.

Fazit: Soweit ichs bemerkt habe: ein Frauenfilm 🙂

Rating: ★★★☆☆

Der wunderbare Garten der Bella Brown

Bella Brown (Jessica Brown Findlay) wuchs in einem Waisenhaus auf und wird als Erwachsene Bibliothekarin. Als ihr grantiger Nachbar Alfie Stephenson (Tom Wilkinson) ihr Ärger macht wegen ihrem vernachlässigten Garten muß sie wohl oder übel unter dessen Anleitung den Garten wieder herrichten …

Keine sonderlich neue Sache: kauzige, eigensinnige junge Frau die mit der ganzen Welt nicht klarkommt wird gezwungen etwas zu tun was sie nicht will oder kann, in diesem Falle eben das Instandsetzen eines Gartens, findet dabei einen väterlichen Mentor und auch irgendwo zu sich selbst. Ein kleiner, feiner britischer Film der eben denjenigen die genau sowas sehen wollen auch entsprechendes Material liefert, mit nettem Humor, liebenswerten und schrulligen Figuren und einer dosierten Mischung aus Herz, Humor und Tragik. Eigentlich also nichts dran zu beklagen, mir hats trotzdem nicht sonderlich gefallen oder zugesagt, vielleicht weil sich der Film auf diesen vertrauten Bahnen und Pfaden viel zu erzwungen angefühlt hat? Keine Ahnung, sollte jeder den es interessieren mag mal einen Blick drauf werden. Mit 88 Minuten ist er dabei auch angenehm kurz.

Fazit: Frau findet sich bei Gartenarbeit wieder – harmlos, gefühlvoll und irgendwie sehr bekannt!

Rating: ★★★☆☆