Archiv der Kategorie: Animation

Sausage Party – Es geht um die Wurst

In einem idyllischen Supermarkt leben die Nahrungsmittel in Harmonie und Frieden und sind der festen Überzeugung daß sie in ein glückliches Jenseits kommen wenn sie erst einmal gekauft und Mitgenommen werden. Das Würstchen Frank jedoch kommt hinter die grausame Wahrheit das Lebensmittel von Menschen gegessen werden – und versucht verzweifelt alle anderen zu warnen …

Hier hat mal wieder der Trailer etwas ganz anderes versprochen als es der fertige Film dann am Ende liefert. Der Trailer ließ es nach einer spannenden und witzigen Splattercomedy im Look eines Kinderfilms aussehen in dem fröhliche Lebensmittel erkennen daß Menschen sie in Wahrheit nur verspeisen wollen und fortan auf der Flucht sind. Die gleichermaßen grausame wie witzige Szene in der das passiert ist natürlich im Film drin, trotzdem sind die gesetzten Schwerpunkte restlos anders. Es ist eine Art Fabel über die Welt und die Gesellschaft, die Welt des Supermarkts stellt die reale Welt dar und es wird mit einer endlosen Kreativität eine Welt erschaffen in der alle Nahrungsmittel entsprechende Abbilder der Realität sind und es wird dabei satirisch großartig überhöht. Dadurch verliert der Film endlos viel Zeit in eben einer anderen Handlung als sie der Zuschauer erwartet, der ware Schocker liegt aber in einem anderen Punkt: es ist bei Seth Rogen Normal wenn mal was zotig wird oder unter die Gürtellinie geht, aber die absurde Anzahl unwitziger und größtenteils unnötiger Sex-Jokes die dieser Film enthält rauben einem wirklich den Atem. Ich selber war dafür wohl nicht humorresistent genug, ich fands nur albern und oftmals geradezu peinlich!

Fazit: Lustige Idee die aber in andere Richtungen geht als erwartet und unfassbar unter die Gürtellinie anstrebt!
Rating: ★★☆☆☆

Pets

Ein Blick auf das Leben New Yorker Haustüre, in der Zeit in der ihre Besitzer nicht da sind. So auch auf den Hund Max der seine Herrin Katie über alles liebt. Als diese jedoch den ungehobelten Hund Duke anschleppt ist Max nur noch bemüht den unliebsamen Neuzugang wieder loszuwerden …

Hier stellt sich für mich die Frage ob man einen Trailer auch merklich zu früh raushausen kann: die ersten Ankündigungen zu „Pets“ gabs bereits ein Jahr vorraus, als „Bonus“ und Ergänzung zum Minions Film und natürlich war der besagte Trailer ungemein niedlich, weckte aber auch (gerade wenn man ihn über einen so langen Zeitraum immer mal wieder schaut) große Erwartungen. Und diese werden je nachdem nicht erfüllt: zum einen hat der Film nämlich ein falsches Marketing: laut Trailer und auch Plakat und Ankündigung soll es darum gehen daß der Film lustig zeigt wie Tiere den Tag verbringen während ihre Herrchen und Frauchen nicht daheim sind. Das tut der Film dann auch – aber nur in den ersten paar Minuten. Danach kippt das Ganze in eine relativ normale, gängige Story wie man sie in Animationsfilmen eben einsetzt: zwei niedliche Kontrahenten die sich durch ihren Streit in eine kritische Lage bringen und zu einer turbulenten Tour durch New York aufbrechen während andere versuchen sie zu retten. Diese relativ Gagreiche Story wird mit atemberaubender Technik und sympathischen und niedlichen Figuren erzählt, weswegen man eigentlich kaum was zu meckern hat. Allerdings: andere Animationsstreifen wie „Zoomania“ und „Alles steht Kopf“ brachten es fertig eine lustige Geschichte zu erzählen und dabei auch ernsthafte Elemente sowie Tiefgang einzustreuen. Das geht diesem hier komplett ab. Wer also einfach eine technische Breitseite haben will für die Augen und kurzweilig was zu lächeln macht hier sicherlich nichts falsch.

Fazit: Beeindruckendes Spektakel mit lustiger, aber recht oberflächlicher Story und niedlichen Figuren
Rating: ★★★★☆

Ice Age – Kollision Voraus

Bei einer Jagd von Scrat auf eine Eichel entdeckt das Tier ein im Ufo festgesfrorenes Ufo und aktiviert es. Ungewollt löst er dadurch einen Asteroidenschauer aus der droht die Erde zu treffen – und dort sind auchMammut Manny Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego fortan auf der Flucht …

Und es wird weiter gemolken, immer weiter … und so hat Blue Sky nun ihr füntes „Ice Age“ Abenteuer raus. Dabei sollte von Anfang an klar sein daß hier nicht mit einem richtigen Film bzw. einer ordentlich erzählten Geschichte zu rechnen ist. Statt dessen geht’s hier nur darum die vertrauten Charaktere aufmarschieren zu lassen und unter einer Alibihandlung einfach nur lustige, sketchähnliche Momente ablaufen zu lassen. Das geschieht dann hier, aber in total absurder Weise: das Hörnchen Scrat rast (völlig unpassend) bereits in den ersten Momenten mit einem Raumschiff Richtug Weltall davon und löst einen Meteoritenschauer aus der nun die Welt zerstören könnte. Der Film zeigt dann auf der Erde wie die bekannten Tiere versuchen die Katastrophe abzuwenden und zappt dabei immer wieder ins Allszenario bei dem Scrat wieder und wieder in Situationen gerät die bekannte und berühmte Science Fiction Filme nachstellen. Da sind dann in der Tat einige nette und sehr amüsante Momente bei, aber das reicht bei weitem nicht um dem Film 15 Euro an der Kinokasse in den Pott zu werden. Der völlig belanglose Film hat zwar eine schöne Optik, aber den unschönen Geschmack nach Geldmelken mit Gewalt.

Fazit: Ein paar kleine Gags sitzen, insgesamt ist die Nummer aber durchweg plotarm und reiner Selbstzweck!
Rating: ★★☆☆☆

Angry Birds

Red war schon als Kind ein Außenseiter und neigte zu schweren Wutausbrüchen so daß er an einem Anti-Aggressions-Kurs teilnehmen muß.verdonnert wird. Durt lernt er Chuck und Bomb kennen mit denen er sich auf ein Abenteuer einläßt: eine eigenartige Gruppe aus grünen Schweinen stielt Eier mit Nachwuchs von Reds Insel und dieser geht mit seinen Freunden auf die Suche nach den Kindern …

Ich bin manchmal wie abgekapselt von der Welt: ich hatte den Namen bzw. die Bezeichnung „Angry Birds“ zwar schon mal gehört und dann irgendwann mitgekriegt daß es ein Handyspiel ist, aber trotzdem kein Stück Ahnung davon. Das heißt, im letzten Drittel wenn sich die Vögel mit einem Katapult auf die feindliche Stadt der grünen Schweine abschießen und versuchen so viel Schaden wie möglich anzurichten spielen sie im Grunde nur das Spiel nach, ich habs einfach für einen Showdown gehalten. Für den Showdown eines Films der mit auf fast ganzer Linie nicht zugesagt hat: klar, die Animation ist toll und wunderbar anzusehen, aber ein solcher Film käme ja schon garnicht mehr in ein Kino wenn eben der technische Part nicht ausreichend wäre. Manche Gags sind sehr passend und obendrein sitzen die deutschen Synchronstimmen außerordentlich gut, insbesondere Axel Steins Figur wirkt als sei sie nur für ihn animiert. Was einfach fehlt ist irgendeine emotionale Bindung an die Figuren: man kann zwar über sie lachen, man fühlt aber nicht mit ihnen mit. Daher ist der Film langgezogen und wenig interessant da man einfach nur eine Gagrevue ohne lohnende Figuren guckt. Im Grunde könnten alle Figuren tolle Sidekicks sein – aber kaum einer taugt als tragende Figur.

Fazit: Toll anzusehen und mit vielen guten Jokes, aber irgendwie fehlt jede emotionale Bindung an die Figuren
Rating: ★★☆☆☆

Kung Fu Panda 3

Kung Fu Panda Po trifft endlich auf seinen Vater Li und wird von diesem in seine Heimat mitgenoommen, einem entlegenen Dorf in dem noch zahlreiche andere Pandas leben. Der Frieden dort wird aber empfindlich gestört als der bösartige Kai (J.K. Simmons) auftaucht und plant alle Kung-Fu Meister zu vernichten …

Bin ich der richtige um diesen Film zu kommentieren? Ich sehe es nicht so. Schlciht und ergreifend weil ich die ersten beiden zwar gesehen habe, aber schon vor Urzeiten und kein Stück mehr wirklich präsent hatte. Das bedeutet: mal abgesehen vom dicken Panda hatte ich auch die ganzen Nebenfiguren nicht mehr präsent die hier und da durchs Bild hüpfen und der Umstand eines nostalgischen „Wiedersehens“ war so nicht gegeben. Ansonsten hab ich einen braven und soliden Animatonsfilm gesehen, technisch auf sehr hohem Niveau, inhaltlich auf logischen und absehbaren Bahnen ohne nennenswerte Besonderheiten. Ob man das so toll finden kann daß der Held bei Bedarf seine Gegner verkloppt sei mal dahin gestellt, vor allem wenn man Kind ist. Aber ich glaube daß kleine Zuschauer sich an solchem Zeug nicht wirklich stoßen oder stören, sondern einfach nur Späßchen an der knuddeligen Hauptfigur haben wollen. Und dafür sollen die Voraussetzungen definitiv ausreichend sein.

Fazit: Solider Kinderfilm der inhaltlich n Ordnung geht, aber kaum Neues aufbringt.
2 Punkte

Arlo & Spot

In einer Welt der Dinosaurier gab es niemals den Einschlag eines Meteor, so daß die Urtiere noch die Welt bevölkern. Eines Tages fliegt der ängstliche Arlo in einen Fluß und ist weit von seiner Familie entfernt. Bei der Suche eine Rückweges wird er vond em Menschenjungen Spot begleitet …

Was für ein Ärgerniss: da beleben Pixar mit dem grandiosen „Alles steht Kopf“ meinen Glauben an gute Animationsfilme und reißen es direkt mit diesem hier wieder ab. Wobei ich es wirklich schade finde da die Hauptfigur, der liebenswürdige und schüchterne Dino Arlo wirklich so süß ist daß einem das Herz aufgeht – aber leider bleibt der putzige Arlo das Einzige nennenswerte, zumindest inhaltlich. Da bewegt der Film sich vollständig auf vertrautem Grund, schickt seinen Helden mit einem netten Begleiter auf einen ausufernden Tripp in die Wildnis bei dem nicht nur zwei eigentlich nicht passende Figuren lernen zusammenzuwachsen, sondern eben auch alle üblichen und möglichen Katastrophen und Probleme auftauchen. Warum mir dieses Endergebnis so vollständig nicht zusagt kann ich eigentlich nicht sagen, da der Film in seiner perfekten Animation ein totaler Augenschmaus ist. Doch das Feeling stimmt halt einfach nicht, es wirkt so gewollt und künstlich und strahlt kaum die benötigte Wärme aus. Und die Geschichte rund um den Tod einer Vaterfigur könnte direkt mit Copy und Paste aus dem „König der Löwen“ genommen sein. Insofern: ganz kleine Kinder werden sich sicherlich nicht beschweren, das wars aber auch schon.

Fazit: Zwar technisch absolut hochwertiger, inhaltlich aber sehr schlapper Animationskäse der maximal ganz junge Zuschauer erfreut
Rating: ★★☆☆☆

Zootopia – Zoomania

In der utopischen Großstadt Zoomania leben Tiere aller Art zusammen. Auch die vom Land kommende Häsin Judy zieht es dorthin um als Polizistin dort zu arbeiten. Nach einem unglücklichen Einstand wird Judy beauftragt innerhalb kurzer Zeit eine vermisste Person wieder zu finden. Ihre einzige Hilfe ist ausgerechnet der listige Fuchs und Trickbetrüger Nicholas …

Animationsfilme wurden durch „Alles steht Kopf“ auf ein neues, großartiges Niveau gehievt – da kommt auch diese Geschichte hier nicht ran. Nichts desto trotz hat man hier einen Film der nahezu alle Stärken des Erstgenannten ebenso besitzt: der Film ist technisch auf unglaublichem Niveau, zeigt mit einem sonnigen und klaren Bild eine utopische Welt und entführt den Zuschauer perfekt dorthin. Die Filmstadt ist voller interessanter, cleverer und vielschichtiger Details und eine großartig konstruierte filmische Welt. Die Figuren sind herzlich, liebenswert und funktionieren perfekt und die Story ist ein grundsolider Krimiplot dessen Auflösung vielleicht etwas dürftig ausfällt. Aber in Tateinheit mit so viel Spaß, sitzenden Gags und dem Umstand daß es hier niemals platt wird oder unter die Gürtellinie geht kann man diesen Film nur abfeiern: ein großer und kluger Spaß der als Film für Eltern ebenso funktioniert wie als Film für Kinder.

Fazit: Technisch überragend, inhaltlich solide und absolut spaßig – großartiges Ding!
Rating: ★★★★☆

Hotel Transsilvanien 2

Graf Drakula hat seine eiserne Regel nach der er nur Monster in seinem Hotel beherbergt  aufgehoben so daß er nun auch regelmäßig menschliche Gäste hat. Während so das Geschäft boomt plagen ihn jedoch private Probleme – u.a. mit seinem Enkel Dennis und dem anstehenden Besuch seines Vaters …

Ich hab den Erstling gesehen, aber danach nie wieder und irgendwie ist er wohl in der Masse der konsumierten Filme restlos untergegangen. Sprich, ich erinnerte mich noch lose an die Hauptfigur und da endete es. Machte aber nichts da der Film die Sache erstklassig angeht: er läßt reihenweise Figuren aus Teil 1 aufmarschieren, gemischt mit neuen und drückt den ganzen eine familiengerechte Story auf. Klar, die eigentliche Nummer hätte mit anderen Figuren auch ebenso gut funktionieren können, es klappt mit diesen hier aber vorzüglich. Und die deutsche Synchro bietet zum Ende hin noch ein Highlight wenn Didi Hallervorden als Graf Dracula einen ganz tollen Auftritt abliefert. Letztlich ist dies ein Kommerzprodukt, aber eines das Kinder gut unterhält und den man auch als Erwachsener ordentlich anschauen und „aushalten“ kann.

Fazit: Durchweg kurzweilige und sympathische Fortsetzung voller skuriller Figuren
Rating: ★★★★☆

The Peanuts

Das Leben des schüchternen Schülers Charlie Brown gerät durcheinander als er sich in eine neue Mitschülerin. Fortan versucht Charlie verzweifelt einen Weg zu finden um seinen Schwarm ansprechen zu können – wobei ihm sein selbstbewußter und treuer Hund Snoopy stets zur Seite steht …

Charlie Braun als Figur kenne ich seit meinen Kindheitstagen, ebenso Snoopy, ich hab mir aber sehr lange schon keinen Comic davon mehr durchgelesen oder sonstiges Material angeschaut. Das Bedeutet, abgesehen von Charlie Brown und Snoopy hatte ich di „Welt“ und die sonstigen Figuren kein Stück mehr drauf. Macht aber nichts, dann gibt’s hier umso mehr zu entdecken – bzw. zu fühlen. An sich ist dies „nur“ ein Animationsfilm, ein braver, kleiner Film mit absolut unschuldigem und kindlichem Humor. Nicht alles paßt perfekt, aber in jeder Szene und an jeder Stelle hat die Nummer ein unfassbares Herz. Ja, Herzlichkeit und Wärme sind sicherlich die Aushängeschilder dieses Films – ob das heutige Kinder noch anspricht weiß ich nicht, wer aber die Peanuts seit Jahren kennt wird sicherlich mit einem von Innen kommenden, warmen Lächeln quittieren. Wie gesagt: es war wie eine Neuentdeckung des Stoffs nd nicht zuletzt dank den schrägen Flugszenen in denen Snoopy eine Gescichte schreibt wo er als Pilot gegen einen anderen antritt sind hysterisch gut. Großartig – mehr davon!

Fazit: Kindergerechter Aniamtionsfilm der auch Erwachsenen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubert
Rating: ★★★★☆

Inside Out – Alles steht Kopf

Das Leben der elfjährige Riley (Kaitlyn Dias) verändert sich rabiat als ihr Vater einen neuen Job annimmt und die Familie nach San Francisco zieht. In Rileys Verstand kommen sich daher die verantwortlichen Gefühle Freude, Angst, Wut, Ekel und Traurigkeit (Phyllis Smith) ins Gehege und drohen außeinander zu driften …

Meine Ansicht und Meinung zu Pixar ist altbekannt: ich kann Animationsfilme nicht weltbewegend leiden und Pixar hasse ich ganz besonders, einfach weil die machen können was sie wollen und immer wird’s zum absoluten Megahit erklärt, eben weils Pixar ist. Bei diesem haben mich dann die absolut euphorischen Kritiken und meine Freundin angeschoben ihn dennoch zu schauen – und war wirklich überrascht. Über das 3D kann ich nicht viel sagen da ich ihn in 2D geschaut habe, aber inhaltlich hatte die Nummer dann dennoch so einiges zu bieten. Wobei es weniger die Story ist, die handelt einfach von einem jungen Mädchen das umzieht und in ihrer neuen Umgebung nicht zurecht kommt. Das Konzept ist das Innenleben der Protagonistin bzw. die komplette comichafte Darstellung des menschlichen Verstandes: da sind fünf Gefühle die wie Generäle alles lenken und die gesamte Gedanken und Gefühlswelt erweist sich als eine perfekte Maschinerie durch eben jene zwei Gefühle eine sehr abwechlsungsreiche Reise unternehmen müssen. Funktioniert für Kinder und Erwachsene da für Kinder die Handlung niedlich und süß ist, ältere Zuschauer die psychologisch hinterfragten und cleveren Gags eine Menge Spaß liefern. Und dank bunter Optik und jeder Menge Kurzweil ist der Film wirklich großartig.

Fazit: Überraschenderweise so gut wie viele sagen: witzig, herzlich und durchdacht!
4 Punkte