Archiv der Kategorie: Action-Thriller

No Escape

Der Ingenieur Jack Dwyer (Owen Wilson) zieht mit seiner Frau Annie (Lake Bell) und ihren beiden Töchtern Beeze (Claire Geare) und Lucy (Sterling Jerins) nach Südostasien um dort an einem Trinkwasserprojekt mitzuarbeiten. Bereits am ersten Morgen erkennen sie daß sie in eine gefährliche Putschsituation geraten sind – und in akuter Lebensgefahr …

Dieser Film ist irgendwie komplett abseits der Zuschauer gelaufen – warum eigentlich? Völlig unverdient. Ebenso ist es unverdient diesen Film als einen kompletten, reinen Actionfilm zu bezeichnen. Auf der anderen Seite gibt’s diverse Kritikpunkte die man mit Recht anbringen kann: die Familie um die es geht ist eine nach absolutem Schema F gestaltete Mannschaft ohne irgendwelche Besonderheiten, Eigenheiten und irgendwas speziellem; Pierce Brosnan in seiner kleinen Nebenrolle macht zwar Spaß, aber wirkt für einen ernst gestalteten Film wie diesen geradezu comichaft übersteigert und die Möglichkeit des Films darzustellen wie sich kleine und wütende Bürger mit Gewalt gegen die Machenschaften von Großkonzernen wehren hätte man sicherlich auch besser nutzen können. So wird’s ein reiner Survival Thriller über eine Familie die aus heiterem Himmel versucht aus einem Kriegsszenario auszubrechen. Auch dort folgt der Film durchaus bekannten Pfaden, weiß aber durchweg mit eienr überraschenden Mischung aus Ernsthaftigkeit und Gnadenlosigkeit zu fesseln. Nicht zuletzt weils hier nicht Actionmäßig lustig wird, sondern die pure Verzweiflung und Angst der Hauptfiguren greifbar erscheint.

Fazit: Nicht wirklich hintergründig, aber doch präzise gezeichnete Actionlage mit schonungsoser Härte
Rating: ★★★★☆

Point Break

Eine genial agierende Gruppe greift auf der ganzen Welt große Kompanieren an die mit den  internationalen Finanzmärkten zu tun haben. Der junge Extremsportler und FBI-Agent Johnny Utah (Luke Bracey) glaubt daß dahinter eine Gruppe Supersportler steckt und begibt sich undercover in die Szene. Relativ schnell macht er die Bekanntschaft des charismatischen Bodhi (Edgar Ramirez) und dessen Gruppe Adrenalinjunkies …

„Point Break“ von 1991 ist nicht unbedingt der Film den man gesehen haben muß, aber es ist eben doch ein Titel den irgendwie nahezu jeder irgendwann mal angeschaut hat und eigentlich hats noch nie schlechte Kommentare dazu gegeben. Es sit ein Film den viele lieben und zumindest die meisten schätzen – aber zu keinem Zeitpunkt ein Film den man (auch nach all der Zeit) irgendwie neu auflegen müßte. Aber man hats nun getan … warum macht man so einen Mist? Geld? Muß wohl sein. Leider hat der Film nur ein Argument welches für ihn spricht, das ist eben die Action. Der Film ist zumal in 3D, in den Passagen in denen es zur Sache geht ein optisch in jeder Hinsicht beeindruckendes Feuerwerk. Aber das nützt nichts wenn einen der Rest so unsagbar kalt und uninteressiert läßt, oder? Das Drehbuch ist eigenständig, nimmt sich nur stellenweise Versatzstücke des Originals und bringt diese verzweifelt auf den Punkt, aber es wirkt mehr lächerlich als alles andere, die Darsteller sind zwar ok, vermitteln aber trotzdem nahezu keine Emotion. Für sich genommen wäre der Film vielleicht ganz harmlos und zu ignorieren, als die dreiste Remake Nummer die er aber ist verliert er jede Chance auf einen Pluspunkt.

Fazit: Optische Breitseite für Sportfans, ansonsten auf ganzer Linie die unnötige Nummer die erwartet wurde
2 Punkte

James Bond 007 – SPECTRE

Geheimdienst-Chef M (Ralph Fiennes) bekommt Porbleme mit dem Bürokraten Max Denbigh (Andrew Scott) der plant den MI6 zu schließen. Derweil führt der Agent James Bond (Daniel Craig) eine illegale Mission in Mexiko aus und kommt über Lucia Sciarra (Monica Bellucci) auf die Spur der Organisation Spectre – deren ominöser Kopf (Christoph Waltz) eine ganz persönliche Verbindung zu Bond hat …

So geht’s dann wohl zu Ende … vermutlich. Dies ist der vierte Film in Daniel Craigs Bond Universum und der letzte Film der von Sony produziert wird, daher stehen die Zeichen auf Abschluß. Seis drum – nach diesem Film tut mir das kein Stück leid da der neue Film sich als große Enttäuschung entpuppt. Leider liegen die Hauptgründe dafür im letzten Drittel und könnten nur mir argen Spoilern erläutert werden, darum muß ich mich über die meisten Dinge die mich gestört bedeckt halten. Das Schlimmste ist meiner Auffassung nach eh die Lauflänge, mit 160 Minuten ist der Film viel zu lang für das bestehende Nichts an Story welches sich hier unerträglich lang zieht. Die Szenen sind stellenweise absurd lang so daß ich manchmal den Eindruck hatte daß hier eine Rohfassung gezeigt wird. Die Action ist ok, aber nie wirklich aus der Masse ragend, Craig bringt seine Rolle im Automodus, die Bond Girls tragen rein Garnichts zur Story bei und Christoph Walz ist ebenso verschwendet: mal abgesehen vom merkwürdigen Verhalten im letzten Drittel kommt er kaum vor, ist zwar wie immer toll, aber meistens nur dann wenn er Aspekte seiner früheren Rollen aufbringt. Und der Schluß ist gleichermaßen Abschluß wie Hintertürchen was ichs ehr inkonsequent finde. Schade: sehr viel Potential in sehr viel Durchschnitt verschenkt …

Fazit: Die vermutlich letzte Craig Mission enttäuscht mit großer Überlänge, überschaubarer Action und zu gewollten Drehbuchänderungen im letzten Drittel
3 Punkte

Mission Impossible 5 – Rogue Nation

Ethan Hunt (Tom Cruise) ist auch nach der Auflösung der IMF alleine unterwegs und sucht nach Informationen über „das Sydikat“. Schon bald kommt er dahinter daß eben jenes Syndikat nicht nur perfekt ausgebildet ist, sondern auch auf der Jagd nach allen ehemaligen IMF Agenten ist. Daher reaktiviert Hunt sein altes Team: mit dem Techniker Benji Dunn (Simon Pegg), Computer-Hacker Luther Stickell (Ving Rhames) und Agent William Brandt (Jeremy Renner) zieht er ins Gefecht – obendrein schließt sich ihnen Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) an …

Ich kann ein wenig aufatmen: nachdem in diesem Kinojahr einige Sequels relativ dürftig ausgefallen sich kann TOm Cruise’s fünfter Einsatz durchaus sehen lassen, wenngleich ncht fehlerfrei: der Film ist insgesamt solide, mit seiner Laufzeit aber deutlich zu lang. Der Einsatz von Simon Pegg als Sidekick ist oftmals Selbstzweck und die stetige Comedynummer von ihm überzeichnet sich manchmal, der Schurke ist eine interessante PErson in bleicher Darstellung und viele Stellen wiederholen sich vom Prinzip her … trotzdem, am Ende verläßt man das Kino gut gelaunt und nach einem spannenden Film. Die Action ist etwas spärlicher dosiert, dafür episch und scheppernd, Cruise erfüllt die vertraute Rolle mit Eleganz und Routine und einzelne Parts wie der spektakuläre Taucehrpart oder eine Motorradjagd nageln einen geradezu in den Sitz. Nicht zwingendermaßen die beste Mission der Serie, wohl aber ein weiterer Part der einer Serie voller Highlight weitere Pluspunkte und Highlghts beschert. Da die ZEichen am Ende klar auf Teil 6 gerichtet sind geht’s ander Stelle sicher noch weiter.

Fazit: Nicht ganz fehlerfrei, aber in so ziemlich jeder Hinsicht vollkommen zufreidenstellend
Rating: ★★★★☆

Terminator 5 – Genisys

Im Jahr 2029 tobt ein furchtbarer Krieg zwischen Menschen und Maschinen den die Menschen dank ihres Anführers John Connor (Jason Clarke) gewinnen. Doch ihr Gegner, der Supercomputer Skynet schickt einen Terminator durch die Zeit zurück um John Connors Mutter Sarah (Emilia Clarke) vor dessen Geburt zu töten. Connor schickt den Soldaten Kyle Reese (Jai Courtney) hinterher um den Terminator aufzuhalten – dieser landet jedoch in einer alternativen Zeitlinie in der Sarah schon seit Jahren von einem Terminator (Arnold Schwarzenegger) beschützt und aufgezogen wurde. Gemeinsam versuchen sie die Aufstieg der Maschinen zu verhindern …

Beim „Terminator“ Franchise kann ich unmöglich sachlich sein, weil diese Serie der Grund war warum ich mich mit dem Medium Film überhaupt erst befasst habe und und ich dieses Franchise seit über 25 Jahren mag. Ich fand auch den Gedanken daß man eine neue Trilogie mit Endzeitfilmen start nicht besonders gut, was sich nach Teil 4 aber von selbst erledigt hat. Der Umstand daß der neue FIlm direkt zum Ende davon zappen kann zeigt daß dort wenig zu erzählen war. Trotzdem bleibt es stark zu bezweifeln daß die neuausrichtung der Thematik eine wirklich gute IDee war: dies hier soll ja erneut das Intro einer neuen Trilogie sein in der Schwarzenegger seine dümpelnde Karriere wiederbeleben will und damit dort auch genug zu erzählen ist setzt der Film auf den gleichen Effekt wie der letzte „X-Men“ Film oder die neuen „Star Trek“ Streifen: man greift das altbekannte auf, verlagert es in eine neue, alternative Zeitlinie und dort kann bei null begonnen werden. Damit kann man arbeiten, und wenn man den Film einfach als das sieht was er ist funktioniert das gut: es kurzweilige Unterhaltung, netter Sommerblockbuster o.ä. läufts bestens. Man hat viel Action, überschaubare GEwaltanteile, Schwarzenegger in gewohnter Form, hier und da mal was zum schmunzeln und eine Story die funktioniert, wenngleich man den Großteil bereits aus dem Trailer kennt. Wenn man aber so wie ich mit der Serie vertraut und emotional verbunden ist fühlt man sich arg vor den Kopf gestoßen an wie vielen Stellen kleine und feine Details übergangen, mißachtet und mit Füßen getreten werden. Als kurzweiliger Film taugt es, als Fortführung der legendären „Terminator“ Saga ists derbe.

Fazit: Irgendwie hat man hier so viele Anteile als würde man sich überfressen was im ersten Moment schmeckt, im Nachhinein aber doch mehr verwirrt und verstört.
Rating: ★★★☆☆

San Andreas

Der Geologe Lawrence (Paul Giamatti) arnt vor einem riesigen Erdbeben welches unweigerlich Los Angeles treffen wird, findet aber wenig Gehör. Aber er hat recht und so zerreisst ein gigantisches Beben die Stadt. Inmittend es Chaos versucht der Pilot Ray (Dwayne Johnson) irgendwie seine verlorene Familie wiederzufinden …

Auf eine ganz bestimmte Art ist dieser Film geradezu ehrlich: er versucht nicht mehr zu sein als er wirklich iust. Denn im Grunde ist er nichts anderes als ein B-Film wie es in den70er Jahren entstanden wäre. Ein fettes Erdbeben zermatscht mehrere Großstädte und einige arme Schweine rennen in dem Katastrophengebiert herum und erleben die Actionhölle auf Erden, dazu wird das Figurenkonstrukt von den ältesten denkbaren Plotpoints zusammengehalten. Der einzige Unterschied ist: hier wird diese altbackende Story mit modernsten technischen Möglichkeiten umgesetzt. Und so abartig es ist: als großer Actionspaß geht der Film bestens durch. Eine Handfvoll sympathischer Figuren die irgendwie immer da sind wos brenzlig wird, The Rock als kerniger Held der nicht nur immer weiß was zu tun ist sondern auch meistens noch den entpsrechenden dummen Spruch parat hat und endlos Action die so wirkt als hetzen die Figuren von einem Actionspielplatz zum nächsten – bis hin zum finalen Grinsen mit dem The Rock dann die Misere kommentiert. Klar, im Grunde sterben Menschen und im Grunde zeigt der Film eine furchtbare Katastrophe – trotzdem ist dramaturgische Tiefe und Tragik kaum vorhanden, der Spaß am Event aber umso mehr.

Fazit: Krachende Actionbreitseite die trotz formelhafter Story viel Spaß macht
Rating: ★★★★☆

Jurassic Park 4 – Jurassic World

22 Jahre sind vergangen seit John Hammond versuchte auf der Isla Nublar einen Dinosaurierpark u errichten – nun ist die einstige Vision doch Wirklichkeit geworden, mit durch den Genetiker Dr. Henry Wu (BD Wong) und den Geldgeber Simon Masrani (Irrfan Khan). Um die Zuschauerzahlebn zu steigern word Wu gezwungen eine neue Dinosauriersorte zu züchten: den Indominus Rex. Die neue „Attraktion“ bricht jedoch aus und macht die Insel zu einer tödlichen Falle – und nur der Jäger  Owen (Chris Pratt) kann die dortigen Menschen retten …

14 Jahre sind vergangen seit dem letzten Film aus der Reihe und 22 Jahre seit dem Original – hat es wirklich ein weiteres Sequel gebraucht? Nein, kein Stück. Aber im Rahmen des Möglichen hat man irgendwie aus der Nummer doch das Beste rausgeholt was ging. Die Technik ist seit damals natürlich noch mal sprunghaft weitergemacht (und damit meine ich nicht das auch hier völlig uninteressante 3D), sondern die groß aufgezogene Umgebung und die bunten Szenarien. In diesem High-.Tech Umfeld ereignet sich dann eine sehr formelhafte Story die den Gesetzen des typischen Monsterfilms folgt: ein fieses Megabiest wird kreiert, bricht aus und ab da ist der Teufel los. Leider wird diese sehr einfache Story auch dadurch kaum besser daß nahezu alle Figuren absolute Rollenschablonen sind, lediglich Chris Pratt kann in seinem sehr einfach gehaltenen Held ein paar Punkte setzen. Aber trotzdem stimmt der Film: alle beteiligten Elemente, von Spannung über Action bis zum Einsatz der Monsterviecher sind im richtigen Verhältnis abgemischt und machen letztzlich sehr viel Spaß. Obendrein gibt es an allen Ecken und Enden Anspielungen und Verweise auf Teil 1 die ein schönes nostalgisches Feeling ermöglichen und erzeugen.  Insofern: das filmische Rad oder die Marke „Jurassic Park“ erfindet dieser Film zu keinem Zeitpunkt neu. Aber er bringt alles was die Saga ausmacht auf Bestmögliche Weise nochmal zusammen. Ob das dann unbedingt weitere Filme nach sich ziehen muß ist dann wieder eine andere Sache.

Fazit: Nostalgische Fortführung der Saga auf vertrauten Pfaden die aber sehr vierl Spaß macht!
Rating: ★★★★☆

Fast & Furious 7

Der Kriminelle Owen Shaw (Luke Evans) legte sich mit Dom (Vin Diesel) und seinem Team an und bezahlte dies mit dem Leben. Nun ist Lukes bösartiger Bruder Deckard Shaw (Jason Statham) auf Rache aus und hängt sich an Dons Fersen. Nach diversen Anschlägen geht die Crew einen Deal mit einem Regierungsvertreter (Kurt Russel) ein: erledigen sie für ihn eine gefährliche Mission erhalten sie Schutz vor Shaw …

Der Film gehört zu einer Serie die alles in allem für Action und Spaß steht und hat daher von Anfang an ein Problem: Paul Walker ist vor anderthalb Jahren bei einem Unfall verstorben und man mußte ihn in diesem Film künstlich ersetzen, durch CGI einfügen oder mit seinen Brüdern als Bodydouble. Das hat man insgesamt sehr ordentlich gemacht, aber es weckt ein Gefühl des Unbehagens und der Bedrückung die eben ein solcher Film garnicht gebrauchen kann. Ebenso hat man beim Schreiben des Drehbuchs ein wenig überkonstruiert: klar, mit Jason Statham hat man zwar einen attraktiven Gegenspieler, den man aber dann kaum richtig zum Einsatz bringt. Statt dessen baut der Film einen übersteuerten Subplot ein bei dem das bewährte Team erstmal aufwendige Aufträge für die Regierung leisten muß um dann so irgendwann die Möglichkeit zu haben gegen Statham anzutreten. Stathams Job besteht dann eigentlich nur darin den anderen immer zum möglichst unpassendsten Zeitpunkt irgendwie an den karren zu fahren – und da sollte einfach mehr möglich sein. Des weiteren sind zwar alle Figuren wieder an Bord, irgendwie funktioniert in diesem Durchgang der Humor, das Herz und der Witz nicht mehr so besonders gut. Und es macht sich bemerkbar daß sich die Filme von ihrem Anfang, eben dem Thema Autorennen restlos entfernt haben und nur noch cooler Actionkram sind. Gut, alles andere ist jammern auf hohem Niveau: die Action ist ein weiteres Mal extrem krass, das Tempo an vielen Stellen hoch und auch wenn die hohlen Sprüche oftmals zu gewollt cool sind funktionieren manche davon. Auch am Ende findet man einen sehr emotionalen Weg um das „ausscheiden“ von Paul Walker plausibel darzustellen und zu erklären, wobei es weniger Torreto ist der mit Brian spricht sondern diese zu Walker. Alles in allem eine auf hohem Niveau scheiternde Episode der Serie die man an dieser Stelle wohl besser abbrechen oder einstellen sollte.

Fazit: Im Rahmen der Serie eher enttäuschendes Kapitel das aber überzogene Megaaction in hoher Dosierung bietet!
Rating: ★★★☆☆

John Wick

Ex-Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) hat sich in ein ruhiges Leben in die Vorstadt geflüchtet, allerdings gerät sein Leben aus den Fugen: nach dem Tod seiner Frau (Bridget Moynahan) ist sein Hund sein größter Trost, der aber von ein paar Russen getötet wird als sie Wicks Auto stehlen. Wick besinnt sich seiner Vergangenheit und seiner Fähigkeiten und beginnt in den Reihen der Gangster einen blutigen Rachefeldzug …

Keanu killt – Der Film. So simpel kann man die Handlung wiedergeben, aber es war wohl nie wirklich die Absicht des Films eine ganz tolle Story zu erzählen. Im Gegenteil, die Geschichte eines Ex-Profikillers der aus eher kleinen Gründen (Autodiebstahl und Mord an seinem Hund) die halbe New Yorker Unterwelt massakriert paßt auf den Rand der Kinokarte. Dafür hat der FIlm ganz andere Pluspunkte: er zeigt eine völlig absurde, in sich gekehrte Gangsterwelt bei der alle Arten von Schwerverbrechern sich in ein ominöses Gangsterhotel im Flatiron Building zurückziehen oder ein seltsamer Puitztrupp hinter dem Helden leichen und sonstige Spuren wegputzt. Und er zeigt einen finsteren Antihelden mit leicht sensibler Seite der in einer endlosen Serie an Shoot Outs reihenweise Gegnern in den Kopf schießt. Diese GEwaltorgie ist dabei mit krachender Musik, visuellen Mätzchen und einer unglaublichen Sogwirkung mitreißend und begeisternd inszeniert. Originell ist das nicht, sehr wohl aber eben wirkungsvoll. Und es hat schon lange keinen Film mehr im Kino gegeben der auf einer so simplen Basis eine so hochwertige Machart liefern konnte.

Fazit: Bleitriefende Gewaltorgie mit absoluter Sogwirkung!
Rating: ★★★★★

96 Hours – Taken 3

Bryan Mills (Liam Neeson) findet seine Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) ermordet auf – die Umstände so arrangiert daß er selber als Hauptverdächtiger dasteht. Fortan befindet er sich auf der Flucht, muß sich den Drahtziehern ebenso entziehen wie dem hartnäckigen Polizeiinspektor Franck Dotzler (Forest Whitaker)…

Somit ist die „Taken“ Serie also zur Trilogie ausgewachsten; wenngleich man das wohl nie wirklich vorhatte. Die ersten beiden Teile waren halt einfach sehr erfolgreich was vielleicht an dem schlichten Konzept lag: ein wortkarger Held der ordentlich austeilt in einer restlos konventionellen Actionstory, von Liam Neeson nur eben ungewöhnlich gut und mit Tiefe verkörpert. Für den dritten Teil fand man halt keine Möglichkeit ein erneutes Ummünzen des Entführungskonzepts durchzuführen und klaut sich statt dessen den Plot woanders her: im wesentlichen stellt der Film Harrion Fords Klassiker „Auf der Flucht“ nach und fährt dann eine ähnliche Dramaturgie ab. Das Problem dabei ist daß der Hintergrund so unglaublich dünn ist daß man den Helden kaum schrittweise näher kommen lassen kann sondern die ganze Auflösung auf einen Schlag präsentiert; des weiteren hat man so vieles aus der Actionmottenkiste verwendet und toppt die Action zu keinem Zeitpunkt so daß der Film letztlich wie eine ins Kino gerutschte DVD Premiere aussieht.  Was ihn aber aus dem Mittelmaß heraushebt ist einerseits ein rasanter Showdown mit einem krassen Flugzeugstunt am Ende, außerdem gibt Liam Neeson wiedereinmal einen großartigen Helden der deutlich besser ist als der Film in dem er auftritt.

Fazit: In jeder Hinsicht durchschnittliche und solide Standardkost von der es kein weiteres Sequel braucht!
Rating: ★★★☆☆