Archiv der Kategorie: Action-Komödie

Central Intelligence

Bob (Dwayne Johnson) war auf der High-Schoo dicklich und ungeschickt und daher ein totaler Außenseiter – als Erwachsener hat er es jedoch zum cooolen Geheimagenten gebracht der für die CIA arbeitet. Dabei kommt er bei einem Einsatz mit seinem Schulkameraden Calvin (Kevin Hart) zusammen und versucht den schüchternen Calvin in eine Mission einzubeziehen …

Eigentlich bringt dieser Film eine unfassbare Überraschung für mich zustande: ich mag The Rock total und gucke ihn gerne, im Gegenzug finde ich Kevin Hart total überbewertet und kein Stück witzig und in den meisten Fällen nervt er mich total. Hier kommt dann ein Film der es genau umdreht: Hart spielt recht gebremst einen relativ normalen Kerl während „The Rock“ einen total unerfreulichen, aufdringlichen und mitunter dümmlichen Typ spielt. Dessen ungehemmte und aufdringkiche Art fand ich dann glatt so derartig unangenehm daß es mir den Film verleidet hat; im Gegenzug dazu mag ich zwar Kevin Hart immernoch nicht, fand ihn hier aber im wesentlichen erträglich. Und das in einem Film den ich für restlos belanglos halte: eine brave, banale Buddy Komödie, zu keinem Zeitpunkt in der Realität verankert und mit der bunten Mischung aus dummen Sprüchen und ein wenig Action auf Kinderniveau. Das einzige Ding was wirklich in Erinnerung bleibt ist wirklich das geradezu unangenehme Auftreten von „The Rock“ – undd as ist eigentlich ein Grund den Film eben nicht zu sehen.

Fazit: Kleine, kaum erwähnenswerte Komödie die nicht wehtut, aber auch nix bringt!
Rating: ★★☆☆☆

The Nice Guys

Nach dem Mord an einem Pornostar im Los Angeles der 70er Jahre geraten die Privatdetektive Jackson Healy (Russel Crowe) und Holland March (Ryan Gosling) ungewollt aneinander als sich ihre Spuren kreuzen. Fortan ermitteln sie gemeinsam und kommen einer großen Verschwörung auf die Spur durch die sie schon bald selber in großer Gefahr schweben …

Ganz großes Kino, das eben dadurch groß wird daß es mal eine Nummer kleiner ausfällt. Bedeutet: der Film ist eine exakte Wiederbelebung eines Buddie Movies aus den 80er und 90er Jahren, kein Wunder da der Drehbuchautor von „Lethal Weapon“ dahinter steckt. Dessen wunderbares Skript wird kongenial umgesetzt und verkörpert von Russel Crowe und Ryan Gosling die ein fabelhaftes Leinwandpaar abgeben und das altbekannte Spiel vom Harten und Zarten spielen. Daraus resultiert ein solider Krimi der aber nur den Hintergrund liefert für einen herrlich komischen Mix aus Wortwitz, Situationskomik, Spannung und wohl dosierter Action welche sich auf Schießereien und kleine Explosionen beschränkt, aber kaum auf ausufernde Karachomomente. Schon lange gab es keinen Film mehr der so wunderbar Wortwitz und Action gekoppelt hat. Ich kann aber auch verstehen wenn Leute den Titel ablehnen weil er ihnen zu altbacken daher kommt.

Fazit: Überragend gute Actionkomödie, mit großartigen Hauptfiguren und brilliantem Witz!
Rating: ★★★★☆

Ride Along 2 – Next Level Miami

Der Polizist James Payton (Ice Cube) und der Ex-Wachmann Ben Barber (Kevin Hart) mussten sich mühsam aneinander gewöhnen als Ben James‘ Schwester Angela (Tika Sumpter) heiraten wollte. Nun reisen sie gemeinsam nach Miami wo James des Drogenring des gefährlichen Pope (Benjamin Bratt) zerschlagen soll. Dabei stehen ihm jedoch neben Ben auch Maya (Olivia Munn) und der Hacker A.J. (Ken Jeong) zur Seite …

Kevin Hart arbeitet wirklich mit Hochdruck daran mein Hassdarsteller Nummer Eins zu werden. Schauspielerisches Talent werde ich dem Mann gar nicht erst unterstellen, aber er ist auch nicht witzig sondern kommt nur überdreht und nervend daher und sucht sich außerdem nur grottenschlechte Skripts aus. Jetzt hat er auch noch ein eigenes Franchise, wenngleich die Grundidee dabei brauchbar ist: ein Videospieljunkie zieht mit einem knallharten Cop los. Das funktionierte im Erstling schon gut genug um ein Sequel rauszukotzen. Allerdings kann man sich zu jedem Zeitpunkt ausmalen was als nächstes kommt, Action und dumme Sprüche gibt’s im überschaubaren Level und auch wenn der Film bunt gefilmt ist machts keinen Spaß ihn zu gucken. Was mich daran am meisten stört: man sieht einen dusseligen Videospieldeppen der denkt daß der Polizeidienst wie im Fernsehen ist – und dann erweist sich der Polizeidienst in der filmischen Realität als eben genau so. Aber das als ernsthaften Kritikpunkt anzuführen ist wohl auch ziemliche Zeitverschwendung.

Fazit: Genau so dumm und unnötig wie anzunehmen war
2 Punkte

Deadpool

Der Söldner Wade Wilson erkrankt tödlich an Krebs und erhält in dieser Lage ein verlockendes Angebot: er wird im Rahmen eines Regierungsexpermientes umoperiert und mutiert so zu einem fast unbesiegbaren Superheld mut unfassbaren Heilungskräften. Diese Kräfte braucht er auch recht schnell um seine in die Schußlinie geratene Freundin Vanessa (Morena Baccarin) zu beschützen …

Das ist ausgersprochen ärgerlich: ich guckte denb Film abends im Kino und empfand eine schlagartige Müdigkeit und sackte leicht weg – und wurde bis zum Ende nicht mehr richtig wach. Heißt, ich hab den Film einmal komplett geschaut, dabei aber nur eine absolut mangelhafte Aufmerksamkeit an den Tag gelegt und somit nicht genug um eine angemessene Kritik zu formulieren. Ich konnte soweit erfreut feststellen: Ryan Reynolds hat definitiv die Rolle seines Lebens gefunden und ich wette wir werden noch so einige Auftritte von ihm in der Rolle sehen. Der Film ist schnell, stellenweise infantil albern und hat einen hohen Gewaltfaktor, auf der anderen Seite hat er wirklich wenig Plot. Ebensi kritisch: der Film spielt zwar im „X-Men“ Universum, bricht aber ebenso permanent durch die vierte Wand und wird damit mehr zur Parodie denn zur „Ausführung“ … aber wer sich an dieser Stelle über solche Sachen hermacht verdirbt sich den Spaß. Der Film ist einfach eine bunte Jungenphantasie, krass, laut und dumm. Mehr hab ich nicht mitbekommen.

Fazit: Alberner Spaßfilm und krasse Actionparty!
Rating: ★★★★☆

Hot Pursuit – Miss Bodyguard – In High-Heels auf der Flucht

Cooper (Reese Witherspoon) arbeitet als Polizistin und ist in ihrem Job zuverlässig, wenn auch etwas unerfahren. So soll sie als Leibwächterin für Daniella (Sofía Vergara) agieren die gegen einen Drogenboss aussagen soll. Nach einem Anschlag sind die beiden unterschiedlichen Frauen fortan auf der Flucht und werden von allen Seiten gejagt …

Hier hab ich die Vorschau gesehen und mir gedacht daß er ganz nett aussieht, tauglich um ihn mit einer Frau zu schauen. Dann kamen die Kritiken und zerissen ihn bis zum geht nicht mehr und ich konnte mir nicht vorstellen daß er wirklich so mies war. Nun hab ich ihn letztlich gesehen und finde mich wie so oft in der Mitte wieder: ich kann verstehen warum viele den so scheußlich fanden, kann aber trotzdem fairerweise ein paar Pluspunkte benennen und anführen. Der Film läuft auf den Spuren von Werken wie „Der Kautionscop“ oder „Taffe Mädels“: das bedeutet schlichte Action ohne allzu hohen Gewaltfaktor (obwohl hier und da schon Leute ins Gras beißen) und eben zwei toughe Hauptfiguren die mit ihren Gegensätzen einige Probleme haben. Gerade bei Witherspoon hat man den Kontrast daß sie da eigentlich gut spielt, aber eben eine nervige Person abgibt deren Witz sich schnell erschöpft und die vorrangig nervt, von der dauerkreischenden Sophia Vagara fand ich garnicht erst an. Die simple Thriller Story entschädigt da leider auch für nahezu nix. Trotzdem: auf die Top 10 der schlechtesten Filme im Jahre 2015 hätte dieser hier nicht gehört.

Fazi: Solide Actioncomedy mit leider etwas hohem Nervfaktor.
Rating: ★★☆☆☆

Spy – Susan Cooper undercover

Susan Cooper (Melissa McCarthy) arbeitet als Analystin beim CIA und wird kaum beachtet da die Loorbeeren meist ihr Partner Bradley Fine (Jude Law) erhält wenn er erfolgreich im Außeneinsatz war. Dann aber darf Susan eine Undercover Mission übernehmen und soll als unscheinbare Person einen Waffenhändler infiltrieren …

Die Vorschau fand ich eigentlich ganz passabel, nicht zuletzt dank der doch hochwertigen Besetzung mit Melissa MCCarthy, Jason Statham und Jude Law. Umso mehr überraschte es mich  als der Film dann rauskam und mit vernichtenden Kritiken geschlagen war. Nach kurzer Zeit des Ansehens war mir aber klar warum: hier stimmen die einzelnen Komponenten nicht. Es soll eine Parodie auf Agentenfilme sein, die findet aber das richtige Gleichgewicht nicht. Hier wird echt geschossen und gestorben, daneben eiern furchtbar übersteigerte Figuren durch eine dann wieder relativ ernst gehaltene Story und kalauern wild herum. Das geht einfach nicht ordentlich auf. Obendrein merkt man überdeutlich daß der Film als Startschuß einer Serie gedacht ist: bloß nicht. Paul Feig und Melissa McCarthy haben jetzt schon einige Male zusammengearbeitet und dieser Film fällt am Ende aus wie die Agentenversion ihres Films „Taffe Mädels“: brauchbare Ansätze, aber wenig lohnende Fortführung. Und Jason Statham hatte den Film wohl als Parodie seines Images geplant – es ist eine an Dümmlichkeit und Peinlichkeit kaum zu überbietende  Nummer.

Fazit: Ein paar laue Gags reichen nicht um diesen dümmlichen und unstimmigen Film erträglich zu machen.
2 Punkte

American Ultra

Mike (Jesse Eisenberg) und seine Freundin Phoebe (Kristen Stewart) jobben als Angestellte eines Kiosks und frönen ungehemmt dem Kiffen. Mike ahnt nicht daß er ihn Wahrheit ein Auftragsmörder der Regierung ist der ein Schläferdasein führt. Diese Spezialfähigkeiten werden ungewollt geweckt in ihm so daß der schon bald eine ganze Armee Regierungsagenten an den Hacken hat …

Etwas zwiespältiger Eindruck: der Trailer läßt die ganze Kiste etwas witziger und temporeicher und actionlastiger erscheinen als der fertige Film dann schließlich ist. Trotzdem kommt bei alledem ein Resultat raus das überzeugt und Spaß macht, wenn eben auch nicht so wie vielleicht erwartet. Das geht vorrangig auf das Konto von jesse Eisenberg der die Hauptfigur sensibel und irgendwie verletzt spielt und es eben vermeidet die üblichen Film-Kiffer Klischees runterzuspulen. Die Action ist vorhanden und wenn es losgeht dann ziemlich hart und brutal; trotzdem ist sie meistens eruptiv, ruppig und kurz. Die Stimmung ist eher düster und gebremst statt actionreich und bunt – dafür reißen auch die weiteren Figuren viel raus, Topher Grace als schmierlappiger Bürokrat und Kristen Stewart als Freundin liefern sehr solide Parts. Generell ist dieser Film ein vergnügliches, kurzweiliges Ding, nichts wofür man in ein Kino rennt, aber etwas das später im Heimkino sicherlich gechillt konsumierbar ist.

Fazit: Sympathischer Film mit einem Helden voller Seele und gelegentlichen Gewaltausbrüchen
3 Punkte

Nachts im Museum 3 – Das geheimnisvolle Grabmal

Museums-Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) ist aus New York gewohnt daß nachts im Museum alle Exponate um Leben erwachen, nun geschehen ähnliche Ereignisse in einem Londoner Museum. Mit seinen Museumsfreunden reist Larry nach London wo erneut das reinste Chos im entsprechenden Museum ausbricht …

Und das Ende kommt wieder einmal eine Runde zu spät: der erste Film der „Nachts im Museum“ Reihe war nett und durchschnittlich, Folge 2 erstaunlich und überraschend kurzweilig (kam mir jedenfalls so vor); in Runde drei geht die Nummer dann derbe daneben. An sich macht man vieles richtig, was aber trotzdem keinen wirklich guten Film ausmacht. Man hat die wesentlichsten Figuren wieder am Start und gewinnt dadurch und daraus durchaus vereinzelte ganz putzige und humorige Momente – die aber trotzdem nur Wiederholungen bekannter Szenen sind. Die Story ist ebenso ein Copy + Paste der vorherigen, funktioniert aber im wesentlichen. Tragisch ist nur daß dies die definitiv letzte Kinovorstellung von Robin Williams darstellt und man dem man in einem letzten Film was besseres gewünscht hätte. Ich war wirklich enttäuscht von diesem Film, wurde aber durch zwei wundervolle Cameos um Ende hin entschädigt, war außerdem von dem eher emotionalen Ende überrascht. Ich hoffe aber daß der Abschluß ein rundes Ende darstellt dem nicht noch ein Kommerzsequel nachfolgt.

Fazit: Zwar mit allen wesentlichen Figuren besetzt und effektvoll, aber ne schwache Neuauflage der altbekannten Nummer.
[rating 2]

Kingsman – The Secret Service

Harry Hart (Colin Firth) arbeitet als Geheimagent für einen geheimen Nachrichtendienst namens Kingsmen. In dem Straßenkid Eggsy (Taron Egerton) wittert er großes Potential für einen Agenten und rekrutiert ihn. Eggsy durchläuft das schwere Ausbildungsprogramm und wird auch schon bald im Ernstfall eingesetzt im Kampf gegen den bösartigen Milliardär Richmond Valentine (Samuel L. Jackson) …

Der Trailer hat mich ziemlich überfordert weil ich den letztlichen Film einfach nicht einschätzen konnte: irgendwie erschien es mir nicht ersichtlich ob dies nun ein Agentenfilm, eine Komödie, eine Parodie sein soll – erfreulicherweise ist es alles, und eben all jenes in optimaler Weise zusammengebastelt und funktionierend verschraubt. Es ist von Matthew Vaugn, der ja auch „Kick-Ass“ gemacht hat und das was er dort mit dem Thema „Superheldenfilm“ gemacht hat tut er hier mit dem Genre des Agententhrillers: der Film hat einen klassischen Plot wie ihn auch ein James Bond Film haben könnte, setzt ebenso coole Helden und Figuren ein, übersteigert ihn aber immer wieder und bricht ihn mit großartigem Humor. Dazu gibt es Actionszenen die frisch, kreativ und originell inszeniert und geschnitten sind und leider nur einen Nachteil aufweisen: sie sind geradezu unerträglich brutal und häufen einen unfassbaren Leichenberg auf. Trotzdem stimmt bei diesem Film sonst alles: Spaß, Spannung, fette Action und ein hoher Fun-Factor. Daher: anschauen!

Fazit: Ungeahnter Megaspaß – unbedingt anschauen!
Rating: ★★★★★

Teenage Mutant Ninja Turtles

Die TV-Reporterin April O’Neal (Megan Fox) darf mit  ihrem Kameramann Vernon Fenwick (Will Arnett) nur langweilige Berichte lierfern. So hängt sie sich eigenmächtig ane ine Serie Vorfälle ran bei denen namenlose Superkämpfer gegen Scurken in ganz New York vorgegangen sind. Sie kommt dahinter daß die vier humanoiden Schildkröten Leonardo (Pete Ploszek), Michelangelo (Noel Fisher), Raphael (Alan Ritchson) und Donatello (Jeremy Howard) dahinter stecken die von der weisen Ratte Splinter (Danny Woodburn) geleitet werden. Allerdings bekommen sie es bald mit dem Oberschurken Shredder zu tun …

Vorsicht Freunde, ihr bewegt euch auf sensiblem persönlichem Terrain. Der damalige Film „Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“ war einer der ersten Filme die ich mit Freunden allein und ohne Beisein von Eltern im Kino sah und er machte einen Heidenspaß, außerdem hab ich das Turtles C64er Spiel gespielt bis zum erbrechen und sogar mal in die Fernsehserie reingezappt. Ich kann aus kommerziellen Gründen verstehen daß man versucht das Franchise im hier und jetzt nochmal neu zu starten, aber irgendwie hats ein schales Gefühl – und ebenso ein schales Resultat. Da das Ganze von Michael Bay produziert wurde bleibts garnicht aus daß der Film bereits im Trailer versucht „Transformers“ artige Größe auszustrahle, ich weiß nur nicht ob kämpfende Riesenschildkröten eine ähnliche Handhabe hergeben wie überdimensionale Roboter. Aber seis drum: das Resultat ist in der Tat pisch, aber eben nur was den Aufwand und die Action angeht. In Punkto Charme ist der Film ein klarer Minuspunkt: die Sprüche der vier Hauptfiguren wirken deutlich gewollt, die Botoxbrumme Megan Fox versprüht das Charisma eines Kaktus und die Story daß sie selber noch in die Entstehung der Turtles verwuckelt war ist ein einziger Witz. Obendrein wirkt Ratte Splinter nicht charismatisch sodnern geradezu fies. Unterm Strich hat man dann einen lauten Film der sicherlich als Serienstart gedacht ist – ob er diese Richtung auch so einschlagen wird bleibt abzuwarten.

Fazit: Kracht und scheppert ordentlich eine simple Story entlang, läßt aber jede Form von Herz vermissen
Rating: ★★☆☆☆