Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Teenage Mutant Ninja Turtles 2 – Out of the Shadows

Die Teenage Mutant Ninja Turtles Raphael, Michelangelo, Donatello und Leonardo (Pete Ploszek) haben Probleme mit ihrem isolierten Leben in der Kanalisation New Yorks, werden dann aber mit zahlreichen Bedrohungen konfrontiert: Erzfeind Shredder (Brian Tee) hat seine Untergebenen Bebop (Gary Anthony Williams) und Rocksteady (Stephen Farrelly) in Monster mutieren lassen die Jagd auf die sie machen, ebenso plant ein außerirdischer Krieger namens Krang einen Angriff auf die Erde …

Im Grunde bin ich der „Turtles“ Thematik ganz aufgeschlossen gegenüber, was daran liegt daß ich in den 80ern ein entsprechendes C64er Spiel ausführlich gespielt habe; des weiteren war „Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“ der erste Film den ich mit Freunden ohne Eltern im Kino sah – aber trotzdem war die Michael Bay Variante von 2014 auch für mich ne herbe Enttäuschung. Nun hat diese Enttäuschung merkwürdigerweise so viel Geld generiert daß ein Sequel herkommt – und ein höchst zwiespältiges dazu. Im Kern ist dies wirklich mehr ein „Transformers“ Sequel denn eine wirkliche Fortführung der „Turtles“ Materie: ein großer Film über eine Außerirdische Invasion und tapfere Helden die sich dagegen stellen, man hätte das meiste aber auch mit anderen Helden darstellen können. Optisch ist die Nummer dann auch wirklich bombastisch und beeindruckend, inhaltlich aber ein stetiger Wechsel zwischen flachem Humor und zahlreichen einzelnen Handlungsparts die in Überfülle in den Film gepresst wurden ohne das einer davon mal richtig ausgespielt, ausgeführt oder ausgearbeitet wird. Und die Turtles die ja eigentlich Karatekämpfer sind bekommen keine einzige richtige Kampfszene serviert sondern hangeln sich von einer „Over-the-Top“ Action Sequenz zur nächsten … insofern, optisch gewinnt die Nummer klar, inhaltlich dürfte sie maximal kleine Kinder begeistern.

Fazit: Unausgewogenes Sequel mit großem Aufwand und geringem Inhalt!
Rating: ★★☆☆☆

Teen Lover

High School Schüler Lloyd Dobler (John Cusack) ist eine eher unscheinbare Gestalt auf seiner Schule. Sein Leben wird kompliziert als er sich in die begehrte Diane Court (Ione Skye) verliebt. Als sich die beide in der Tat annähern versucht ihr Vater James Court (John Mahoney) dies zu unterbinden …

Eine lange Bildungslücke die ich so jetzt endlich schließen konnte und mich nun mit der Frage beschäftigen kann: warum war das eine Bildungslücke? Gut, es gibt die eine Szene die zum Kult hochstilisiert wird, das ist wenn John Cusack um das Herz seiner liebsten kämpft, indem er mit einem Ghettoblaster vor ihrer Türt steht und Peter Gabriel spielt. Mit dem restlichen Film konnte ich aber rein garnichts anfangen, aber das mag auch an diversen Punkten liegen: John Cusack sagt mir mit einer völlig untypischen Synchronstimme nunmal garnicht zu und die Erwartungshaltung war wohl falsch, ich hatte netten und kurzweiligen Klamauk erwartet. Da der Film aber von Cameron Crowe ist hat es schon eine überwiegend ernste und sensible Seite und erzählt die Geschichte von zwei Jugendlichen die wirklich versuchen einen Weg zu finden und zusammen zu bleiben. Mir bleibt zwar der Kultstatus verwehrt, aber als kurzweiligen und netten 80er Jahre Streifen kann man ihn mit ein wenig Nostalgie sich mal aushalten.

Fazit: Authentische 80er Comedy mit überraschend viel Gefühl!
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The Boss

Die eiskalte Geschäftsfrau Michelle Darnell (Melissa McCarthy) brachte es mit ihrer skrupelosen Art zur einflußreichen Chefin – bis ihr ein Insiderhandel das Genick bricht und sie ins Gefängnis bringt. Nach ihrer Entlassung sucht sie Unterschlupf bei ihrer ehemaligen AssistentinClaire (Kristen Bell) und plant mit den Pfadfinderinnen zu denen auch Claires Tochter Rachel (Ella Anderson) gehört eine Brownie Firma zu begründen …

Die Basis des Films ist relativ klar und einfach: eine fiese Hautpfigur mit verschüttetem goldenem Herzen findet zu ihrer Menschlichkeit zurück, macht etwas gutes, strauchelt dann und findet letztlich doch zum Happy End. Nichts Neues, aber eben eine Geschichte die meistens funktioniert und immer wieder gerne geschaut wird. Hier allerdings wird sie einem ziemlich vergällt, obwohl sie die zu erwartenden Pfade selten verläßt. Leider funktioniert die Nummer einfach nicht was an der Hauptfigur liegt: diese ist ein bösartiges Wesen, eine heimtückische Dreckssau die im eigentlichen zwar einen guten Kern haben dürfte, aber fast nie so wirkt als sei dem so. Was bedeutet daß man mit der Wandlung der Figur so gesehen kaum was zu tun hat weils einem gleichermaßen egal ist und man es dieser Figur kaum gönnt. Echt schade weil das Drehbuch an sich in Ordnung geht, mir Kristen Stewart auch eine nette zweite Figur am Start ist, aber die geradezu aufdringliche und höllisch unsympathische Hauptfigur vermiest alles.

Fazit: Standarddrehbuch dem die kotzbrockige Hauptfigur geradezu die Wirkung versaut.
Rating: ★★☆☆☆

The Gallows

Im Jahre 1993 kommt es an einer Schule in Nebraska bei einer Schulaufführung zu einem tödlichen Unfall. Zwanzig Jahre Später wollen die damaligen Schüler zu Ehren des Toten das Stück zu Ende aufführen – merken aber bei ihrer Rückehr in die Schule das der Geist des Toten dort noch sehr präsent ist …

Ich kenne gerade mal einen Menschend er wirklich und aufrichtig gerne Found Footage Filme schaut – EINEN! Ist er der Einzige? Werden diese Dinger am Ende nur für ihn gemacht? Kann doch garnicht sein, erscheint mir aber so. Jeder Filmemacher der glaubt diesem Gerne noch irgendeinen Funken Neues rauspressen zu können ist im Irrtum. Die Story dieser Wackelkameranummer klingt indes gar nicht schlecht und hätte als herkömmlicher, konventioneller Horrorfilm sicherlich eine Existenzberechtigung gemacht. So aber wird’s komplett verschenkt: ich kriege kaum eine Übersicht in das was hier eigentlich gerade abgeht, die Figuren sind mir scheißegal, die Dramaturgie ist altbacken … und das Schlimmste ist, daß ich all das schon hundertmal gesehen habe.Und Keiner lernt draus daß die Meisten dieses Subgenre leid sind. Außer einem.

Fazit: Die nächste Found Footage Nummer; zu keinem Zeitpunkt in Gefahr irgendwas neues oder frisches zur Thematik beizusteuern …
Rating: ★★☆☆☆

The Program – Um jeden Preis

Der Journalist David Walsh (Chris O’Dowd) arbeitet im Jahre 1999 bei der Tour de France. Die unglaublichen Erfolge von Lance Armstrong (Ben Foster) dabei wecken sein Mißtrauen – und schon bald kommt er einem Dopingskandal auf die Spur …

Das stell wohl den Fall dar daß ich die wahre Geschichte in Kurz kenne, eben das Lance Armstrong ein Rennradfahrer war der erst heldenhaft eine Krebserkrankung überlebte und später unfassbare sportliche Erfolge feierte bei denen er mit Doping nachhalf. Und es flog irgendwann wauf … Ende. Der Film beleuchtet diese Dinge nun mit näherem Blick und schafft es sogar bei einem Radmuffel wie mir ein wenig die Beschmutzung darzustellen, gezeigt durhc die Augen des aufrechten Journalisten der den laufenden Skandal wittert und dessen geliebter Sport so entweiht wird. Dazu gibt’s eine ausführliche Darstellung Lance Armstrong die garnicht erst versucht falsche Sympathie zu erwcken, auf mich wirkt der von Ben Foster grandios verkörperte Strampler als „charismatischer Kotzbrocken“. Und der Film geht letzten Endes sehr in Ordnung, allerdings nur wenn man in der Thematik mit ein wenig Interesse zugegen ist.

Fazit: Kurzweilige Mischung aus Sportfilm und Journalistenkrimi – toll gespielt und authentisch wirkend.
Rating: ★★★☆☆

Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!

Der 19-jährige Robert (Tom Schilling) geht im Jahre 1980 nach Ostberlin da ihn seine ländliche Herrkunft zu Tode langweilt. Als Job putzt er zunächst  in der Peep-Show von Schwarz (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) über den er Zugang zum örtlichen Nachtleben findet. Dort nehmen lange Nächte ihren Lauf …

Wieder einer dieser Filme die versuchen ohne Handlung auszukommen sondern eben nur dokumentieren: in diesem Falle das Lebensgefühl und die Umstände junger Punks im Berlin der 80er Jahre. Keine schlechte Sache, allerdings etwas das ich leider nicht weiter ausführen oder kommentieren kann da ich nicht dabei war und daher den Realitätsgrad nicht ausführen kann. Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen, ebensowenig gibt’s keinerlei Klagen über die Hauptfigur Tom Schilling der sich irgenwie beharrlich weigert mal wirklich dem Erwachsenenalter näher zu kommen. Dazu gibt’s zwar auch diverse Ekelmomente, ebenso aber zahlreiche deutsche Darsteller in sehr witzigen Gastrollen. Insofern: als reine Wohlfühlkomödie taugts kein Stück, als merkwürdiger Film mit bizarren Momenten umso mehr.

Fazit: Energiegeladener Film über eine fast merkwürdig anmutende Epoche.
Rating: ★★★☆☆

Outcast – Die letzten Tempelritter

Shing (Andy On) will die Herrschaft über den chinesischen Thron und ermordet den eigenen Vater um die Tat seinen GEschwistern Qiang (Lixin Zhao) und Prinzessin Lian (Yifei Liu) anzhuhängen. Auf der Flucht stoßen sie af den Kreuzritter Jacob (Hayden Christensen) der ihnen wiederwillig zu Hilfe kommt – ebenso wie dessen verrückter alter Waffenbruder Gallain (Nicolas Cage) …

Ich war vorgewarnt: der Film erschien direkt auf DVD und hatte nirgendwo gute Kritiken, außerdem zerriss ihn ein youtube Kollege von mir restlos. Besonders markant dabei: man druckte zwar Nicolas Cage dick aufs Cover, dabei hat er eigentlich nur ne Nebenrolle: er ist zu Beginn dabei, verschwindet dann aus der Handlung und stößt später im Verlaufg wieder dazu. Das ist auch gut so, da er die einzige Attraktion darstellt: als Ritter mit deutlichem Dachschdaden hat er eine wundervolle Rolle in der er, ganz wie erst am Besten kann, restlos overacten kann. Ansonsten bekommt man nicht viel außer solider, unterdurchschnittlicher Standardware: Hayden Christensen spielt einen Kreuzritter der ein paar unschuldig in Not geratene Kiddies beschützt, als er das nicht mehr kann holt er sich eben Hilfe bei einem alten Waffenbruder, das ist dann ein total ausgetickter Nicolas Cage. Im Grunde kann der Film auf keinem Bereich irgendwie nennenswert überzeugen – schade. Cage könnte echt mal wieder einen Hit gebrauchen.

Fazit: Reißt mehrere Ebenen an und überzeugt auf keiner – nur das Oceracting von Cage macht Spaß.
[rating 2]

Mandela – Der lange Weg zur Freiheit

Bereits in seinem Jurastudium im Jahr 1944 zeigt der Südafrikaner Nelson Mandela (Idris Elba) großes Engagement für Politik und schließt sich der schwarzen Protestbewegung African National Congress (ANC) an. Schon bald landet er ganz oben auf der Fandungsliste des Regimes und wird im Jahre 194 zu lebenslanger Haft verurteilt. Seinen Kampf gegen die Apartheid kann Mandela erst nach über 25 Jahren Haft fortsetzen …

Da bin ich wohl von mir selber sehr negativ überrascht: Nelson Mandela ist mir durchaus ein Begriff und ich weiß sehr wohl daß dieser Mann eine unfassbar wichtige historische Gestalt war und kann den Gedanken daß mir dieser Mann und sein Leben ein wenig filmisch näher gebracht werden nur begrüßen. In der Realität sah es aber so aus daß ich den Film auf dem PC gesehen habe und ständig andere Sachen gemacht habe und mich letztlich garnicht so richtig tief in die Sache und die Thematik vertiefen konnte. Schande über mich. Darum steht es mir auch kein Stück zu diesen Film wirklich und ernsthaft zu rezensieren und zu kommentieren. Ich kann nur sagen: 140 Minuten wird das Leben des Mannes, insbesondere seine Gefängniszeit ausgiebig porträtiert und dem Umstand das Mandela selbst diesen Film „genehmigt“ hat kann man wohl als Gütesiegel sehen. Die historische Korrektheit ect. Müssen andere beurteilen.

Fazit: Hab zu wenig mitbekommen um es wirklich gut zu beurteilen – denke aber das es das Interesse und einen Blick definitiv wert ist!
Rating: ★★★★☆

The Way Way Back – Ganz weit hinten

Duncan (Liam James) ist 14 Jahre alt und relativ schüchtern. Er verbringt eine furchtbare Zeit am Meer, im Familienurlaub mit seiner Mutter Pam (Toni Collette), deren Partner Trent (Steve Carrell) und dessen Tochter Steph (Zoe Levin). Um Abstand von den ihn nervenden Verwandten sucht er sich einen Nebenjob und jobbt in einem Vergnügungspark. Dies hat positive Folgen: der lässige Park- Manager Owen (Sam Rockwell) wird zu einem engen Freund und Mentor, obendrein lernt er die süße Susanna (Anna Sophia Robb) kennen …

Ich sage es gerne und regelmäßig: gute Filme müssen nicht immer das Rad neu erfinden, manchmal reicht ein ganz einfaches Story-Konstrukt und eine ganz olle Geschichte um trotzdem einen großartigen Film zu stricken. Wie in diesem Fall, der eigentlich die sehr bekannten Versatzstücke eines Jungen liefert der einen besonderen Sommer verlebt, ein Coming of Age Drama in dem ein schüchterner und introvertierter Schüler an einem ungewöhnlichen Ort durch merkwürdige Umstände reifer und erwachsener wird und obendrein ein kleines ehe / Familiendrama. Alles drin, nichts was nicht schon irgendwie ähnlich an anderer Stelle geliefert wurde – aber alles drumherum stimmt. Insbesondere der sonst mehr auf Schurken und Fieslinge abonnierte Sam Rockwell liefert eine großartige Leistung als lässiger Parkbetreiber, aber ebenso überrascht Steve Carrel mal in einer ungewohnten Kotzbrockenrolle. Hauptfigur ist aber der (mir) unbekannte Liam James der nicht unbedingt ein unfassbares Talent abgibt, hier aber sehr wohl einen liebenswerten und brauchbaren Charakter verkörpert. Insgesamt ist dies ein schöner Film, liebenswert und positiv in dem so gesehen nichts spektakuläres geschieht, der aber mit Herz und Witz anderthalb Stunden hervorragend unterhält.

Fazit: Schönes Drama übers Erwachsenwerden, in manchen Punkten bemerkenswert realitätsnah!
Rating: ★★★★☆

Runner Runner

Richie Furst (Justin Timberlake) studiert Mathematik in Princeton und verpaßt die Chance auf ein Stipendium. Daher muß er für sein Schulgeld 60.000 Dollar in einer Woche auftreiben und schafft dies mit einem Online-Pokerspiel bis er auf unfaire Weise im letzten Spiel verliert. Daher sucht Richie den Seitenbetreiber Ivan Block (Ben Affleck) in Costa Rica  auf der von ihm so begeistert ist daß er ihn gleich in seine Firma hollt. Der vermeintliche Glücksfall erweist sich schnell als Apltraum, den Richie muß feststellen daß Blocks Geschäfte illegal sind …

Normale Leute haben mal einen schlechten Tag, bei Darstellern ists wohl eine Kategorie härter und sie haben eben einen schlechten Film … so oder so ähnlich nur kann ichs denken oder schätzen was man hier auf die Darsteller anwenden kann. Denn ich habe selten einen Fall gesehen bei dem die Beteiligten so lustlos und genervt agieren als hätte man sie vor die Kamera geradezu geprügelt. Fast traurig ist das die Irone daß ich den Film bzw. die Story an sich schon unzählige Male gesehen haben. Bedeutet in diesem Fall: die altbekannte Story eines jungen Mannes der einem charismatischen Geschäftsmann verfällt und seine große Chance wittert, allerdings erweist sich dann alles was so aussichtsreich aussieht als ziemlich schlimme und bedenkliche Geschichte mit kriminellem Einschlag. Die Hintergrundthematik mag zwar relativ Up-To-Date sein, der Verlauf bis hin zum überraschungsfreien Finish dürfte aber keinen Zuschauer wirklich überraschen oder vom Hocker reißen. Insofern ist dies ein guter Film wenn man beiläufig im Nachtprogramm hineinzappt, als wirklich „ernsthafte“ oder brauchbare Verwendung oder gute Unterhaltung ist er eine totale Niete.

Fazit: Langweiliger Streifen der auf Spektakuläre Weise unspektakulär is!
2 Punkte