Alle Beiträge von Brodie79

A Star is born

Die Karriere des Sängers Jackson Maine (Bradley Cooper) geht auf ihr langsames Ende zu. Da lernt er Ally (Lady Gaga) kennen die sich als musikalisches Naturtalent erweist und durch ihn zum Star gemacht wird. Allerdings kann er in ihrem Schatten nicht wirklich klarkommen …

Ein Star ist geboren? Vielleicht ja auf dem Regiestuhl da dies die erste Regiearbeit von Bradley Cooper ist. Warum ihm selber an diesem Stoff so viel gelegen hat weiß ich nicht, aber es sei ihm vergönnt. Im Film versprüht er als versoffener Sänger viel Kumpelcharme, daneben spielt Lady Gaga eine aus dem Nichts kommende Frau die schlagartig zum Star wird – auch wenn die Glaubwürdigkeit nicht immer dabei ist: wenn die beiden auf dem Parkplatz ein Lied andeuten daß sie kurzd arauf ohne zu üben perfekt auf der Bühne abliefern ist das larger than life. Ebenso weiß ich nicht wo hier die Grenze zwischen der Figur Ally und der Sängerin Lady Gaga besteht: in manchen Szenen in denen die Figur auf der Bühne loslegt setzt man glaube ich gezielt deren reale Starpower ein. Bleibt aber auch nicht viel anderes da der Film sehr plotarm daherkommt und in der überschaubaren Geschichte sehr banale Szenen sehr lange auserzählt und auswalzt. Daher kann der Film einem einerseits etwas langweilig vorkommen, auf der anderen Seite zeugt er von einem ruhigen Erzählstil und genießlicher Struktur. Im Letzten Drittel ist dann die dramatische Fallhöhe immens, was nach den eher banalen ersten zwei Dritteln überrascht – aber am Ende bleibt ein ruhiger, mitunter leiser Film der einen zufriedenstellenden Filmabend garantiert.

Fazit: Kleiner, leiser Film bei denen man mit den Hauptfiguren nur bedingt warm wird!

Rating: ★★★☆☆

Venom

Ein außerirdischer Symbiont kommt auf die Erde und nistet sich in Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) ein um ihn als Wirt zu nutzen. Schon bald bemerkt Eddie merkwürdige Veränderungen an sich wenn er zur Lebensform Venom mutiert …

Ein scheußliches Konzepot: Sony hat die Rechte an Spiderman an Marvel zurück gegeben, hat aber noch die Rechte an diversen Schurken. Diese sollen nun ihre eigenen Solofilme kriegen und später vielleicht doch noch mit ins MCU überführt werden … ein katastrophaler Plan. Entweder mal etabliert sie dort da in dieser Welt Außerirdsiche und übersinnliches lange präsent ist, oder abr man läßt es eigenständig. Aber was überhaupt: eine schizophrene Figur die mit sich selbst im Dauerstreit liegt und gegen einen schmierigen Wissenschaftler ohne jedes Charisma oder Charme kämpt? Wie originell. Generell ist dies eine Origin Story die geradezu so tut als habe es die gefühlt tausend Comicfilme der letzten Jahre nicht gegeben – und auch wenn die Abspannszene Lust auf die dort gezeigte Figur macht braucht es nichts weiteres davon. Ein paar Actionszenen, ein paar coole Sprüche – sonst gibt es nur effektive Langeweile.

Fazit: Lauer Beginn einer langweiligen Story – komplett verzichtbar!

Rating: ★★☆☆☆

USS Indianapolis – Men of Courage

Captain Charles Butler McVay (Nicolas Cage) übernimmt im Jahre 1945 die  USS Indianapolis und geht auf eine heikle Mission: dem Transport von Bauteilen für eine Atombombe. Als das Schiff durch einen Angriff zu sinken droht und der Crew keine Hilfe zusteht da die Fahrt geheim war droht es zu einer Katastrophe zu kommen …

Bezahlt mich und ich spiele euch alles – nach den Vorgaben hat Nicolas Cage seit vielen Jahren so einige Filme gedreht. So auch diesen der aber keine Chance gibt daß er den irren raus läßt. Es beginnt als „normaler Kriegsfilm“ und Cage gibt den soliden, stocksteifen Kommandanten – trashig ist nicht seine Rolle sondern die mitunter katastrophale Darstellung und die scheußlichen Spezialeffekte. Nach der Hälfte jedoch macht der Film einen ganz abrupten Twist und zappt geradezu in ein anderen Genre – schlagartig entwickelt sich die Nummer zu einem handfesten Survivaldrama. Auch dort merkt man daß die Geschichte nicht nennenswert viel Budget hat, es werden einfach nur kleine Einzelmomente präsentiert in denen immer einer oder mehrere eine kleine Konfrontation mit Haien oder ihren eigenen Verletzungen hat. Das ist nicht gerade großes Kino, hat aber doch in manchen kleinen Momenten einen entsprechenden Effekt. In den letzten zwanzig Minuten zappt der Film dann nochmal in ein anderes Genre was wohl nicht nötig gewesen wäre – aber wer bis dahin durchgehalten hat wird sich auch daran nicht stören. Von Cages endlosen Videothekentiteln noch einer der tauglicheren, aber trotzdem nichts was wirklich über Heimkinoniveau hinauskommt.

Fazit: Tauglicher Film mit dezentem Cage und scheußlichen Effekten!

The Happytime Murders

In einer Welt in der Menschen und Puppen zusammenleben, letztere aber als Wesen zweiter Klasse behandelt werden sucht Privatdetektiv und Ex-Cop Phil Phillips einen Mörder der bevorzugt Puppen umbringt. Dabei muß er zusammen mit der Polizistin Edwards (Melissa McCarthy) ermitteln um andere Puppen zu retten die einst in der TV Show „The Happytime Gang“ auftraten …

Ein Film mit einem Gag: Puppen und Menschen leben in einer Welt und die Pupppen benehmen sich saumäßig. Uaaaah! Und Ende. Mehr als das hat der Film nicht zu bieten und dabei hat der Trailer die besten Gags auch schon gebracht – härter als dort wird’s im Film gearnicht und zum Ende hin scheint der Film seine Puppenwelt komplett zu vergessen und schaut nur noch auf seinen Plot. Damit ist eigentlich nichts verkehrt, das ist ein völlig belangloser 08/15 neunziger Jahre Krimiplot, aber eben eienr der einerseits nicht ernst genommenw erden kann weil eben Puppen rumlaufen, als Puppenkomödie oder der debre Stuß der er gerne wäre ebenso wenig funktionieren weil er einfach nicht wirklich lustig ist. Man kann zwar loben daß McCarthy mal eine Rolle spielt die nicht millimetergenau auf sie ausgerichtet ist, ebenso daß die Puppenanimation absolut vorzüglich ist – aber am Ende hat man einen Film gesehen der riesiges Potential ungenutzt verschenkt.

Fazit: Wenige nette Gags, ansonsten große Zeitverschwendung!

Im Zweifel glücklich

Brad Sloan (Ben Stiller) sieht sich mit seinem Sohn Troy (Austin Abrams) Colleges an und wird von Erinnerungen heimgesucht. Vor allem hat er das Gefühl in seinem Leben nicht genug erreicht zu haben. Deswegen ist er auch sehr gehemmt mit seiner alten Clique Kontakt aufzunehmen …

Die zwei Seiten des Ben Stillers: der Mann kann Komödie und hat dieses Image ja über viele Jahre sehr eifrig bedient, ebenso hat es aber immer mal wieder Dramen und ernsthaftere Filme gegeben in denen er nicht unbedingt die sympathischsten Zeitgenossen spielte. Dieser hier fällt wohl auch darunter, wobei er kein wirkliches Arschloch spielt, sondern einfach einen unzufriedenen Mann der nichts anders macht als sich mit anderen zu vergleichen. An dieser von Unzufriedenheit und Neid geplagten Weltsicht hat man als Zuschauer teil und kann entscheiden wie viel man davon mitnimmt: heißt, man kann jeden einzelnen Gedanken nachvollziehen, mu0 aber für sich entscheiden ob man sie teilt oder gar bei sich selbst entdeckt oder ob man das alles restlos ablehnt. Ansonsten ist der Film in ruhigem Braunton gefilmt, ohne spektakuläre Aspekte, aber ebenso wenig mit Dingen die man großartig beklagen könnte. Auf dem Streamingdienst Amazon ist er definitiv richtig aufgehoben da er auch eine Eigenproduktion ist, ins Kino hätte er nicht gemußt.

Fazit: Kleiner, sympathischer Film mit stellenweise unangenehmen Momenten!

Rating: ★★★☆☆

Solange ich atme

Für Robin Cavendish (Andrew Garfield) und Diana (Claire Foy) ist es Liebe auf den ersten Blick. Das Glück ist jedoch von kurzer Dauer als bei Robin nach einer Geschäftsreise Polio entdeckt wird. Obwohl er im Krankenhaus bleiben müsste holt Diane ihn nach Hause und will ihn selbst bis zum Ende versorgen …

Ein weiterer Versuch von Andrew Garfield sein Gesicht vom Spiderman Image zu lösen und sich als Charakterdarsteller zu etablieren – und mit Rollen wie diesen acht er das garnicht schlecht, zumindest ist dies ein Film der nicht auf ihn ausgerichtet ist. Es sit statt dessen die Biographie eines straken und besonderen Mannes der unfassbares erträgt und es ist sehr überraschend wer auf dem Regiestuh gesessen hat, nämlich niemand anders als „Caesar“ und Gollum Darsteller Andy Serkis. Der schafft es ein ruhiges, mitunter mit leichtem humor versetztes Drama zu erzählen das zwar im Kern ein Kranken und Sterbedrama ist, diese Geschichte aber in einer ungewöhnlichen Zeit spielen läßt. Es könnten nur manche darauf reinfallen und etwas anderes erwarten da die Aufmachung es wohl bewußt wie inen reinen Liebesfilm aussehen läßt – das ist er zwar auch, aber nichtin der romantischen Form wie es z.B. das Cover suggeriert.

Fazit: Leiser Film mit sensiblen Figuren, trotz des schlimmen Themas nicht bleischwer!

Ballon

Die Familien Strelzyk und Wetzel planen im Jahre 1979 die Flucht aus der DDR. Diese soll mittels einem selbst gebastelten Heißluftballon gelingen, scheitert aber kurz vor dem Ziel. Fortan müssen einerseits ihre Spuren verwischen und im Stillen einen neuen Ballon bauen …

Endlich: Michael Bully Herbig macht mal einen ernsthaften Film. Darauf habe ich mich sehr gefreut, einfach weil ich seine bisherigen Werke auch immer unter dem handwerklichen Aspekt gesehen habe und ihn für einen der fähigsten deutschen Regisseure halte. Einer der hier auch großartiges Material zur Verfügung hat: Die Story ist eigentlich recht schlicht, zwei Familien unternehmen zwei Fluchtversuche, aber daraus resultieren Unmengen an Spannungsmomenten: die Paranoia, die Belastung, die Bedrohung und die Angst der Familien davor entdeckt zu werden reicht alleine schon um trotz des bekannten Ausgangs die Spannung hochzujubeln. Negativ fallen ein paar schlechte Effekte auf (das Berlin der damaligen Zeit sieht mitunter etwas klobig aus) und eine sehr plump eingesetzte Traumsequenz, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Anonsten hat man eine bewegende Geschichte, sympathische und engageirte Darsteller und eben das Ausloten von Spannung überall wo es geht – und definitiv ganz großes deutsches Kino,

Fazit: Spannungskino vom Feinsten, dazu eine Würdigung des unglaublcihen Muts zweier Familien!

Rating: ★★★★★

7 Tage in Entebbe

Am 27. Juni 1976 wird die Air France Maschine 139 auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris von Terroristen überfallen und ins ugandische Entebbe umgeleitet. Die Terroristen, darunter Wilfried Böse (Daniel Brühl) und Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) und zwei Mitglieder der Volksfront zur Befreiung Palästinas, wollen die Freilassung palästinensischer Gefangener im Austausch gegen die israelischen Geiseln an Bord erpressen. Daraus resultieren sieben furchtbare Tage …

Wieder einmal eine dramaturgisch angepasste Version realer Ereignisse – mir sind die echten Vorgänge wage bewußt oder zumindest habe ich Teile davon schon mal gehört, aber so genau hingesehen habe ich bislang nicht. Ich habe es wohl vorrangig als einen Daniel Brühl Film gesehen und dieser als Darsteller dominiert das Geschehen, ebenso wie Rosamunde Pike. Trotzdem kann ich mit den Ereignissen und dem Ablauf keine emotionale Bindung erreichen: alleine das im Intro Tänzer zu sehen sind die dann auch auf dem dramatischen Höhepunkt so eingeblendet werden entreißt mir das Gefühl eine Nacherzählung zu sehen sondern eben einen Auf Spannung bedachten Thriller. Einen den man durchaus schauen und spannend finden kann, aber keinen, der mir wirklich einen kokreten Überblick über die passierten Ereignisse gibt.

Fazit: Solide inszeniert und gespielt, gibt mir aber keine wirkliche emotionale Bindung zu den Beteiligten!
3 Punkte

Verliebt in meine Frau

Daniel (Daniel Auteuil) trifftt seinen alten Freund Patrick (Gérard Depardieu) wieder und lädt ihn zum Essen mit seiner Frau Isabelle (Sandrine Kiberlain) ein. Leider taucht der mit seiner Freundin Emma (Adriana Ugarte) auf die auf ihr Umfeld eine ungute Wirkung hat …

Ich habe eine eigene Maßeinheit in der ich französische Filme bewerte: den Grad der Hysterie. Am schlimmsten sind für mich dann meistens die Filme von Christian Clavier in denen schnell geredet wird, es laut zugeht und die Hauptfiguren oftmals unter Streß stehen. Dagegen stehen sanfte Filme wie „Frühstück bei Monsieur Henri“ die durchaus Witz, aber auch Herz und Gefühl besitzen. Dieser hier landet dann dabei irgendwo im belanglosen Mittelfeld: vier Menschen verbringen ein Abendessen zusammen, aber anstatt in einen cleveren oder spannenden Dialogfilm zu gehen setzt der Film Altherrenphantasien ein in der die notgeile Hauptfigur hinter einer jungen Frau hersabebrn darf. Das wird zum Glück nicht so peinlich wie es hätte werden können, bringt aber trotzdem kaum reizvolle Momente und schafft es ebenso irgendwann den Zuschauer so in die Irre zu führen daß man nicht mehr weiß was jetzt real oder was schon wieder eine Phantasie ist. Leider setzt sich der Film zwischen die Stühle: zu unlustig für eine Komdie, zu seicht für ein Drama. Trotzdem aber: nicht so aufgedreht wie andere französische Werke.

Fazit: Hamrlose und kurze Komdöie mit ein paar Schmunzlern, aber zu viel Verwirrungen!

Rating: ★★☆☆☆

Ghost Stories

Professor Philip Goodman (Andy Nyman) untersucht drei paranormale Fälle um sie als Betrug zu entlarven. Allerdings muß er bald feststellen daß die genannten Fälle sehr wohl wahre Dinge enthalten …

Och joa … genau das und keinen Funken mehr. Ich hatte diesen Film als Horrofilm gekennzeichnet gesehen und entsprechendes erwartet, bei genauerem hinsehen ist es aber sanfter Grusel mit Mysteryflair. Im Grunde als würde man eine alte, aber gute Folge Akte X sehen: ein wenig Geisterzeug, ein paar Erschrecker, ein wenig Gerede und Rätsel – und dann ists auch schon vorbei. Ich kann verstehen daß dieser hier nicht allzu dick in den Medien präsent war, obwohl er mit Martin Freeman durchaus ein prominentes Zugpferd dabei hat, hoffe aber daß er im Heimkino und auf den Streaming Portalen noch ein wenig wahrgenommen wird. Schon alleine weil ich wissen möchte ob es auch andere gibt die bei der Auflösung an einen bestimmten DiCaprio Film erinnert werden.

Fazit: Kleine, solide und unaufdringliche Gruselnummer, nett, sympathisch und nicht sehr auffällig!