Alle Beiträge von Brodie79

Last Chrismas

Kate (Emilia Clarke) war Elfin in einem Weihnachtsladen, hängt nun aber total durch und denkt übe ihr verkorkstes Leben nach. Dann aber begegnet sie Tom (Henry Golding) – und im Weihnachtstrubel beginnt eine folgenreiche Romanze …

Schade: die Idee einen Film zu machen der auf dem Lied fußt erschien ganz nett und der Trailer hatte eine gewisse Energie weswegen ich mich doch auf den Film gefreut habe. Hinterher folgte aber doch die Ernüchterung da der Film vorrangig eines ist: frei von jeder Story. Wir beobachten einfach eine Hauptfigur und ihr Leben: Emilia Clarke spielt die chaotische Kate die in einem Shop arbeitet, versucht als Sängerin Erfolg zu haben und eine tragische Vorgeschichte die sich nachher enthüllt. Immerhin trifft sie auf einen wunderbaren jungen Mann der ihr das Leben erträglich macht, aber ebenso ein Geheimnis trägt … ua. Einzelne Szenen, manche Scherze und kurze Momente funktionieren dabei auch, es ist aber insbesondere Emilia Clarkes sympathische Figur die alles zusammenhält und trägt. Leider kann sie damit das scheußliche Skript auch nicht retten; welches einfach nur eine Mischung aus Weihnachtsklischees, Romanzenstandards und einem plötzlich einsetzenden Dramateil ist. Als Weihnachtsromanze wird der Film sicherlich einige Leute zufrieden stellen, man merkt aber das hinter dem ganzen Kram nicht viel steckt.

Fazit: Eine überragend gute Emilia Clarke rettet nicht das laue Skript mit seiner lange vorhersehbaren Pointe!
Rating: ★★☆☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=hzqCmABWDKc

High Life

Monte (Robert Pattinson) und seine kleine Tochter Willow (Jessie Ross) leben auf einem ramponierten, ehemaligen Gefängnisraumschiff. Dieses jedoch droht Kurs auf ein schwarzes Loch zu nehmen …

Ich bin kein Fan von harter Sci-Fi; ebenso wenig konnte ich mit „Good Times“ etwas anfangen in dem Robert Pattinson zeigte daß er ein guter Darsteller ist und sich mit Vorliebe abseits des Mainstreams bewegt. Der Grund warum ich dann aber doch mal versucht habe diesen Film zu schauen war ein ganz anderer: der Film wurde wohl komplett in Köln gedreht, in einem hiesigen Studio, wenn auch nahezu keine Szene außerhalb spielt und man vom lokalen nichts zu sehen bekam. Und der Film an sich ist eben das was ich unter einem solchen Sci Fi Stoff erwarte: trist, düster, bedrückend. Das Setting ist und schön anzusehen, die Figuren sind kantig und unangenehm und alles in alles war dies ein langer, anstrengender Titel in den ich nicht wirklich reingekommen bin. Schade, aber wohl logisch. Man muß wirklich der Science Fiction mehr als nur durch Star Wars offen gegenüber stehen, dann eröffnet sich vielleicht ein interessanter Film und ein paar spannende Ansätze. Für mich wars reine Qual.

Fazit: Wie ein Hardcore Sci-Fi Fan dieses Werk auffast weiß ich nicht – als Laie und auf den Unterhaltungswert schauend war es für mich abre pure, unzugängliche Schwere!

Le Mans 66 – Gegen jede Chance

In den sechziger Jahren liefern sich Ford und Ferrari einen stetigen Konkurrenzkampf. Der Visionär Lee Iacocca (Jon Bernthal) und der Ingenieur Carroll Shelby (Matt Damon) kreieren den Ford GT40 der das nächste Rennen entscheiden sol. Ebenso wird der britische Rennfahrer Ken Miles (Christian Bale) ans Lenkrad gesetzt …

Die Nacherzählung eines historischen Sportereignisses, obendrein in einer Diszipli die ich icht interessiert und das auch noch in einer 152 Minuten Version … warum sollte ichd as tun? Weil der Film viele „Bauteile“ enthält die ich enfach in einem Kino sehen will. Die Story ist letztlich nichts anderes als die von ein paar sympathischen Underdogs die sich mit hochrangigen Führungsebenen anlegen und eine unlösbare Aufgabe bekommen die sie ruppig und mit Charme angehen. Für die Darsteller ist es großes „Spielkino“, insbesondere Christian Bale als zugleich aufrechter und ehrlicher wie auch prolliger und großmäuliger Fahrer macht eine Menge Spaß, den Gegenpart bildet Matt Damon als solide, ruhige Figur. Und dann holt der Film noch einen reinen Geschwindigkeitsrausch auf die Leinwand, er genießt es das schnelle Fahrgefühl so gut es geht dem Zuschauer zu vermitteln und nicht zuletzt dadurch vergehen 152 Filmminuten rasend schnell …

Fazit: Humoriger Grundton, sympathische Figuren und hohes Tempo – selbst wenn man nichts mit Motorsport anfangen kann ein Heidenspaß!

Rating: ★★★★☆

Midway – Für die Freiheit

Sechs Monate sind vergangen seit die Japaner Pearl Harbor angegriffen haben. Am 4. Juni kommt es bei den Midway-Inseln zu einer erneuten Schlacht zwischen Japan und der USA – wobei die Amerikaner stark in der Unterzahl sind …

Dieser Film hat mich fassungslos gemacht: wie kan so ein Titel heute noch ein Budget von 100 Millionen Dollar erhalten? Er ist wieder einmal die Patriotensoße in der heldenhaft geschildert wird wie tapfere Soldaten den bösen Japanern in den Hintern treten bzw Bomben auf ihre Schiffe werfen. Auch wenn es sich als historische Nachstellung versteht ist es eben doch vorrangig ein Actionfilm in dem kernige Helden coole Actiondinge tun. Wie sehr die historische Genauigkeit gewährleistet ist weiß ich nicht, es wirkt aber halbwegs plausibel. Darstellerisch leistet sich der Film den merkwürdigen Luxus großartige Stars (wie Dennis Quaid, Aaron Eckhard oder Woody Harrelson) in Nebenrollen zu verfrachten während nichtssagende Jungspunde die Hauptrollen spielen und keinerlei Emotionen vermitteln. Die zahlreichen Szenen auf den Flugzeugträgern sind mittels Green Screen erschaffen und erreichen einen unglaublichen Grad der Künstlichkeit der in den Augen tränt, manche miesen Effekte wirken wie aus einem 30 Jahre alten Videospiel. Trotzdem ist die hohle Heldennummer nicht langweilig, eben so als habe man den Showdown aus Independence Day auf den Zweiten Weltkrieg übertragen. Und letztlich wird bestätigt: Roland Emmerichs Art Events zu inszenieren hat sich mittlerweile überholt.

Fazit: Absurd launiges Kriegsspektakel mit emotionslosen Darstellern und unerträglichem CGI Look!
Rating: ★★☆☆☆

Tolkien

Jahre bevor J.J.R. Tolkien (Nicholas Hoult) die „Herr der Ringe“ Bücher schreibt besucht er das Pembroke College und dient als Soldat im Ersten Weltkrieg – und umwirbt Edith Bratt (Lily Collins). Seine Erlebnisse fließen später in seine Bücher ein …

Tolkien hat „Der Herr der Ringe“ geschrieben und natürlich einen unfassbar großen Meilenstein der Fantasy Literatur. Heißt das aber daß das Leben des Mannes dann auch gleich tauglich für einen Spielfilm ist? Oder will man hier mit Krampf und Gewalt einen Herr der Ringe Nachzieher kreieren indem man Lebensereignisse von Tolkien so zeigt daß sie als Inspiration für bekannte Motive durchgehen? Der Trailer hat das so suggeriert, der fertige Film ist aber doch etwas anders unterwegs: eigentlich wird ein ruhiges, sanftes Drama erzählt von einem sympathischen Kerl und ein paar Freunden und wie sie gemeinsam durch die Schule kommen, ebenso wird eine Lage des erten Weltkrieges daneben geschnitten. Und auch wenn manche Momente etwas kalkuliert wirken, am Ende ist der Film klein, leise und anspruchsvoll aufbereitet. Wie sehr man an der Realität dran ist vermag ich aber nicht zu sagen.

Fazit: Kleiner, ruhiger Film der für den Schulunterricht taugt!

Booksmart

Die strebsamen Schülerinnen Amy (Kaitlyn Dever) und Molly (Beanie Feldstein) stellen kurz vor dem Schulabschluß fest daß sie das Partyleben viel zu sehr vernachlässigt haben – und wollen alles in einer ereignisreichen Nacht nachholen …?

Mich spricht dabei alleine der Name der Regisseurin an: ich kenne Olivia Wilde als Darstellerin in diversen Filmen, nun kann ich mal schauen was sie auf dem Regiestuhl kann. Dafür wählt sie das Genre einer Hogh School Komödie, wofür ich sicherlich nicht das anvisierte Zielpublikum bin. Aber streicht man das High-School weg bleibt eben eine Komödie – und zwar eine verdammt gute. Die Geschichte ist nicht wirklich in der Realität zu verankern, es werden sehr oft Musikeinlagen verwendet und dieses Stilmittel übertreibt der Film stark, außerdem wirkt eine eingebundene Puppensequenz wie eine absurde Cutscene. Auf der anderen Seite macht der Film aber unfassbar viel richtig und gut: die Hauptfiguren sind sympathisch und haben eine ganz tolle Chemie, vor allem in den Dialogen wirkt das Zusammenspiel sehr harmonisch. Der Film zeigt eindimensionale Nebenfiguren und wirft hier und da einen Blick hinter die Fassade, was auch manchen Aha Augenblick zur Folge hat. Unde sgeht um das Gefühl, das trotz manch alberner Momente insbesondere zum Ende hin vorzüglich funktioniert. Ebenso klappen zahlreiche der kalkulierten Gags sehr gut, ich habe in diesem Jahr bei kaum einem Titel so viel gelacht wie hier. Daher: selbst wenn man ein paar Jahre älte rist kann man viel Spaß mitnehmen.

Fazit: Hier und da beim Humor etwas drüber, aber voller sitzender Gags und emotionalen Zwischentönen!

Rating: ★★★★☆

Bloodrayne

Die junge Rayne (Kristanna Loken) kann nicht verhindern daß ihre Mutter von Kagan (Ben Kingsley), dem König der Vampire, ermordet wird. Daher schließt sie sich mit Vampirjäger Vladimir (Michael Madsen) Sebastian (Matthew Davis) und Katarin (Michelle Rodriguez) zusammen um heilige Artefakte zu sammeln und gegen Kagan loszuziehen …

Mir fällt es immer etwas schwerer über Uwe Boll Filme zu schreiben: ich hatte mit dem Mann eprsönlch zu tun und er verhielt sich mir gegenüber großartig; weswegen ich ihn außerordentlich schätze. Des weiteren habe ich gerade über diesen Film einige Stories gehört habe die sich hinter den Kulissen abgespielt haben, vor allem die Probleme mit dem restlos besoffenen Michael Madsen, daher sehe ich diesen Film auch mit einem leichten Lächeln weil ich mir das stetige Chaos vorstelle unter dem er entstanden ist. All das beiseite geschoben kann man wohl nicht leugnen daß dies hier kein wirklich guter Film ist: eine blutige Vampirstory, fußend auf einem Videospiel in der ein reines Gut gegen Böse Szenario seelenlos durchgezogen wird. Überraschend ist die doch recht prominente Besetzung, ebenso gibt’s einige Szenen in denen es überraschend blutig wird und en paar trashige Kampfszenen die für Fans ausreichend sein dürften. Trotzdem kommt keine echte Spannung auf, ebenso reißen die Darsteller nicht wirklich vom Hocker … aber ach, wer wird das beanstanden. Dies ist der banale Trash den man sich bei einem albernen Filmeabend nebenbei reinzieht – mit echtem, großem Film hat das nichts zu tun.

Fazit: Trashiges Vampirgemetzel mit prominenter Besetzung!

Zombieland 2 – Doppelt hält besser

Wichita (Emma Stone), Little Rock (Abigail Breslin), Columbus (Jesse Eisenberg) und Tallahassee (Woody Harrelson) schlagen sich weiterhin gemeinsam durch eine Welt die von der erfolgten Zombie Apokalypse gezeichnet ist. Deren Zusammenhalt wird aber auf eine harte Probe gestellt als sie auf neue Überlebende wie Kiffer Berkeley (Avan Jogia) treffen …

Nach zehn Jahren gibt’s hier endlich ein Sequel auf das im Grunde niemand gewartet hat, aber bei dem eigentlich auch keiner wirklich was dagegen haben dürfte. Wobei sich die Freude nach rekativ kurzer Zeit verflüchtigt und man merkt daß sich dieser Film etwas anders anfühlt. Es sind zeh Jahre vergangen, die Figuren sind zehn Jahre älter, haben sich aber außer Abigail Breslin (äußerlich) nicht wirklich weiter entwickelt. Allerdings brennt diese recht schnell durch wodurch die verbleibenden drei lange Zeit unter sich sind und man merkt daß die Stimmung irgendwie gebremst ist. Woody Harrelson macht dabei am meisten Spaß, er hat die meisten Lacher und offensichtlich am meisten Spaß. Jesse Eisenberg ist eher gebremst, spult seine Rolle ab wie in Teil eins und Emma Stone ist irgendwie genervt – sie zieht die meiste Zeit eine Flappe und wirkt extrem gelangweilt. Ansonsten verläßt der Film die routinierten Bahnen nicht: es gibt einige Zombieszenen in denen ordentlich gesplattert wird, viele dumme Sprüche, die üblichen Regeln und den ständigen Runnig Gags mit Texteinblendung. Storytechnisch passiert nicht viel, aber das braucht es nicht. Die Leichtigkeit und den Spaßfaktor des Vorgängers erreicht er zu keinem Zeitpunkt, trotzdem ist generell damit zu rechnen daß er „zufrieden“ stellt.

Fazit: Alle Komponenten die den ersten Teil ausgemacht haben sind wieder drin, wenn auch in weniger originellen Aufmachung!

Rating: ★★★☆☆

Blubberella

Blubberella (Lindsay Hollister) ist halb Mensch, halb Vampir und liebt ebensosehr den Verzehr von Truthahnsandwiches wie auch das Blut von Nazis. SO kämpft sie gegen einen bösartigen deutschenKommandanten (Michael Paré), einen verrückten Doktor (Clint Howard) und den blutrünstigen Leutnant (Steffen Mennekes) – sowie Hitler (Uwe Boll) persönlich …

Uwe Boll war einst so freundlich mir als Laie ein Interview für meinen youtube Kanal zu geben, daher habe ich mich entschlossen alle Filme von ihm nachzuholen. Und ich bin stets im Zwiespalt: ich sehe ihn als Person und als Mensch auf der einen Seite, als Filmemacher auf der anderen … und das geht nicht so ganz überein. In dieem Falle aber wars leicht: Boll selber deutete schon mal an daß dieser Film hier zwar lustige Momente habe, er diesen selber als nicht gelungen ansieht. Das kann man nur bestätigen: es ist etwas amüsant wenn man die Entstehungsgeschichte kennt (der Film wurde gleichzeitig mit Bloodrayne 3 gedreht) und wenn man ein paar Bollfilme kennt, dann sieht man wie auf einer Strichliste die üblichen, bekannten und stets bei ihm verwendeten Darsteller wieder … ansonsten tut dieser Film weh. Darstellerisch, von der Inszenierung her … eine Story würde ich nichtmal benennen wollen. Alles was sich an bösen Sprüchen über Boll fnden läßt … in dieser strunzdoofen Horrorparodie stimmt es.

Fazit: Als würden kleine Kinder mit einer Kamera rumspielen!
Rating: ★☆☆☆☆

Der letzte Bulle

Der knallharte Polizist Mick Brisgau (Henning Baum) war in den 80er Jahren ein knallharter Polizist bis er im Koma landete. Nach zwei Jahrzehnten kommt er wieder zu sich und beschließt die Polizeiarbeit wieder aufzunehmen – muß sich dabei aber an die neuen Umstände anpassen …

Die Serie habe ich damals komplett geschaut und mit einem amüsierten Lächeln im Hinterkopf behalten, diese Kinoneuauswertung habe ich trotzdem nicht herbeigesehnt. Das Konzept dabei ist identisch wie 2012 bei „Türkisch für Anfänger“: man nehme die gleiche Grundsituation, alle Figuren und erzähle das alles nochmal in kurz und fürs Kino. Im vorliegenden Fall heißt das daß der Film wie ein Zapping ist, er springt schnell und hastig durch diverse Punkte welche in der Serie gut funktionierten: Mick Brisgau wacht nach 25 aus dem Koma auf, eckt mit seiner kantigen Machoart an vielen Stellen an, sucht gleichzeitig den Täter der ihm das alles angetan hat und hat nebenbei noch seine familären Verhältnisse zu klären. Der Film zappt zwischen diesen Baustellen, geht keiner konkret nach und wirkt dadurch geradezu unausgewogen. Ebenso stellt der hohe Klamaukanteil ein Problem da: wenn gleich zu Beginn ein Heer Polizisten betrunken in den Einsatz geht als gingen sie zum Fuball oder der Held in einem Fitnessstudio besser hergestellt wird als im Krankenhaus siegt Humor über Logik. Richtig gut funktionieren dabei die Szenen in denen die Ruhrpottatmosphäre eingesammelt wird, diese kann Thorwart nun mal sehr gut aus seinen alten Filmen darstellen und macht es auch hier mit Bravor. Somit ist der Film zwar weiterhin sehr verzichtbar, aber durchaus amüsant und an keiner Stelle langweilig.

Fazit: Der hohe Klamaukfaktor macht es schwer die Nummer halbwegs ernst zu nehmen, Spaß bringts aber trotzdem!

Rating: ★★★☆☆