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Zack Synder’s Justice League

Bruce Wayne (Ben Affleck) bekommt mit daß das auerweltliche Wesen Steppenwolf auf die Erde kommt und wendet sich an Diana Prince (Gal Gadot). Gemeinsam formen sie aus weiteren Superhelden ein Tram dem sich Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) anschließen

Ich sehe mich nicht in der Lage den Film adäquat zu beurteilen, finde es aber sehr spannend daß er überhaupt existiert. Hier kann ein Regisseur seine persönliche, eigene Version die seinerzeit nicht möglich war nachholen, außerdem hatten Fans eine Vorstellung davon um wie viel besser dies sein würde und können sich wohl nun bestätigt fühlen. Die Handlung ist gleich, eine einfache Superheldenstory in der Gut gegen Böse kämpft, die Ausmaße die der Film dabei annimmt sind aber wohl einmalig. Das kann aber auch daran liegen daß wirklich alles reingepackt wurde was ging und hier vieles drin ist was sonst der Schere zum Opfer gefallen wäre. Außerdem pfeift der Film auf seine „Zugänglichkeit“ und richtet sich speziell an Comickenner, ist somit vollgestopft mit Hinweisen und Andeutungen welche nur ein Fachmann verstehen kann. Daher blieb für mich wohl in erster Linie „Gönnung“ für einen Filmemacher übrig der sein Werk vollenden kann und für die Fans die bekommen was sie sich gewünscht haben. Als Film den ich schaue war er mir zu düster, zu lang und durch meine fehlenden Comickenntnisse fühlte ich mich wie auf einer Privatparty auf der ich keinen kenne.

Fazit: Sicherlich ein neuer Maßstab in Sachen Comicfilm, allerdings nur gerichtet an versierte Zuseher!

Rating: ★★★☆☆

Und morgen die ganze Welt

Luisa (Mala Emde) stammt aus einer wohlhabenden Umgebung und beginnt ihr Jurastudium. So gerät sie an den charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen besten Freund Lenor (Tonio Schneider) durch den Luias in gefährliche Kreise vorrückt …

Etwas daß ich immer am Medium Film geschätzt habe ist der Umstand daß es mir einen Eindruck von einer fremden Welt vermitteln kann in die ich in der Wirklichkeit keinen Einblick habe. Das trifft dann wohl auch voll und ganz auf die Antifa Szenerie zu die hier präsentiert wird. Gezeitgt wird der (plausible) wWeg den eine junge Frau nimmt, wie sie an die richtigen Kreise gerät und so langsam, aber sicher hemmungsloser wird und auch bei der Wahl von gewaltsamen Mitteln mehr und mehr die Scheu verliert. Ob man die Darstellung zu simpel oder zu plakativ findet entscheidet natürlich jeder selber, mir hat es wohl schon gereicht die Hauptdarstellerin zu sehen die einen unglaublich guten Job macht. Ansonsten ist es wohl kein Wohlfühlfilm und nicht für jeden gedacht – sehr wohl aber um ihn als Einleitung einer Diskussion zu schauen

Fazit: Unbequem und an manchen Stellen sehr bitter!

Rating: ★★★☆☆

After Truth

Hardin (Hero Fiennes-Tiffin) hat Tessa (Josephine Langford) schwer verletzt, weswegen sie die Beziehung beendet. Allerdings wird sie von stetigen Erinnerungen an ihn verfolgt und sie beginnt zu überlegen ob sie der Beziehung noch eine Chance geben soll …

Der erste Film verkaufte sich als eine Art Teenagerversion von „Shades of Grey“ und besaß eine Alterfreigabe ab 0, da konnte irgendwas nicht stimmen. Ich würde gerne sagen was, aber ich habe den Film so derartig im Kopg gelöscht daß mir dazu die Worte fehle. Hat mich aber für diese Runde zwei kaum beeinflußt. Ich sehe wieder die gleichen Gesichter, schick aber ohne jedes Charisma die anderthalb Stunden lang umeinander herumeiern, sich mal näherkommen, dann wieder alles verwerfen. Immerhin gibt’s kleine Sexszenen dazwischen und sit der schicke Ausstattungslook einen Blick wert. Da merkt man daß der Macher von „Eiskalte Engel“ auf dem Registuhl saß. Ansonsten tut das Ding nocht weh, richtet sich aber sicherlich an eine kleine, eher jugendliche Zielgruppe.

Fazit: Teenager-Liebessoap mit schicker Optik, aber charismaarmen Figuren!

Rating: ★★☆☆☆

Raya und der letzte Drache

Der Drache Sisu (Awkwafina) ist der letzte seiner Art. Daher macht sich die Kriegerin Raya (Kelly Marie Tran) auf den Weg zu Sisu damit er hilft das Königreich Kumandra zu retten …

Ein weiterer Titel der den Start im Kino nicht unterbringen kann und statt dessen auf Disney Plus abgeladen wird. Der Verlust des Kinos ist der Gewinn des Streamings und er verzerrt leider die Daten:  dies ist eine Kinoproduktion die auf höchstem Level erfolgt ist und dort absolut hingehört hätte, es nun aber aussehen läßt als seien neue Streamingtitel generell auf einem solch hohen Niveau. Abseits von solchen Gedanken kann man aber einfach auch den Film für sich betrachten der ein Best off etlicher Disneytitel ist: eine junge Frau, sensibel und stark zugleich welche in einem mysteriösen Zauberreich eine Mission erfüllt, Themen wie Hoffnung, Vertrauen und Miteinander propagiert und der Dame auch noch lustige Sidekicks zur Seite stellt – die bekannte, aber stetig funktionierende Formel. Hier wird zwar nichts Neues ergänzt, aber eben das Bekannte in bester Form neu aufbereitet: es gibt Herz, Witz und sehr viel bunte Bilder für die Augen, sowie einen schmalzigen Soundtrack der die Geschichte auf exzessive Kitschlevel erhebt. Die Erhabenheit der Geschichte opfert sich hier und da der Comedy (die mystischen Drachen erweisen sich eher als rabiate Comedyfiguren), aber den Gesamteindruck  schmälert das nicht: dies ist ein wundervoller, kindgerechter Abenteuerfilm wie man ihn sich wünscht.

Fazit: Bunt, laut, witzig und mit Herz – wie ein Sampler aller typischen Disneyelemente!

Rating: ★★★★☆

Soul

Musiker Joe Gardner hat einen langweiligen Job als Musiklehrer, bekommt aber die Chance mit der berühmten Jazz-Saxophonistin Dorothea aufzutreten. Leider ist Joe so übermütig vor Freude daß er in einen Kanal stürzt und seine Seele ins „Davorseits“ geschleudert wird …

Filme iw diese führen mich in ein Dilemma: im Grudne konnte ich mit dem Streifen rein garnichts anfangen, er hat mich über die meiste Zeit nicht ergriffen oder begeistert, aber dann kommen immer mal wieder einzelne, großartige Momente die über allem stehen. Lohnt es sich 100 Minuten Film wegen wenigen Highlights durchzustehen? Muß jeder selber wissen. Etwas schade ist daß der Film einen ganz anderen Verlauf nimmt als das Marketing hergibt und er sich letztlich in der Sparte der Bodyswitch Komödien bewegt, ein ausgelutschtes Genre halt. Dort wird eine ganze Reihe an überdrehten Gags abgefeuert die für mich nicht funktioniert haben. Gleichermaßen begeistert michd er Film durchweg durch seinen Look, ich habe selten eine so wunderschön animierte Welt wie diese in einem Film gesehen. Und es gibt eben die emotionalen Spitzen, dfas sind zwar nur kleine, sensible Momente, aber an diesen Stellen kreigt mich der Film dann doch. Leider verteilen sich diese Augenblicke über lange 100 Minuten und man kann sagen: wer Geduld und Muse hat, der möge es verscuhen.

Fazit: Wechselt nach einem Drittel in ein ganz anderes Genre ab und wird zur hysterischen Comedy, belohnt aber mit sanften und warmherzigen Augenblicken!

Rating: ★★☆☆☆

Wonder Woman 1984

EIn mysteriöses ARtefakt holt Dianas (GAld Gadot)s verstorbenen Freund Steve (Chris Pine) zurück ins Leben – allerdings trachtet auch ein windiger Geschäftsmann (Pedro Pascal) danach mit dem ARtefakt schweren Schaden anzurichten …

Der Film hat gleich in mehrerer Hinsicht Pech: eigentlich war ein Start für den Sommer 2020 geplant, doch durch die Coronalage wurde er stetig und immer weiter aufgeschoben. In Deutschland wir dzwar weiterhin ein Kinostart angepeilt, aber es gibt ihn dann doch vorab auf Sky womit er zwar irgendwie, aber doch nicht richtig erschienen ist. Ebenso hat er Pech mit seiner Zugehörigkeit des DCEUs, wo er eben einen weiteren Titel darstellt, aber innerhalb der Haupthandlung ein Prequel ist und es obendrein sehr unklar ist in welche Richtung dieses Universum überhaupt noch fortschreitet. Das Schönste an diesem Film ist wohl daß es nach langer Zeit mal wieder ein richtiger, großer Blockbuste rist der auch im großen Stile für die Kinoleinwand gemacht ist, aber auch eine große Luftnummer darstellt. Die Story hat drei Aspekte die sich nicht widersprechen, aber ungleichmäßig verfolgt werden. Nach einer furiosen Eröffnungssequenz gönnt sich der Film nahezu eine Stunde Leerlauf und die Rückkehr Steves ist mit einem Aspekt verbunden der geradezu „unmoralisch“ genannt werden kann. All das, wie auch der digitale Look machen dies zwar zu großem, aber zu leerem Kino dessen (zu) lange Lauflänge irgendwann zur Qual wird. Schade, aber mit solchen Filmen kommt das DCEU weiterhin nicht auf die Kette.

Fazit: Überladen und leer – trotz weniger guter Szenen ein trister Film mit quälender Überlänge.

Rating: ★★☆☆☆

Der Prinz aus Zamunda 2

Der der König von Zamunda (James Earl Jones) nicht mehr lange zu leben hat wird iPrinz Akeem (Eddie Murphy) ihn bald beerben. Dann aber erfährt er daß er einen Sohn in Amerika hat und reist mit seinem Diener Semmi (Arsenio Hall) zurück in die USA …

In einer Szene reden zwei Figuren über Filme und darüber wie man ein schönes Original mit einem schrottigen Nachzieher verhunzt, damit bringt sich der Film schon in eine nette, selbstironische Lage. Im Grunde ist er nämlich völlig überflüssig: nach über 30 Jahren in denen der Erstling ein Klassiker war kommt nun Runde zwei nach der keiner gefragt hat. Aber generell macht der Film vieles richtig: er verdreht die Ausgangslage indem er einen jungen mann zeigt der in Zamunda die Bräuche und Gewohnheiten erlernen muß, Eddie Murphy spielt zwar die Hauptrolle, tritt aber stetig einen Schritt zurück. Ansonsten gibt es viele Wiedersehen mit Figuren aus dem ersten Film und eine durchweg simple, aber warmherzige Stimmung. Am Ende hat der Film nichts bewirkt außer vergnüglichen anderthalb Stunden, ein wenig mit der Nostalgiekeule schwingen und ein paar kleine Lacher zu produzieren. Er ruiniert den Klassikerstatus des Originals sicher nicht, fügt aber auch nichts entscheidendes Neues hinzu.

Fazit: Bunte, kurzweilige und würdige Komödie mit großer Nostalgiekeule, aber keiner wirklichen emotionalen Tiefe.

[rating 3]

Der geheime Garten

Mary Lennox (Dixie Egerickx) ist zehn Jahre alt und lebt in Indien. Nachdem ihre Eltern umkommen kommt sie zu ihrem Onkel Lord Archibald Craven (Colin Firth) nach England geschickt In dessen Anwesen entdeckt sie mit ihrem kranken Cousin Colin (Edan Hayhurst) einige Familiengeheimnisse …

Dies ist eine Buchverfilmung deren Vorlage ich nie in den Händen hatte (wie ungewöhnlich) und ich hatte auch Probleme mich auf den Film so einzulassen wie es gedacht ist. Darum breche ichs auf den kleinsten Nenner runter: ein Mädchen welches schlimme Dinge durchgestanden hat kommt in ein Umfeld voller Menschen mit schlimmer Vergangenheit und wird geheilt durch den angrenzenden, mysteriösen Garten. Dort herrschen übersinnliche Kräfte und eine magische Stimmung die auf alle Menschen drumherum ihre entsprechende Wirkung auslebt. Daraus resultiert ein Kinderfilm der nicht humorfrei ist, aber eben doch den Schwerpunkt auf den Fantasypart setzt und eben durch Atmosphäre und Stimmung entsprechend punktet – trotzdem wird hier nichts aufgefahren was nicht ähnliche Titel schon angewandt haben.

Fazit: Mischung aus Drama und Fantasy der aber eine gewisse Magie innewohnt!

Rating: ★★★☆☆

Malcolm & Marie

Nach einer erfolgreichen Filmpremiere kommt Regisseur Malcolm (John David Washington) mit Marie (Zendaya) nach Hause. Aus einer Diskussion über den Film entspringt schnell ein Streit über die ganze Beziehung …

Liebe mich, ich bin ein Kunstfilm! Ich bin in schwarz weiß! Und ich habe Isajah Washington drin, den Tenet Star, der quasi das zweite Kinohalbjahr 2020 dominiert hat, weil nichts anderes, nennenswertes gezeigt wurde! Jay! Gut; ein Film sollte mehr als das zu bieten haben, aber dies sind die Aushängeschilder mit denen er sich präsentiert. Im Kerne ist es ein in Film verfrachtetes Theaterstück. Ein Paar kommt nach einem wichtigen Abend nach Hause und fängt an zu streiten – thats all. In schicker Optik, künstlerisch angehaucht durch den schwarz weiß Look. Alelrdings bleibt man als Zuschauer von Anfang an außen vor weil man hier einen arroganten Sack und eine biestige, verschlossene Zicke hat die sich anblaffen und man dadurch eigentlich kein Interesse am Gefühlsleben zweier Oberschichtler hat. Zugegebenermaßen ist dies toll gespielt, zwei begabte darsteller dürften sich gut 100 Minuten den Marsch blasen und man kann nicht bei jedem Dialog absehen in welche Richtung er gehen wird – aber trotzdem schaut man nur ein schickes etwas ohne emotionale Anteilnahme.

Fazit: Schicke und edle Menschen die einen endlosen Dialog führen – toll gespielt aber ohne große Nachwirkung!

Rating: ★★★☆☆

Outside the wire

Der Drohnenpilot Harp (Damson Idris) wird für eine gefährliche Mission ausgewählt – er soll mit Androiden-Offizier Leo (Anthony Mackie) eine neue Waffe ausschalten …

Eine der ersten Granaten der Netflix Offensive 2021: der Streaminganbieter kündigt fürs Jahr über 70 neue Titel an. Leider kommt direkt dieser hier für mich wie eine Warnung daher, obwohl man ihm einiges Gute anrechnen kann. Im Stern stellt er ein gutes Szenario ins Zentrum, nämlich die Geschichte eines Drohnenpiloten der komplett emotionslos Menschenleben opfert, dann aber selber ins Schalchtfeld muß und sein eigenes Handeln aus der anderen Sicht erlebt. Dazu kommt ein leichter Sci-Fi Faktor indem die Geschichte rund um den Einsatz von Robotern im Kriegsgebiet geht und alles gezeigte mit einem gigantischen Aufwand aufgezogen wird. Trotzdem schockt mich die Wirkung des ganzen Dings – es gibt sie schließlich nicht. Es sind zwei laue Stunden Ballerfilm in trister Optik mit kreidebleichen Charakteren die einen restlos kalt lassen und nach kurzer Zeit vollständig aus der Erinnerung getilgt werden. Dieses ist die seichte, wirkungslose Massenware welche Netflix nun im Großaufgebot hat – und das finde ich eher bedrückend als erbaulich.

Fazit: Technisch aufwendig und mit interessantem Ansatz, aber in seiner Wirkung kreidebleich!