Alle Beiträge von Brodie79

Don’t Look Up

Die Astronomen Kate (Jennifer Lawrence) und Randall (Leonardo DiCaprio), entdecken einen Asteroiden der mit tödlicher Gefahr auf die Erde zurast. Da dies aber niemand hören will müssen die beiden auf eine Medientour gehen …

Mehr Stars gehen wohl kaum in einen Film – mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence hat man schon direkt zwei Top Stars in den Hauptrollem, aber das setzt sich auch in die Nebenrollen fort, vo Meryll Streep über Jonah Hill bis zu Timothy Chalamet. Die Story hat absurde Brisanz, wenn man den Kometen einfach durch das Corona-Thema ersetzt. Denn es geht um Wissenschaftler die selbstlos ihre Entdeckung mitteilen wollen damit die Welt entsprechend handeln kann, aber sie erhalten niemals die nötige Aufmerksamkeit, die Ernsthaftigkeit oder den verdienten Respekt. Statt dessen hat jeder der in einer verantwortlichen Position ist eigene Interessen oder Hintergedanken und niemals hat jemand das Wohl der Welt im Sinne. Und auch wenn dies eine launige Komödie ist – in manche Figuren möchte man geradezu reinschlagen weil sie einen so wütend machen. DiCaprio hat indes einen mächtigen Spaß am Film, ebenso wie der Zuschauer.

Fazit: Etwas überlange Mediensatire mit Starensemble

Rating: ★★★★☆

The Ice Road

EIne kanadische Diamantenmine stürzt ein, so daß Mike (Liam Neeson) eine fast unmögliche Rettungsaktion für die verschütteten Bergleute ansetzen muß …

Hatte Liam Neeson nicht verkündet daß er kleine Actionfilme mehr drehen will? Oder meinte er nur jene in denen er körperlich ranmuß und Leute auf die Fresse hauen muß? Scheint so, denn anders als im Actiongenre lässt sich dieser Film nicht festlgen. Und bringt in diesem Zusammenhang eine neue Bedewutung des Wortes solide weil man daran nichts beanstanden, aber auch nichts hervortun kann. Neeson und ein paar Begleiter heizen mit mehreren LKWs eine vereiste Strecke entlang und es sollte reichen daß sich hier ein paar Figuren gegen die Naturgewalten stellen. Aber das wird dann mit entsprechenden Stories aufgepustet, z.B. damit daß ein geistig behinderter Mann mitfährt und eine Intrigenstory in der jemand versucht den Rettungsconvoy aufzuhalten. Es gibt Action, es gibt ein paar spannende Momente und Neeson gewohnt gut in der Hauptrolle. Was es aber nicht gibt sind Emotionen oder irgendwas daß an Figuren Anteil nimmt. Und wenn einem selbst die Parts in denen eingschlossene Männer die in den letzten Zügen liegen keine Emotionen abgewinnen … dann macht ein Film irgendwas falsch.

Fazit: Ruppige Männeraction die durchgehend zufrieden ausfällt, aber kaum emotional berührt!

Rating: ★★★☆☆

Matrix – Resurrections

Programmierer Thomas Anderson (Keanu Reeves) muß gegen seinen Willen einen vierten Teil seines Hitspiels „Matrix“ programmieren. Als er eine Frau namens Tiffany (Carrie Ann-Moss) in einem Cafe trifft beginnt sich auf einmal Spiel und Realität zu vermischen …

Ich habe diesen Film nicht herbeigesehnt. Ich respektiere Teil 1 als zeitlosen Klassiker, Teil 2 als ein cooles Actionfeuerwerk und Teil 3 als Beleg dafür wie man eine Reihe effektiv kaputtfortsetzt. Einen weiteren Film aus der Reihe brauchte es meiner Ansicht nach nicht, zumal mich der Trailer zwar interessiert, aber leidenschaftslos zurückließ. Die spannendste Frage ist für mich warum diese Figuren wieder leben und was nun noch Neues geschehen soll. Nach dem Film frage ich mich wie dieses WirrWarr eine Planungsphase überstehen konnte, wie man Geld dafür bekommen hat und warum sich Keanu Reeves dafür nochmal hergibt. Die Story kopiert in weiten Teilen den ersten Film und macht sich mit endlos vielen Meta Refrenzen darüber lustig, was zum Thema ganz anders ist. Neue Figuren ersetzen manch alte Charaktere, bleiben dabei aber farblos und uninteressant, der Look hat sich vollkommen verändert und abgesehen von macnh coolem Moment ist dies eine Szenenfolge ohne Sinn, Verstand und Zusammenhang. Etwas was legendär werden wird: noch nie wurde so ein guter Erstling mit so einer miserablen Fortsetzung in die Tonne getreten.

Fazit: Ultimative Katastrophe! Nicht weniger!

Rating: ★☆☆☆☆

Die Königin des Nordens

Im Jahr 1402 hat Margrete (Trine Dyrholm) Dänemark, Norwegen und Schweden zu einer Union vereint und strebt ein Bündnis mit Englang an. Dann aber wird ihr totgeglauber Sohn gefunden – und die Rückkehr des Mannes führt zu zahlreichen Verstrickungen und politischen Intrigen …

Ich bin nicht sonderlich versiert in dänischer Geschichte, daher mag der Film zwar einen echten historischen Fall behandeln, für mich war aber fremd und neu. Aber auch nicht schlecht. Man muß sich eben nur bewusst sein was man schaut, nämlich zwei Stunden Film in denen Menschen in Kirchen oder Burgen sitzen und reden. Man bekommt aber recht schnell einen guten Eindruck von der Lage der Hauptfigur und wie die Interessen der verschiedenen Seiten sie unter Druck setzen. Obendrein kommt natürlich der Mutter / Sohn Aspekt dazu der eine zusätzliche Dramatik erzeugt. Da ich den wahren Ausgang nicht kannte hat mich das Ende bewegt und überrascht, allerdings hatte die Geschichte für mich in Mittelteil einen kurzen Durchhänger. Generell kann man einen dänischen Historienfilm nicht sonderlich attraktiv verkaufen, aber es findet sich sicherlich ein kleines Publikum dazu.

Fazit: Trist, aber sehr atmosphärisch und mit heftigem Ende!

Promising Young Woman

Die aussichtsreiche Zukunft von Cassie (Carey Mulligan) wird durch einen überraschenden Zwischenfall abrupt beendet. Fortan lebt sie nach außen normal weite rund führt heimlich ein Doppelleben …

Das ist natürlich etwas was ein Film einem beim anschauen geben kann: die Selbstanalyse. Wenn man (wie hier) Männer im Flirtumgang sieht und die Momente wo man geradezu übergriffig wird kann man nicht anders als das eigene Verhalten zu hinterfragen und zu bedenken. Ob eine das gefällt oder nicht ist eine eigene Sache. Unabhängig davon ist dies ein gradliniger, aber trotdem spezieller Thriller der von seiner tollen Hauptdarstellerin Carey Mulligan lebt und getrage wird und ein solides Gespür hat Drama und etwas Thrill wohl zu dosieren. Als kurzweiligen Spaß kann man ihn aber nicht warhnehmen, das verhindert schon das Ende.

Fazit: Vielschichtiger und erschreckender Thriller!

Rating: ★★★★☆

The Little Things

Kleinstadtsheriff Deke (Denzel Washington) ist ausgebrannt und hat seinen Jjob satt, dann aber beginnt ein Serienmörder in seinem Revier zu morden. Mit einem jungen Großstadtpolizisten Detective (Rami Malek) begibt sich Deke auf die Jagd, wobei die unterschiedlichen Persönluchkeiten zum Problem werden …

Willkommen in den neunziger Jahren – das trifft in vielerlei Hinsicht zu. Der Film spielt in dieser Zeit, wirkt auch wie damals gedreht (mal abgesehen von dem gealterten Denzel Washington in der Hauptrolle) und das Drehbuch ist auch einige Jahre alt. Wäre er wohl damals entstanden wäre er heute aber nur ein Titel den man kennt, aber kaum mehr schätzt (ähnlich wie der etwas Washingtons „Knochenjäger“). Im Kern sind es wiede rein paar Cops die miteinander ihre Differenzen haben, die einen Serienmörder jagen und schrittweise der Wahrheit näher kommen. Eigentlich ist alles solides Mittelmaß, es gibt wenig Action und eine solide Spannungskurve, das Besondere dabei sind die großaritgen Darsteller, schließ0lich habt man hier Washington, Rami Malek und Jared Leto am Start. Damit kriegt man zwei kurzweilige Stunden rum die aber kaum Nachklang haben.

Fazit: In jeder Hinsicht solide!

Aline – The Voice of Love

Die kleine Aline (Valérie Lemercier) hat von Kindheit an eine fabelhafte Stimme – so schickt bereits ihre Mutter ein Demotape an den Musikproduzenten Guy-Claude Kamar (Sylvain Marcel) …

Ich habe mich mit dem Leben und den Umständen“ von Celine Dion nie wirklich befasst, aber das muß man für diesen Film wohl auch nicht, da hier direkt gesagt wird: es ist keine exakte „Nacherzählung“ der Dinge, sondern eine fiktionale Form. Ich erkenne zwar einzelne Faktoren darin (etwa „My Heart will go on“), muß mich aber zu jeder Zeit dem Film anvertrauen und daß er mir keinen Mist erzählt. Tut er aber auch kaum: wir sehen eine junge Frau mit einem endlosen Talent deren Leben wir verfolgen, sehen zahlreiche Szenen in denen sie auf einer Bühne steht und erleben ihren privaten Werdegang. Dabei ist die Figur nie unsympathisch, unangenehm oder ähnliches, aber sie nimmt einen auch nicht ein. Die Schwerpunkte verteilen sich etwas ungleichmäßig, etwa wenn sehr lange die Familie primär im Zentrum steht bevor es wieder auf die künstlerische Ebene geht und bei allem fehlt dem Fim sehr stark das vergehen der Zeit: über welchen Zeitraum diese Gschchte spielt wird kaum umrissen und man ist manchmal etwas orientierungslos dadurch. Trotzdem: egal wie viel von alledem wahr ist und was auch immer davon „ angepasst“ wurde: diese Story bleibt ebenso frei von Highlights wie von „Einbrüchen“ und dürfte für Celine Dion Fans sicherlich mehr Reiz haben als für einige andere. Allerdings ist es zu Beginn gewöhnungsbedürftig wie der Kopf der Hauptfigur auf den Körper eines kleinen Mädchens gemorpht wurde.

Fazit: Emotionale Kiste mit viel Musik bei der man aber wegen des genannten fiktionalen Anteil nicht viel glauben mag.

Rating: ★★★☆☆

 

Spider-Man – No Way Home

Nach der öffentlichen Entlarvung seiner Identiät hat Peter Parker (Tom Holland) Probleme von allen Seiten. Daher wendet er sich an Dr. Sctrange (Benedict Cumberbatch) damit dieser das passierte Unheil durch einen Zauberspruch ungeschehen macht. Leider geht dies schief und hat fatale Konsequenzen …

Das spannende an diesem Film ist der riesige Wust an Erwartungen die nach dem Trailer aufkamen: ist Dr. Strange er selbst oder ist es Agatha? Sind Tobey Maguire und Andrew Garfield drin oder nicht? Wenn ja, haben sie kurze Cameos oder sind richtige Teile der Handlung? Diese und endlos andere Fragen stehen zwar im Raum, aber kaum einer fragt sich worum es im Film an sich gehen wird. Das ist: Peter Parker versucht die Konsequenzen seiner Enttarnung ungeschehen zu machen, es reißen dabei die Grenzen zu Paralleluniversen auf und es kommen reihenweise Gegner aus früheren Spider-Man Filmen rein. Man macht sich aber keine Sorgen: das MCU wird hiermit nicht enden. Man wird 2 ½ Stunden gigantisches Marvel-Kino erleben, einige fette Effekte und sehr viele humorige Momente. Bei letzterem fehlen mir die „Abmessungen“, d.h. im Film kommt es sehr wohl zu witzigen wie auch zu emotionalen Momenten und der entsprechende Wechsel vollzieht sich oftmals sehr flott und unausgewogen.Das ist aber auch schon alles: der Film ist gigantisches Blockbusterkino was seine Materie entsprechend verarbeitet, viele Insider für Fans unterbringt und genau den Hype und die Größe generieren wird den Marvel nach dem eher überschaubaren „Eternals“ dringend braucht.

Fazit: Fühlt sich zwar überlang an und kriegt die Kurve zwischen witzig und ernst nicht richtig hin, ist aber letztlich das riesige Teil auf das alle gehofft und gewartet haben
Rating: ★★★★☆

The Unforgivable

Ruth Slater (Sandra Bullock) saß 15 Jahre wegen Polizistenmordes im Gefägnis. Als sie entlassen wird bedrohen die Hinterbliebenen der Opfer sie …

Das sind natürlich Rahmenbedingungen die spannend sind: Sandra Bullock dreht wieder einen Film für Netflix, ihr letzter dortiger Film „Bird Box“ war ein großer Erfolg. Obendrein zeigt sich „Systemsprenger“ Regisseurin hier in ihrem ersten internationalen Film. Und das Resultat reißt nicht vom Hocker, stellt aber durchweg zufrieden. Viel Story gibt es nicht, dafür eben die Betrachtung einer Situation. Bullock spielt eine Frau die sich unter schweren Umständen wieder im Leben zurechtfinden muß und man durchlebt dabei all diese furchtbaren Alltagssituationen. Ebenso wird eine Story rund um die Vergangenheit drangepappt und einen Thrillerpart über die zwei „Rächer“ die der Hauptfigur ans Leder wollen. Es ist etwas schade daß der kleine Subplot am Anfang so stark im letzten Drittel dominiert, ansonsten kann man nicht wirklich klagen. Dies ist kein gute Laune Film, sondern ein blasses Drama mit betrüblicher Stimmung sehr wohl aber leise, gut gespiet und sicherlich von den entsprechenden Zuschauern zu würdigen.

Fazit: Emotional und in jeder Hinsicht solide!

Videoreview von mir: https://youtu.be/jrVOE6Qvg54

Ein Geschenk von Bob

Straßenmusiker James (Luke Treadaway) und seine Katze Bob kommen in der Weihnachtszeit nur schwer klar weil sie auf den überfüllten Straßen kaum auffallen. Obendrein droht der Tierschutz sie zu trennen …

Ich mochte den ersten Film, habe ihn aber relativ schnell nach ansehen vergessen. Trotzdem fand ich es schade daß dieses Sequel nicht wie geplant an Weihnachten 2020 in die Kinos kommen konnte. Wobei, viel versäumt hat man damals nicht: der Film nutzt einfach die Lage und gibt dem Zuschaer noch ein wenig Gelegenheit um Zeit mit der liebenswerten Katze und ihrem Herrchen zu verbringen. Die Story ist eine klassische Weihnachtsgeschichte und besteht nur darauf dem Protagonisten eine Schwierigkeit nach der anderen aufzuladen die er aber stetig meistert – nichts Neues also, aber das was man so gerne sieht. Leider glaube ich der viel zu süßen Nummer den wahrheitsgehalt nicht – aber das stört wohl kaum.

Fazit: Herziges, leicht überzuckertes Sequel!Rating: ★★★☆☆