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Godzilla II – King of the Monsters

Nach dem Kampf zwischen Godzilla und den Mutos kommt die Geheimorganisation Monarch reihenweise weiteren Riesenmonstern auf die Spur. Paleo-Biologin Emma Russell (Vera Farmiga) entwickelt eine Möglichkeit via Sonar mit den gigantischen Wesen zu kommunizieren – und so versucht man mit Godzilla gegen dessen Feinde Mothra, Rodan sowie dem dreiköpfigen King Ghidorah beizustehen …

Willkommen im Franchise: der Film geht direkt in die Vollen und schließt nahtlos an den Vorgänger an. Außerdem wurde dessen Hauptkritik wohl ernst genommen: Godzilla kam im ersten Film viel zu wenig vor, hier sollen die Fans dann mit deutlich mehr Monsteraction verwöhnt werden. Dem ist auch so: neben Godzilla werden gleich drei andere Gegner ins Rennen geschickt was bei Fans der Thematik wohl feuchte Augen auslösen könnte wenn sie altbekannte Monsterfiguren so zum ersten Mal in voller technischer Vollendung auf die Leinwand kriegen. Allerdings sieht das letztlich vor allem sehr hässlich aus: die Kämpfe sind stets an hässlichen Orten gefilmt, unübersichtlich und ziehen sich. Dazwischen gibt es endlose Szenen in denen uninteressante menschliche Figuren versuchen die Monsterkämpfe irgendwie einzudämmen … trotz populären Darstellern sticht keine Figur hervor oder bekommt das Interesse des Zuschauers. Schade, aber nicht schlimm: dieser Monsterclash verläuft ins Leere.

Fazit: Mag Fans mit dem Wiedersehen alter Bekannter triggern, für mich wars nur unerträglich langweilig!

Rating: ★☆☆☆☆

Maria Stuart, Königin von Schottland

Maria Stuart (Saoirse Ronan) wird mit 16 Jahren zur Königin von Frankreich und weigert sich nach dem Tod ihres Mannes erneut zu heiraten. Sondern will lieber selbst in Schottland den Thron besteigen. Dort trägt allerdings Elisabeth I. (Margot Robbie) die Krone die nicht bereit ist den Thrn an ihre Konkurrentin abzutreten …

Ich bin kein Historiker und auch ansonsten nur bedingt an Geschichte interessiert. Trotzdem mußte ich mich mit dem Schicksal von Maria Stuart zu Schulzeiten ein paar mal beschäftigen und habe demzufolge ein gewisses Interesse an der Thematik, ebenso bin ich begeistert wenn das Medium Film genutzt wird um geschichtliche Ereignisse aufzubereiten und so vielleicht auch Leuten zugänglich zu machen die sich so nicht damit befasst hätten. In diesem Falle wird sicherlich kein Heer an Geschichtsfreaks dabei herauskommen, aber dennoch zufriedene Zuschauer: der Film erweist sich als Drama das weniger akkurat die Ereignisse abarbeiten will sondern beschäftigt sich mit der Hauptfigur und deren Seelenpein. Das getragen von großartigen Darstellern und einer epischen Ausstattung machen den Film so zu einem soliden Kostümdrama daß von Fans dieses Genres sicher geschätzt wird.

Fazit: Epische Geschichtsstunde mit hohem Dramaanteil!
Rating: ★★★★☆

Brightburn

Das kinderlose Paar Tori (Elizabeth Banks) und Kyle (David Denman) findet im Wald einen Meteoriten in dem ein kleines Kind liegt. Sie nehmen den kleinen Brandon (Jackson A. Dunn) bei sich auf und ziehen ihn auf. Dann aber zeigen sich merkwürdige Verhalten und Fähigkeiten bei dem Jungen – ebenso beginnt eine grausame Mordserie …

Das Konzept ist großartig und genial: der Film nimmt die typische Superman Grundstory und verdreht sie ins negative: was wäre wenn der Außerirdische böse wäre und seine Kräfte gegen die Menschen einsetzt? Tolle Idee. Aber leider reizt der Film seine Möglichkeiten nicht aus. Die Figuren sind ok, aber man baut keine echte Bindung auf. Die Story ist kaum vorhanden und nutzt diverse Aspekte des Superman Mythos für grausame und extrem blutige Momente was zumindest den Horrorfan begeistern dürfte. Am Ende reihen sich hier einfach ein paar typische „böses Kind“ Aspekte zu einem kurzweiligen und harmlosen, aber ebenso schnell vergessenen Horrorfilm zusammen der zumindest mit seinem 90er Slasherfilm Look zu begeistern weiß.

Fazit: Schade: aus der großartigen Idee wird leider nur eine kleine Gruselnummer!

Rating: ★★★☆☆

Rememory

Star Wissenschaftler Gordon Dunn (Martin Donovan) hat eine Maschine entwickelt die Erinnerungen ungefiltert wiedergeben kann – wird dann aber tot aufgefunden. Seine Witwe Carolyn (Julia Ormond) trifft auf den merkwürdigen Sam (Peter Dinklage) der beginnt die Hintergründe aufzudecken …

Genau die Form von kleinem, unscheinbarem Film den man normalerweise in Sneak Previews zu sehen bekommt und die danach unscheinbar verschwinden um dann beiläufig in einem Streaming Portal zu erscheinen. In manchen Fällen ist das verständlich, in manchen sehr schade. Dieser hier fällt da irgendwo zwischen. Die Story besteht für mich aus zwei interessanten Parts: zum einen ist es ein klassischer Krimi bzw. Thriller mit der obligatorischen „wer wars“ Frage, zum anderen befasst sich der Film mit Erinnerungen und dem „Filter“ den man selebr drüberlegt und was wäre wenn wir Dinge in ihrer reinsten Form im Kopf behalten würden. Spannende Dinge also die in einen kleinen,harmlosen Film münden mit ein paar Wendungen, wenig Action und deutlich überschaubarer Austattung. Schön ist natürlich Anton Yelchin nochmal zu sehen, ebenso ist mit Peter Dinklage ein bekanntes „Game of Thrones“ Gesicht in der Hauptrolle – trotzdem dürfte der Film nur ein kleines Publikum erreichen.

Fazit: Solider kleiner Thriller mit spannenden Hintergrundgedanken und leichtem SciFI Flair.

Aladdin

Straßendieb Aladdin (Mena Massoud) lernt er eines Tages die Prinzessin Jasmin (Naomi Scott) kennen und verliebt sich in sie – landet aber bei dem Versuch sich ihr zu nähern im Gefängnis. Der Großwesir Jafar (Marwan Kenzari) verspricht Aladdin jedoch die Freiheit wenn er für ihn eine Lampe aus einer Höhle stiehlt …

Bei diesem Film fällt es schwer fair zu bleiben da viele wollen daß er floppt und schlecht ist. Das kommt durch die Umstände das Disney hier so kalkuliert einen Zeichentrickklassiker in realer Film neu raus bringt, außerdem war es schon bezeichnend was an Hohn und Spott über den Trailer ausgeschüttet wurde als der animierte Will Smith gezeigt wurde. Fairerweise muß man sagen: Will Smith Part ist noch das Beste am Film, sein ausgeflippter Dschini versucht nicht krampfhaft sich an Robin Williams zu orientieren sondern liefert auf seine Weise Spaß und Witz. Ebenso erreichen manche Gesangseinlagen die Grenze des Kinos – größer, epischer und lauter als dort geht fast kaum. Aber da enden schon die Lobesworte da der Film letztlich genau so ausfällt wie viele Spötter ihn geschätzt habe: ein seelenloses Effektspektakel, eine Aneinanderreihung von Sets ohne daß man das Gefühl hat wirklich einen „Ort“ zu sehen und eine komplett bleiche und unbekannte Darstellerriege (WillS mith ausgenommen) die einen kaum begeistern kann. Die permanenten Gesangseinlagen bremsen obendrein den Film und geringen Erzählfluss. Das mag bei manchen dennoch auf Gefallen stoßen, aber gerade Kenner des alten Films fühlen sich hier merklich unwohl.

Fazit: Groß, episch und laut und dennoch uninteressant und ohne Magie!

Rating: ★★☆☆☆

John Wick 3 – Parabellum

Nachdem John Wick (Keanu Reeves) gegen die Regeln des Continentals verstoßen hat ist ein Preisgeld von 14 Millionen auf ihn ausgesetzt. So muß er sich aus New York heruaskämpfen und dann woanders sicher Unterschlupf finden …

Eine Fortsetzung kann wohl kaum lückenloser sein als diese hier: der Film beginnt wirklich in der Schlußsituation welche Teil 2 offen gelassen hat. Leider folgt dann ein Film von 130 Minuten Länge, was darum nicht funktionieren kann da die John Wick Thematik nicht durch tolle Storys so erfolgreich wurde. Es ist eher die Mischung aus verschiedenen Versatzstücken: die pure, rohe Gewalt die so kaum mehr auf eine Leidenschaft kommt, harte und meist körperliche Kämpfe, brutale Splatter und Mordszenen und diese in eine gewisse Ästhetik und einen ganz besonderen Look eingebaut. Dazu thront Keanu Reeves über allem als cooler Antiheld der trotzdem irgendwie eine gewisse Tiefe erreicht und es ist stets beliebt die ominöse Welt der Auftragsmörder und ihre stetigen Regeln und Gesetze weiter zu erforschen. All das findet sich hier, aber eben überlang und nicht wirklich von einer interessanten Geschichte zusammengehalten, statt dessen reiht der Film wieder videoclipartige Kampfszenen mit Dialogen aneinander. Als Fan der Reihe wird man damit sicherlich was anfangen können, spätestens beim miserablen Ende könnte sich aber eine starke Übersättigung einstellen.

Fazit: Wuchtig, heftig und ultrabrutal: zu überlang geratene weitere Metzelorgie

Rating: ★★★☆☆

Polaroid

Schülerin Bird Fitcher (Kathryn Prescott) liebt die Fotografie und kauft im Antiquitätenladen eine alte Sofortbildkamera, die eine bösartige Fähigkeit hat: Menschen die damit fotografiert werden sterben kurz darauf. Und da Bird ein Gruppenfoto aufgenommen hat bahnt sich eine Katastrophe an …

Eine bösartige Macht, ein bösartiger Geist der einer Polaroidkamera entspringt? Gut, ist totaler Unsinn, aber es hat schon ähnliche Gedankenansätze gegeben die rechts erfolgreich waren. Das beste Beispiel dürften wohl die „Ring“ Filme sein die mit dem Gedanken eines mordenden Videobandes arbeiten, daher darf man diesem hier im Ansatz durchaus eine Chance geben. Meilenweit vom Sektor der Teeniehorror Streifen entfernt es sich allerdings nicht, bringt dabei aber einige Anteile mit die man gerne sieht. Ein paar Erschrecker, ein paar fiese Todesszenen, eine kompakte Laufzeit von gerade mal 89 Minuten, ein Wiedersehen mit „Shocker“ Schurken Mitch Pileggi und eine sehr mögenswerte Hauptfigur. Dagegen kann man natürlich sagen: die Figuren sind bleich und eindimensional, die Story absurd und die Darsteller kaum weiter zu erwähnen. Auf dem Sektor der nicht weiter erwähnenswerten Teenagerstreifen gibt dieser trotzdem ein recht spaßiges, harmloses Einzelstück ab.

Fazit: Banale Horrorkost, in jeder Hinsicht bescheuert und gerade dadurch recht vergnüglich!
Rating: ★★★☆☆

Long Shot

Fred Flarsky (Seth Rogen) trifft seine Babysitterin Charlotte Field (Charlize Theron) wieder in die er mal verliebt war – nur ist sie nun die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie stellt Fred als Redenschreiber ein – dem geht es aber mehr darum ihr näher zu kommen …

Politik der USA und insbesondere die Vorgänge im Weißen Haus müssen im Film nicht unbedingt realistisch wiedergegeben werden, es gab mit „Hallo Mr. Präsident“ und „Dave“ bereits Titel die dort trotz des Umfelds mehr sanfte Komödien darstellten und in diese Aufzählung reiht sich auch dieser hier. Es werden dabei zahlreiche Versatzstücke zusammengepackt: es hat was von Notting Hill wenn ein Journalist die Außenministerin datet, ein wenig „Zu scharf um wahr zu sein“ wenn eine Traumfrau und ein absoluter Normalo umeinander kreisen, ein paar Politische Winkelzüge sind drin ohne daß das ganze Ding in Richtung eines Dramas oder Thrillers abgleitet und letztlich ist es ein Seth Rogen Film: d.H. es kommen Witze über Drogen, Sex und gezielt Masturbation. Diese Reihen sich aber wohl dosiert in eine tolle Story ein die mit Herz, Witz und Spannung erzählt wird, mit charmanten Hauptfiguren punktet und insbesondere Charlize Theron in einer ihrer liebenswertesten Rollen zeigt. Filme wie „Lon Shot“ gabs schon länger nicht mehr zu sehen, weswegen man eine richtig großartig erzählte RomCom durchaus zus schätzen wissen sollte.

Fazit: Trotz manchmal derbem Humor ein schönes Liebesfilm und eine spritzige Komödie mit unglaublich herzlichen Figuren!

Rating: ★★★★☆

The Wife – Die Frau des Nobelpreisträgers

Joe Castleman (Jonathan Pryce) feiert mit Frau Joan (Glenn Close) die baldige Überreichung seines Nobelpreises und wird auf der Reise nach Stockholm von ohn David (Max Irons) und dem Autor Nathaniel Bone (Christian Slater) begleitet. Schon bald zerstören Aussagen von Joe jedoch das Idyll …

Bei diesem Film war mir das Vergnügen bereits in den ersten paar Minuten genommen: ab der ersten Szene empfand ich einen bodenlosen Hass auf die Figur von Jonathan Pryce. Den kann ich nicht gezielt festmachen, aber irgendwie wirkte er auf mich wie ein unfassbarer Kotzbrocken Wenn dann die Handlung noch entsprechend enthüllt daß er sich lebenslang mit den Werken seiner Frau geschmückt hat hatte ich wirklich den Drang den Monitor einzuschlagen. Somit war es fast eine Genugtuung wenn im laufe des Films dieses Geheimnis mehr und mehr an die Oberfläche kommt. Das geschieht im Rahmen eines redseligen Dramas welches für Glenn Close eine optimale Bühne bietet. Ansonsten fand ich es schön Christian Slater in einer Nebenrolle zu sehen und hielt fest: ein kleiner, harmloser aber nicht unangenehmer Film der für ein etnsprechendes Zielpublikum sicherlich sehr gut funktioniert.

Fazit: Kleines und sehr dialoglastiges Drama bei dem die männliche Hauptfigur unglaublichen Groll auslösen kann!
Rating: ★★★☆☆

Red Rock West

Michael Williams (Nicolas Cage) ist zwar grundehrlich, aber arbeitslos und am Ende. So landet er im kleinen Kaff Red Rock wo ihn Kneipenbesitzer Wayne (J. T. Walsh) fälschlicherweise für einen bestellten Profikiller hält der seine Frau Suzanne (Lara Flynn Boyle) töten soll. Michael nimmt das Geld und will die Stadt verlassen . trifft dann aber auf den wahren Killer (Dennis Hopper) …

Ich gucke ja mit einer gewissen Begeisterung alte Nicolas Cage Filme die mir nichts mehr sagen oder noch nie untergekommen ist. Dabei ist sehr oft daß Problem daß der Mann in jungen Jahren einfach keine feste Synchronstimme hatte und dadurch jedesmal völlig anders wirkt, so ist auch die hier gegebene sanfte Stimme kaum passend. Ansonsten aber stimmt hier nahezu alles: Cage spielt einen ehrlichen, guten Kerl der unschuldig in eine große Misere gerät und bei dem sich schrittweise die Katastrophe verschlimmrt. Die Coolness eines Tarantinos erreicht der Film zwar nicht, aber er entwickelt ein großartiges Thrillerszenario das sich mehr und mehr zuspitzt. Action gibt’s dabei kaum, das wird durch den lässigen Cage und die coole Umgebung total aufgefangen. Und mit den leider verstorbenen JT Walsh und Dennis Hopper in Nebenrollen mit wunderbaren Schurkendarstellern.

Fazit: Großartig-altmodischer Thriller!

rating: 4]