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Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Miraculix möchte sich zur Ruhe setzen und daher einem anderen Druiden das Geheimnis des Zaubertranks weitersagen und reist mit Asterix, Obelix und Miraculix los um jenen zu finden. Dabei will der gemeine Heretix das Geheimnis des Tranks für sich …

Das entzieht sich dann wohl den Möglichkeiten es kritisch zu erfassen. Ich glaube es ist eher unwahrscheinlich daß dieser Film alleine jemanden Neues in diese Thematik einbringen kann. Derjenige der Vorkenntnisse mitbringt durch lesen oder die alten Zeichentrickfilme oder gar die Realfilme muß für sich entscheiden ob er den animierten Stil mag (ich selber war davon sehr überrascht und absolut positiv angetan). Und dann bleibt eben noch die Frage ob einem die Story zusagt – ich selber fand sie im Ansatz ok, aber sie klaubt sich eigentlich nur viele Versatzstücke zusammen die bekannt sich, findet kaum zu guten Gags und der Transformers Showdown war mir eindeutig zu weit drüber. Das heißt / macht aber nichts: auch wenn mir die Sache nichts gegeben hat, es können sicherlich einige Spaß draus gewinnen. Auch wenn die Idee da der Zaubertrank für eine Revolution genutzt werden soll eigentlich zu ernst ist.

Fazit: Rabiate neue Auslegung der Thematik, nicht für jeden zugänglich!
Rating: ★★☆☆☆

Gloria – Das Leben wartet nicht

Gloria (Julianne Moore) ist über fünfzig und geschieden und fühl sich alleine -auch weil ihre Kinder Anne (Caren Pistorius) und Peter (Michael Cera) sich komplett von ihr abgewandt haben. Hoffnung findet sie erst als sie Arnold (John Turturro) kennenlernt – doch auch der zeigt einige seltsame verhaltensweisen …

Es gibt halt manchmal Titel die keinen Plot haben, das ist wohl nicht so schlimm: wenn einem der Titel eine spannende und interessante Hauptfigur liefert kann es eben auch ausreichen wenn man filmisch Zeit mit ihr verbringt oder ihr einfach ein Weilchen folgt. Und mit Julianne Moore hat man eine Darstellerin die genau das kann. Im Film ist sie eine Endfünfzigerin deren Leben wir schrittweise gezeigt bekommen: das Leben nach der Scheidung, ihre Jobsituation, ihre Beziehung zu ihren Kindern … all diese Dinge eben. Dazu kommt eine kleine Lovestory zwischen ihr und einem Mann die recht chaotisch und nicht nur glücklich verläuft. Man merkt aber recht schnell: es ist glaubhaft daß sich die Erlebnisse der Figur nicht irgendwelchen Filmdramaturgien unterordnen, aber ebenso führen die lose zusammengewürfelten Szenen nirgendwo hin. Einfach nur einer Frau zuschauen die zwar toll gespielt ist und durchaus mögenswert, deren Dinge aber auf keinen Spannungsbogen o.ä. herauslaufen … wem das reicht und wer das mag, der solls gerne mal damit versuchen. Für mich war es ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch Qual, unterstrichen dadurch daß der Film sich doppelt so lang anfühlte.

Fazit: Trotz sympathischer Hauptfigur komplett ins Nichts laufend!

Can you ever forgive me

Lee Israel (Melissa McCarthy) hat einen guten Ruf in ihrem Job als Biografin, steht aber vor dem finanziellen Ruin. Deswegen beginnt sie damit Briefe von Prominenten zu fälschen und als Enthüllungen zu verkaufen …

Bei Melissa McCarthy ist für mich nichts mehr zu retten: die Frau inszeniert sich stets selber bzw. läßt sich meist von ihrem Mann entsprechend darstellen und was immer sie macht, es ist ausschließlich auf sie ausgerichtet. Ich sehe sie auch immer als sie selber, nie als jemanden der eine Figur spielt. Deswegen überrascht dieser Film umso mehr: ein Drama, basierend auf wahren Fakten in dem McCarthy dann doch mal bemüht ist eine Rolle zu spielen. Und es funktioniert bestens: alle aufgedrehten Macken und Eigenheiten die sie sich sonst so anhängt sind weg, sie ordnet sich komplett der Geschichte unter. Diese ist dann auch mit leichtem Humor, aber auch viel Bitterkeit präsentiert. Sie erzählt von einer gescheiterten Frau die sich mit Betrügereien eine neue Chance erarbeitet, die aber ebenso schnell zu zerbröseln droht. Deswegen: falls jemand die gleichen Probleme mit Melissa McCarthy hat wie ich sollte man sich trotzdem nicht von diesem Film abhalten lassen.

Fazit: Spannende Geschichte, dezente Darstellerleistungen und eine gute McCarthy die hinter ihrer Rolle zurück tritt!

Rating: ★★★★☆

Misfits

Julia (Selina Mour) führt ein wunderbares Leben an einer High-School in den USA – dann aber entschließen sich ihre Eltern zurück in die Heimat Deutschland zu gehen. An der deutschen Schule merkt sie schnell daß sie zur totalen Außenseiterin abgestempelt wird. Mit Zelda (Lisa-Marie Koroll) und dem Musiker Nick (Lion Wasczyk) findet sie dennoch Freunde die ihr beistehen …

Bei diesem Film kam ich mir vor wie ein Betrüger: sowas sollte ich nicht gucken. Ich bin selber seit 20 Jahren aus der Schule raus, war lange weg bevor Handys, soziale Medien und youtube irgendwie auftacuhten, daher ist ein Blick in eine Schulwelt in der es nur ums posten, selbst darstellen ect. Vollkommen fremd. Allerdings ist dies sicherlich kein Blick in die Realität: mit youtube Gesichtern besetzt, mit einer albernen Handlung und einem poppig bunten Design ist dies wie eine verfilmte Phantasie eines von youtube Erfolg träumenden Teenagers. Die unglaubliche Künstlichkeit wird nur von der Unglaublwürdigkeit der Story nochmal übertroffen. Über Darstellerleistungen will ich gar nicht reden, aber das muß ich erfreulicherweise auch nicht. Wer im entsprechenden Alter ist, sich für die gezeigten youtuber interessiert und näher an der Materie ist (und vermutlich das Alter im einstelligen Bereich hat) wird hier eine Menge Freude rauspicken. Für mich unmöglich.

Fazit: Ich habe mich selten so falsch bei einem Film gefühlt.

Stephen King’s The Shining

Jack Torrance (Jsteven Weber) übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem abgelegenen Hotel in Colorado und hofft in der Ruhe ein Buch zu beenden. Für seine Frau Wendy (Rebecca DeMornay) und den sechsjährigen Sohn Danny (Courtland Mead) häufen sich schnell die Anzeichen daß im Hotel etwas nicht stimmt – und in der Tat scheint Jack mehr und mehr den Verstand zu verlieren …

Die gute Nachricht: es ist wirklich ein komplett anderer Film. Ich habe die Buchvorlage nie gesehen, lediglich den Kubrik Film. Stephen King konnte Kubricks Version nie leiden, daher war er wohl auch eine der treibenden Kräfte als es um die Realisierung dieses Films ging. Ich kann respektieren daß eine Lauflänge von drei Teilen und gut viereinhalb Stunden genug Fläche ist um eine Vision entsprechend auszuführen – leider bekomme ich trotzdem keinen Kopf in die Thematik. Es ist nicht uninteressant die Hauptfigur ausgebaut zu bekommen, mit einer entsprechenden Vorgeschichte was Alkoholismus angeht, aber für mich vereint sich der Film bei einem altbekannten Thema: ein paar Menschen sitzen isoliert in einem Hotel und werden langsam irre. Dabei wird auf TV Niveau langsam Gruselaufgebaut, es gibt ein paar Mystery Momente und es wird niemals wirlich „hart“. Deswegen: ich hoffe Stephen King (der auch einen Cameo Auftritt hat) ist hiermit zufrieden und ich denke daß derjenige der ein wenig kurzweiligen Grusel sucht hier zufrieden ist.

Fazit: TV Version die wohl inhaltlich deutlich nöher an der Buchvorlage agiert!

Destroyer

Vor 17 Jahren traf FBI Ermittlerin Erin Bell (Nicole Kidman) auf Silas (Toby Kebbell) was in einem Drama endete – Als gebrochene Polizistin schiebt sie Dienst in Los Angeles – bis sie an einen Tatort kommt bei dem sie Spuren auf Silas wieder entdeckt …

Das gibt’s auch immer wieer: ein Film hat eine Idee, einen guten Gag, eine entscheidende Sache und dehnt diese auf volle Laufzeit aus. Im vorliegenden Falle ist es die altbekannte Kiste eines Ermittlers der sich in einer Mission verliert und sich körperlich, seelisch und in jeder sonstigen Weise aufreibt. Der genannte Gag hierbei: der Ermittler ist eine Frau, wird von Nicole Kidman gespielt und die bringt es auf fast schon exzessive Weise zum äußersten wenn es denn darum geht hier die „Kaputte“ zu spielen. Kidmans Spiel als völlig zerstörte Frau ist dann auch das faszinierende Element wodruch der Film ein wenig Aufmerksamkeit erfährt. Viel mehr als das gibt’s aber nicht zu betonen: ein völlig passabler, aber nicht weiter erwähnenswerter Krimiplot, ein wenig Mutter Tocher Drama am Rande und ein paar Actioneinlagen .. alles solide Ware. Trotzdem kommt sie hier ausgesprochen langsam und etwas gebremst daher.

Fazit: Recht gängiger Polizeifilm mit herausragender Performance von Nicole Kidman!

The Public – Ein ganz gewöhnlicher Held

Die Innenstadt von Cincinnati wird von einem ungewöhnlichen Kältesturm heimgesucht. Die Folge ist das viele Menschen in einer Bibliothek Zuflucht suchen – was für das Personal zur Belastungsprobe wird …

Der Film hat gleich auf ganzer Ebene Pech: kaum Markteting, nichtssagender Titel und obendrein startet er in einer Kinowoche bei der es rund 30 Grad hat, was der direkte Kontrast zum Inhalt ist bei dem es um Erfrieren geht. Trotzdem hat der Film das Herz am rechten Fleck: ein Haufen Obdachloser besetzt eine Bibliothek um so im Warmen zu sein, ein netter A unterstützt sie und das daraus entsehende Chaos treibt diverse Gestalten auf den Plan welche die Lage für ihre Zwecke nutzen wollen. Irgendwie schafft es Emilio Estevez nicht sich auf eine Richtung und ein Genre festzulegen: das geht alles als Drama, als Komödie und auch als Liebesfilm durch. Trotzdem hat der Film im Kern sehr viel Wärme und ach den ein oder anderen rührseligen Moment.

Fazit: Starbesetzung und ein warmherziges Skript – wundervoll menschlicher Film!
Rating: ☆☆☆☆☆

The Shining

Jack Torrance (Jack Nicholson) übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem abgelegenen Hotel in Colorado und hofft in der Ruhe ein Buch zu beenden. Für seine Frau Wendy (Shelley Duvall) und den sechsjährigen Sohn Danny (Danny Llloyd) häufen sich schnell die Anzeichen daß im Hotel etwas nicht stimmt – und in der Tat scheint Jack mehr und mehr den Verstand zu verlieren …

Ich schaute diesen Film einmal im Teenageralter und war damals nicht nenneswert beeindruckt. Nun, über 20 Jahre später habe ich es mit einem Reatch probiert und bin zumindest ein Stück weiter: ich kann verstehen warum dieser Film mich damals kalt ließ, das sind die kaum vorhandenen inhaltlichen Geschehnisse: eine Familie überwintert in einem Hotel, der Vater wird irre und attackiert seine Familie – mehr ist es nicht. Aber der Film ist natürlich ein Meisterwerk der Inszenierung: wie hier mit langen, ausgiebigen Kamerafahrten und großen Sets das Hotel zum Leben ereckt und abgefilmt wird und wie insbesondere durch die Musik eine unglaubliche Hochspannung erzeugt wird ist atemberaubend. Nicht zuletzt sei das sagenhafte Spiel von Jack Nicholson erwähnt. Trotzdem könnte ich mir vorstellen: wenn nun jemand versucht diesen Film nue zu entdecken könnte er sich mit heutigen Sehgewohnheiten beißen.

Fazit: Atmosphärisch dicht und von den Darstellungen her absolut an die Substanz gehend.

Rating: ★★★★☆

Rhea M – Es begann ohne Warnung

Der Komet „Rhea M“ passiert die Erde und löst ein Eigenleben in elektronischen Geräten aus. So werden Bill Robinson (Emilio Estevez) und diverse andere in einem Raststätte durch brutale LKWs bedroht …

Stephen King ist ein Gott des Schreibens und hat das Horrorgenre nachhaltig geprägt. Hier wollte er wohl seine Vielseitigkeit erweitern und probiert sich als Regisseur bei einer seiner Umsetzungen. Daß das nicht unbedingt ein Hit wird war zu befürchten, aber wie katastrophal der Film ausgefallen ist überrascht dann doch. Langweilige Figuren die miserabel gespielt sind hängen in einem Diner rum während draußen LKWs im Kreis fahren – damit kann man dann schonmal ne Filmlänge absitzen. Wobei man nicht weiß was ulkier ist: die grottigen und schlechten Bluteffekte oder der Umstand daß der Schrott glatt ne Freigabe ab 18 hat …

Fazit: Unerträglich öde und in jeder Hinsicht lächerlich!
Rating: ★☆☆☆☆

Boy Erased -Der verlorene Sohn

Garrard Conley (Lucas Hedges) ist der Sohn eines Baptistenpredigers in einer Kleinstadt, Für seine Umgebung bricht eine Welt zusammen als er im Alter von 19 als schwul geoutet wird – und durch den Druck wird Garrard in ein Programm zur Umerziehung gebracht …

Mir fällt es manchmal schwer wenn ich Darsteller die ich kenne und mag in unsympathischen Rollen sehe. Hier sind es Nicole Kidman und insbesondere Russel Crowe der als homophober Vater einen fiesen Kotzbrocken spielt, der Schwerpunkt liegt trotzdem auf Filmsohn Lucas Hedges. Nach „Ben is back“ gibt er hier erneut ein „Problemkind“, nur daß er hier nicht auf Drogen ist und sein Problem ihm eingeredet wird. Und so erleben wir wie sich ein normaler Junge durch furchtbare Prozesse winden muß die ihn zur Heterosexualität treiben sollen.Das klingt alles viel reißerischer als der Film letztlich ist. Eigentlich geht hier alles ruhig zu, aber unter der Oberfläche stecken viel Angst und Verdrängung … die aber dann nach und nach herauskommen.

Fazit: Kleines Drama mit großen Darstellern und der richtigen Botschaft!

Rating: ★★★★☆