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Suspiria

Tänzerin Susie Bannion (Dakota Johnson) will eine Ausbildung in Berlin beginnen und findet in Sara (Mia Goth) eine Freundin; ebenso fördert Madame Blanc (Tilda Swinton) schnell gute Leistungen bei ihr. Doch Susie merkt daß an der Schule etwas nicht stimmt und kommt einer unfassbren, übersinnlichen Wahrheitauf die Spur …

Bei diesem Film war mir klar daß er mich vermutlich überfordern würde, daher ließ ich ihn in einer angesetzten Mitternachtsvorstellung aus, schon alleine wegen der Laufzeit. Nach dem Anschauen daheim weiß ich daß das eine richtige Entscheidung war, womit ich nicht sagen will daß das Ding schlecht war. Mir fehlt nur der Zugang. Die Handlung ist im ersten Moment ja simpel, eine Tänzerin beginnt an einer Schule und die dortigen Frauen sind Hexen und schrittweise beginnt das Grauen – das könnte auch der Plot einer simplen Videothekenpremiere sein. Aber hier geht’s anders zu: am Besten fand ich die ganze Atmosphäre in der alles passiert. Draußen das triste Berlin der siebziger Jahre ist perfekt eingefangen, bei den Szenen in der Tanzschule herrscht eine ganz eigenartige Atmosphäre die bestens funktioniert. Ebenso gelingen einige extrem passende ud gute Horrormomente, wenngleich auch mit schnellen Schrecksekunden dabei. Insgesamt halte ich den Film für Kunst, für eine ganze eigene Art die mir so nie untergekommen ist (ich habe auch das Original nie gesehen) und auf das man sich mal einlassen kann, allerdings kann es für jeden eine gänzlich andere Erfahrung sein.

Fazit: Sehr spezieller Kunstfilm mit einnehmender Stimmung und zu hoher Laufzeit!

Rating: ★★★☆☆

King of Thieves – Ein letzter Job

Altganove Brian Reader (Michael Caine) will noch einen letzten Raubzug begehen – und zwar den größten Diamantenraub aller Zeiten in England. Deswegen sammelt er sich ein Team aus anderen in die Jahre gekommenen Gangstern zusammen …

Basierend auf einem wahren Fall der im ersten Moment unwahrscheinlich spannend klingt: der Film stellt nach wie ein paar ältere Typen im Jahre 2015 den spektakulärsten Raub in Englands Geschichte begingen. Mit Darstellern wie Michael Caine, Michael Gambon, Jim Broadbent und Ray Winstone hat man sich auch einen sehr attraktiven Cast zusammengesucht – leider aber für einen Film der alle Chancen die er hat versemmelt. Er entscheidet sich leider nicht was er sein will: eine Nacherzählung, ein Krimi, ein Thriller, eine Komödie … und enthält somit Anteile von allem, bringt aber nichts davon zu einem homogenen Ganzen. Die Vorfälle selbst sind nicht wirklich ereignisreich und werden dann immer undurchsichtiger. Irgendwie betrügt hier jeder jeden und legt sich mit jedem der anderen an – da die Darsteller und die Figuren aber unwahrscheinlich unangenehm sind werden einem deren Belange auch relativ egal, besondere Ereignisse bleiben auch aus. Somit ist der Film am Ende nichts richtig.

Fazit: Tolle Vorgaben die aber in einen redseligen und steifen Redefilm münden ohne Herz oder Spannung!
Rating: ★★☆☆☆

Assassination Nation

Ein Hacker knackt die sozialen Medien des Städtchens Salem und bringt intime Geheimnisse der Leute raus, auch der Highschool-Schülerin Lily (Odessa Young). Der Verdacht fällt schnell auf Lily und ihre Freundinnen Sarah (Suki Waterhouse), Em (Abra) und Bex (Hari Nef). Schon bald müssen sie sich gegen die Bewohnernder Stadt zur Wehr setzen …

Ich gebe ja oft und gerne zu wenn mich Titel überfordern, das passiert besonders bei etwas ungewöhnlichen und speziellen Filmen – und ist hier wieder erfolgt. Das Kernthema ist einfach und trotzdem wichtig: sei vorsichtig mit dem was du online stellst. In den falschen Händen können deine Daten zu unfassbaren Katastrophen führen und furchtbare Folgen haben. In diesem Film entfesseln die freigeschalteten persönlichen Daten einer Kleinstadt eine unglaubliche Ereigniskette die auch schnell zu Gewalt, Mord und anderen Exzessen führt. Dabei ist der Film rasend schnell geschnitten und zappt dabei von Szenario und Szenario – so daß man bei eventueller Unaufmerksamkeit sehr schnell völlig den Faden verlieren kann. Dies ist mir leider passiert weswegen ich den Film nur sporadisch kommentieren mag: als ein wildes Bildergewitter, eine krasse Satire und eine filmische Warnung vor dem Mißbrauch sensibler Daten – allerdings in einer sehr speziellen Form präsentiert.

Fazit: Die im Kern wichtige Botschaft funktioniert, der Film selbst ist ein Flackerstakkato daß manchen überfordern könnte.

The Highwaymen

In den 1930er Jahren streifen Bonnie und Clyde durch die USA und hinterlassen eine blutige Spur. Um dies zu beenden werden die ehemaligen Texas-Ranger Frank Hamer (Kevin Costner) und Maney Gault (Woody Harrelson) wieder in den Dienst geholt und auf die Fährte des mordenden Gangsterpaar geschickt …

Trotz einer längeren Planungsphase kommt dieser Film, trotz der hochkarätigen Besetzung, direkt zu Netflix. Ich kanns verstehen aber in dem Falle auch sehr schätzen: das Ding könnte man einem jungen Publikum nicht verkaufen, aber ein älteres Semester wie mich spricht es sehr an da der Film so tut und so ausschaut als sei er vor 20 Jahren entstanden, also ein Costner Altwerk daß mir nur noch nicht untergekommen ist. Als solches, mit der Umgebung und Zeit in der er spielt lieferte er bei mirs chonmal großes Nostalgiegefühl. Das braucht es auch da die historisch belegte Jagd auf das Killerpärchen Bonnie und Clyde sehr erteignisarm bleibt: zwei Ermittler fahren durhc die Gegend, eigentlich nur über Landstraßen und Felder, dazu viel Gerede mit Anwohnern und Zeugen, zwischendurch ein wenig Gemeuchel und am Ende gibt’s das historisch bekannte Ende. Mir hats Gefallen, auch wenn dem Film ein paar Minuten weniger sicher gut getan haben, und sich nicht jeder an einem altmodischen Road Movie so erfreuen dürfte.

Fazit: bewußt altmodischer, sehr langsam und etwas überlagn erzählter Krimi!
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Aj_rEnRAe8s

Willkommen in Marwen

Mark Hogenkamp (Steve Carell) wird von fünf Teenagern verprügelt und liegt im Koma. Nach dem Zwischenfall hat er einen schweren Gedächtnisverlust und kann nicht mehr in sein normales Leben zurückkehren. Als Selbsttherapie baut er sich in seinem Garten ein Dorf und errichtet sich eine Phantasiewelt um darin zu genesen …

Bei diesem Film sah ich den Trailer ungefähr ein halbes Jahr im voraus und war unglaublich begeistert. Deswegen war es schade dass der deutsche Stare erstmal um 2 Monate verschoben wurde und jetzt erweist sich der Film in den USA als Kassengift und kommt auch hier nur klein und unscheinbar raus. Vielleicht liegt das daran dass der Film zwei Genres verbindet die vielleicht nicht jedem so in dieser Kombination gefallen: zum einen ist es ein Drama um einen verletzten Mann der sich von seiner traumatischen Erfahrung schrittweise erholt, auf der anderen Seite ist es ein Puppen Actionfilm der die Fantasiewelt des leidenden Mannes nachstellt. Fantasie lässt sich nicht in eine Filmdramaturgie packen deswegen ist es für mich nicht ungewöhnlich dass die Fantasie in Extreme gehen, auch mal Gewalt und sonstige Gags enthalten. Aber beim Zuschauer der ein Drama will dürften die Puppen Parts zu laut sein, wer allerdings auf Puppen Action steht könnte durch das dann recht langsam mit Drama ausgebremst werden. Obendrein geben die Figuren, so technisch perfekt sie auch sind keine wirklichen Emotionen ab weswegen sie einem gerade in der dramaturgischen Wirkung relativ unbeeindruckt lassen. Am Ende kann man mit dem Film aber denn noch viel anfangen da er gut gespielt ist und im Kern die richtige Botschaft trägt.

Fazit: Eigensinnige Mischung die nicht jedem passen dürfte aber wer einen Zugang findet kann einen sehr emotionalen Film sehen

Rating: ★★★★☆

Dumbo

Holt Farrier (Colin Farrell) muß die geliebte Manege verlassen um in den Krieg zu ziehen und soll nach seiner Rückkehr für den Zirkusdirektor Max Medici (Danny DeVito) einen Elefanten betreuen. Der heißt Dumbo und zeichnet sich durch riesige Ohren aus. Dann aber entdeckt Holt daß Dumbo durch die Ohren fliegen kann …

Der erste von drei Disney Filmen in diesem Jahr die ein schlichtes Konzept befolgen: es wird ein Zeichentrick Original in real verfilmter Form neu auf die Leinwand gebracht in der Hoffnung dass es sich ebenso trägt wie das Original. Ddieses Konzept kann ich meiner Seite nur ablehnen da ist zwar verkauft wird als der Versuch einem jüngeren Kinopublikum den alten Zauber zu vermitteln, aber in Wirklichkeit handelt es sich natürlich nur um große Geldmacherei. Hierbei ist es allerdings interessant dass Tim Burton die Regie führt da dieser Mann eigentlich immer zumindest einen Blick wert ist und es ist in der Tat die optische Aufmachung des Films die ihn vor einem Sturz in die totale Belanglosigkeit rettet. Daneben gibt es sogar einige wenige Szenen die zu Herzen rühren, der Rest ist solider Disney Standard über den man nicht wirklich klagen aber der auch nicht das Genre erneuert oder rettet. Da Dumbo und seine Mutter nicht sprechen können bleiben die Figuren relativ verschlossen die menschlichen Darsteller sind brave Abzieh Figuren die für die Story taugen, lediglich Eva Green Figur Stich daraus deutlich hervor . Ansonsten ist es eine völlig brave Rettung Story mit kunstvoller Aufmachung, in 3D im Kino sicherlich einen Blick wert aber als neuer Trend dass solche Filme so neu aufbereitet werden hoffentlich kein neuer Standard.

Fazit: Besitzt in wenigen Szenen Unglaublichen Zauberer ansonsten ein solider Kinder und Fantasy Film !

Rating: ★★★☆☆

Anon

In einer utopischen Zukunft gibt es keine Privatsphäre mehr und absolut alles von jedem Menschen wird aufgezeichnet – wodurch Detektive wie Sal Frieland (Clive Owen) eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Als er dennoch einen Mord untersucht findet er eine Frau (Amanda Seyfried) die dem Überwachungssystem stets voraus zu sein scheint …

Das Interesse am Film begründete sich für mich schon durch Regisseur Andrew Niccol der bereits hinter „Gattaca“ und „Lord of War“ steckte. Allerdings war auch Vorsicht geboten: der Film wurde als Netflix Neuveröffentlichung angekündigt, verschwand dann plötzlich von dort und wanderte weiter zu einer regulären Heimkino Veröffentlichung. Filme die so aufwendig aussehen, dann aber doch zu Netflix anwandern sehe ich immer kritisch – hier kann ich es aber verstehen. Dies ist sicher kein Titel der an Kinokassen gut gegangen wäre: das düstere, triste Bild ist nich das was zahlende Zuschauer auf einer Leinwand schauen wollen, ebenso ist die Story relativ klein gehalten: eine Art futuristischer Krimi über ein scheinbar perfektes System in dem sich Risse zeigen. Auf die gegebene Art funktioniert das alles aber Bestens: klein überschaubar und spannend sind dies eben die Titel die man hofft in einem Streaming Angebot zu finden. Und mit Darstellern wie Clive Owen und Amanda Seyfried füllt man zwar keinen Kinosaal, aber erreicht mehr als solide Aufrufzahlen.

Fazit: Kleiner Sci-Fi Krimi mit tristem Look, aber spannend und ordentlich umgesetzt!

Arizona junior

Der Kleinkriminelle H.I. McDonnough (Nicolas Cage) landet immerzu erneut im Gefängnis wo immerzu Polizistin Edwina (Holly Hunter) seine Verhaftungsbilder macht. So beschließt er mit ihr ein neues und ehrliches Leben zu beginnen – als bei ihm aber Unfruchtbarkeit erkannt wird begehen sie einen riskanten Plan …

Wieder mal so ein Klassiker den ich mir ab schicken lassen da ich endlich mal alle Nicolas Cage Filme gesehen haben will. Allerdings ist dies einer den ich vor vielen Jahren mal im Fernsehen angefangen und schnell abgebrochen habe – und auch nun in voller Länge nicht wirklich begeisternd fand. Klar, es hat aus heutiger Sicht viel Charme Cage und auch die anderen Darsteller (Leute wie John Goodman und William Forsythe) in jungen Jahren zu sehen, aber mit der chaotischen Story eines Pärchens die ein Baby klaut und dann nicht klarkommt konnte ich einfach nichts anfangen. Vielleicht weil ich nicht kompatibel zum typischen Coen Humor bin? Möglich. Wer den Film schon immer in sein Herz geschlossen hat dem werde ichs nicht schlecht reden.

Fazit: Verstaubter Klassiker mit nicht immer jedem zugänglichen Humor!

Rating: ★★★★☆

Monsieur Claude 2

Monsieur Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) hatten dadurch daß ihre Töchter multikulturell geheiratet haben schon einige Probleme mit diversen Bräuchen und Ritualen. Dann jedoch berichten die Kinder daß sie ins Ausland gehen wollen – und Claude und Marie tun alles um diese Entscheidung zu torpedieren …

Hier muß ich mit ganz viel Gewalt ein gewisses Maß an Fairness aufbringen: ich mochte den ersten „Monsieur Claude“ Film nicht so sehr, konnte aber seinen erfolg verstehen und respektieren: wie der Film mit Klischees und Vorurteilen um sich warf und diese ironisch brach hatte schon etwas. Trotzdem war es kein Grund ein Sequel rauszuhuste, ndas ist hier aber un passiert. Die Story ist eigentlich schlicht, die Folge ebenso: wieder muß der titelgebene Monsieur Claude sein Umfeld manipulieren, diesmal damit die Töchter nicht mit den Söhnen ins Ausland abwandern. Dies beginnt allerdings erst in der zweiten Hälfte, in der ersten zappt der Film munter zwischen seinen zahlreichen Charakteren hin und her und findet keinen Schwerpunkt. In der zweiten wird dann fröhlich manipuliert und deas geht bemerkenswert unspektakulär und folgenfrei von statten. So schön es ist Clavier mal nicht vollkommen überzeichnet zu sehen und daß wirklich alle Darsteller wieder in ihren Rollen dabei sind, so überrascht wie zahnlos und sanft dann ausfällt. Der erste Film war ein Hit, der zweite nur eine kleine, laue Komödie.

Fazit: Großes Wiedersehen mit allen Figuren in einer unglaublich zahnlosen Story!

Shazam!

Waisenjunge Billy Batson (Asher Angel) trifft auf einen Magier (Djimon Hounsou) der ihm eine unglaubliche Kraft verleiht: beim Ausruf des Wortes SHAZAM verwandelt sich in Shazam (Zachary Levi) der übermenschliche Kräfte hat. Nachdem er mit diesem Kräften viel Unsinn getrieben hat wird er aber gebraucht – im Kampf gegen Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) …

Kann man aus dem Genre des Superhelden für uns noch irgendeinen neuen Impuls gewinnen? Natürlich nicht, allerdings kann man aus dem gemachten mit der Verwendung der richtigen Zutaten ja trotzdem ein wenig Unterhaltung gewinnen. Schließlich sind dies meist Versatzstücke die die Leute gerne sehen und im Falle von Shazam hat dies optimal geklappt. Gut, die Story überrascht jetzt nicht wirklich: es geht um einen Waisenjungen der aus dem Nichts übermenschliche Kräfte erhält allerdings damit nicht gleich beschließt die Welt zu retten sondern erst mal eine Menge Spaß damit zu haben. Das ist dann auch gleich das bemerkenswerte und beeindruckende an diesem Film: er besitzt eine kindliche Ausstrahlung, eine Leichtigkeit und einen frechen Spaßfaktor der zu einem unglaublich unbeschwerten Gefühl führt wie man es zuletzt beim ersten Spider-Man find zu sehen bekam. Dda dies auch noch mit frischen unverbrauchten Darstellern geliefert wird und einem absolut humorigen Grundton macht der Film in der Tat einen unglaublichen Heidenspaß. Der Rest ist zwar Superhelden Kino von der Stange aber damit nicht gleich langweilig: wenn von Mark Strong verkörperte finster dreinblickende Schurke eine Art Ghostbusters Armee befehligt reicht bei so einem Film für ein paar effektvolle Kämpfe aber erfindet das Genre nicht neu. Wie dieser alberne überdrehte Heldt ins restliche Superhelden Universum von DC eingegliedert werden soll ist mir allerdings nicht klar, da er als eigenständige Nummer absolut wunderbar funktioniert aber mit den düsteren DC Helden die bislang präsentiert wurden restlos inkompatibel erscheint

Fazit spaßiger comic Film mit viel Herz und Witz nur etwas über lang und vielen routinierten Punkten !

Rating: ★★★★☆