Alle Beiträge von Brodie79

Der Grinch

Der Grinch hasst Weihnachten abgrundtief und tut alles um das Fest zu sabotieren, vor allem im angrenzenden Ort Whoville. Bei seinem groß angelegten Plan trifft er auf die kleine Cindy-Lou die ihm eine ganz eigene, neue Sicht auf die Dinge ermöglicht …

Die Buchvorlage habe ich nie gelesen, mir bleibt nur die Realverfilmung mit Jim Carrey als Vergleich. Da kann ich soweit feststellen daß der animierte Grinch viel weniger böse ist sondern eigentlich nur ein armer, trauriger Kerl, der Look der Welt viel heller und angenehmer ist und die Wendung der Figur ganz rabiat und viel schneller von Statten geht. Alles keine Gründe die in meinen Augen eine Neuverfilmung rechtfertigen. Technisch kann man hingegen nicht meckern,. Das gezeigte Dorf Whoville sieht schön aus und die ganzen Animationen sind absolut erstklassig, ebenso haut der Film Weihnachtsstimmung mit dem Holzhammer was ganz gut klappt. Trotzdem sehe ich weder die Relevanz des Films noch habe ich im Kinosaal voler Kindern nicht bemerkt daß diese anvisierte Zielgruppe wirklich davon begeistert war. Versuchen kann mans mal, aber ohne allzu große Erwartungen.

Fazit: Großatige Animation, ansonsten brave und verzichtbare Neuauflage!

Rating: ★★☆☆☆

Escape Plan 2 – Hades

Ray Breslin (Sylvester Stallone) sucht seinen besten Agent Shu Ren (Xiaoming Huang) der bei einem Auftrag entführt wurde. Die Spur führt zu einem modernen Knast der selbst für Breslin eine ganz neue Herausforderung darstellt …

Einer der dreistesten Fälle von Etikettenschwindel den ich je gesehen habe: auf dem Cover starren einen Sylvester Stallone und Dave Bautista an und das weckt ja dann eine gewisse Zuversicht: klar, das Gimmick am ersten Film war die Kombination der Herren Schwarzenegger und Stallone, das es ein Sequel dazu jetzt gerade mal auf den DVD Markt schafft ist schonmal ein echt schlechtes Zeichen, wobei Bautista ja auch was wert ist. Wenn mand en Film merkt man aber wie man veralbert wurde: es stehen andere, unbekannte und nichtssagende Darsteller im Fokus, Stallone und Bautista sind eine Art Metroen die im Hitnergrund agieren, hier und da mal kurz auftauchen und was weises beisteuern. Ansosnten ist der Film ein billig produzierter Actionklopper, lau, lahm und unspektakulär der das mit aufwendigen Kampfsequenzen versucht wettzumachen. Klappt aber nicht: es ist im Grunde die gleiche Qualität wie ein alter van Damme oder Lundgren Film – wer also nach hirnschonender Nonsensaction sucht kanns mal riskieren, jeder andere dürfte höchst enttäuscht werden.

Fazit: bewußt falsch verpacktes Sequel, lau, lahm und dem Erstling nicht würdig!

Rating: ★★☆☆☆

 

The Christmas Chronicles

Der Tod ihres Vaters hat die Geschwister Teddy (Judah Lewi) und Kate (Darby Camp) entzweit – in der Weihnachtsnacht versuchen sie dennoch zusammen Santa Claus (Kurt Russel) zu sehen. Das gelingt ihnen auch, allerdings stürzt dabei dessen Schlitten ab. Also müssen die beiden mit Santa zusammen arbeiten umd die Weihnachtsnacht zu einem guten Ende zu bringen …

Netflix eröffnet die Weihnachtsplaylist, mit dieser Eigenproduktion eines Weihnachtsfilms. Für mich zeigt sich hier wieder der Unterschied zwischen einer Netflix und einer Kinoproduktion: auf einer großen Leinwand hätte dieser Film nichts verloren. Er wirkt wie ein gehobener TV Film, eine kleine, harmlose Geschichte in der außer Aushängeschild Kurt Russel kaum jemand auftaucht der bekannt ist oder dem Marketing zuträglich wäre. Und er unterscheidet für mich einen Weihnachtsfilm von einem Weihnachtsklassiker: klar, dieser Film hat definitiv Weihnachten als Thema und eine gewisse weihnachtliche Stimmung, dafür besitzt er für mich keinerlei Magie oder irgendwas daß ihn zum Klassiker machen könnte, oder gar den Wunsch wecken könnte daß ich ihn mir jährlich wieder und wieder ansehen würde. Es ist ein Familienfilm it 08/15 Klamauk, unausgewogen in seiner Richtung da in der zweiten Hälfte die Hauptfiguren getrennt werden und die Handlung ab da nur sehr trübe dahin pläschert, obendrein sehen die Effekte aus wie aus den 80er Jahren und ob man feiern muß wenn der Weihnachtsmann Star Wars Spielzeug aus dem Mantel zieht sei auch angezweifelt. Aber am Ende tuts seinen Zweck: ein paar gut gemeinte Running Gags, ein schönes Cameo zum Abschluß und ein vor zucker klebender Abschluß ergeben einen passablen Film, auch wenn die Lohikfehler durch die Decke gehen.

Fazit: Der Film lebt von Kurt Russels Charme, funktioniert aber durch Stimmung und ein paar gute Running Gags – trotz Längen!
3 Punkte

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=zEBVoXhr9yg

Mein Name ist Somebody

Aussteiger Thomas (Terence Hill) möchte alleine sein, läßt sein Leben in der Provinz hinter sich und reist mit seiner Harley durch die spanische Wüste. Ungewollt rettet er Lucia (Veronica Bitto) aus den Händen zweier Verbrecher und hat auf der weiteren Reise ungewollte Turbulenzen …

Ist es besser zu verblassen oder zu verglühen? Im Falle dieses Films oder genau genommen im Falle Terrence Hill stellt einen das vor die Frage: ist es schön Terrence Hill nochmal auf einer Leinwand zu sehen oder ist es ärgerlich in was für einem Stuß? Wobei ich dem Film vorrangig seinen deutschen Untertitel vorwerfe: Zwei Fäuste kehren zurück was schlichtweg nicht weiter von der Realität weg sein könnte. Hill fährt den Film über zusammen mit einer jungen Frau auf einem Motorrad durch Spanien, es folgen ein paar harmlose Dialoge und ein paar nette Momente mit Menschen die ihnen auf der Reise begegnen – und dann läuft auch schon der Abspann. Von Prügeleien und Witz keine Spur, mehr ein ruhiges Altwerk für das man wohl auch ein gewisses Alter parat haben sollte um damit was anfange zu können.

Fazit: Ein Film wie aus einer anderen Zeit, bei der lediglich Hills Präsenz ein wenig Interesse generieren kann.

Rating: ★★★☆☆

Peppermint – Angel of Vengeance

Riley North (Jennifer Garner) wird bei einem Überfall verletzt und fällt ins Koma. Als sie erwacht und feststellt daß ihre Familie getötet wurde sinnt sie auf Rache. Sie läßt sich zur Killerin ausbilden …

Eine totale Blaupauase: junge, brave Frau verliert durch furchtbare Umstände ihre Familie und rächt sich indem sie alle die irgendwie damit zu tun haben eiskalt massakriert. Das Besondere an dieser Version des Stoffes ist wie sehr auf jede Form einer originellen Wendung oder irgendeines Details verzichtet wird das neu sen könnte. Es ist eine völlig nach Schema F ablaufende Handlung die riesige Löcher hat oder unklar läßt (wo etwa ließ sich die Antiheldin eigentlich zur Killerin ausbilden?) und wie eine light Version von John Wick wirkt: es gibt zahlreiche Shootouts in denen Garner einfach nur durch die Gegend läuft und endlos viele Gegner rabiat über den Haufen ballert. Es beeindruckt aber wie fit Garner daherkommt und daß der Film trotz allem halbwegs kurzweilig erscheint, solange man die Logik außen vorlässt.

Fazit: Rabiat schlichte Mordorgie mit taffer Heldin und jedem erdenklichen Klischee!

Rating: ★★★☆☆

I feel pretty

Renee Bennett (Amy Schumer) sieht recht durchschnittlich aus, kriegt dan aber bei einem Unfall einen Schlag auf dem Kopf. Fortan kommt sie sich wie ein Supermodel vor und tritt so ihrer Umwelt entgegen. Durch das so demonstrierte Selbstvertrauen ändert sie ihr Leben …

Ich habe das Prinzip von Amy Shuler lange kapiert: sie ist eine tolle Komödiantin mit ein paar Kilos mehr drauf und spielt in ihren Filmen sehr gerne Charaktere die Probleme mit ihrem äußeren Erscheinungsbild haben, dann aber alle überraschen. So auch hier, wobei die Botschaft an scih sehr gut und sehr nett ist: eine Frau kommt weiter durch permanente Selbstüberzeugung und läßt sich von niemandem etwas anders sagen – das ist sehr wohl spannend und interessant, reiht aber auch eine endlose Menge an Fremdschämmomenten aneinander. Wenn man das schaut und darüber lachen kann wird man dem Film einiges entnehmen können. Dazu gibt’s eine typische Success Story und eine kleine Liebesgeschichte am Rande, alles solide und unscheinbar inzeniert. Heißt: man kanns mal versuchen, sollte aber die Erwartungen im Rahmen halten.

Fazit: Tolle Grundidee die in einem manchmal anstrengenden Film mündet!
Rating: ★★★☆☆

Juliet, Naked

Songwriter Tucker Crowe (Ethan Hawke) veröffentlicht nach zwanzig Jahren ein neues Album namens „Juliet, Naked“ worüber sich insbesondere sein Fan Duncan (Chris O’Dowd) freut. Der hat aber dadurch einen Streit mit Freundin Annie (Rose Byrne) in den Tucker schon bald persönlich verwickelt wird …

Es wäre nicht zutreffend wenn ich mich wirklich einen Nick Hornby Fan nennen würde, ich habe nichts von dem Mann gelesen; seine Buchverfilmungen haben mir aber meist sehr gefallen, insbesondere natürlich „High Fidelity“. Deswegen habe ich mir diesen auch gegeben und war sehr überrascht. Allerdings davon wie plotarm die Sache sit. Es geht um zwei Menschen die scih begegnen, die miteinander reden und ihre bisherigen Lebensläufe vorstellen und daraus Absichten für die Zukunft entnehmen. Das wird in netten, langsamen und sehr charmanten Dialogen präsenteirt. Die Storyaspekte die im Trailer durchkamen und die auf eine RomCOm o.ä. hingedeutet haben entwickeln sich in andere Richtungen als vorgesehen, wobei ich am Ende des Films unschlüssig war weil mir das Ende zu abrupt daher kam und ich mir dachte: ist doch nur eine Zwischenstation. Allerdings eined ie von charmanten Darstellern und ruhigen, angenehmen Dialogen getragen wird und daher dem Freund von Dialogkino viel Spaß liefern kann.

Fazit: Kleiner und ruhiger Redefilm ohne viel Story, aber sehr viel Herz!

Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen

Gellert Grindelwald (Johnny Depp) wurde zwar gerade durch Newt Scamander (Eddie Redmayne) festgesetzt, kann aber trotzdem fliehen um einen düsteren Plan umzusetzen – unterstützt von einer Gruppe Zauberer. Scamander stellt sich ihm entgegen, unterstützt von Albus Dumbledore (Jude Law). Die Jagd führt sie nach Paris …

Runde zwei von Fünf: die Prequel Serie zum Harry Potter Thema geht in den zweiten Durchgang, weswegen ich mich schonmal relaxt zurücklehne und weiß: hier werden sicherlich die Schachfiguren in Postion gebracht, passieren wird aber nichts entscheidendes. Und so kommt es auch: die Handlung ist klein und oberflächlich, eine einfache Gut gegen Böse Story die sich aber in etliche kleine Handlungsstränge mit entsprechend vielen Personen aufsplittet. Dabei muß man die Abstriche machen daß z.B. Johnny Depp und Jude Law nur überschaubar kurz im Film erscheinen, ebenso daß Newt ein weiterhin relativ passiver Charakter ist der nur beiläufig interveniert. Obendrein wird die Fantasywelt hier immer komplexer was Fans zwar erfreut, außenstehende aber zunehmend vor den Kopf stößt. Trotzdem: ein großer Blockbuster, ganz großes Kino mit tollen Effekten und sicherlich nur das Intro zu noch weiteren, spaßigen Filmen.

Fazit: Keine richtige Fixierung auf einen Schwerpunkt gegeben, aber trotzdem großes Kino!

Rating: ★★★☆☆

Isle of Dogs – Ataris Reise

In der Zukunft gibt es zu viele Hunde in Japan. So werden alle Hunde auf eine Insel verfrachtet als eine Art Grippe unter den Tieren ausbricht. Auf dieser Insel landet dann der kleine Atari der dort noch seinem Hund Spots sucht …

Machen wirs kurz: ich kenne Wes Anderson sehr gut und respektiere sein Werk, kann mich aber für seinen ganz eigenen Stil nicht begeistern und sein Humor erreicht mich nicht. Daher war ich auch einst mit dem fantastischen Mr. Fox relativ überfordert – und hier ging es mir genauso, ist hatte bereits nach zehn Sekunden wenn der erste Hund ins Bild springt das Gefühl daß das nun folgende mich sicherlich überfordern wird – und genauso kam es dann acuh. Ich respektiere die Arbeit, die Ideen und vor allem das dies wirklich in seiner eigenen komischen Welt spielt, aber bekam keinen Fuß hinein so daß dies eines der wenigen Beispiele darstellt bei denen ich den Film nicht abschließen konnte.

Fazit: Es ist für Anderson Fans sicherlich ein relevanter Titel, ich habs nicht geschafft auch nur ansatzweise reinzukommen!

Rating: ★☆☆☆☆

Verschwörung

Lisbeth Salander (Claire Foy) hat den Draht zu Mikael Blomkvist (Sevvir Gudnason) gekappt und bringt sich in große Schwierigkeiten als sie eine Verschwörung innerhalb der NSA entlarvt. Ebenso ist Blomkvist mit Ermittlungen beschäftigt und stößt dabei auf Lisbeth …

Die Lisbeth Salander Saga geht weiter, allerdings auf Neuland: der Film basiert sehr wohl auf der amerikanischen Verfilmung mit Daniel Craig, fußt aber dann doch auf einem neuen Roman den ein anderer Autor nach Stieg Larson geschrieben hat. Und erfreulicherweise kann man diesen Film schauen und auch genießen ohne etwas von dem alten Zeugs zu kennen. Im Kern hat man hier einen Thriller nach Schema F: wenig was man nicht schonmal gesehen hat, kaum etwas daß nicht schonmal woanders eingesetzt wurde – aber es sind Dinge die hier wie auch bei anderem schon immens gut geklappt haben. Wenn man sich an was aufhängen will kann man sicher was finden – seien es die teils so eingesetzten Klischees, sei es die mitunter übersteigerte Heldin die gleichermaßen coole Sau wie armes Opfer verkörpert und da nicht immer restlos ausgewogen wirkt. Oder sei es daß eigentlich kein Nebendarsteller irgendeine Form eines „Ausdrucks“ besitzt und irgendwelche Punkte setzz. Aber wozu soll man das bemängeln: wenn man die gelegentlichen Klischees runterschluckt bleibt ein konventioneller, spannender und immens mitreißender Thriller übrig.

Fazit: Arbeitet zwar mit vielen Klischees, punktet aber mit Action, Spannung und toller Heldin!
Rating: ★★★★☆