Alle Beiträge von Brodie79

The Northman

Wikingersohn Amleth (Peter Saarsgard) muß als Kind den Mord an seinem Vaer (Ethan Hawke) mitansehen. Er wächst zu einem harten Krieger heran und sucht Rache für die Tat …

Robert Eggers ist einer dieser Filmemacher von denen ich zwar Respekt, aber keine Begeisterung habe. The Vvitch war ein unfassbar intensives Kinoerlebnis, der Leuchttum hat mich nur bedingt erreicht und auch bei diesem, den ich nur daheim schauen konnte teilte sich das Erleben. Die barbarische Atmosphäre die über allem liegt, eine unglaubliche Schwere und die heftige Brutalität erzeugen ein intensives Filmereignis, welches effektiv und schockierend wirkt. Die Handlung ist dabei nur eine einfache Rachestory, mit ein oaar kleinen Twists drin. Man muß sich fragen ob einem dies reicht: ein pures Gemetzel und jede Menge düsterer, berauschender Bilder. Viel mehr bekommt man bei über zwei Stunden Lauflänge nicht.

Fazit: In Punkto Atmosphäre und Härte absolut gelungen, inhaltlich aber schlicht gehalten!

Men

Harper (Jessie Buckley) zieht sich aus der Stadt zurück und eine Tragödie zu verarbeiteen. In den Wäldern, in denen sie hockt zieht aber schnell eine unbekannte Bedrohung auf …

Man kann es wohl einfach oder sehr kompliziert sehen und sagen: Männer sind schlimm, Männer sind die Seuche. Diese Erfahrung macht die Hauptfigur in einem ungemein Stimmungsvollen Titel. Eine Frau, die einfach nur etwas Ruhe in einem ruhigen Landhaus sucht trifft auf diverse Männer, die allesamt auf eigene Weise bedrohlich, übergriffig oder sonstwie unangenehm werden. Das führt zu langen, endosen Szenen die recht schnell die grade Linie einer Geschichte verlassen und zum totalen Mindfuck führt. In den letzten zwanzig Minuten kann absolut alles passiere und alle Fesseln fallen. Das ergibt oftmals wenig Sinn, das vestört und entsetzt – aber es lässt nicht kalt.

Fazit: Atmosphärisch dichter Trip in den Wahnsinn

Rating: ★★★★☆

Thor – Love and Thunder

Thor (Chris Hemsworth) sucht nach einem Sinn im Leben. Das ändert sich als seine Ex Jan (Nathalie Portman) ebenfalls zum Donnergott wird und der bösartige Gorr The God Butcher (Christian Bale) zu einer tödlichen Gefahr wird …

Obwohl es in Marvels MCU seit „Avengers Endgame“ einige weitere Titel gegebenhat schließt dieser hier exakt an das dortige Ende an: Thor zieht mit den Guardians durch die Gegend. Wie zu erahnen war ist dies aber schnell gelaufen und der Donnergott wandelt auf einer Solomission. Er mu0 Christian Bale aufhalten der als Götterschlächtet durch die Gegend zieht. Dabei zappt Thor einfach nur durch diverse digitale Kulissen und Schauplätze und darf dabei viel Herumalbern. Dabei sind sitzende Lacher drin und einige kreative Einfälle, aber leider kein runder Film: so albern wie in manchen Szenen gekalauert wird, so ernstgeht es dann an anderen Stellen zu – und die Balance zwischen Spaß und Ernst stimmt nicht. Ansonsten stimmt mit Chris Hemsworth und dem technischen Part soweit alles – man merkt eben nur das dieses Thema starke Abnutzungserscheinungen hat. Insbesondere wenn man zum Schluß nicht das Gefühl hat eine Geschichte durchlaufen zu haben.

Fazit: Wie eine Thor Sketchshow: teils zu lustige Szenen treffen auf zu ernste und die Balance geht flöten!

Rating: ★★★★☆

Monsieur Claude und sein großes Fest

Claude (Christien Clavier) hat seinen Frieden mit seinen Schwiegersöhnen geschlossen, ist aber genervt durch deren ständige Anwesenheit. Der wahre Streß ist aber die Vorbereitung einer feuer zum 40. Hochzeitstag …

Erfreulich zeitsparend: wenn man sich den Trailer anschaut hat man bereits den ganzen Film gesehen, inklusive Schlußszene. Und der Weg dorthin verläuft zu keinem Zeitpunkt anders als man es erwartet: die aus zwei Filmen bekannten Charaktere kommen für ein großes Familienfest zusammen, das wars. Nur daß diesmal alle noch weitere Verwandte anschleppen und somit die Figurenzahl ins endlose wächst. Andererseits wird damit nicht viel angefangen. Es gibt ein paar harmlose, kleine Gags die manchen Figuren angehangen werden, da es aber keinen Fokus gibt verschwindet manchmal selbst Clavier minutenlang aus dem Film. Der Rest ist eine typische „Familienfest“ Komödie mit etablierten Figuren, aber frei von sitzenden Gags oder erinnerungswürdigen Momenten. Selbst wenn jemand die Reihe mag könnte dieser letzte Teil vor allem zahnlos und bleich wirken.

Fazit: Weichgespülte dritte Runde mit zu vielen Figuren und keinem Fokus

Rating: ★★☆☆☆

MInions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss

Superschurke Gru legt sich mit einem Gangstersyndikat an und wird entführt. Während er mit seinem Entführer langsam Bande knüpft versuchen die Minions eifrig ihn zu befreien …

Das Thema Minions hat sich für mich lange erschöpft. Die „Ich – Einfach unverbesserlich“ Reihe war ein respektabler Erfolg für Illumination, die Minions ein stetiger und gut funktionierender Running Gag den man aber nicht bis ins unendliche dehnen kann. Und da dieser Film durch Corona nochmal zwei Jahre auf Halde lag wirk er noch etwas mehr aus der Zeit gefallen. Es überrascht daß es weniger ein Minions Film, sondern ein legtimes Prequel der Gru Geschichte in dem eine recht banale Story erzählt wird, Ahauptsache, die Handlungsstränge splitten sich auf so daß stetig zwischen dem Gru Plot und den Gags der Minions gezappt werden kann: Technisch kann man zwar über garnichts klagen,inhaltlich sind es aber wenige und meist laue Gags die sich oftmals auch wiederholen. Für Kinder und Jugendliche mag das funktionieren.

Fazit: Immernoch mit putzigen Momenten, ansonsten ur das Aufwärmen bekannter Elemente

Rating: ★★☆☆☆

Die Zeit, die wir teilen

Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) begegnet einer großen Liebe von eins ud flieht in ein Landhaus. Dort beginnt sie ihr Leben zu überdenken …

Eine Frau lebt ihr leben und wir schauen zu. Von einem Zeitpunkt ausa dfer Gegenwart zappt die Geschichte durch deren Leben, zeigt Schnittpunkte, Entscheidungen und ein paar sehr dramatische Momente. Leidr hat diese Figur einige Tiefen durchgemacht, ebenso aber ein paar Erfolge und schöne Augenblicke durchlebt. All dies beobachten wir, dabei aber mit der Frage im Hinterkopfg: warum? Wieso sehen wir uns dieses an? Das beantwortet der Film erst in den letzten Szenen. Dabei kann es sein daß man sich sagt „Wieso habe ich dafür so lange durchgehalte?“; ebenso kann man begeistert sein wenn sich alles zu einem Bild verdichtet. Ferst steht aber daß das tolle Schauspiel von lars Eidinger und natürlich Isabelle Huppert einen Blick wert sind, zumal der Film trotz seines traurigen Themas eine gewisse Leichtigkeit hat.

Fazit: Ein Film mit wenig Orientierung, wie eben auch bei seiner Hauptfigur!

Rating: ★★★☆☆

The Man from Toronto

Ein Auftragsmörder der als „The Man From Toronto“ (Woody Harrelson) muß bei einer Airbnb Buchung ein Zimmer mit Teddy (Kevin Hart) teilen – wodurch sich die unterschiedlichen Menschen in die Quere kommen …

Ich habe bei Actionkomödien oftmals ein Problem bezüglich der Balance zwischen Spaß und Ernst. Wenn einerseits kalauert wird und andererseits Menschen brutal abgeballert werden stimmt für mich die Stimmung nicht. Und gerade Regisseur Patrick Hughes hat mit den „Killers Bodyguard“ Filmen dieses Ungleichgewicht mit Füßen getreten, weshalb ich eine gewisse Ratlosigkeit vor diesem Film hatte. Und das bestätigte sich zunächst wenn in der Anfangsszene in der Harrrelson ein Verhör durchführt der Ton von Ernst zu Spaßig und dann zu brutal wechselt. Danach übernimmt Kevin Hart den Film und spielt seine übliche Figur, wenngleich etwas gebremster. Aber es dauert nicht lange bis gewisse Qualitäten durchbrechen: der Film ist spaßig, hat brutale Sequenz en, hält diese aber größtenteils im Rahmen. Woody Harrelson spielt einen knallharten Hund der aber trotzdem charmante Momente hat und sich mit Harts Dauerplapperei ergänzt. Die Story ist kurzweilig und wie ein typischer 80er Actionfilm was damals nichts Besonderes gewesen wäre, aber heute schon wieder originell erscheint. Lediglich das billige CGI und einige künstliche Actionszenen bremsen den Spaß minimal. Dennoch: auf dem Sektor dessen was der Film sein will funktioniert er unglauch gut und stellt ein Referenzwerk da: wenn die Netflix Eigentitel alle so ausfallen würden wäre dort einiges besser.

Fazit: Harrelson trägt den Film, Hart ergänzt zufriedenstellend und das Werk fällt besser aus als zu erwarten war

Rating: ★★★★☆

The Card Counter

William Tell (Oscar Isaac) kommt aus dem Knast und zieht als Pokerspieler durchs Land wobei er perfekt als Kartenzähler ist. Das wird zum Problem als er den jungen Cirk (Tye Sheridan) trifft …

Hier können Titel und Aufmachung in die falsche Richtung führen. Dies scheint ein weiterer Film über einen Glückspieler zu sein, allerdings erweist sich der Film dann als etwas vielschichtiger. Die spielende Hauptfigur hat etwas aus der Vergangenheit was sie beschäftigt und was einen großen Teil der Zeit einnimmt und auch zu einigen echt krassen Momenten und Rückblenden führt. Damit rechnet man nicht unbedingt und das könnte für manchen schon zu viel sein. Ansonstne funktioniert die Nummer aber bestens: Oscar Isaac gibt als gebrochener Held eine weitere erstklassige Perfomance ab, der Rest schockiert stark und der ganze Part wenn es ums Kartenzählen geht ist wohle her was für die Leute die sich damit im Detail auskennen. Trotzdem: einen Versuch ist es wert.

Fazit: Mischung aus Glückspielerdrama mit einem anderen, unerwarteten Genre

Schachnovelle

Der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) wird 1938 von den Nazis in Isolationshaft genommen und dem bösartigen Franz-Josef Böhm (Albrecht Schuch) stetig verhört. Dafür gelangt ihm ein Schachbuch in die Finger …

Hier hatte ich ein sehr großes Interesse dran, da ich das Buch in der Schule gelesen und nie ganz vergessen habe. Recht schnell wurde mir aber klar daß der Film einen Schwerpunkt ganz anders setzt: im Buch wurden die beiden Schachgegner in Rückblenden beleuchtet und es ging um den Konflikt und das Schachduell der Rahmenhandlung. Im Film ist der Schwerpunkt aber auf die von Oliver Massuci gespielte Figur gesetzt, welche in Isolationshaft gesetzt wird und monatelang in einem Raum sitzt. Dabei ist ein Buch mit Schpartien sein Versuch seinen Verstand klar zu halten. Der Film erweist sich somit als eine Art Psychodrama der den Leidensweg und den Abstieg in den Wahnsinn zeigt, der Schpart wird dabei eher zweitrangig. Aber so ist eine wunderbare Bühne gegeben auf der Massuci eine unglaubliche, starke Perfomance abliefern kann. Daher ist dies eher was für Freunde von Thrillern als für Literaturfans.

Fazit: An die Nieren gehender Psychothriller über einen Mann der in Isolation de Verstand zu verlieren droht.

Rating: ★★★☆☆

 

Nebenan

Daniel (Daniel Brühl) ist ein populärer Schauspieler und führt ein komfortables Leben in Berlin. Kurz vor einem neuen Dreh stoppte r in einer örtlichen Kneipe – wo er auf den merkwürdigen Bruno (Peter Kurth) trifft …

Ach Mensch … ich wollte diesen Film wirklich mögen. Ich bin kein wirklicher Fan von Daniel Brühl, kenne ihn aber seit dem Film Schule aus dem Jahr 20ß00 und habe ihn immer gerne gesehen. Ebesnso fand ich es beeindruckend was für eine Karriere er gemacht hat. Hier macht er dann seinen ersten Film als Regisseur der anscheinend auch einige persönliche Aspekte aufarbeitet, da zu seiner Hauptfigur einige Dinge fallen die auch auf den echten Daniel Brühl passen. Ich finde es gut daß es ein kleiner Film ist, quasi ein Kammerspiel und mit der Inszenierung macht Brühl dabei alles richtig: auch wenn es fast komplett in einer Kneipe spielt ist das alles frisch und gut mitgefilmt. Mein Kernproblem liegt an einer Sache: ich finde beide Hauptfiguren furchtbar unsympathisch. Wenn ich dann zusehe wie zwei unangenehme Gestalten sich Bösartigkeiten um die Ohren werden habe ich kein Interesse daran, sondern finde die Charaktere nur nervig. Auch wenn die Inszenierung und die finalen Wendungen gut klappen, so fehlt mir die emotionale Anbindung.

Fazit: Solides Regiearbeit von Brühl bei denen zu wenig Herz in den Hauptfiguren steckt!