The Kitchen – Queens of Crime

Nach der Inhafteirung einiger Gangster im Jahre 1978 bleiben deren Frauen auf den Schulden ihrter Männer sitzen. Also nehmen sie die Angelegenheiten in ihre eigenen Hände und setzten das Gangstertum um …

Eine DC Comicverfilung die auf einem Werk beruht daß ich nie in den Fingern hatte und welches mir auch sonst nie untergekommen ist. Bei der Handlung hatte ich zunächst das Gefühl der Film wiederholt das „Widows“ Szenario: ein paar Männer landen im Knast, deren Frauen beginnen aus Geldschulden mit der Kriminalität. Durch die Anwesenheit von Melissa MCCarthy könnte das sogar in eine Komödie ausgeformt werden, aber der Film geht hierbei ganz andere Wege. Der Grundton ist zwar harmlos und mitunter etwas flapsig, ist dabei aber nicht lustig sondern baut nach und nach ein immer blutigeres Szenario auf. Die Figuren werden immer bösartiger, die Intrigen immer krasser und der beiläufige Leichenberg wächst stetig. Trotzdem hat man nocht das Gefühl einen Thriller zu gucken, oder ein anderes Genre. Es ist einfach ein Film der Figuren zeigt und eine Geschichte erzöhlt, eine inder aber große Sprünge drin sindwas Tempo, Entwicklung und Stimmung entspricht. Am Ende einer der eigentlich wenig aussagt, zwar nicht langweilt, aber trotzdem außer kurzen spannenden Momenten eher enttäuscht.

Fazit: Wäre gerne ein düsterer Gangstethtiller, wirkt aber relativ neutral und liefert in keine Genrerichtung!
Rating: ★★☆☆☆

Head Full of Honey

Amadeus (Nick Nolte) hat seine Frau verloren und ist an Alzheimer erkrankt – so fragt er ständig seinen Sohn Nick (Matt Dillon) nach dem Verbleib seiner Frau. Schließlich zieht Amadeus zu Nick und seiner Familie nach London. Dort brennt Amadeus mit der 11-jährigen Matilda (Sophie Lane Nolte) durch um nach Venedig zu reisen …

Sachlichkeit contra Gehässigkeit. Von letzterem bekam dieser Film und vor allem sein Macher Till Schweiger eine unfassbare Überdosis ab. Eigentlich sollte ich ich davon sachlich distanzieren und sagen: der gute Til hat einen Film gemacht und für den internationalen Markt ein Remake hergestellt. Wer das Original kennt braucht diesen hier nicht nochmal, da er 1:1 den gleichen Titel bekommt, mit der gleichen Handlung, den gleichen Wendungen, dem gleichen Look und der gleichen, völlig übertriebenen Schnittfolge. Wer in noch nicht kennt sieht einen soliden Alzheimerfilm dessen künstlicher Sepialook es alleine unmöglich macht, den Dramapart als solchen zu sehen. Darstellerisch ist das ok, aber es schwebt über allem Schweigers Ego und seine grenzenlose Überzeugung hier großes Kino geschaffen zu haben.

Fazit: So überflüssig wie Schweiger Kellnercameo – überlange filmische Qual!

Wenn du König wärst

Der zwölfjährige Brite Alex (Louis Serkis) findet auf der Flucht vor ein paar Schlägern in einer Ruine das Schwert Excalibur. Dadurch erweckt er jedoch die Hexe Morgana (Rebecca Ferguson) welche die Welt zerstören will – Alex muß ihn stoppen, unterstützt vom Zauberer Merlin ( möchte die Welt zerstören und nur Alex kann sie aufhalten. Zum Glück steht ihnen der legendäre Zauberer Merlin (Angus Imrie / Patrick Stewart) zur Seite …

Eigentlich hat der Film für mich ein paar Enttäuschungen parat: der Trailer lockt mit Patrick Stewart, der aber letztlich nur eine cameohafte Nebenrolle hat. Ebenso sieht der Trailer durchaus etwas „reifer“ aus, der fertige Film ist aber eindeutig und vorrangig ein Kinderfilm. Das ist aber wohl jammern auf hohem Niveau da alles andere hieran wirklich gelungen daherkommt: ein kleiner Außenseiter und Nerd erhält eine große Aufgabe, bewegt Menschen aus seinem Umfeld ihm zu helfen und auch die wachsen dann stetig über sich selbst hinaus … da steckt viel brauchbares drin. Der Showdown ist zwar restlos over the top und ich fand es schade daß sich die Story oftmals aus dem Schulumfeld wegbewegt, aber es bleiben der typisch britische Look, unverbrauchte Kinderdarsteller und eine solide technische Umsetzung. Als Kinderfilm ists dann vielleicht etwas zu gruselig für die ganz Kleinen, als Spaßfilm taugts aber durchweg.

Fazit: Alberne Fantasy für Kiddies an der man aber auch als Erwachsender Spaß hat!

Rating: ★★★★☆

Es – Kapitel 2

27 Jahre nachdem der Club der Verlierer sich gegen den bösartigen Clown Pennywise stellte beginnt in Derry erneut eine grausame Mordserie. Da außer Mike alle die Stadt verlassen haben ruft Mike seine Freunde zurück um das Grauen erneut zu bekämpfen – allerdings haben alle zunächst die Vergangenheit vergessen …

Hier ist es wohl elementar entscheidend aus welcher Sicht man an den Film ran geht: es ist ein ganz anderes Erlebnis wenn man das Buch kennt, den alten TV Film, beides oder gar nichts davon. Letztlich steht wohl fest daß das man das Buch nicht wirklich verfilmen kann weils zu episch und sprunghaft ist, man kann sich aber sehr wohl davon wie von einem Buffet bedienen und aus den richtigen Versatzstücken einen entsprechenden Titel machen. Das scheitert hier allerdings komplett: der Film reiht einfach eine lange Reihe an Szenen aneinander in denen die Figuren sich an früher erinnern oder eben im hier und jetzt eine Clownattacke überstehen müssen – diese werden aber als absurde CGI Effektszenen inszeniert die eigentlich nie entscheidend gruselig sind, aber immer sehr künstlich und ohne Wirkung. Bei den menschlichen Darstellern besteht keine Chemie, die Figuren wirken relativ bleich und der Clown Pennywise wird nur in den nötigsten Momenten zum Einsatz gebracht. Dieses und der absurde Showdown der nicht wirklich dem Buch entspricht, gepaart mit einer unfassbaren Laufzeit von 169 Minuten hinterlassen einen restlos faden Geschmack und die bittere Erkenntnis daß nach dem tollen Erstling ein unglaublicher Abfall stattgefunden hat.

Fazit: Überlange Enttäuschung auf ganzer Strecke mit absurden CGI Szenen!Rating: ★★☆☆☆

Beale Street

Tish (KiKi Layne) und Fonny (Stephan James) wachsen im Harlem der Siebziger Jahre auf und werden zu einem Paar das sogar plant zu heiraten. Dann wird Fonny wegen dem Verdacht auf Vergewaltigung festgenommen – während Tish schwanger ist. Die Familien versuchen alles um Fonny bis zur Geburt des Kindes aus der Haft zu holen …

Es ist halt nicht immer so wichtig was dir ein Film erzählt, sondern wie er es abliefert. Für den vorliegenden Film bedeutet das: die Story eines jungen schwarzen Mannes der unschuldig ins Gefängnis kommt und seiner Familie die ihn natürlich raus und zurückholen will klingt natürlich wie ein Justizfilm, davon ist es aber dann doch meilenweit entfernt. Es ist mehr ein Titel der in seiner Stimmung schwelgt und schwimmt: wir erleben die beteiligten Menschen, ihre Lebensumstände und wie sie mit den furchtbaren Schicksalsschlägen umgehen, aber es reift für mich nicht zu einem lebensnahen echten Drama ran. Statt dessen aht der Film eine manchmal verträumt wirkende Stimmung die zu Lasten des Tempos geht. Ich kann jeden verstehen dem dieser Film zu langsam ist – aber ebenso können Leute in der Stimmung geradezu versinken.

Fazit: Nicht tadellos und manchmal sehr langsam, aber insgesamt wundervoll anzusehen und mit emotionaler Stimmug!

Rating: ★★★★☆

Ready or Not

Grace (Samara Weaving) steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Alex De Lomas (Mark O’Brien). Dan aber beginnt ein grausames Spiel, initiert von dessen Familie. Dabei muß sie sich gefahrvoll den Platz in der Familie erkämpfen …

Ich müsste mich aus diversen Gründen über den Film aufregen die ich in diesem Falle aber nicht weiter gestört haben: wir haben eine Hauptfigur namens Grace über die wir kein Stück erfahren, für die laufende Handlung stört das aber nicht. Ebenso wenig daß der Film in einem riesigen Haus Spiuelt welches wir als Zuschauer eigentlich nie wirklich gezeigt bekommen und verstehen. Die Hauptfigur kann so jederzeit überall hin fliehen und kommt immer in genau den Raum der für die Handlung passend ist. Dabei wird aber nicht versucht einen realistischen Look zu kreieren, der Film ist durchweg absurd, übersteigert und einfach nur eine große, lustige und makabere Komödie. Darin wird es manchmal spannend, darin wird es an manchen Stellen sehr blutig und manche Drehbuchwendung ist unglaublich schräg – aber wenn man zu dem Publikum gehört das dazu einen Zugang haben kann wird man mit einem unkonventionelle, Film belohnt. Deswegen möge man einen Blick riskieren wenn man mal einen Titel jenseits der Standardware versuchen mag.

Fazit: Abgedrehte Horrorkomödie jenseits jeden realistischen Ansatzes – aber in seiner eigenwilligen Art ein großer Spaß!
Rating: ★★★★☆

Angel has Fallen

Secret-Service-Agent Mike Banning (Gerard Butler) hat bereits mehrfach den US Präsidenten retten können – trotzdem gerät er selbst unter Verdacht. Nach einem Anschlag auf die Air Force One wird Mike zum Terroristen erklärt und muß fliehen um seine Unschuld zu belegen …

Der dritte Teil der „Mike Banning“ Trilogie, einer Serie der man so viel Saft und so viele Filme wohl nicht unbedingt zugetraut hätte Gerald Butler spielt erneut einen aufrechten Secret Service Agent der den Präsidenten beschützt, allerdings wird die Handlung diesmal nicht von einem „Stirb langsam“ Vorbild abgekupfert sondern von „Auf der Flucht“: dem Helden wird ein Vergehen in die Schuhe geschoben und fortan muß der fliehen und seine Unschuld beweisen. Allerdings ist dies kein Material um einen Actionthriller zu füllen: der Antagonist ist schnell bekannt und die Hintergründe komplett schlicht. Vor diesem Background feuert der Film eine Reihe Actionmomente ab die wie in den Vorgängern mit brutal hohem Bodycount daherkommen und wuchtig sind, aber ebenso wird mit Wackelkamera gearbeitet und oftmals sind die Actionszenen sehr unübersichtlich, sei es im nächtlichen Wald oder in einer Schuttruine. In der letzten halben Stunde verdichtet sich alles zu einem effektiven Showdown und Nick Nolte gbt den unpassenden Sidekick der aber trotzdem etwas Spaß vermittelt. Wer mit den vorherigen klarkam wird auch diesen hier mögen, alle anderen sehen einen banalen und lauten Actionfilm der dem Thema nichts neues gibt.

Fazit: Sehr laute Actionnummer, im Rahmen ok, aber meilenweit davon entfernt interesant oder originell zu sein!

Rating: ★★☆☆☆

Der goldene Handschuh

Fritz Honka (Jonas Dassler) verbringt in den 70er Jahren die Abende in der Kiezkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ um seine Opfer zu finden – denn in Wahrheit ist Honka ein Serienmörder der zu unfassbaren Greueltaten fähig ist …

Hier wird mir nicht so ganz klar was der Sinn des Films war – ich ernenne nur worin er nicht besteht. Der Film ist nicht wirklich darauf aus eine dokumentarische Nacherzählung der wahren Ereignisse rund um Fritz Honka und seine Greueltaten zu sein, er setzt ihn zwar ins Zentrum und mag auch vieles authentisch wiedergeben, aber ich bin nachher nicht viel schlauer als vorher. Der Film ist ab 18, enthält auch einiges an Blut und Gewalt, ist aber trotzdem kein Horrorfilm oder gar dem Splattergerne zuzuordnen. Ich denke, es gerht hauptsächlich um die möglichst lebensnahe Milieuschilderung: ich bin nie zu der gezeigten Zeit an den gezeigten Orten gewesen, habe aber doch den Eindruck daß es sehr glaubhaft und authentisch gezeigt wird. Und das ist vor allem siffig, schmuddelig und scheußlich, stellenweise so abstoßend daß man glatt verstehen kann warum dieser Mann auf die Art und Weise wahnsinnig wurde. Und mit Jonas Dassel der hinter der entstellten Maske kaum zu erkennen ist hat man einen derart scheußlichen Charakter daß alleine seine Darstellung das pure Ekel forciert.

Fazit: Blutige und schmierige Nachstellunf des Honka Falls daß sich zwischen die Genres setzt, aber eine abartige Faszination innehat!
Rating: ★★★☆☆

Little Monsters

Straßenmusiker Dave (Alexander England) begleitet seinen Neffen Felix (Diesel La Torraca) auf Kindergartenausflug um die Erzieherin Miss Caroline (Lupita Nyong’o) anzubaggern – wobei er einen Konkurrenten in Gestalt des Entertainers Teddy McGiggle (Josh Gad) bekommt. Das wird aber unwichtig als eine Horde Zombies über den Ort herfällt …

Hier hat jemand einen ziemlich vielseitigen Genreix versucht und ist daran gescheitert was eben solche Mixfilme so schwierig macht: dem Abstimmen der einzelnen Komponenten. Der Film beginnt als RomCom mit einem Deppen der seine Beziehung versaut, leider ist diese Figur so überdreht und unsympathisch daß er als Träger für Zuschauersympathien komplett ausfällt. Dann wechselt der Film schlagartig in einen Horrorfilm und vereint gleichermaßen ultrabrutale Splatterszenen mit übelst albernen Comedymomenten. Hier ensteht aber das Problem daß die Lage zwar auf dem Papier bedrohlich ist, sich aber nie so anfühlt und die von Lupita Nyongo gespielte Lehrerin so cool ist daß man nie wirklich Sorgen um die Hauptfiguren hat. Und es passiert zu wenig außer daß sich die Figuren an einem sicheren Moment verschanzen und ab dort eigentlich nur abwarten. Schade, aber nicht schlimm: aus der Grundidee hätte man sicher was machen können.

Fazit: Findet die richtige Balance zwischen Spaß, Ernst und Spannung nicht!Rating: ★★☆☆☆

On the Basis of Sex – Die Berufung

Ruth Bader Ginsberg (Felicity Jones) hat ihr Jurastudium in den fünfziger Jahren als Jahrgangsbeste abgeschlossen und bekommt lediglich einer Stelle als Professorin begnügen. Da wird ihr ein Fall zugespielt aus dem sie einen Präzedenzfall basteln möchte um auf die ungerechten Verhältnisse hinzuweisen …

Heldenverehrung in Fimform ist eine gute Sache, wenn es angemessen erscheint und wenn die entsprechende Person es „verdient“ hat. In diesem Falle ist es die Geschichte einer hoch angesehenen Juristin, wie sie sich erst selber in eine richtige Position hocharbeiten muß und dann einen spektakulären Fall der Grundsätze verändert übernehmen mu. Dabei geht’s eben um die Darstellung der Hauptfigur, das macht Felicity Jones solide und interessant, obendrein gefiel mir die Chemie mit ihrem Filmehemann der wirklich als ergänzende unt unterstützende Kraft erschien und nicht wie in vielen anderen Titeln irgendwann ur noch durch Streit und Konflikt ausfällt. In die juristischen Details konnte ich nicht so gut folgen da mir das zu explizit wurde mit der Dauer, am Endresultat ändert das aber nichts: ein starker, kraftvoller Film der seine Thematik anschaulich und kurzweilig verpackt

Fazit: Solide gespielt, kraftvoll inszeniert – genau die Art von Film welche für den Schulunterricht taugt!

Rating: ★★★★☆