Florence Foster Jenkins

Im Jahre 1944 fühlt sich die Millionärin Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) zur Opernsängerin berufen und beginnt mit Auftritten neben dem Pianisten Cosmé McMoon (Simon Helberg). Dabei entgeht Jenkins daß sie eigentlich gar kein Talent hat und niemand es ihr so sagt – auch nicht ihr Ehemann St. Clair Bayfield (Hugh Grant) …

Bei diesem Film war ich mir von Anfang sicher daß ich ihn entsetzlich hassen würde – die Geschichte einer eitlen, selbstverliebten Frau die nicht singen kann, aber eben dies in einer falschen Wahrnehmung glaubt und ihre Umwelt mit ihrem Gegröle plagt klang für mich wie ein ultimativer Alptraum. Trotz der tollen Besetzung bei der mein persönlich interessantestes Ding allerdings Simon Helberg war und sein Versuch sich über seine Darstellung bei „The Big Bang Theory“ hinaus zu entwickeln. Aber dann überraschte mich der Film doch: er gibt seine freakige Hauptfigur zu keiner Zeit der Lächerlichkeit preis sondern überrascht mit leiser Komik und einem fast sensiblen Annähern an die recht naive Gestalt. Meryl Streep gibt eine weitere großartige Darstellung wobei daneben Hugh Grant ebenso brilliert da er mal wirklich einen Charakter richtig spielt und nicht nur den gelangweilten Playboy. Zusammen mit dem Umstand daß der Film auf einem wahren Fall beruht und der sehr liebevollen Darstellung der damaligen Zeit ergibt dies einen feinen, nicht wirklich leisen, aber mögenswerten Film.

Fazit: Sensible Geschichte, leise und gefühlvoll präsentiert!

Rating: ★★★★☆

Die Erfindung der Wahrheit

Die eiskalte Polit-Strategin Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) soll für die mächtige Waffenlobby der Vereinigten Staaten dafür sorgen daß ein neues Waffengesetz nicht verabschiedet wird. Sie wechselt jedoch überraschend die Kanzlei und arbeitet für die Konkurrenz. So geht sie einen überaus gefährlichen Weg der sie gleichermaßen privat wie beruflich vor hohe Opfer stellen kann …

Ich gebe immer gerne zu wenn mich ein Film überfordert und das war in diesem Falle eindeutig so. Ich bin kein großer Kenner und Experte der amerikanischen Politik und den Strukturen die dort ein GEsetztesentwurf durchlaufen muß und genau darum geht es. Das bedeutet daß man einen Film zu sehen bekommt in dem 130 Minuten Menschen herumlaufen und in Räumen herumsitzen und reden – es gibt keine Actionparts oder sonstiges auflockerndes. Nur endlos lange geschliffene Dialoge, Tricks und politische Winkelzüge bei denen man so garnicht so direkt verstehen kann warum diese eine Figu jetzt genau das tut und was es bei der anderen bewirkt. Das habe ich nach kurzer ZEit begriffen, also daß ich in die richtige thematische Tiefe nicht ausreichend herinkomme. Damit ist der FIlm für mich aber nicht verloren, sondern ich kann mich an dem erfreuen was ihn ebenso ausmacht. Jessica Chastain. Die oscarnominierte Darstellerin gibt eine so faszinierende Darstellung als menschlicher Kühlschrank, als fast emotionsloes Biest daß sie einen geradezu in den Bahn zieht. Daher bleibt eine große Faszination erhalten, selbst wenn man inhaltlich aus der Strecke bleibt – einen Blick ists definitiv wert

Fazt: Überlanger Dialogfilm mit hochkomplexem Aufbau, darstellerisch jedoch mitreißend und packend!

Rating: ★★★★☆

Baywatch

Aus PR Gründen bekommt der Rettungsschwimmer Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) für sein Team den Ex Olympiateilnehmer Matt Brody (Zac Efron) zur Seite gestellt. Trotz einiger Probleme erweist sich dieser als hilfreich – während im Team mehrere emotionale Verwicklungen laufen kommen sie am Stand kriminellen Vorgängen auf die Spur …

Dies ist die Kinoversion einer alten TV Serie die mit Recht als Trash bezeichnet wird, da kann man von einer modernen Version nicht gerade Shakespeare erwarten. Aber mann kann es durchaus lobend hervorheben daß wirklich die Kernelemente der Show herüber transportiert wurden: Strandfeeling, eine Urlaubsatmosphäre, kerngesunde Over the Top Helden mit überdurchschnittlicher Attraktivität und stets einen sexy Look auf alles. Neu ist dabei die Betonung auf den Komödienpart der aber nicht schlecht daherkommt. Wer mit einem Nostalgiefeeling an die Nummer rangeht gewinnt eine Menge Spaß daraus, wer nach Gründen zu meckern sucht wird aber ebenfalls fündig: die mitunter sehr billigen Spezialeffekte, der gelegentlich unter die Gürtellinie gehende Humor oder die auf TV Level passierende Krimihandlung bieten genug Anlaß zu meckern. Aber wer will das schon bei zwei Stunden Hochglanzkino das einen mit bester Laune wieder entläßt.

Fazit: Relativ schlicht, aber mit enormem Spaß und gewissem Nostalgiefaktor!

The Dinner

Geschichtslehrer Paul (Steve Coogan) und seine Frau Claire (Laura Linney) treffen sich zum luxuriösen Essen mit seinem Bruder Stan (Richard Gere) und seiner Schwägerin Katelyn (Rebecca Hall). Der Anlaß ist allerdings dramatisch: die Kinder der Paare haben ein schlimmes Verbrechen begangen und nun muß geklärt werden ob die Eltern sie dafür an die Justiz übergeben wollen oder nicht …

Die Grundkonstellation fand ich super: vier Figuren, auch von guten Darstellern verkörpert, treffen zu einem Essen zusammen welches zunächst zivilisert abläuft und vermutlich in furchtbare seelische Abgründe zum Ende hin abdriftet. Ich habe zumindest kein Problem damit ein Quasi Theaterstück auf der Bühne zu schauen. Aber der Film will ganz woanders hin: er liefert mittels Rückblenden ausgiebige Darstellungen der seelischen Abgründe und Motivationen der vier. Auch das ist eigentlich kein schlechter dramaturgischer Schritt, hat dann aber leider den Nachteil daß er sich restlos in den Nebenstorys verliert. Und schon ist man mitunter zwanzig Minuten vom eigentlichen Essen weg und kriegt stattdessen einen Vortrag über amerikanische Geschichte oder eine Dokumentation einer seelischen Erkrankung. Wenngleich es großartige Darsteller sind die sich hier in manchen Momenten mit echter Power und Energie beharken stellt sich dabei einfach kein wirkliches Interesse ein, Mitgefühl für die Hauptfiguren ist eh nicht eingeplant und das unklare Ende verstört zusätzlich. Schade eben da die Grundliegende Frage spannend und die Motivationen der Figuren in genauem Gegenteil zum richtigen stehen, aber es ist eine einzige Tortur diesen Film zu schauen der bei einer Lauflänge von 120 Minuten sich anfühlt wie drei.

Fazit: Eine bleischwere Ladung die sich in NebenpartRating: ★★☆☆☆

Pirates of the Caribbean 5 – Salazars Rache

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) trifft auf seinen einstigen Todfeind, den Geisterpiraten Captain Salazar (Javier Bardem). Die einzige Möglichkeit sich zu retten liegt in Poseidons magischem Dreizack den Sparrowmit der Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) und dem jungen Seemann Henry Turner (Brenton Thwaites) finden will …

Runde Fünf für Johnny Depp als robusten Pirat Jack Sparrow, aber mitnichten Runde Fünf einer kontinuierlichen Geschichte: die „Pirates“ Filme leben vorrangig davon Johnny Depp in der eben legendären Rolle zu zeigen, viel Action und Slapstick drumherum zu packen und meist den gleichen Handlungsaufbau zu verwenden bei dem es um irgendein ominöses Artefakt geht das unter Zeitdruck gefunden werden mu. Auch dieser Film folgt exakt diesem Muster, in diesem Falle sind es der Sohn von Will Turner sowie ein fieser Geisterpirat die ein ominöses Artefakt suchen und Jack hat den Schlüssel dazu. Das wird dann für die üblichen Versatzstücke genutzt: einige groß aufgezogene Actionpassagensowie lustige Sprüche und Aktionen von Sparrow. Damit kann man eigentlich auch schon runherum zufrieden sein, kann aber kaum anders als den Film insbesondere am ersten zu messen und festzustellen daß es zwar nicht langweilig ist, aber kein „POW“ Effekt mehr vorhanden ist. Andere Dinge wie das neue Paar welches Sparrow begleitet oder gar der Schurke Salazar funktionieren hinten und vorne nicht, da charismaarm und einfach vin der Stange. Letztlich dürfte dies der letzte Teil der Serie sein und nicht wirklich ein würdiges, aber haltbares Ende dastellen. Wem das reicht möge damit viel Spaß haben.

Fazit: Wie ein Sampler der besten Versatzstücke aus den Vorgängern, geht aber trotzdem nicht in allen Belangen auf!
Rating: ★★★☆☆

Schubert in Love

Olaf (Olaf Schubert) ist ein Mann der Tat und setzt jeden Plan auf jedem Gebiet mehr oder weniger sinnvoll um. Dann aber fordert sein Vater (Mario Adorf) endlich Nachwuchs und für den eher Frauen-unkompatiblen Olaf beginnt eine problematische Suche nach der richtigen Partnerin die auf  Pamela (Marie Leuenberger) hinzulaufen scheint …

Es muß nicht so sein, ist aber oftmals so: wenn Komiker oder sonstige Gestalten die eigentlich nicht auf der Leinwand agieren sich mal dahin verirren ist das Resultat für Fans. In manchen Fällen weniger, in diesem ganz extrem. Ich selber bin kein wirklicher Fan Schuberts, hab nur wenige Auftritte von ihm gesehen, dabei den Mann aber zu schätzen gelernt. Trotzdem ist es eine Sache sich hin und wieder mal einen Auftritt auf youtube für 5 Minuten anzusehen und eine ganze andere einen ganzen neunzig Minuten Film durchzustehen. Da sind zwar einige Flosskeln dabei die ein Schmunzeln wert sind, aber alles in allem ist dies keine Komödie die sich jeder so locker anschaut. Das Drehbuch wirkt so altbacken wie die Hauptfigur, die Gags kreisen mitunter zwar um Sex und sind doch durchweg spießig und man hat insgesamt das Gefühl ein Drehbuch aus den siebziger Jahren mit modernen, aber billigen Mitteln verfilmt zu sehen. Wer wirklich ein großer Fan Schuberts ist kanns ja doch mal versuchen, jeder andere dürfte dies als ziemliche Torur empfinden.

Fazit: Ziemlich hüftlahmer Versuch den wohl nur Hardcore Fans wirklich fRating: ★★☆☆☆

Die Hollars – Eine Wahnsinnsfamilie

Der mittellose Künster John Hollar (John Krasinski) wird bald Vater und lebt mit seiner schwangeren Freundin Rebecca (Anna Kendrick) in New York. Die Nachricht von der Erkrankung seiner Mutter Sally (Margo Martindale) zwingt ihn in seine Heimatstadt zurück zu fahren wo er recht schnell unter den Macken und Eigenheiten der Provinzler zu leiden hat …

Ein fast schon filmischer Prototyp und Rückgrat vieler Independent Filmer: der Sohn der irgendwann von zu Hause getürmt ist kehrt  notgedrungen in seine Heimat zurück und findet das blanke Unglück wieder. Dabei ist stets der gleiche Balanceakt vonnöten: es ist eigentlich alles schlimm, tragisch und furchtbar, trotzdem kommt stetig ein rotziger Humor hindurch der viele Momente erträglich macht. Diese Formel wendet John Krassinski auch hier an, in seiner Funktion als Hauptdarsteller und Regisseur. Eine richtige Handlung hab ich dabei allerdings nicht gefunden sondern eine Aneinanderreihung von Szenen, Situationen und Momenten. Teils lustig, teils bewegend, aber insgesamt durchweg glaubwürdig und ehrlich. Vieles kann man zwar erahnen und das Ende überrascht auch nicht möglich, aber wer einen solchen Titel schaut oder generell einen Hang für Independent Filme hat sollte zufrieden sein. Es ist als würde man mal wieder eine vertraute Speise in einem altbekannten Restaurant wieder essen: zwar nichts Neues, aber sehr wohl annehmbar.

Fazit: Wenig Story, dafür gefühlvolle Familienszenen mit leisem Humor!
Rating: ★★★☆☆

Mein neues bestes Stück

Die allein erziehende Jeanne (Audrey Dana) ist irgendwann zu der Erkenntnis gekommen daß man einen richtigen Schwanz braucht um sich in der Welt zu behaupten. Nach einem heftigen Gewitter erwacht sie und hat einen – und damit jede Menge Probleme. Alelrdings erkennt sie schnell daß ihr dadurch neue Vorteile entstehen …

Französische Komödien können durchaus was: ich habe mit „Ziemlich beste Freunde“ oder auch den Schtis sehr lustige und auch emotionale Filme gesehen bei denen ich herzlich lachen konnte. Wenns aber albern, cholerisch oder sonstwie überdreht wird scheitern diee Filme leider restlos für mich. Vielleicht liegt das daran daß ich den lokalen Humor so nicht erfassen oder witzig finden kann? Keine Ahnung. Im vorliegenden Fall habe ich jedenfalls das Gefühl eine steinalte, verfilmte alte Drehbuchfassung zu sehen: eine Frau hat einen Schwanz, lernt die Vorteile daran zu entdecken, nutzt diese und findet aber nachher wieder zur normalität zurück: mit diesem Skript gewinnt man keinen Blumentopf, aber trotzdem läßt man dabei die Hauptfigur in irgendeiner Form eine Entwicklung durchmachen. Dieser hier macht das kaum, reiht einfach alberne und dusselige Szenen aneinander die mit dem Gag „Frau mit Penis“ hoffentlich von alleine funktionieren. Das mag in manchen Momenten sogar stimmen und sein, doch sind diese klar die Ausnahme: der hysterische, viel zu beschleunigte Humor und eine uncharismatische, alberne Hauptfigur ruinieren jedweden Sehspaß im Keim. Es bleiben ein paar vereinzelte, nette Pointen die aber im Nichts verpuffen – außer einem Supergag in der Schlußsekunde.

Fazit: Banale Gags und eine uninteressante Hauptfigur ruinieren einzelne ganz nette Gags!

Rating: ★★☆☆☆

Alien Covenant

Die Terraforming-Spezialistin Daniels (Katherine Waterston) fliegt mit Team zu dem Android Walter (Michael Fassbender), Christopher (Billy Crudup) und Tennessee (Danny McBride) gehören auf dem Raumschiff Covenant auf einen neuen Planeten. Die aufregende Mission wird schnell lebensgefährlich als sie erkennen daß auf dem neuen Planeten eine bösartige Alienrasse auf der Lauer liegt …

Der Film hat aus meiner Sicht von vornerein schlechte Karten: es werfen Leute Ridley Scott vor seine eigene Ego Trilogie aus dem alten Stoff zu basteln; des weiteren muß er zwei ANsprüchen gerecht werden. Zum einen gibt es Leute die den gebremsten Stil von Prometheus mochten und ein enstsprechendes Sequel wünschen, zum anderen fordern Leute ein Guilty Pleasure, ein Handfestes Alien Gemeuchel. Fairerweise sei gesagt: das kriegt der Film alles hin, wird allerdings dabei nicht wirklich unterhaltsam. Mein größtes Problem dabei war das hier zahlreiche Stellen versuchen Spannung aufzubauen an Dingen die man kennt: wenn einer z.B. in eine Falle tappt und sich ein Alien Ei näher anschaut weiß jeder was nun kommen wird. Ebenso ist fast die erste Stunde lang ein langer, quälend langweiliger Weg der nur darauf hinausführt daß die Aliens auftauchen – was ebenso nichts Neues ist.Handwerklich ist die Geschichte perfekt, darstellerisch ebenso absolut zufriedenstellend (insbesondere Michael Fassbender dominiert den Film in nahezu jeder Szene in der er auftaucht) und wenn denn dann die berüchtigten Monster auftauchen wirds wirklich schweißtreibend, aber das sind Szenen die auf mich wie kleine Bonusclips wirken. Und wer auf Prometheus Antworten wartet könnte enttäuscht werden da diese Antworten zwar gegeben werden, aber extrem knapp ausfallen. Vielleicht ist der Film ja auch nur ein großes Set Up für den finalen Teil der Alien Prequel Trilogie – für sich alleine genommen ist er aufwendige Sci Fi Action mit effektvollen Szenen und langweiligen Figuren.

Fazit: Fühlt sich nicht wie ein „Alien“ Film an …
Rating: ★★☆☆☆

Robbi, Tobbi und das Fliewahtüt

Der kleine Tobbi Findteisen (Arsseni Bultmann) ist ein begabter und leidenschaftlicher Erfinder. Eines Tages trifft er auf den gestrandeten Roboter Robbi und öchte ihm helfen zurück zu seinen Eltern zu kommen. Dazu erfindet er ein Fahrzeug das fahren, fliegen und schwimmen kann. So brechen die beiden zu einer Reise auf bei der sie allerdings von finsteren Gestalten verfolgt werden …

Ich habe als Kind die Fernsehserie geschaut, wenngleich ich keine wirklichen Erinnerungen daran hatte. Trotzdem bekam ich einen wütenden Schub als ich den Trailer das erste Mal sah: den unfassbar flachen Furzwitz der da schon angekündigt wurde fand ich so grausam daß ich deng anzen Film meiden wollte. Nun hab ich mich doch mal dran getraut und bin positiv überrascht: ich weiß nicht ob der Film die Buchvorlage ordentlich umsetzt, für sich genommen geht die Nummer aber durchaus in Ordnung: als herzerwärmender Kinderfilm der seine simplen Botschaften unverkrampft vermittelt, technisch ordentlich umgesetzt ist und mit charmanten Figuren zu begeistern weiß. Manches ist zwar albern und dumm (insbesondere die bösen Agenten); doch diesen unsäglichen Furzwitz kann man restlos verzeichen.

Fazit: Friedlicher Kinderfilm, simpel, aber lustig und durchweg herzerwärmend!
4 Punkte