Brave Mädchen tun das nicht

Lucy Neal (Lucy Hale) bekommt von ihrem Ex-Freund die Beschuldigung daß sie verklemmt sei. Also erstellt sie sich eine Liste mit Dingen die sie machen möchte um das Gegenteil zu beweisen …

Manchmal vereinen Filme gewisse Widersprüche in sich. Es gab schon witzig gedachte Komödien die hochgradig unwitzig waren, actionreiche Verfolgungsjagden die grundweg gelangweilt haben und lahm erschienen … und dieser hier bringt das Kunsttück fertig eine zotige und vermutlich frivole Story komplett bieder und spießig zu inszenieren. Im Kern steht eine „reine“, aber verklemmte Seele die sich vornimmt diverse sexuelle Dinge zu erforschen um nicht mehr so verklemmt zu sein. Dazu wird eine sehr absude Liste aufgestellt und in einer endlosen Serie an banalen Szene abgehandelt. Unanständig wird dies zu keinem Zeitpunkt und der Humor ist als würde man kichernden 5klässlern zuhören die sich zotige Witze erzählen. Hier stimmt weder Witz noch Emotion noch Erotik, Hier kommt nur ein Film bei rum der so verklemmt ist wie seine Hauptfigur.

Fazit: Möchtegern frivole Klamotte die zwar schick aufgemacht ist, aber triefend bieder ausfällt.

Rating: ★★☆☆☆

Eight Grade

Nur noch eine Woche hat Kayla in der achten Klasse zu verbringen und hofft daß danach die DInge bessr für sie werden. Mit ihrer introvertieren Art und dem Drang über Social Media Anschluss zu finden kommt sie bei ihrem Umfeld kaum an …

Ich hab da so meine Vorbehalte wenn „A24“ auf einem Film steht – eifnach weil ales was aus dem Studio kommt mit begeisterten Stimmen überhäuft wird, ich selber damit aber bislang wenig anfangen konnte. Dieser hier fällt dann aber mal in eine ganz andere Richtung statt Horror, nämlich in den Dramabereich. Da einige Filmkritiker die ich sehr schätze diesen Film endlos in den Himmel gelobt haben habe ichs damit versucht – und obwohl er bei mir nicht diese überragende Begeisterung ausgeöst hat verstehe ich voll woher sie kommt. Dies wirkt wirklich wie ein Blick auf das wahre Leben und vermdeitet es Szenen filmisch zu überhöhen. Wenn die Hauptfigur an zwei arrogante Mädchen mal rabiat die Meinung aussprechen darf weiß man als Zuschauer daß sie recht hst und findet es cool, trotzdem ist die Szene eher peinlich und komisch. Ebenso sind Szenen in denen ihr Vater ihr durch ein Einkaufszentrum folgt zw ar verständlich, aber unangenehm zu schauen. Zwischendrin erwarten dann aber emotionale und bewegende Momente die eben jene unangenehmen völlig legitimieren. Am Ende bleibt ein ungewöhnlicher, ungeschönter Blick – und als Vater einer Tochterfür mich ein komischer Beigeschmack.

Fazit: Sensibel und absolut lebensecht!
Rating: ★★★★☆

To all the Boys – Always and Forever

Lara Jean (Lana Condor) will mit ihrem Freund Peter (Noah Centineo) aufs College, erhält aber eine Zusage für eine Uni 5.000 Meilen weg. Also muß sie sich ffagen in welche Richtung ihr Weg gehen soll und ws dies über sie sagt …

Ich hatte garnicht vor mir dieses erk anzutun, aber es nagte dann doch an mir: ich habe die ersten beiden Teile geschaut, echt gehasst und war mir sicher daß auch dieser eine filmische Hölle wird. Allerdings möchte ich auch Geschichten komplett schauen und gab mich daher recht erwartungsfrei an diese hier ran. Und wurde soweit doch überrascht. Mit der Hauptfigur werde ich wohl auch weiterhin nicht warm, aber die verträumten Kleinmädchengedanken welche die Vorgänger dominierten und das Rumwühlen in Liebesdingen wird diesmal stark zurückgefahren. Statt dessen Setzt der Film Lara Jean einfach in die Lage in der sie eine sehr schwere Entscheidung zu treffen hat und arbeitet sich recht lange damit ab in welche Richtung sie gehen soll und was das über ihre Beziehung und ihr Umfeld aussagt. Dies kombiniert mit ein paar schönen New York Bildern macht den Film dann am Ende doch solide, angenehm und nicht mehr so kitschtriefend. Gut, ich bin nicht die Zielgruppe, aber stelle doch fest: ach für jemanden wie mich fällt das Finale der Trilogie sehr solide aus.

Fazit: Ein Drama über eine junge Frau und ihre schwere Entscheidung – nicht mehr so auf kitsch ausgerichtete Fortsetzung!

Videoreview von mir: https://youtu.be/iFHvW9UfPFk

Blackbird

Lily (Susan Sarandon) und Paul (Sam Neill) wollen am Meer Zeit mit ihrem Nachwuchs Jennifer (Kate Winslet) und Anna (Mia Wasikowska) verbringen. Die nostalgische Umgebung erweckt jedoch schnell alte Konflikte welche die gemeinsame Zeit zeichnen …

Eine ganze Familie mit allen Mitgliedern und Partnern trifft sich an einem Wochenende in einem großen Haus – das ist der Ansatz vieler Filme die meistens im Bereich Komödie liegen, mitunter Drama. Hier ist der letzte Fall zutreffend da bei der Begegnung eine Sache über allem steht: die Mutter wird an diesem Wochenende Suizid begehen und alle wissen es. Das macht diese starbesetzte Zusammenkunft schon von Anfang anders, am meisten überrascht aber wohl die Stimmung. Der Film bleibt trotz seines Themas anschaubar, wird nicht schmerzlich belastend oder bleischwer, sondern hat einen traurigen, wehütigen Ton. Damit ist es das redselige Drama was wohl manchen abschrecken mag, wer sich aber bewußt drauf einläßt bekommt wohl was er erhofft.

Fazit: Sensible und traurige Abschiedsgeschichte die trotzdem nicht bleischwer ausfällt.

Rating: ★★★★☆

Neues aus der Welt

Im Amerika des Jahres 1870 reist Captain Jefferson Kyle Kidd (Tom Hanks) durch die Gegend und verkündet Neuigkeiten. Dann aber erklärt er sich bereit ein Mädchen zu eskortieren …

Der Film wäre eigentlich im Januar ins Kino gekommen, rutscht so aber nathlos durch zu Netflix. Schön daß ihn dadurch mehr Menschen direkt sehen können und werden, schade aber daß man ihn so nicht im Kino bewundern kann. Gerade das Westerngenre bietet ja genug Möglichkeiten wundervolle Landschaftsaufnahmen einzufangen und das tut dieser hier ebenso, man sieht daß er wirklich draußen gedreht wurde. Im Zentrum stehen aber nicht WildWest Szenarien und Schießereien, sondern eine sensible Geschichte zweier verwundeter Seelen die sich aneinander gewöhnen müssen und darüber hinaus zu Seelenverwandeten werden. Die Spannung für den deutschen Zuschauer besteht wohl insbesondere darin daß „Systemsprenger“ Star Helena Zengel hier neben Hanks spielt – und sie macht das wirklich hervorragend. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren ist toll und der Erzählfluß des Films angenehm langsam und ruhig. Es ist eben kein Film der auf Action und Effekte aus ist, sondern eine langsame Romanverfilmung die viele vertraute Aspekte erzählt, diese aber angenehm variiert.

Fazit: Weniger Western, mehr ein Drama über zwei gezeichnete Menschen und deren große Reise!

Rating: ★★★★☆

Copykill

Profilerin Doktor Helen Hudson (Sigourney Weaver) wird nach einem Vortrag auf einer Toilette angegriffen und erleidet ein Trauma durch daß sie nicht mehr aus ihrer Wohnung kann. Von dort aus versucht sie den Polizisten M. J. Monahan (Holly Hunter) und Reuben Goetz (Dermot Mulroney) bei der Jagd auf einen Serienmörder zu helfen …

Sigourney Weaver gab in einem Interview an daß sie auf diesen Film sehr stolz sei und es schade findet daß er so vergessen wurde – das kann ich sehr gut verstehen. Allerdings vorrangig wegen ihrer Darstellung. Ihre Performance als eifrige, aber eben panische und gezeichnete Frau ist atemberaubend und hebt den Film auf ein ganz eigenes Level. Drumherum findet man soliden Standard. Ein farbloser Psychokiller (der dem Zuschauer überraschend früh präsentiert wird) mordet und meuchelt sich durch die Gegend, Holly Hunter und Weaver versuchen die Hinweise zu knacken und dagegen zu halten und dabei gibt’s noch eine gnaze Handvoll Bonusplots die aber mitunter wie Füllmaterial ausfallen. Gemessen an Filmen wie „Sieben“ die zur gleichen Zeit erschienen wirkt dieser hier sehr hell und fällt irgendwo zwischen die Genres von Krimi und Thriller, verzichtet aber auf ausgiebige Gewaltexzesse vor der Kamera und kann am Ende durchaus aus sehr solide Unterhaltung bestehen … nicht mehr oder weniger.

Fazit: Überdurchschnittlicher 90er Jahre Thriller mit Top Darstellern, aber bleichem Täter und einigen inhaltlichen Schwachheiten!

Rating: ★★★☆☆

Paradise Hills

Uma (Emma Roberts) landet in einer Klinik auf einer Insel namens Paradise. Die wird geleitet von „Die Herzogin“ (Milla Jovovich) und es ist ihre Aufgabe die jungen Damen zu perfekten Frauen nach den Maßstäben der Gesellschaft zu erziehen …

Auch wenn es nicht so ausschaut, dies ist ein spanischer Film, was nicht zuletzt durch die internationale Besetzung anders wirkt, außerdem ist dieser Film halbwegs im Bereich das Science Fiction zu verorten wonach er nun auch nicht aussieht. Im Kern bewegt sich das auf relativ konventionellen Bahnen, nämlich mit der Geschichte eines seltsamen Ortes an dem etwas viel größeres vorgeht und was darauf hinausläuft das eine Flucht ansteht. Beeindruckend ist bis zum Ende der „Barbie“ Look der alles etwas märchenhaft, aber dennoch kühl aussehen läßt und die recht gut agierende Darstellerriege. Trotzdem ist dies nicht sonderlich konventionell, sondern richtet sich an ein eher spezielles Publikum wobei auch jede die diese etwas abseitigen Filme mögen nur ein bedingtes Spannungspotential erwarten können. Immerhin ist dies ein Regiedebüt von dessen Macherin ich gerne mehr sehen mag.

Fazit: Eigensinniger, kühler Mix aus SciFi und Thriller mit speziellem Look und prominenter Besetzung

Rating: ★★☆☆☆

Jean Seberg – Against all Enemies

Jean Seberg (Kristen Stewart) hat drei erfolgreiche Filme gedreht, aber Hollywood im Jahre 1957 den Rücken gekehrt. Als sie aber zehn Jahre später wieder einen Film drehen soll und sich mit dem Black-Power-Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) anfreundet löst das einen Skandal aus …

Sie macht alles richtig. Kirsten Stewart erhielt zwar einiges an Popularität durch ihre Darstellung der Bella in den „Twilight“ Filmen, ebenso wurde sie dort aber als ziemlich hölzern und uninteressant bezeichnet. Dazu kamen noch ein paar private Schlagzeilen und schon wurde ihr der Ruf einer interessanten Darstellerin aberkannt. Aber ähnlich wie Twilight Partner Pattinson fängt sie aber stetig an Filme in weniger kommerziellen Filmen zu spielen die aber eine entsprechende Möglichkeit bieten sich darstellerisch zu zeigen. Dies ist ein solcher Fall, wobei hier doch das starke Pech dazu kam daß der Film durch die Coronaumstände kaum eine Chance hatte richtig in den Kinos zu laufen. Obendrein ist dies nunmal kein Stoff mit dem man einen Kinosaal gefüllt bekommt. Es geht um eine wohlsituierte Schauspielerin die in den 60er Jahren beginnt sich für die schwarzen zu engagieren und dabei ins Visier diverser Ermittler gerät. Das führt zu einem redelastigen Mix aus Drama und Thriller das aber trotzdem den Fokus auf die emotionale Lage der Hauptfigur legt. Es gibt etliche Szenen in den Stewart weinen darf oder eine sonstige Kummermine trägt – allerdings auch aus nachvollziehbaren Gründen und sie transportiert das gut an den Zuschauer. Somit lohnt der Film dank seiner Hauptdarstellerin, selbst wenn einen das Thema sonst eher kaltlässt. Der fiese Hundemord tut es sicherlich nicht

Fazit: Filmische Aufarbeitung eines wahren Falls mit starker Darstellerleistung vin Stewart.

Rating: ★★★☆☆

Running with the Devil

Drogenkönig The Boss (Barry Pepper) engagiert The Cook (Nicolas Cage) um zu ermitteln was mit einer verschwundenden Kokainlieferung passiert ist. Dabei hilft ihm sein Partner The Man (Laurence Fishburne) …

In der Verpackung sieht es ganz gut aus mit Gesichtern wie Cage und Fishburne auf dem Cover – sobald man reinschaut erkennt man aber was man für eine Mogelpackung gezogen hat. Der Film wirft eine große Anzahl an Figuren auf von denen keine interessant ausfällt und, wenn Fishburne direkt mit einer Masturbationsszene beginnt und nachher mit ein paar Prostitutierten loslegt sieht man daß hier Figuren aus der übelsten Schreibsorte hat. Dabei nimmt Cage auch in der ersten Hälfte nichtmal viel Screentime ein sondern kommt erst in der zweiten Hälfte richtig auf – allerdings nimmt ihm der Film die Chance sein typisches Overacting auszuleben. So bleibt ein simpler Gangsterfilm in dem reihenweise unsympathische Schmutzfüsse beschäftigt sind sich über den Tisch zu ziehen und sich blutig wegzumurksen. Spannung kommt nicht auf und nutzlos aufgetürmte Leichenberge sind auch kein Grund dies hier anzuschauen. Höchstens daß man viele bekannte B Darsteller sieht die sich hier versuchen über wasser zu halten.

Fazit: Bitterschlechter Gangsterfilm auf billigem Level und Darstellern in nervtötenden Rollen!

Rating: ★☆☆☆☆

Undine

Undine (Paula Beer) lebt davon Stadtführungen durch Berlin zu veranstalten. Als sich ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) für eine andere Frau trennt müßte sie ihn aufgrund eines Fluches töten – doch Undine wehrt sich gegen ihr Schicksal …

Dies soll der Auftakt einer Trilogie sein in der Figuren der Romantik in Filmform aufgearbeitet werden. Das feiere ich total, gehöre aber trotzdem nicht zum angesprochenen Kreis Der Film setzt voraus daß der Zuschauer den Mythos der Undine kennt – das tue ich so nicht und das hat mich aus dem Film rausgeschossen. So bleibt ein mysteriöser Liebesfilm mit leichtem Fantasyeinschlag, wundervoll gespielt und mit einigen Szenen voller Stimmung und Romantik – aber es ist kein leicht zugänglicher Stoff und trotz einer kuzen Lauflänge wohl sehr anstrengend für Menschen die den Hintergrund nicht kennen.

Fazit: Sehr sinnlich und großartig gespielt, aber wohl nur für ein spezielles Publikum
Rating: ★★★☆☆