Deep Blue Sea 3

Dr. Emma Collins (Tania Raymonde) untersucht die Auswirkung des Klimawandels auf Haue. Ihre Forschungen werden gestört durch ihren Exfreund und Meeresbiologen Richard (Nathaniel Buzolic) der mit seinem Vorgehen alle Personen in Gefahr bringt …

Was soll man da noch sagen? Es ist eine aussagekräftige Sache wenn dies ein Sequel darstellt zu einem Film, der 20 Jahre alt ist und der alte Film technisch inhaltlich und in Sachen Casting meilenweit voraus ist, Deep Blue Sea ist sowieso ein Stoff für den niemals eine Serie vorgesehen war, da er eigentlich in altbekannten Gefilden fischt: Mensch gegen Hai. Dieses Thema wird noch ein wenig aufgewertet durch den Umstand dass die Haie genetisch bearbeitet sind und somit gefährlicher, außerdem ist es eben mal ein anderes Umfeld wenn Haie nicht nur auf Surfer sondern auch Wissenschaftler losgehen und sich das Ganze in einer Unterwasserstation zuträgt. In diesem dritten Teil (der alle Klischees der Etikettenfälschung erfhüllt) verlagert sich das Setting auf eine Insel und es kämpfen dann doch sexy junge Frauen gegen Haie an denen experimentell herum gespielt wurde. Dabei wird wirklich die gesamte Palette durchgespielt an Gründen warum diese günstigen Videothekenpremieren eigentlich nichts taugen: die Darsteller sind lachhaft, es tritt kein einziger Bekannter oder auch nur eine charismatische Person, auf das Setting ist okay aber einfach nur sonnig und aussageschwach und den Tiefpunkt stellen die Haie selbst dar, Diese wurden hier sehr günstig produziert, allerdings sind die Effekte so unfassbar lachhaft das selbst wenn der ein oder andere passende Jumpscare kommt von diesen Hein keinerlei Grusel ausgehen kann. Wenn sich denoch jemand an diesem Film versucht und Spaß damit hat werde ich ihm das nicht schlecht reden, für mich jedoch bleibt der alte Film als ein sympathischer Evergreen stehen der mit diesem Titel und eventuellen weiteren Fortsetzungen nur Schaden an seinem Namen nimmt.

Fazit: Unspannend billig und zum abgewöhnen – solche Sequels braucht und will keiner!

Rating: ★☆☆☆☆

Spongebob Schwammkopf – Eine schwammtastische Rettung

Unterwasserkaiser Zeus braucht eine neue Schnecke um sein gutes Aussehen zu erhalten und entführt Gerry, die Hausschnecke von Spongebob. Also zieht dieser mit seinem Freund Patrrick los um Gerry zu retten …

Die ganze Spongebob Thematik gehört zu den Dingen die ich zwar niocht selber aktiv gesehen habe und die mich nicht in totale Begeisterung versetzt, bei der ich aber sehr gut verstehen kann warum es so beliebt ist. So habe ich auch die bisherigen Filme und einzelne Folgen geschaut und halte in gewissen Abständen eine Prise davon aus – und wenn dies so ausfällt wie in diesem Falle nehme ich gerne mehr davon. Die Story ist schlicht und dient einfach nur dazu Spongebob und seinen Kumpel Patrick einmal quer durch eine bunt animierte Welt zu schicken und zahlreiche schräge Figuren und Situationen zu erleben. Dabei sticht natürlich als Begleiter der reale Keanu Reeves heraus, aber er ist nicht der einzige „echte“ Star der sich hier die Ehre gibt. Im letzten Drittel verharrt der Film in einer „Position“ bzw. Situation wodurch das Tempo verloren geht, aber der Spaß bleibt. Wer Spongebob soweit nicht mochte wird auch hier nicht seine Liebe dafür entdecken, für Leute die das Franchise lieben ist dies sicherlich großartiger neuer Stoff der in der quietbunten Animationauch bestens herüberkommt. Man merkt daß dies groß fürs Kino produziert wurde – dessen Verlust ist nun Netflix‘ Gewinn.

Fazit: Bunt, laut, hysterisch und herzerwärmend – großartiges und albernes weiteres Kapitel!

Rating: ★★★★☆

The Turning – Die Besessenen

Kate (Mackenzie Davis) zieht nach Maine um auf die Waisenkinder Miles (Finn Wolfhard) und Flora (Brooklynn Prince) aufzupassen. Schnell merkt sie daß swohl die Kinder wie auch ihr Haus ein düsteres Geheimnis haben …

Die Geschichte fußt auf einer Vorlage die schon vor 1900 geschrieben wurde, das merkt man wohl auch da die Nummer etwas altbacken daher kommt. Allerdings liefert sie exakt das was man sehen möchte und erwartet: die großartige Mackenzie Davies als gutmütige Heldin die ohne eigenes Veschulden an einen Ort gerät an dem ihr zwei Teufelskinder das Leben schwermachen kann diesen Film gut tragen. Dazu gibt’s eine dichte Atmosphäre, auf plumpe Jumpscares wird halbwegs verzichtet und mit einer kompakten Lauflänge von 90 Minuten ist der Film auch durch bevor er richtig nerven kann. Allerdings bekommt ma auch nichts was man nicht schon irgendwo anders her kennt.

Fazit: Eine totale Blaupause für Teufelskinderhorror mit herausragender Hauptfigur!
Rating: ★★★☆☆

Betty und ihre Schwestern

Mutter March (Susan Sarandon) hält das Zuhause und ihre vier Töchter zusammen während ihr Mann im Krieg kämpft. sich Zuhause um ihre vier Töchter kümmert. Meg (Trini Alvarado) öchte sich auf einem ball groß präsentieren, Jo plant eine Karriere als Schriftstellerin, Betty beginnt langsam zu erkranken und Amy (Kirsten Dunst) träumt von der Ehe …

Der Film bekommt bei mir wohl nie faire Umstände: ich sah ihn als Teenager im Jahre 1994 im Kino und konnte nicht viel damit anfangen. Nun sah ich ihn 26 Jahre später erneut, allerdings mit dem Eindruck der Neuauflage im Hinterkopf und tat nichts anderes als zu vergleichen, obendrein macht es einen (unsachlichen) Spaß die Darsteller anzusehen die dort in jung auftreten und heute natürlich ganz anders präsent sind: Darsteller wie Christian Bale, Kirsten Dunst und Claire Danes. Außerdem wurde dies damals als Starvehiel für Winona Ryder konzipiert, ist im eigentlichen Sinne aber ein Ensemblefilm über eine Familie mit vier Töchtern die einige schwere Jahre zusammen durchleben und dabei auch sehr innige, verspielte Momente in ihrem Zimmer haben. So ist auch der Ton: verspielt, altmodisch, romantisch, mitunter lustig oder aber zu Herzen gehend. Ich kann jeden verstehen der dies als Edelkitsch abtut, aber auch diese die ihn jährlich zu Weihnachten schauen.

Fazit: Altmodisches Darstellerkino mit Charme und Gefühl!

Rating: ★★★★☆

His House

Ein junges Paar flieht vor dem Krieg im Sudan und gelangt in eine britische Kleinstadt. Die kulturellen Unterschiede machen es ihnen dort aber sehr schwer …

Altbekannte Kiste in ungewöhnlichem Gewand: die Geschichte eines Paares welches ein neues Haus bezieht in dem dann unheimliche Dinge vor gehen ist alles andere als neu. Besonders daran ist daß die beiden Flüchtlinge sind die eine Chance bekommen haben und sich nicht nur in dem Gruselhaus, sondern insgesamt einem echten Horror stellen müssen. Dieser besteht aus brutalen Alltagssituationen und dem Grauen welches ihnen in der Vergangenheit begegnet ist und sich bis hierhin auswirkt. Das ist eine originelle und neue Auslegung des Themas, auch wenn im weiteren Verlauf relativ gewohnte Schreckeffekte zum Einsatz kommen. Da es ein britischer Film ist der mit überschaubaren Mitteln gedreht wurde ist er dreckig, düster und macht nicht wirklich Spaß – liefert aber suchenden Horrorfans vielleicht eine interessante Alternative.

 

Fazit: Konventionelle Dinge mit ungewöhnlichen Aspekten ergänzt.

Rating: ★★★☆☆

Der Hexenclub

Teenagerin Hannah (Cailee Spaeny) zieht mit ihrer Mutter (Michelle Monaghan) um damit diese bei ihrem neuen Mann (David Duchovny) leben kann. Dort trifft sie auf drei Freundinnen die sie in einen Hexenzirkel aufnehmen. Schon bald entdeckt Hannah übermenschliche Kräfte an scih die sie zwar für sich einsetzen kann, die aber auch ihren Preis haben …

Der erste Film ist zwar kein Slasherfilm, aber eine 90er Jahre High School Story it Mysteryeinschlag und das ist genau die Zeit zu der ich mich für Teenagerhorror sehr begeistert habe. Trotzdem habe ich kein Sequel gebraucht, weclhes wir hier denoch erhalten haben. Ansätze davon sind tauglich, aber leider führt der Film letztlich ins Nichts: es werden mehrere Handlungsstränge angerissen, aber keiner ausgeführt ,d er Hexenclub ist nur in der ersten Hälfte dabei und wird von uninteressanten Darstellern und Charakteren bevölkert und in der weiteren Handlung switcht es zu einem vorhersehbaren, aber kindergerechten Horrormischmach mit furchtbaren Effekten im Showdown. Und die Verbindung zum ersten Film ist an den Haaren herbei gezogen.

Fazit: Taugliche Ansätze die aber ins Nichts führen!

Videoreview von mir Videoreview von mir: https://youtu.be/vyRLdVc2DQc

Holidate – Die perfekte Begleitung

Sloane (Emma Roberts) und Jackson (Luke Bracey) sind Singles und ernten insbesondere in den Ferien dafür ständige Kritik. Also planen sie im kommenden Urlaub das „Date“ des jeweils anderen zu sein …

Das filmische Gegenstück zu einer Tiefkühlpizza: eine RomCom von der Art in der eben ein paar einen vernünftigen Deal eingeht der scheinbar beiden Vorteile einbringt, dann aber durch die aufkeimenden Gefühle kompliziert wird. Von diesem Schema weicht „Holidate“ kein Stück ab, bringt aber reihenweise maue Komponenten mit: die beiden Hauptfiguren sind nur leidlich liebenswert, die nach Schema F zusammengebastelten Komponenten völlig uncharmant (etwa einen Streit an Weihnachten vor den Eltern über einen BlowJob) und abgesehen von manchen kleinen Schmunzelmomenten stimmt auch der Humor kaum. Der Anfang und das Ende umreißen zwar sehr passend das Weihnachtsthema, das ist aber zu wenig da sich der Film im Marketing etwas zu gezielt als Weihnachtsfilm verkauft. Letztlich eben ein unbedeutendes Fertigprodukt für den durchschnittssuchenden Netflix-Schauer.

Fazit: Solide Schema F Romanze ohne nennenswerte Zutaten.
Rating: ★★☆☆☆

Wild Rose

Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley) kommt aus dem Gefängnis und möchte endlich den Durchbruch als Country-Sängerin schaffen – auch um mit ihren Kindern endlich aus Glasgow rauszukommen. Der Weg führt über eine Bar bis hin zu einer reichen Familie bei der Susannah (Sophie Okonedo), Rose-Lynns Talent bemerkt …

Nix falsch dran, aber auch nichts überraschendes. Eine junge Frau die ihren Erfolgsweg verfolgt, in dem Fall ist es die Liebe zur Countrymusik, der Wunsch auf der Bühne zu bestehen und eine Reise in die USA zu schaffen. Dabei wird ihr ungewollt und überraschend eine Arbeitgeberin zur Verbündeten und Freundin. Das besondere Element ist daß die Hauptfigur zwar gutmütig, aber dennoch etwas kratzbürtig und eigen erscheint und auch einige Fehler im Laufe der Handlung begeht. Dies wirkt aber sehr menschlich, ebenso wie die großartigen Szenen in denen es um die knifflige Beziehung zu ihrer Mutter geht. Für Freunde von kleinen sensiblen Dramafilmen definitiv einen Blick wert.

Fazit: Schlichte Story, aber diese mit viel Gefühl geliefert.

Rating: ★★★☆☆

Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht

Teenagerin Alice (Natalia Dyer) wächst in einem ländlichen Teil der USA auf in dem ihr beigebracht wird das Sex ausschließlich zur Fortpflanzung diene. Als sie gegen die dortigen Regeln verstößt landet sie in einem Footballcamp …

Ein junges Mädchen entdeckt Ender der 90er Jahre ihre Sexualität, leider in einem sehr gläubigen und „anstrengenden“ Umfeld … das ist ein Plot aus dem man vom Porno über Drama bis hin zur Komödie alles machen könnte. Dieser Film fällt dabei aber stark zwischen die Genres und hat mich vorrangig wütend gemacht. Wütend über die gezeigte Welt und den dort propagierten Glauben der den Personen mit Gewalt ins Gesicht gedrückt wird und den Folgen die es hat, wenn die Hauptfigur wegen trivialer Dinge stetig glaubt in die Hölle zu kommen. Obendrein wird dann entlarvt daß die vermeintlich „ehrbaren“ Gestalten keinen Deut besser sind. Das alles wird in knappen 77 Minuten erledigt in denen zwar nicht viel passiert, man aber einer liebenswerten Figur folgt in die man sich bestens reinversetzen kann. Kleiner, unscheinbarer und harmloser als dieser Film geht zwar kaum, aber wenn man es versucht kann man sicher was daran finden. Gerde als Kind der 90er wie ich, wenn man nochmal den AOL Messenger zu hören kriegt.

Fazit: Natalie Dyer empfielt sich für größere Rollen in einem herzlichen, kleinen Film!

Rating: ★★★★☆

Borat 2

14 Jahre nach seinem peinlichen Trip in die USA bricht Reporter Borat (Sacha Baron Cohen) ein weiteres Mal dorthin auf um die Schande für Kasachstan zu tilgen. In den USA ist allerdings ein Virus ausgebrochen …

Was diesen Film wohl so spannend macht ist vorrangig seine Existenz. Ohne großes Marketing, ohne große Vorankündigung erscheint er wie aus dem Nichts im Angebot von Amazon. Wobei ich damals schon mit dem Erstling nichts anfangen konnte und deswegen auch diesem nicht gerade entgegengefiebert habe. Ich respektiere daß der Film einen gewissen Kultstatus hat, ich akzeptiere auch daß darin so manches enttarnt und enthüllt wird, fand es aber nie wirklich lustig. Außerdem erscheint es mir unsinnig die gleiche Ausgangslage noch einmal abzufeuern, aber das fällt dann doch etwas anders aus. Borat reist mit seiner Tochter durch Amerika und statt ständigen Alltagsmomenten in denen Borat auf Amerikaner trifft geht es vorrangig um das sexistische Weltbild daß er seiner Tochter entgegen stellt. Eigentlich ist es nur diese einfache Running Gag der sich in etlichen Szenen entlädt, Sacha Baron Coen hat zwar wieder großen Spaß daran und zeigt eine unfassbare Schmerzfreiheit, aber trotzdem wirkt dies wie ein aneinander tackern von Szenen. Man weiß auch nicht wo die Szenen echt sind und wo mit Schauspielern nachgeholfen wurden, Allerdings gibt es immer ma wieder Highlights, so führt der Film z.B. eine Anti-Corona Demo vor. Letztlich hat dies alles keiner gebraucht, Fans des ersten Films werden aber sicher ein paar zufriedene Lacher herausbekommen.

Fazit: Interessant und speziell, aber ebenso günstig produziert und merkwürdig gehetzt.

Videoreview von mir: https://youtu.be/BwPURgeCDso