Jungle Cruise

Eine Legende besagt daß im Amazonas ein Baum mit unfassbaren Heilkräften existiert. Forscherin Lily Houghton (Emily Blunt) begibt sich auf die Reise in den Dschungel um diesen zu finden – wobei ihr Flussschiff-Kapitän Frank (Dwayne Johnson) zum Begleiter wird …

Der Trailer sah eigentlich ganz nett aus, der fertige Film hat mich entsetzt. Zum einen finde ich es dreist daß es eine dritte Hauptfigur gibt um die komplett drumherum gegangen wird beim Trailer, zum zweiten hat der Film im letzten Drittel einen Twist durch den ich mich in einen vollkommen anderen Film versetzt fühle. Wer damit klar kommt hat sicherlich Spaß am Ganzen, für mich war der Film damit beendet. Wobei: generell war dies ein typisches Effektfilmchen, ein Abenteuerstreifen in der drei charmante Hauptfiguren auf der Suche nach etwas mysteriösem Übersinnlichen einmal durch den Dschungel fahren und sich gegen alle möglichen Gefahren wehren. Das ist kurzweilig, spaßig und ebenso sehr Greenscreenlastig, die Hauptfiguren sind dabei auch relativ dicht am Reißbrett und entsprechen ihren Darstellern. Trotzdem macht das auf dem Sektor dessen was es sein will passabel Spaß, dann aber kommt eben jener Twist. Mir tun die Leute leid die hier 20 Euro Aufschlag reingepumpt haben, mir war die reine „Anschauzeit“ schon zuviel.

Fazit: Bunte Abenteuermär die sich zum Ende unglücklich entwickelt, aber auf dem kleinsten Nenner gut unterhält!

Red Notice

FBI-Profiler und Agenten Rusty (Dwayne Johnson) sucht eine brilliabte Kusntdiebin (Gal Gadot). Als Unterstützung holt sich Rusty einen anderen Dieb (Ryan Reynolds) ins Boot …

Ein Netflix-Prestige Projekt. Hier hat man alleine 60 Millionen verballert um eben Ryan Rynolds, Dwayne Johnson und Gald Gadot in den Vorspann schreiben zu können. Das ist soweit ok, aber leider geht der Film nach dem Intro noch zwei Stunden weiter und da folgt nicht mehr viel. Eine wie mit dem Kalkulator zusammengeschraubte Gangsterstory in der zwei Typen die sich nicht leiden können rund um die Welt reisen und einen Schatz suchen, derweil Gal Gadot hier und da mal reinschaut und die Hormone durcheinander wirbelt. Dabei spielen Johnson und Reynolds wie üblich ihre typischen Figuren und daran scheitert oder gewinnt der Film für den Zuschauer: wenn man diese Typen mag und lustig findet kann man einigen Spaß haben, wenn man genervt von der Masche ist kann man nach ein paar Sekunden gerne ausmachen. Dann entgeht einem auch daß manche Szenen scheinbar kein Budget mehr hatten und mit simplem Green Screen geregelt werden. Absurd daß ein so teurer Film stellenweise so billig ausschaut.

Fazit: Schick aufgemacht, aber inhaltlich total austauschbar und sein hohes Budget nicht wert.

Rating: ★★☆☆☆

Nicht schon wieder allein zu Haus

Max Mercer (Archie Yates) bleit ungwollt allein zu Haus als seine Familie über Weihnachten nach Japan fliegt. Als das Ehepaar Pam (Ellie Kemper) und Jeff (Rob Delaney) einbrechen will schlägt Mayx mit allen Waffen zurück …

Wer ist nur auf diesen Quatsch gekommen? Der alte Film ist ein Weihnachtsklassiker und als solcher jedes Jahr präsent, warum muß es eine aufgefrischte Version geben? Aber was solls … immerhin filmt man den alten nicht exakt ab, mit den Neuerungen tut man sich aber auch keinen Gefallen. Es steht gar nicht der alleine gelassene Junge im Zentrum sondern die Einbrecher. Dies ist ein Ehepaar welches in finanziellen Nöten ist, die sind gar nicht böse sondern tun einem eher leid – daher klappt es auch nicht wirklich wenn diese Gestalten in die Fallen eines unsympathischen Kindes laufen. Die anderen Figuren sind allesamt nervig, man nimmt aber keinerlei emotionale Bindung auf und damit ist es einem ebenfalls sehr egal was hier geschieht. Und das man eine Figur aus dem Original auftreten läßt macht den Film zwar zu einer Fortsetzung, ebenso läuft ein paar mal die Originalmusik, aber dasd Feeling kommt nicht auf. Daher sollte man eher nochmal das Original rausfischen bevor man diesem einen Klick gibt.

Fazit: Unfassbar schlecht, ohne Herz und vollständig überflüssig.

Rating: ☆☆☆☆☆

Eternals

Seit 7000 Jahren ist eine Göttergruppe auf der Erde und bewacht die Menschen. Nachdem sie sich verstreut hatten finden sie erneut zusammen als eine furchtbare Bedrohung aufzieht …

Marvel geht in die nächste Runde und versucht eine gänzlich neue Heldentruppe zuetablieren: eine Handvoll Götter die seit vielen Jahrtausenden auf der Erde leben. So geraten sie aber in einige Erklärungsnot: wo waren diese Götter während dem Infinity War? Und was will man damit erzählen wenn es doch nur das übliche „in 6 Tagen geht die Welt unter“ Ding ist? Vor allem bei einer Lauflänge von zwei Stunden? Man kann nicht klagen daß der ruhige Grundton unangenehm ist, aber da endet es schon fast: es gibt zu viele Figuren die zu langwierig und sperrig vorgestellt werden, unsympathische und bleiche Darsteller und teilweise krasse Fehlbesetzungen (Salma Hayke nim man ihre Mentorin kaum ab). Obendrein liegt dem Film eine bedeutungsleere Schwere auf die ihn über die überlange Zeit von 2 ½ Stunden zu einer puren Qual macht. Dies hier könnte der erste Titel sein der das MCU definitiv zu Grabe trägt.

Fazit: Bleischwere und spaßbefreite Götterarie!

Rating: ★★☆☆☆

Last Night in SoHo

Sandy (Anya Taylor-Johnson) kann durch die Zeit reisen und gelangt so ins London der 60er Jahre und ist absolut begeistert vom Thema Modesign. Schon bald merkt sie aber was ihre Talente an Schattenseiten mit sich bringen können …

Hier ist Unwissenheit ein Segen. Der erste Treailer hat soweit die Stimmung und ein paar wesentliche Motive korrekt eingefangen, aber wenig von der Story verraten und je weniger man weiß, desto besser. Es geht um eine junge Frau in der Gegenwart die sich in eine junge Frau aus den sechziger Jahren hereinträumt und erlebt was diese erlebte – hier kommen dann viele Fragezeichen über das auf was einst passierte, wer davon noch in der Gegenwart übrig ist und wo die Grenze zwischen Realität, Traum in Erinnerung verwíscht. Diese Ansätze vermischen sich zue iner Mixtur aus Horror, Mindfuck und Thriller mit verwirrenden, treffenden Wendungen und zwei Hauptdarstellerinnen in oscarreifer Bestform. Einer der besten Spannungsfilme des Jahres.

Fazit: Atmosphärisch dichter und stetig ansteigender Psychohorror

Rating: ★★★★★

Army of Thieves

Der Banker Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer) wird angeheuert und einen unmöglich zu öffnenden Tresor zu knacken – damit beginnt eine wilde Reise durch Europa …

Die Banalität dieses Films wird für mich durch das restlos spannende Hintergrundszenario überboten. Schweighöfer bekam eine Chance seine eigene Serie „You are wanted“ in den USA vorzustellen, erhielt auf diesem Wege ein Angebot um eine Rolle in „Army of the Dead“ zu erhalten und kriegt als Bonus die Chance Spin-Off mit seiner Figur zu inszenieren. Dies finde ich spannender als das worum es inhaltlich geht. Ebenso finde ich es witzig weil ich Verglieche mit Jackie Chan zeihe als der 1998 mit „Rush Hour“ in den USA prominent wurde. Für Fans war die Kampfund Comedy nummer von Chan nichts neues, dem breiten Publikum kam es wie eine Inovation. Ebenso darf Schweighöfer hier seine übliche Nummer abziehen, als töffeliger Held mit mitunter weibischem Schreien ect – das was er in deutswchen Komödien oft gemacht hat, hier kommt es aber geradezu frisch und neu an. Obendrein kommt dazu daß Schweighöfer den Film selbst inszeniert hzat und es zeigt sich: er kanns. Das was er hier macht ist zwar kein außergewöhnliches Highlight, aber ein grundsolides Heist Movie und absolut tauglicher Netflix Standard. Und es ist etwas besonderes wenn aus einem großén Horrorfilm ein kleiner, deutscher Gangsterfilm abgeleitet ist. Leider sieht sich der Film dabei wohl als etwas zu ernst und zioeht sich auf viel zu lange 129 Minuten.

Fazit: In jeder Hinsicht soldie, was im Rahmen der Entstehung doch etwas besonderes ist.

Rating: ★★★☆☆

Nomadland

Fern (Frances McDormand) trifft die Großen Rezession schwer und sie verliert fast ihren gesamten Besitz. So begibt sie sich auf eine Reise durch Amerika und lebt in ihrem Van …

Ein Film der nichts zu erzählen, aber ganz viel zu zeigen hat. Wir sehen Frances McDormand die ein Nomadendasein in der Wüste führt und beobachten sie einfach. Wie lebt sie, wie interagiert sie mit diversen Menschen, was für Jobs führt sie aus. Ihre Figur ist bescheiden, bittet um nichts und will nur über die freudlosen Runden kommen.. Dabei sieht man ihr ungeschminkt und sehr „lebensecht“ zu, auch wenn das gezeigte Leben manchmal leicht „romantisiert“ erscheint. Absurderweise nimmt einen das mit und ist interessant, obwohl zu keiner Zeit etwas besonderes passiert,

Fazit: Ungeschönter Blick auf eine trostlose, aber ehrliche Esistenz!

Conjuring 3 – Im Bann des Teufels

Die Dämonologen Lorraine (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) führen 1981 am kleinen David (Julian Hilliard) einen erfolgreichen Exorzismus durch, allerdings kriecht der Dämon danach in den Körper von Arne (Ruairi O’Connor) was schwere Konsequenzen nach sich zieht …

Ich habe eine sehr unverkrampfte Haltung zur Reihe und dem ganzen Franchise: der erste hat mir damals nicht nennenswert viel gegeben, der zweite Teil war dann doch eine intensive Kinoerfahrung. Die weiteren Filme aus der Reihe habe ich respektiert, aber als belanglose Gruselkost wahrgenommen und eine große, alles übergreifende Geschichte ist bei mir nicht hängen geblieben. Daher ist mir diese letzte Teil dann auch eher gleichgültig vor die Nase geflattert, erwies sich aber als sehr bezeichnend: hier führ nicht mehr James Wan Regie und das merkt man. Trotz der routiniert aufspielenden Hauptdarsteller wirkt dieser Film wie eine billige, dürftige und nachgereichte Videothekenversion der Vorgänger. Obendren ist es geradezu dreist wie der Film behauptet auf einem wahren Fall zu fußen wenn die realen Umstände soo tragisch sind, dabei aber hier in ein anderes Licht gewendet werden. Als Abschluß der Serie ein eher trauriges Finish, als Gruselfilm für sich absoute Massenware ohne Highlights.

Fazit: Halbwegs stimmige, aber flaue Fortsetzung die kaum ein Finale für eine solch große Reihe darstellt.

Rating: ★★☆☆☆

Plötzlich aufs Land

Der gutmütige Tierarzt Nico (Clovis Cornillac), der sich in der französischen Provinz abrackert, erhält eine neue Kollegin: Alex (Noémie Schmidt). Die will eigentlich Mikrobiologin werden und ist nur aus familiären Gründen in der Stadt …

Es ist wie die tierische Version von „Doc Hollywood“: eine junge Frau mit städtischem Background kommt in die Provinz und aufs Land wo sie einen ungewollten, ungeliebten Job ausüben muß. Es gibt Probleme im Job, eine kleine Liebschaft, Reibereien mit dem Umfeld und eine kleine Love Story – alles drin, aber ebenso ist alles frei von Highlights oder nennenswerten Anteilen. Aber ebenso kann man kaum klagen daß irgendwas fehlt. Der Film ist wie ein langweiliger, aber ruhiger Spaziergang an einem Sommertag – völlständig befreit von allem was belastgen könnte, aber auch frei von jeder Form der Überraschung.

Fazit: Schema F Komödie die keinem weh tut!

Contra

Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) diskriminiert in einer Jura Vorlesung seine Studentin Naima (Nilam Farooq). Als Strafe muß er ihr bei einem Debattierwettsbewerb als Mentor beistehen …

Auch dieser Film kommt mit einem ganzen Jahr Verspätung ins Kino, durch Corona. Schade eigentlich, das Werk hätte ich gerne früher gesehen. Vielleicht lag daß das daran daß man durch den Trailer bewußt falsche Erwartungen bekommt. Es schaut nämlich so aus als habe man hier Chritoph Maria Herbst der in leicht variierter Form als Stromberg auftritt und eine Studentin quält. Dem ist abaer nicht so, der Schwerpunkt liegt bei Nilam Farooq und ihrer Figur Naima. Diese weird gezeigt als Tochter in der Familie wie sie fürs Geld schuften muß und die häuslichen Sorgen durchstehen muß. Als Frau die einen Partner findet und eben als Studentin die eine Zweckgemeinschaft mit einem scheußlichen Professor eingehen muß. Dabei baut der Film viele Dinge ein und auf die als pures Klischee herhalten könnten, allerdings wird dann eben vermieden diesen Pfaden zu folgen. Manches erledigt sich zu schnell im Hintergrund, manches verpufft, aber das macht nichts. Die Chemie zwischen Herbst und Farooq ist toll, die Dialoge geschliffen und dadurch daß die typischen Klischees vermieden werden ist es dann geradezu originell (wie etwa eine problemlos verlaufende Love-Story).

Fazit: Witzig, kurzweilig und mit Charme!
Rating: ★★★★★