Yesterday

Musiker Jack (Himesh Patel) kämpft mühsam ums finanzielle Überleben bis ein unfassbares Wunder geschieht: nach einem Stromausfall haben alle Menschen außer ihm die Beatles vergessen. Fortan beginnt er deren Lieder als seine eigenen Kompositionen aus und gelangt zu Ruhm …

Die Grundidee ist großartig: was wäre wenn man in einer Welt leben würde in der man als Einziger eine Sache kennt die sonst Allgemeinbildung wäre? Das hätte bestimmt noch mit manchen anderen Sachen gut geklappt, aber die Beatles waren dafür sicherlich eine gute Wahl. Leider ist das auch schon der größte Pluspunkt des Films, eben einfach die Grundidee. Darüber hinaus ist der Film zwar kein Stück schlecht, aber auch nie wirklich jenseits von solide. Er reiht eine Menge toller Lieder aneinander und legt der Hauptfigur die üblichen Parts auf: Karriereprobleme, Liebesgeschichte und eben die besonderen Umstände, welche aber nicht weiter ergründet werden. Sympathie ist dabei allgegenwärtig, aber irgendwie bleibt alles an der Oberfläche und ist dann icht geeignet diese Story zwei Stunden lang zu tragen.

Fazit: Das Herz ist definitiv am rechten Fleck und der Filmist durchweg sympathisch, fällt aber erzählerisch nur solide aus!

Rating: ★★★☆☆

Annabelle 3

Judy Warren (Mckenna Grace) ist die zehnjährige Tocher der Dämonologen Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga). Eines Abends als die Eltern nicht daheim sind entfesselt die Puppe Annabelle einen bösartigen Spuk im Hause der Warrens …

Mit diesem Film wächst auch das Conjuring Thema auf 7 Filme ran. Den roten Faden bilden wohl die „Conjuring“ Filme selbst die vom Ehepaar Warren erzäählen die als Geisterjäger böse Geister und verflcuhte Artefakte aus dem Verkehr ziehen und in ihrem Haus lagern. Zu manchen dieser Geister und Dingen gibt’s dann eben die entsprechenden Ablegerfilme. Dieser hier wirkt dann im ersten Moment wie ein verfrühter „Conjuring 3“ da die Warrens darin auftauchen; allerdings sind die nur kurz am Anfang und am Ende zu sehen. Im Zenturms stehen ein paar Mädchen die im Hause der Warrens die Nacht verbringen und deine typische filmische Geiserbahnfahrt erleben als die Puppe Annabelle und eben auch diverse andere Wesen aus ihem „Gefängnis“ entkommen. Das dauert fast den halebn Film bis der Spuk losgeht und eigentlich nur in Szenen mündet der Leute zeigt die durch leere, dunkle Zimmer gehen bevor irgendeine Bedrohung auf sie einstürzt. Dabei tue ich ich schwer ie Bedrohung zu erfassen: wenn z:b. Eine Figur vor einem Werwolf in einen Hühnerstall flieht weiß ich nicht ob dies nur ein Geist ist oder ob ihm wirklich physische Gefahr droht. Isgesamt hatte ich den Eindruck da0ß der Film vorrangig dazu dienst Horrorgestalten aus der Kammer der Warrens vorzuführen zu denen man noch Extratritel nachschieben könnte … erzählerisch bringt der Titel eigentlich garnichts.

Fazit: Einige passable Gruselmomente, ansonsten farblose und uniteressante Geisterbahnfahrt mit schlichter Anbindung a eine populäre Reihe.

Rating: ★★☆☆☆

Spider-Man – Far from Home

Spider-Man Peter Parker (Tom Holland) nimmt mit seinen Freunden an einer Klassenreise nach Europa teil. Leider wird der spaßige Trip unterbrochen als Nick Fury (Samuel L. Jackson) und seine Agenten ihn für eine unaufschiebbare Mission benötigen …

Der letzte Film aus der Marvel Reihe hieß „Endgame“ und es war eigentlich der perfekte Abschlu für das ganze „MCU“ Thema … und nur wenige Wochen später schiebt man dann diesen hier nach der einerseits die genannte „Phase 3“ beendet und ein Tor für weitere Filme diverser Art öffnet. Das habe ich dem Film von Anfang an übel genommen und ging mit relativ geringen Erwartungen ran – war dann aber doch überrascht was ich zu sehen bekam. In der ersten Stunde hängt der Film stark an seiner Hauptfigur und begleitet ihn auf eben eine Europareise und nimmt das Thema welches im Hintergrund vorgeht (die Bedrohung durch Außerirdische aus einer anderen Dimension) gar nicht ernst. Es ist vorangig alberne Teenager Comedy mit ein wenig Zugabe von Reiseeindrücken, die Superheldenstory läuft völlig nebensächlich nebenher. Nach einer guten Stunde jedoch dreht der Film die Umstände durch einen rabiaten Twist um, verliert durch eine Sequenz in Berlin restlos den Halt unter den Füßen und kriegt dann noch die Kurve um in einen sehr gewöhnlichen, aber soliden Showdown zu münden. Beschweren kann man sich soweit nicht: der Witzfaktor ist hoch, die Action stimmig und der Film hat Herz – ebenso platziert er genung Material damit Fans durchaus auf weitere Filme dieser Art hinfiebern.

Fazit: Gelungene Fortführung der Reihe bei der Action, Witz und Spannung wunderbar passen und die sich voll auf seine Hauptfigur zentriert!

Rating: ★★★★☆

The Possession of Hannah Grace

Megan Reed (Shay Mitchell) war einst Polizistin, arbeitet aber nun in der Nachtschicht einer Leichenhalle. Dort wird die Leiche von Hannah Grace eingeliefert die bei einem Exozismus gestorben ist. Schon bald bemerkt Megan jedoch daß das Böse in Hannahs Körper noch existiert …

Typische Horrorkomponenten neu zusammengeschraubt: eine Leichenhalle ist schon mal ein guter Ort für Grusel, dann wird dort noch eine dämonische, besessene Leiche angeliefert und als Heldin haben wir eine traumatisierte junge Frau die im Grunde schon genug am Hals hat, dann aber eben auch noch diese Hölle miterleben muß. So klingen nicht wirklich große Blockbuster, wohl aber solide kleine Horrorfilme für den Herrenabend. Und als solcher funktioniert die Slasher Nummer auch bestens, sofern man es unterlässt allzu viele Fragen über Sinn, Verstand und Logik zu stellen. Oder warum „Castle“ Star Stana Katic hier eine eher unglückliche Nebenrolle abgegriffen hat … ach, lohnt nicht.

Fazit: Austauschbare Huch und Buh Nummer, solide und atmosphärisch, aber ohne nennenswerte Nachwirkung!

Made in China

Der junge Fotograf François (Frédéric Chau) lebt in Frankreich und fühlt sich vollständig als Franzose, dabei hat er chinesische Wurzeln. Als ihm seine Freundin Sophie (Julie De Bona) eröffnet daß sie schwanger ist versucht Francois notgedrungen den Kontakt zur Familie wieder neu aufzubauen …

Mir ist dieser Film in einer Sneakpreview begegnet ohne daß ich jemals was von ihm gehört habe, was ja eigentlich die beste Voraussetzung sit um sich unbelastet drauf einzulassen. Allerdings war meine Sorge im ersten Moment groß als ich zwei Hauptdarsteller aus den Monsieur Claude Filmen sah und nun einen ähnlichen Humor kommen sah. Dem war aber nicht so: ich sah einen Film der sich für mich jeder Kategorisierung entzieht. Er beobachtet einfach ein paar Hauptfiguren die versuchen aufeinander zuzugehen, entwirft viele Szenarien die für eigene Plots ausreichen würden: ein Vater-Sohn Drama, eine Buddy-Comedy, eine Schwangerenkomödie, ein Liebesdrama mit einer Dreiecksgeschichte, filmische Vergangenheitsbewältigung …alles ist dabei. Nichts davon wird aber letztlich wirklich beschritten, so daß der Film am Ende zwar auf nichts festgelegt ist, dabei allerdings einen sehr herzlichen Ton anschlägt und auf seine Weise durchaus liebenswert und süß daher kommt. Für Liebhaber von französischen Filmen definitiv einen Blick wert.

Fazit: Unaufgeregte Geschichte mit Herzlichkeit, aber kaum vorhandenem Plot!

3 Punkte

Videoreview von mir:https://www.youtube.com/watch?v=-HwHqSTtcG4&t=285s

Shaft

JJ aka John Shaft Jr. (Jessie Usher) hat weder zu seinem Vater (Samuel L. Jackson) noch zu seinem Großonkel (Richard Roundtree) ein gutes Verhältnis. Als er jedoch beim FBI anfängt und ihm eine Ermittlung über den Kopf zu laufen droht vereinen sich die drei Shaft Generationen …

Auf dem Papier ist das eine unglaublich spannende Sache: der Original Shaft aus den 70ern, der Nachfolge Shaft von Anfang 2000 und ein moderner, junger Shaft gehen gemeinsam gegen das Verbrechen vor. Allerdings wirkt das im Marketing etwas epischer als im Film, da Richard Roundtree erst in den letzten zwanzig Minuten dazu stößt. Davor bekommt man die Blaupause eines typischen Buddy Cop Films, bzw. die nächste Variante von „der Harte und der Zarte“: der Jung Shaft ist clever, aber feige und unbeholfen, der ältere Shaft ist halt einfach Samuel L Jackson und absolviert Schießereien und Wortduelle einfach mit dessen typischer Coolness – und diese beiden ermitteln in einem Mordfall, der ebenso eine komplett formelhafte Krimihandlung darstellt ohne Überraschungen. Ich kann verstehen warum es der Film nichts ins Kino geschafft hat sondern direkt ei netflix erscheint, schade ist es trotzdem: mir fehlt der Bezug zur Figur Shaft, aber ich kann eben auch einfach ein wenig Spaß daran haben einfach nur Samuel L. Jackson zu sehen. Durch ihn ist es einfach eine nette Actionkomödie mit ein paar blutigen Schießereien, ein paar flotten Sprüchen und diverser Passabler Action. Nicht das was es hätte sein können, für einen Streaming Titel aber amtlich und ordentlich.

Fazit: Höchst amüsante Actionposse mit ultracoolem Samuel L. Jackson.
Rating: ★★★☆☆

Gut 20 Jahre nachdem die Serie „Deep Space Nine“ geendet ist blickt der Showrunner Ihra Behr zurück, interviewt die entsprechenden Darsteller und schwelgt mit ihnen in Erinnerung …

Schon der Freund mit dem ich hier das Kino betrat sagte beim reingehen: dies wird ein „Special Interest“ Film. Und das stimmt: ich habe selber „Deep Space Nine“ seinerseits sehr aufmerksam verfolgt und denke mit Nostalgie an die Serie zurück – darum erschien es mir gleichermaßen verstörend wie auch sympathisch dieses Thema in einem 130 Minuten langen Film aufgearbeitet zu sehen. Aber es sind halt zwei Komponenten die entsprechend zusammenkommen: zum einen eben das Thema das einen interessieren muß, zum anderen die Aufbereitung und Darstellung. Letzteres ist überragend: mit nahezu allen Darstellern die gealtert nochmal zu Wort kommen und sich erinnern; einer fiktiven weiteren Episode drin welche die Ereignisse fortführt und aufwendig aufpolierten Serienausschnitten gibt’s für den Fan und Kenner eine ganze Menge zu sehen. Gut, manches könnte man hinterfragen (warum z.B. eine Person geradezu rausgemobbt wurde während doch alle so sehr betonten daß dies alles immer sehr familiär gewesen sei), an manchen Stellen werden Bedeutungen zugeschustert die etwas zu schön zum wahrsein sin, aber letztlich: dies ist eine Insider Geschichte welche ihr Thema toll transportiert und dem entsprechenden Zuschauer sehr viel Freude macht.

Fazit: Episch aufbereiteter Rückblick, voller Spaß, Nostalgie und Faszniation.

Rating: ★★★★☆

Pets 2

Hund Max und seine Kumpanen haben tagsüber viel Spaß sobald ihre Herrchen aus dem Haus gehen, allerdings ist es damit vorbei als Spitzdame Gidget ein Spielzeug an eine Horde Katzen verliert und sich undercover dort einschleichen will …

Illumination legt nach: nach Den „Ich Einfach unverbeserlich“ Filmen wird nun auch Pets zum Franchise dem bestimmt noch weitere Teile folgen sollen. Aber brauchts das? Die Vorzüge von Teil 1 sind wieder da: flauschige, kuschelige Helden die allesamt zurückkehren. Die Fuiguren sind süß, Tierhalter finden bestimmt viele Eigenheiten ihrer Lieblinge wieder und die technische Umsetzung ist atemberaubend – nie war New York so farbenfroh und bunt animiert wie hier (außer bei Teil 1) und die fliegenden Blätter oder spitzen Nasen der Wölfe ergeben richtig tolle 3D Momente. Allerdings schlägt sich die Kiste Inhaltlich nicht gerade gut: es werden einfach drei Handlungen aufgebaut die separat nebeneinander laufen und kaum Berührungspunkte haben. Keine davon hat wirklich was zu erzählen, aber ebenso tut keine weh. An den lachenden Kleinkindern in meinem Kino konnte ich ableiten: für die ganz kleinen Semester macht die Geschichte sicherlich einen Heidenspaß. Als Film der wirklich was zu erzählen hat taugt es nicht so sehr …

Fazit: Kindgerechtes Sequel ohne erzählerischen Ballast!Rating: ★★☆☆☆

The Prodigy

Sarah und John Turner staunen über die unfassbaren Fähigkeiten die ihr Sohn Miles an den Tag legt. Schon bald glauben sie aber daß dessen Begabungen einen gefährlichen und dunklen Ursprung haben …

Die Story und der Inhalt klingen so altbekannt da man dabei schon wegschalten möchte: ein kleiner Junge zeigt bösartige, unheimliche Verhaltensweisen. Fortan ist seine Filmmutter und auch der Zuschauer auf der Suche nach einer Lösung: ist der Junge einfach nur böse? Steckt etwas anderes? Womöglich etwas übersinnliches? Ist eigentlich egal was, die Hauptsache ist daß die Zeit bis zur Enthüllung halbwegs spannend bleibt. Und das kriegt der Film hin. Zwar unter Einsatz vieler bekannter „Teufelskind“ Film Versatzstücke, aber diese werden hier allesamt korrekt und gut angebracht. Gewalt gibt’s dabei nicht so sehr, erst zum Ende hin wird’s an der Stelle etwas rabiater, bis dahin gibt’s eine stetig ansteigende Spannungskurve und eine sehr gekonnte Szene in einer Psychiaterpraxis. Lediglich bei der weiblichen Hauptfigur kann man Abstriche machen: „Orange is the new black“ Star Taylr Schilling macht das alles zwar solide, aber erreicht nicht die Intensität vergleichbarer Darstellerinnen.

Fazit: Xte Variante eines Teufelskinds daß zwar klein, aber sehr effektiv ausfällt!
Rating: ★★★★☆

Anna

Anna Poliatovas (Sasha Luss) ist nach außen hin ein angesagtes Pariser Model – doch in Wahrheit ist sie eine perfekt ausgebildete Auftragsmörderin des KGB. Als die CIA sie ins Visier nimmt droht alles aufzufliegen …

Bei Ansicht des Trailers und dem Zusammenzählen einiger Fakten kann man man sich recht schnell zusammenreimen was dies für ein Film ist: nach „Red Sparrow“ und „Atomic Blonde“ gibt’s erneut einen Agententhriller mit weiblicher, tougher Hauptfigur und ebenso ist der Film von Luc Besson der genau in diesem Genre mit „Nikita“, „Leon“ und Lucy bereits vorarbeit geleistet hat. Allerdings fällt der fertige Film dann doch irgendwie anders aus: klar, im Agentengenre sind alle dramaturgischen Formen von Intrigen schon genutzt worden, da kann man einfach nichts neues, frisches oder originelles anbringen, dennoch zieht Anna die richtige Entwicklung an der richtigen Stelle aus dem Hut ohne daß es unverständlich wird. Ebenso ist die verschachtelt erzählte Story komplex, wirft einen aber nicht raus. Die Actionszenen sind drin und dann eben auch etwas over the top, aber nicht so zahlrreich wie der Trailer es suggeriert. Und bei der Besetzung werden mit Saha Luss,, Helen Mirren, Luke Evans und einem wunderbar sakrastischen Cilian Murphy großartige Darsteller ins Feld geschickt. Deswegen: der eher unscheinbar erscheinende Thriller erweist sich als wendungsreich und ultraspannend.

Fazit: Großartiger Thriller der viele altbekannte Versatzstücke bestens neu aufbereitet!

Rating: ★★★★☆