Schneesturm im Paradies

Der grundehrliche Bill Firpo (Nicolas Cage) wird von seinen kriminellen Brüdern Alvin (Dana Carvey) und Dave (Jon Lovitz) verleitet eine Bank in der kleinen Stadt Paradise auszurauben. Durch unglückliche Umstände verbringen die Drei allerdings noch einige Zeit im Ort und leiden durch die Freundlichkeit der Leute durchgehend unter schlechtem Gewissen …

Ein Altwerk von Nicolas Cage daß man wohl auch heute nur schwerlich zum Hit oder Highlight erklären kann, aber zu einem sympathischen kleinen Frühwerk bevor der Mann auf den Olymp Hollywood kam und danach in die Bedeutungslosigkeit abrutschte. Wenn man der Typ für solche 90er Jahre Komödien ist kann man hiermit aber echt viel Spaß haben: trotz der kalten Umgegung in der es spielt ist dies ein ungemein warmherziger Film, eine liebliche Story von ein paar chaotischen Gangstern die Sympathie für die Leute entwickeln die sie gerade ausgeraubt haben. Mit Jon Lovitz und Dana Carvey kommen ebenso zwei typische Comedy-Gesichter aus dieser Zeit dazu und ergänzen sich zu einem keimfreien, aber liebenswerten Weihnachtsfilm mit Kleinstadtflair. In der richtigen Jahreszeit sicherlich kein verkehrter Titel.

Fazit: Liebe Story, grundlegend harmlos und nett und mit einem großartigen Nicolas Cage!

Sharknado 5 – GLobal Swarming

Die tödlichen Hai-Stürme haben Nordamerika fast vollständig zerstört und es bahnt sich ein noch schlimmeres Ereignis an: ein globaler Sharknado. Daher müssenFin (Ian Ziering) und April (Tara Reid) einen Weg finden die Welt zu retten …

Man stelle sich vor jemand erzählt mir einen Witz – ich lache vielleicht, oder finde ihn witzig oder eben garnicht. Wird es besser wenn ich diesen Gag wieder und wieder erzählt bekomme? Eben nicht. Aber das ist das Problem an der Sharknado Reihe: ein Ggrundprinzip welches im Kern ok ist wird wieder und wieder durchgespult, immer mit ein paar noch dämlichen Cameos, Zusatzideen oder Filmparodien. Mir ist dabei trotzdem schon seit längerem nicht mehr zum lachen zumute: der Umstand das Haie überall herkommen, daß die Effekte aussehen als hätte sie der Praktikant gemacht oder daß Ian Ziering über allem thront und den Obermacho spielt – ich habs satt.

Fazit: Wer die Serie mochte findet sicher auch Spaß an dieser Folge, allerdings gibt es nichts neues sondern nur alte Gags in abgeschmackter Form!

To all the Boys I’ve loved before

Die schüchterne Lara Jean Covey (Lana Condor) hat Jungs stets aus der Distanz angeschmachtet und ihre Gefühle in in Liebesbriefen ausgedrückt die sie aber für sich behielt. Nun geraten diese Briefe durch einen Zufall in Umlauf – und lösen ein Chaos aus …

Der Netflix Film der Woche welcher sich diesmal auf den Sektor High School Komödie vorwagt. Und es gibt Ggutes zu berichten: dies ist kein Film der plump, albern und rabiat unter der Gürtellinie passiert und obendrein einer der im Kern einen interessanten Ansatz hat, nämlich daß eine junge Frau sich der Wahrheit stellen muss als ein paar geheime Briefe an die jeweiligen Leute gehen für die sie gedacht waren. Aber der Film lädt sich noch einen Storybrocken drauf damit daß die junge Frau auch noch einen Freund seit Kindertagen hat mit dem sie am liebsten zusammen wäre und ach … es ist egal. Die asiatische Heldin bei der ich eh den Eindruck ahbe sie ist nur eine Marktentscheidung gibt keine klare Figur ab, ist ein verhuschtes romantisches Häschen ohne jedes Profil und der Film tänzelt zwischen Schmachtfetzen und einem überbauten Beziehungsgeflecht. Nichts ist falsch und schlimm daran, aber alles so seicht, blecih und unnötig. Deswegen. Asbolute Streaming Massenware zum vergessen.

Fazit: interessanter Handlungsansatz, praktisch aber derbe langweilig!

Rating: ★☆☆☆☆

Lucky

Der alte Lucky (Harry Dean Stanton) lebt allein in einem entlegenen Wüstenkaff und macht sich das Leben durch eingeübte Routinen erträglich. Nach einem Schwächeanfall beginnt er jedoch sich mit der Sterblichkeit auseinander zu setzen …

Es wäre übertrieben wenn ich sage daß ich ein großer Fan von Harry Dean Stanton war, ich mochte den Mann aber durchaus und fand es immer nett wenn er mal irgendwo in einer Nebenrolle auftauchte, egal in welchem Alter und zu welcher Zeit. Nun ist der Mann leider verstorben und dies ist sein letzter Film den er wohl selber garnicht mehr sehen konnte – und es ist eine tragische Ironie daß es ein Film über einen alten Mann ist der sich mit seiner eigenen Sterblichkeit befasst. Daraus entspringt ein leiser, kleiner Film der jede Menge kleine und sympathische Dialogszenen enthält, bei denenb man leisen Humor zwischen den Zeilen finden kann, es reicht mir mitunter aber auch einfach nur Szenen zu sehen in denen Stanton durch die Wüste läuft, mit entsprechender Musik. Und wenn er einmal die vierte Wand durchbricht und dem Zuschauer zuzwinkert ist das wirklich ein tragischer, richtiger Abschiedsmoment.

Fazit: Trauriger kleiner Film, leise uund ruhig, ebens aber mit entsprechendem Humor

Christopher Robin

Christopher Robin (Ewan McGregor) ist erwachsen geworden, rackert sich in einem schlecht bezahlten Job sb und versucht seine Frau Emily (Hayley Atwell) und Tochter Madeline (Bronte Carmichael) durchzubringen. Als er seine Familie wegen des Jobs nicht auf eine Reise begleiten kann erscheinen jedoch Winnie Puuh und seine anderen Freunde und geben ihm neuen Lebensmut …

In der gesamten Winnie Puh Thematik bin ich vollkommen fachfremd, d.h.. ich kenne natürlich den Bären und seine Freunde Tigger, Ferkel ect., habe aber niemals eine Serie, einen Film oder sonst etwas aus der Reihe geschaut, daher kann ich nicht sdagen wie sehr der Film die Vorlage überträgt. Für sich selbst genommen ist der Film im Ansatz eine Variante von Hook: Christopher Robin spielte als Kind in einem sagenumwobenen Wald, verläßt diesen, wird erwachsen und als er als Erwachsender in berufliche Probleme gerät kommen die alten Phantasiefiguren zu ihm zurück. Das Ergebnis ist ein Film der auf zwei Hochzeiten tanzt: zum einen werden Kinder angesprochen mit den zum knuddeln süßen Figuren die wundervoll animiert werden, das sogar ohne Uncanney Valley Effekt, auf der anderen Seite ist der Film nicht quietschbunt sondern spielt größtenteils in tristem Umfeld und an düsteren Orten und hat im Schwerpunkt das Thema Prioritäten. Beide Parteien, Erwachsene wie auch Kinder können was mitnehmen, aber ob Kinder die Parts eines Erwachsenen so toll finden wage ich zu bezweifeln. Trotzdem: dank der herzigen Figuren und dem großartigen Ewan McGregor sowie einigen sehr emotionalen Momenten geht die Kiste unterm Strich sehr gut auf!

Fazit: Einerseits kindgerecht, andererseits ein handfestes Drama – merkwürdiger Mix mit sehr viel Herz, aber dünner Story!

The Equalizer 2

Der ehemalige Agent Robert McCall (Denzel Washington) rettete eine junge Prostituierte und gerät erneut in die Schußlinie als seine Freundin Susan Plummer (Melissa Leo) getötet wird. Mit einem Ex-Kollegen Hilfe eines Kollegen (Pedro Pascal) begibt er sich auf die Suche nach den Tätern und kommt einer größeren Sache auf die Spur …

Runde zwei für den schlagkräftigen Ex-Agenten, McCall, wieder gespielt von Denzel Washington und wieder unter der Regie von Antoine Fuqua. Da ich allerdings den ersten Film nicht leiden konnte ging ich hier mit absolut geringen Erwartungen ran und wurde auch in einem Punkt geradezu bestätigt: der Plotarmut. Im Ernst: der Film besteht über große Strecken aus einer Aneinanderreihung von Szenen in denen eben der wehrfähige McCAll Leuten hilft und Gegner eliminiert – und das wars schon. Nebenher laufen dann noch zwei Miniplots, zum einen die Ermordung einer Freundin und das Auflösen dieses Vorfalls was zu einer absoluten Krimi Blaupause wird, zum anderen noch die Story von der Freundschaft McCalls mit einem Nachbarsjungen. Obwohl es handlungstechnisch eigentlich nirgendwo hinführt ist man hinterher mit dem Film sehr zufrieden: die Kampfszenen sind hurtig, brutal und trotzdem ruhig gehalten, Washington spielt den Helden diskret und unaufdringlich und der Showdown in einem Sturm ist zwar nicht originell, aber so effektiv gehändelt daß es höchstes Spannungskino gewährleistet. Wie eben auch der ganze Film: wenig Story, aber effektiv im Rest.

Fazit: Plotarmes Sequel daß aber von Hauptfigur und Inszenierung leben kann!

Rating: ★★★★☆

Vengeance – Pfad der Vergeltung

Am Abend des 4. Juli wir die junge Mutter Teena (Anna Hutchison) von einer Gruppe Männern brutal vergewaltigen – vor den Augen ihrer Tochter Bethie. Trotzdem kommen die Täter ungeschorben davon – allerdings beschließt ein Polizist mit Gewalt für Gerechtigkeit zu sorgen …

Der „Pfad der Vergeltung“ ist ein filmisch ausgelatschter Weg den Leute aber scheinbar immer wieder gerne sehen. In diesem Falle sit es mal wieder ein anständiger Polizsit der die Ungerechtigkeit die eine junge Mutter trift nicht verwindet und dann eigenmächtig zur Wumme greift und Selbstjustiz ausführt. Aufgrund des wohl kleinen Budgets verlagert sich der Konflikt niemals auf große Actionmomente sondern auf einen soliden Standardthriller in dem viel geredet wird, öfters mal geprügelt und einige Male geschossen wird. Nicolas Cage hat hier wieder eine Rolle des puren Durchschnitts die auch jeder andere hätte spielen können, aber im Umkehrschluß macht er nichts entschieden falsch, ebenso macht Don Johnson in einer Nebenrolle als schmieriger Anwalt einen soliden Job Wie eben der ganze Film den Prototyp eines Streamingtitels dargestellt: einfach anklicken, anderthalb Stunden totschlagen, hinterher von der Liste und der geistigen Festplatte löschen.

Fazit: In jeder Hinsicht solider Standard ohne markante Punkte, aber ebensowenig langweilig!

Dog Eat Dog

Troy (Nicolas Cage),  Mad Dog (Willem Dafoe) und Mafia-Symphatisant Diesel (Christopher Matthew Cook) sind Ex-Häftlinge die wieder in der Freiheit sind. Schnell stellen sie fest daß ihre kriminelle Vergangenheit sie nicht loslassen wird …

Hier wußte ich bereits nach wenigen Sekunden daß ich den Film nicht würde leiden können – die Szene zu Beginn in der Willem Dafoe grundlos zwei junge Frauen ermordet und das dann auch noch cool dargestellt wird war einfach zu viel für mich. Aber Dafoe ist der einzige Darsteller bei dem ich verstehen kann daß er in diesem Rotz mitspielt: als durchgeknallter Psychopath hatte er bestimmt viel Spaß den völlig Irren zu geben. Schön für ihn, aber da hat man als sonstiger Zuschauer eben nix von. Ebensowenig von der xten Variante in der ein paar Ganoven einen Coup begehen bei dem alles schief geht, Nicolas Cage der mal wieder eine Rolle für den Scheck macht und der stellenweise recht eigenartigen Farbdarstellung. Seis drum: der Film war für mich unerträglich, langweilig und abstoßend – und scheint verdient in den tiefen der Streaming Welt zu verschwinden.

Fazit: Ultralahm, überzogen und dabei blutig und unsympathisch – hat einfach garnichts für sich!

Rating: ★☆☆☆☆

Pay the Ghost

Englischprofessor Mike Lawford (Nicolas Cage) steckt immerzu in Arbeit und vernachlässigt deswegen sogar oftmals seine Familie – daher ist es ihm umso wichtiger seinen Sohn Charlie (Jack Fulton) zu einer Halloweenparade zu begleiten. Dort verschwindet sein Sohn spurlos – und selbst ein Jahr später ist der Junge weg und Mike wird von Schuldgefühlen und merkwürdigen Visionen geplagt …

Nicolas Cage zahlt wieder mal ein paar Schulden ab mit einem schnell verdienten Gehaltscheck. Hierbei kann man aber einen Funken Fairneß anbringen: klar, er spielt eine schlichte, unbedeutende Rolle in eine schlichten, unbedeutendem Film die er auch mit keinem Funken seiner individuellen Art ausfüllen kann, aber trotzdem ist dieser Film auf dem Sektor seiner schlechten Streifen einer der besseren. Eine völlig austauschbare Geschichte, eine typische Geisternummer mit ein paar netten Gruselmomenten deren größter Schocker die Anwesenheit von Veronica Ferres ist. Wenn man es mal versucht hat man den Film zwar nach ein paar Minuten vergessen, aber bis dahin eine solide Zeit gehabt.

Fazit: Solide Gruselnummer, zwar seicht und austauschbar aber stabiler Standard!

Ich glaub ich steh im Wald

An der  Ridgemont High School läuft das Abschlusssemester und damit jede Menge emotionale Wendungen für die Schüler: : Stacy (Jennifer Jason Leigh) und Mark (Brian Backer) tun sich schwer damit miteinadner zu schlafen und hoffen auf Hilfe von  Linda (Phoebe Cates) und Mike (Robert Romanus). Derweil hat Kiffer Jeff (Sean Penn)einen Disput mit Geschichtslehrer Mr. Hand (Ray Walston)…

Mein Antrieb sich gerade diesen Film raus zu kramen aus dem Netflix Angebot war wohl der Falsche: ich wollte ihn sehen da ich mal ein paar alte Nicolas Cage Filme nachholen wollte. Cage ist auch im Film, aber nur in wenigen Szenen in denen er unbedeutend am Rande steht ohne irgendwas zur Handlung beizusteuern. Allerdings war der Film auch so in Punkto Besetzung ein echtes Highlight: die Summe an prominenten Gesichtern und später bekannten Gestalten die hier in kleinen und großen Rollen durchs Bild läuft ist atemberaubend (Sean Penn als dummer Kiffer, Hallo?!?!). Ansonsten ist dies wohl eine typische High-School Komödie ihrer Zeit die mittlerweile wie aus einem anderen Universum wirkt, in ihren Grundsätzen aber die bekannten Themen abarbeitet: Teenager, Beziehungen, Sex und Zukunftsängste. Auch wenn es zwei überraschende Nacktmomente gibt und eine Masturbationsszene ist die Nummer nicht darauf aus immerzu unter die Gürtellinie zu gehen, sondern wirkt geradezu harmlos und bieder. Ich kann aber verstehen daß die Poolszene von Phoebe Cates kultig ist und wenn jemand der den Folm aus seiner Entstehungszeit kennt ihn im Herzen behalten hat.

Fazit: Unfassbare Starparade in jungen Jahren, ansonsten eine solide und mitunter spießige High-School Story im 80er Look!