Three Billboards outside Ebbing, Misouri

Es ist ein paar Monate her daß die Tochter von Mildred Hayes (Frances McDormand) vergewaltigt und ermordet wurde. Da sie den Eindruck hat die Polizei unternimmt in der Sache nichts beginnt vor ihrem Ort provozierende Texttafeln aufzustellen. Das löst eine Reihe Komplilationen aus, vor allem mit Polizeichef William Willoughby (Woody Harrelson) …

Es gibt sicherlich eine ganze Menge Gründe diesen Film zu schätzen und zu mögen, aber der Plot ist sicherlich kein Grund: ich hab ihn kaum gefunden. Eine geschockte Mutter die Gerechtigkeit sucht und zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift, das ist schon der ganze Handlungsansatz bei dem ich dachte es geht darum zum Ende hin einen Täter präsentieren zu können. Aber das ist garnicht das Ziel und die Absicht: hier wird ein filmischer Kleinstadt-Mikrokosmos erschaffen, voller schräger und ganz unterschiedlicher Figuren und der Film beobachtet einfach das Leben dieser Charaktere: da gibt es Handlungsstränge die verpuffen, Gags die ins Leere laufen, Figuren die sporadisch auftreten und dann wieder verschwinden … eben frei von Handlung, wie es wohl im wahren Leben auch wäre. Der Reiz dabei besteht aber in den kleinen Momenten: bestimmte Dialoge, ausgefeilte Figuren und emotionale Momente sowie funkensprühende Dialoge machen den Film aus. Selbst wenn einen die großen Zusammenhänge kalt lassen kann man sich insbesondere Frances McDormand und ihrer oscarwürdigen Performance kaum entziehen. Daber muß der Film zwar nicht haufenweise Awards abräumen – einen näheren Blick ist er aber definitiv wert.

Fazit: Eigensinnige Kleinstadtbetrachtung mit sehr starken Momenten.

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