40 Tage in der Wüste

Jesus Christus (Ewan McGregor) wird nach seiner Taufe in die Wüste geschickt. Dort soll er 40 Tage lang fasten. In dieser Zeit findet er einen Mann (Ciaran Hinds), zusammen mit seiner Frau (Ayelet Zurer) und seinem Sohn (Tye Sheridan). Diese drohen aber Jesus Aufgabe ins Wanken zu bringen …

In der Bibel steht das Jesus 40 Tage in der Wüste verbrachte – weiter wird das nicht ausgeführt. Darum finde ich die reine Filmidee toll: sich mit der Frage zu beschäftigen was Jesus dort womöglich erlebt hat, ob er jemandem begegnet ist und in wieweit er dort seine „anstehenden“ Aufgaben überdacht hat. Mir ist auch klar daß ein Film mit dieser Thematik wohl kaum unter leichte, lockere Unterhaltung fallen würde – aber trotzdem hat mich dieser Film dann eiskalt erwischt und es geschafft mich runter zu ziehen. Anderthalb Stunden schaut man Ewan McGregor zu der in der Wüste sitzt, zwischendurch entweder mit dem Teufel oder einem Vater / Sohn Gespann redet auf das er trifft und an deren Konflikt er seinen eigenen mit Gott vor Augen geführt bekommt. Da mögen manche ein großes Interesse daran haben, ich selber empfand das Resultat als unfassbar bleischwer und geradezu Depressionen erzeugend. Ich rechne dem Film seine Grundidee hoch an; ebenso gebe ich zu daß ich mir McGregor nicht als Jesus hätte vorstellen können und er doch eine rundherum gelungene Darstellung abliefert. Trotzdem wird sich der Film letztlich nur einem eher kleinen Publikum erschließen.

Fazit: Jesus in der Wüste: die spannende Idee führt zu einem optisch ansprechenden, aber inhaltlich absolut zermürbendem Film!

Rating: ★★★☆☆

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