Monsieur Pierre geht online

Der ruppige Rentner Pierre (Pierre Richard) bekommt vom mittelosen Schriftsteller Alex (Yaniss Lespert) Nachhilfe in der Bedienung eines Computers. So erlertPierre recht schnell die Bedienung einer Dating Seite und arrangiert ein erstes Treffen. Da er aber mit dem Alter gelogen hat muß Alex für ihn einspringen …

Ich mag den Titel des Films: der gibt nämlich nicht gleich den ganzen Film vorweg sondern wirklich nur das was in den ersten paar Minuten passiert: ein alter Mann lernt die Bedienung des Internets und geht online. Die Folgen die dann daraus entstehen sind anders als man es erwarten würde. Ich hätte eine alberne Comedy erwartet bei denen eben all die Begriffe die einem Internetbenutzer geläufig sind duch den unerfahren alten Mann veralbert werden. Statt dessen geht es mehr darum daß der alte Mann online jemanden findet und in alter Weise umgarnt und dann einen jungen Mann als sein Abbild dahin schickt. Das hätte viel chaotischer, hysterischer und überzogener ausfallen können, bleibt aber auf merkwürdige Weise ruhig und leise. Es geht um Sehnsucht, Vergangenheitsbewältigung und den verzweifelten Versuch sich etwas neues aufzubauen. Daraus entstehen diverse Beziehungsverwicklungen und einige Slapstickmomente die aber mitunter in pure Peinlichkeit ausarten. Größter Knackpunkt sind für mich aber die weiteren FIguren: Pierre Richard als grantiger alter Kerl macht seinen Part sehr gut, all die anderen Figuren (insbesondere die männliche Hauptfigur die er sich als als Lehrer engagiert) sind recht uninteressant, unbedeutend und charismaarm. So geht der Film letztlich in Ordnung und es tut auch gut auf albernen und cholerischen Humor zu verzichten – als Film den man unbedingt im Kino gesehen haben muß sehe ich die Nummer aber nicht.

Fazit: Überraschend leise und angemessen ruhig, leider mit sehr bleichen Nebenfiguren!
Rating: ★★★☆☆

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