The Dinner

Geschichtslehrer Paul (Steve Coogan) und seine Frau Claire (Laura Linney) treffen sich zum luxuriösen Essen mit seinem Bruder Stan (Richard Gere) und seiner Schwägerin Katelyn (Rebecca Hall). Der Anlaß ist allerdings dramatisch: die Kinder der Paare haben ein schlimmes Verbrechen begangen und nun muß geklärt werden ob die Eltern sie dafür an die Justiz übergeben wollen oder nicht …

Die Grundkonstellation fand ich super: vier Figuren, auch von guten Darstellern verkörpert, treffen zu einem Essen zusammen welches zunächst zivilisert abläuft und vermutlich in furchtbare seelische Abgründe zum Ende hin abdriftet. Ich habe zumindest kein Problem damit ein Quasi Theaterstück auf der Bühne zu schauen. Aber der Film will ganz woanders hin: er liefert mittels Rückblenden ausgiebige Darstellungen der seelischen Abgründe und Motivationen der vier. Auch das ist eigentlich kein schlechter dramaturgischer Schritt, hat dann aber leider den Nachteil daß er sich restlos in den Nebenstorys verliert. Und schon ist man mitunter zwanzig Minuten vom eigentlichen Essen weg und kriegt stattdessen einen Vortrag über amerikanische Geschichte oder eine Dokumentation einer seelischen Erkrankung. Wenngleich es großartige Darsteller sind die sich hier in manchen Momenten mit echter Power und Energie beharken stellt sich dabei einfach kein wirkliches Interesse ein, Mitgefühl für die Hauptfiguren ist eh nicht eingeplant und das unklare Ende verstört zusätzlich. Schade eben da die Grundliegende Frage spannend und die Motivationen der Figuren in genauem Gegenteil zum richtigen stehen, aber es ist eine einzige Tortur diesen Film zu schauen der bei einer Lauflänge von 120 Minuten sich anfühlt wie drei.

Fazit: Eine bleischwere Ladung die sich in NebenpartRating: ★★☆☆☆

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