Patriots Day – Boston

Als am 15. April 2013 ein Marathon durch Boston läuft explodieren zwei Bomben. Für die Ermittler Tommy Saunders (Mark Wahlberg), Jeffrey Pugliese (J.K. Simmons)  Richard DesLauriers (Kevin Bacon) und Polizeichef Ed Davis (John Goodman) beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit da sie die flüchtigen Täter so schnell wie möglich aufhalten müssen …

Es klingt verstörend wenn man einen Film sieht der einen Terroranaschlag hat und dann dazu sagt: der Film ist schön anzuschauen. Genau das ist Boston allerdings, zumindest in seiner ersten halben Stunde: das schildert der Film einen Feiertagsmorgen in dieser Stadt, zeigt die Menschen was sie so machen und liefert jede Menge unabhängiger Einzelfiguren die alle später irgendwann wichtig werden. Hier besteht zwar der Nachteil daß sich dieser Teil etwas streckt und sogar leicht langweilig wird, aber es zahlt sich aus: dadurch daß einem die Figuren wenn sie später in eine Krisensituation geraten wage bekannt sind und mitunter sogar Tiefe haben nimmt man das was mit ihnen geschieht viel krasser und härter wahr. Ansonsten springt der Film von idyllischen Anfang zum totalen Chaos eines Terroranschlags und dann eben in den Thrillerpart der Ermittlungen. Mark Wahlberg ist dabei in alles involviert, spielt aber eine fiktive Figur die nur den Zuschauer an die entsprechenden Orte bringen soll – macht seinen Part dabei auch in solidem Automodus. Die restlichen Darsteller sind ebenso vorzüglich. Mein größter Pluspunkt am Film war eigentlich ein Minuspunkt: dadurch daß ich von den realen Abläufen rein garnichts im Kopf hatte waren die einzelnen Momente hochspannend, etwa in einer Geiselsituation wußte ich nicht ob der arme Kerl auch im wahren Leben davongekommen ist. Aber auch mit dem Wissen der realen Vorgänge dürfte Boston als ultraspannender Film funktionieren, als Heldengesang sowieso und überhaupt als ganz großes Kino.

Fazit: Spannend, bewegend und als Unterhaltungsfilm ebenso funktionierend: hier hat mal erfreulicherweise alles geklappt!

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