Vergiß mein nicht

Der eher spießige Joel Barish (Jim Carrey) verkraftet die Trennung von seiner impulsiven Freundin Clementine (Kate Winslet) nicht und will sie zurückerobern – muß allerdings mit Entsetzen feststellen daß sie ihn nicht mehr kennt. Der Grund: Clementine hat sich in der Praxis des Arztes Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson) alle Erinnerungen an ihn aus dem Kopf löschen lassen. Auch Joel entscheidet sich die Prozedur vornehmen zu lassen um sich zu erlösen -eine Nacht lang sollen Mierzwiak’s Techniker an ihm arbeiten. Während des Prozesses erkennt Joel jedoch wie wichtig seine Erinnerungen an Clementine für ihn sind und er versucht verzweifelt den Löschprozeß zu stoppen um Clementine in seinem Kopf zu retten …

Na ok, Jim Carrey hat das Kalauern ein wenig hinter sich gelassen und versucht sich hier einmal mehr als „richtiger“ Schauspieler – und macht das wieder einmal alles andere als schlecht. Neben ihm in der Rolle des verklemmten Joels gibt es noch eine ganze Handvoll Prominenter Gesichter: „Titanic“ Star Kate Winslet als impulsive Freundin, „Frodo“ Elijah Wood als zwiespältiger Techniker, „30 über Nacht“ Darsteller Mark Ruffalo als liebenswürdiger Gehirnbastler, „Ganz oder gar nicht“ Stripper Tom Wilkinson und natürlich „Spiderman“ Star Kirsten Dunst als zwar total kaputte, aber durchweg erotische Sprechstundenhilfe. Keine Frage, das sind echt gute Leute und in Schauspielerischer Hinsicht ist der Film echt gigantisch – nur leider erschließt sich mir der Rest nicht wirklich. Die wirre Erzählweise die aus verrückten und vielen Zeitsprüngen besteht und erst am Ende Sinn ergibt strapaziert enorm und ab dort wo der „Löschprozess“ eingesetzt hat wird der Film zu einem verrückten, durchgedrehten Bildersturm in dem die Szenerien schneller wechseln als Carrey das früher mit seinen Grimassen tat. Ok, fairer weise muß man sagen daß in all diesem Chaos so einige emotionale Momente enthalten sind die durchaus berühren, trotzdem aber alles weitere wird zu einem übermäßig strapaziösen Wechselbad der Szenen und der Gefühle, zwar toll gemacht, aber völlig verrückt und durch die tieftraurige Stimmung zermürbend und deprimierend.Fazit: Anstrengendes und wirres Drama das eine wirkliche Körperliche Anstrengung darstellt und mehr verwirrt als alles andere – dafür an einigen Stellen bewegt und mit phantastischen Darstellern punktet!

Rating: ★★☆☆☆

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