Fury – Herz aus Stahl

Im Jahre 1945 geht der Zweite Weltkrieg seinem Ende entgegen, wodurch es zu gausamen Kämpfen mit den deutschen Soldaten kommt. An vorderster Front kämpft auch der Panzer „Fury“ der von Sergeant Wardaddy (Brad Pitt) befohlen wird. Dieser und sein fünfköpfiges Team werden in den letzten Tagen auf eine scheinbar unmögliche Mission geschickt …

Nach Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ zieht Brad Pitt ein zweites Mal in den zweiten Weltkrieg um bergeweise Nazis zu killen, diesmal aber nicht in der übersteigerten Variante sondern in einem Versuch seine eigene „Der Soldat James Ryan“ Variante zu basteln. Allerdings: während dort der von Tom Hanks gespielte Held ein lieber Kerl in schlimmen Umständen war ist der hier von Brad Pitt gespielte Kerl ein kaputter Dreckskerl der zwar als solider Anführer erscheint, aber in manchen Momenten nur noch eiskalt und skrupellos daherkommt. So wie bei ihm wird auch bei allen anderen Figuren darauf geachtet daß niemand positiv wegkommt: hier gibt es keine Guten, keine Helden oder sonstwie positiven Gestalten, hier gibt’s nur arme Schweine die sich durch das was sie mitmachen und durchstehen müßen etappenweise zu totalen Unmenschen entwickelt haben. Logan Lerman spielt dabei den letzten Rest von Anstand, eine zu Beginn noch reine Seele die das Leid des Krieges am schlimmsten erwischt und der sich wirklich durch die Hölle schleppt. Trotzdem ist mir nicht klar was dieser Film bringen soll: er zeigt reihenweise Kriegsgreuel, das muß man aber nicht als Unterhaltung sehen; er zeigt grausame und distanzierte Figuren zu denen man kaum einen Zugang hat und wer die Action als cool empfinde dürfte einen ziemlichen Dachschaden haben. Daher empfinde ich selber den Film als überlange Qual, wenn auch handwerklich perfekt gemacht.

Fazit: Kriegsgreuel in scheußlichster filmischer Form, zwar schockierend präsentiert aber ohne eigentlichen Grund.
Rating: ★★★☆☆

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