Gegen die Wand

Die in Deutschland lebende Türkin Sibel Güner (Sibel Kekilli) leidet unter ihrer strengen Familie und begeht einen Selbstmordversuch. Im Krankenhaus lernt sie den völlig fertigen Türken Cahit Tomruk (Birol Ünel) kennen der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann und gegen eine Wand gerast ist. Sibel und Cahit gehen eine Zweckehe ein um somit Sibel zu ermöglichen von ihrer Familie loszukommen und sich frei und wild ausleben zu können. Das Arrangement funktioniert zunächst, aber als in der Zweckehe langsam Gefühle aufkeimen entwickelt Cahit Eifersucht auf Sibels wildes Leben und kommt es zu einem furchtbaren Zwischenfall

Der Film wirde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, tauchte dann auch zwei Monate früher als geplant im Kino auf und erregte insbesondere dadurch besondere Aufmerksamkeit weil der „Star“ des Filmes, Sibel Kekilli, vorher eine Reihe Hardcore Pornos gedreht hatte. Bei all dem Gerede deshalb hat wohl irgendwie keiner den Film mal betrachtet, oder? Der ist in meinen Augen das ganze Tamtam in keiner Weise wert. Ok, man halte ihm zu Gute: durch den Verzicht auf jedwede Art von Hochglanz und die wirklich toll spielenden Hauptdarsteller ist der Film überaus echt und glaubwürdig geraten – aber leider kann auch die Realität ziemlich langweilig sein. Was für alle anderen ein hochgejubeltes und berührendes Drama ist sind für mich 2 langatmige, fast unerträglich bleischwere Filmstunden ohne wirkliche Handlung oder Zusammenhang. Wie gesagt, die Darsteller sind klasse und die Preise für sie gehen auch voll in Ordnung – trotzdem erhöht all dieses Lob nicht den „Spaß“ oder den Wert des eigentlichen Filmes.Fazit: Zwar durchweg echtes, aber bleischweres Drama ohne eine wirklich zusammenhängende Geschichte – schlapp trotz toller Darsteller

Rating: ★☆☆☆☆

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