Der Club der Cäsaren

In den Siebzigern unterrichtet der gutherzige Lateinlehrer William Hundert (Kevin Kline) an einem Eliteinternat. Seinem Job geht er mit Spaß und Engagement nach – bis ihm eines Tages der verzogene Sedgewick Bell (Emile Hirsch) vorgesetzt wird. Hundert schafft es, den aufsässigen Jungen zu einem engagierten Schüler zu formen, der sich voller Eifer auf einen Lateinwettbewerb vorbereitet – aber aus jenem wegen Betrug ausscheidet. 25 Jahre später will der erwachsene Sedgewick (Joel Gretsch) den Wettbewerb bei einem Klassentreffen wiederholen …

Ein Internatsfilm, der „Club“ im Titel hat? Das lässt natürlich auf der Stelle vermuten, dass man es hier mit einem Abklatsch oder Nachzügler des zeitlosen Klassikers „Club der toten Dichter“ zu tun hat – ist aber nicht so. „Club der Cäsaren“ erzählt zwar auch ein Lehrer/Schüler-Drama, dieses aber in wesentlich kleinerem „Umfang“ und auf ein harmloseres Thema bezogen.Kevin Kline hatte wohl mal Lust auf eine etwas ernsthaftere Rolle – trotzdem verleiht er dem Lehrer jede Menge Menschlichkeit und Humor, sofern das unter seiner Maskerade überhaupt möglich ist (bei den Szenen 25 Jahre später ist er entsprechend alt geschminkt). Er alleine trägt das ganze Drama, wobei der aufsteigende Jungstar Emile Hirsch einen schön fiesen Schüler abgibt. Darin liegt die kleine Besonderheit des Filmes: hier legt nicht der Lehrer im verkorksten Schüler den guten Kern frei, hier offenbart der Schüler zum Ende hin sein wahres Wesen. Wer dabei zuguckt, wird’s nicht bereuen – der Lohn ist ein harmloses, leicht verdauliches Drama mit Humor.Fazit: Etwas biederes, kleines und unauffälliges Drama mit leisem Humor – sympathische und feine Unterhaltung!

Rating: ★★★☆☆

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