Jeff der noch zu Hause wohnt

Den recht durchschnittlichen Pat (Ed Helms) hat die Midlife-Crisis voll erwischt. Als er sich deshalb einen Sportwagen kaufen möchte verbietet ihm seine Frau Linda (Judy Greer) dieses – woraufhin sich Jeff in die fixe Idee verrent dass sie ihn betrügt. Dabei schließt er sich mit seinem  Bruder Jeff (Jason Segel) zusammen, der immer noch bei seiner Mutter Sharon (Susan Sarandon) im Keller lebt.  Gemeinsam beginnen sie die vermeintlich Untreue auszuspionieren …

Merkwürdiger Film: man merkt ja manchmal an der Art und der Inszenierung was möglich ist und kann sich seine Erwartungen danach ein wenig zurechtlegen. In diesem Film hat man eigentlich ein sehr „reales“ Gefühl: wenn hier einer seine Frau beim vermeintlichen Fremdgehen ertappt wird sich keine schräge oder lustige Entwicklung oder slapstickhafte Verwechslung ereignen. Und wenn ein etwas debiler Kerl glaubt auf einer göttlichen Mission zu sein wegen eines Filmes und eines Zufalls … dann ist er einfach nur ein debiler Kerl der spinnt. Oder? Dies ist der schmale Pfad auf dem der Film wandelt und der erst zum Ende hin enthüllt worum es geht. Davor weiß man nicht so richtig was man da eigentlich gerade schaut: einen seltsamen Film der zwischen diversen Genres schwankt und wandelt, keines so richtig bis zum Ende hin ausführt. Die Darsteller kennt man größtenteils aus recht schrägen, bizarren Rollen und Sitcoms und hätte man in einem solchen Film der eher ernsthaft orientiert ist gar nicht so erwartet. Aber das ist in der Tat die Stärke dieses Streifens: weder die Darsteller noch die finale Entwicklung hätte man so erwartet und auch nicht dass man über solch große Strecken mit einem recht herzlichen Lächeln dasitzt. Wobei dies auch eher eine Independentperle ist die eher von weniger Leuten „gepflückt“ wird.

Fazit: Merkwürdiger Mix aus Lächeln und Trauer, durchsetzt von Wehmut und Kummer
Rating: ★★★☆☆

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