Prometheus

Im Jahre 2093 beginnt eine Forschergruppe, angeführt von Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) mit der Erkundung einer Serie bizarrer Zeichen die  überall auf der Erde aufgetaucht sind – unterstützt von der Firma Weyland Corporation und der zuständigen Meredith Vickers (Charlize Theron). Diese Mission beginnt auf dem Schiff Prometheus und soll den Ursprung der Menschheit erklären. Die Forschungsreise bringt unglaubliche Entdeckungen und ebenso droht eine furchtbare Gefahr …

Über die Grundlegende Herangehensweise könnte ich mich ziemlich aufregen: der Film war eigentlich als direktes Prequel zum ersten Alienfilm gedacht, entwickelte aber dann in der Planung ein gewisses „Eigenleben“ und letztlich kristallisierte sich ein gänzlich eigenen Ding draus. Dem ist soweit auch nichts vorzuwerfen – dass man aber die „Alienandeutungen“ drin lässt und hier und da mal ein paar mehr oder weniger dezente Hinweise auf die Schleimviecher fallen lässt kann nur einem Zweck dienen: der Kasse. So kann man seine neue Nummer inszenieren und sich der Zuschauer der alten Filme relativ sicher sein. Nicht aber der breiten Masse die sich am Inszenierungsstil stark stoßen könnte: wie auch einst im Ursprungsfilm geht Ridley Scott sehr gemütlich heran, lässt es ewig lange dauern bis die Helden am Ziel ankommen und baut die Atmosphäre der Bedrohung zwar effektvoll auf, aber eben auch sehr gebremst. Für Filmgourmets ist das toll, das eher nach Action gierende Publikum dürfte er ratlos dreinblicken. Die philosophischen Fragen die der Film aufwirft und nur spärlich beantwortet dürften dann aber doch den ein oder anderen packen und faszinieren, wie auch das Spiel mancher Darsteller: Noomi Rapace ist als Heldin vielleicht etwas bleich, aber sehr mögenswert, dabei dominiert der geniale Michael Fassbender über alle Maßen den Streifen. Über die Entwicklungen und Antworten kann man sicher diskutieren und der Schluß legt eindeutig einen zweiten Teil nach für den ich bereits jetzt eine gewisse Neugier entwickele.

Fazit: Kein simpler Alien Horror sondern tiefsinniges Sci Fi Epos dass sich nur zum Schein an eine bekannte Marke hängt!
Rating: ★★★☆☆

2 Gedanken zu „Prometheus“

  1. Eins verstehe ich beim Film nicht – Warum hat David Dr. Charlie Holloway mit dem Alien-Virus infiziert als er ihm ein Glas Champagner servierte?

    Ich fand den Film ziemlich spannend, obwohl ich kein Alien-Teil gesehen habe (ja, auch solche Personen gibts) und freue mich auf die Fortzsetzung.

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