Dark Shadows

Im Jahre 1750 will die Familie Collins aus Liverpool in Amerika ein neues Leben beginnen – nicht zuletzt um einem alten Fluch zu entgehen. Doch  20 Jahre später bricht Barnabas (Johnny Depp) der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) das Herz und wird hart bestraft: sie verwandelt ihn in einen Vampir und begräbt ihn. Erst im Jahre 1972 wird Barnabas ausgegraben und kehrt nach  Collinwood Manor zurück. Doch die führ ihn fremde Zeit und die Nachfolgen seiner Familie bereiten ihm die Hölle auf Erden …

Da ist der Film ja schon fast nebensächlich wenn eben nur diese Zwei aufeinander treffen: Johnny Depp und Tim Burton. „Dark Shadows“ markiert in der Tat schon ihre achte Zusammenarbeit und wie nicht anders zu erwarten gibt es nur ein Wort welches das fertige Werk passend umreißt: schräg. Die Basis ist eine sehr alte und langjährige Fernsehserie von der ich aber nie gehört habe, braucht man auch nicht. Letztlich ist der Film wie nicht anders zu erwarten die totale Johnny Depp Show der hier eine weitere Kultfigur seines Filmschaffens kreiert und mit gigantischem Spaß an der Sache zu Werke geht – dabei ist sein geniales Spiel oftmals nur von kleinen mimischen Gags oder minimalen Lauten abhängig. Depp beherrscht den Film so sehr dass die vorzügliche weitere Besetzung wahrlich verblasst: Michelle Pfeiffer, Hit Girl Chloe Grace Moretz, Neuentdeckung Bella Heathcote, Jonny Lee Miller, Bond Girl Eva Green, „Freddy Krüger“ Jackie Earle Haley und natürlich Helena Bonham Carter sind nur Stichwortgeber wenn Depp wieder die Szenerie betritt und eine weitere Lachnummer liefert. Gleichzeitig würdigt Burton aber in seiner eigenen Weise altmodische Horrofilme und bringt insbesondere in der Eröffnungsszene wie auch beim apokalyptischen Showdown gothischen, lauten und blutigen Horror auf die Leinwand. All dies ist in den eben Burton typischen Look gehüllt, vereint eine bizarre Atmosphäre mit schrägen Gags und absurden Ideen. Das kann nicht jedem so zusagen, aber wer mit Werken wie „Sleepy Hollow“ oder „Beetlejuice“ was anfangen konnte wird sich auch hierbei königlich amüsieren. Mein einziger Wehmutstropfen: die beiläufig massenhaft ermordeten Nebenfiguren trüben mir ein wenig das unbeschwerte Vergnügen.

Fazit: Großer Spaß mit hoher Darstellerkunst und ausgeklügelter Inszenierung!
Rating: ★★★★☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.