War Horse – Gefährten

Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges landet auf der Farm des jungen Albert (Jeremy Irvine) das Pferd Joey welchws sich zwar eigentlich nicht zur Landarbeit eignet, dann aber durch das hartnäckige bemühen Alberts unentbehrlich wird. Dann aber wird Joey an die Armee verkauft und landet so auf dem Schlachtfeld. Während es auf eine gefährliche Reise quer durch die Kriegswirren geht und versucht irgendwie wieder nach Hause zu kommen ist auch Albert zur Armee gegangen um im Krieg nach Joey zu suchen …

Wenn ich es aussprechen würde müsste ich versuchen es gleichermaßen mit Begeisterung wie mit einem ächzen in der Stimme auszusprechen: dies ist ein Spielberg Film. Und keine Sorge: ich halte Spielberg mit für den größten Filmemacher unserer Zeit, das steht komplett außer jeder Frage. Demzufolge gibt es ein paar Ansprüche die man an diesen Film stellen kann und darf und wird sie bekommen: ein angemessener John Williams Soundtrack, epische Landschaftsaufnahmen und gelinde gesagt ganz großes Kino. Aber auf der anderen Seite ist ebenso mit sehr viel Schmalz zu rechnen und auch in dieser Hinsicht ist der Film reichlichst „gesegnet“. Wo die Grenze für einen selbst liegt kann ich natürlich nicht bestimmen, belegen o.ä. –  liegt bei einem selber. Ich mag Kitsch mitunter und aus diesem hier entspringen eine ganze handvoll Szenen die ich einfach wunderschön finde, etwa wenn sich das arme Pferd auf einem Schlachtfeld in einem Stacheldrahtzaun verheddert und ein deutscher Soldat zusammen mit einem Briten zusammenarbeitet um es zu befreien oder wenn eine ganze Soldateneinheit ihren Sold gibt um das Pferd zu retten. Das ist wirklich taschentuchkino, ein tränenzieher ohne gleichen und in manchen Momenten geradezu Over the Top. Aber trotzdem, es ist Spielberg und dieser in unschlagbarer Bestform. Wenn schon einen Schmachtfetzen, dann bitte einen solchen, so wundervoll gefilmt und mit solchen teils echt berührenden Momenten. Wundervolles Märchen mit vierbeinigem Hauptdarsteller – TOP!

Fazit: Eigentlich ein aufgepepptes Märchen, dieses aber trotz jeder Menge Kitsch absolut episch und zu Herzen gehend präsentiert …
Rating: ★★★★☆

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