Unter Bauern – Retter in der Nacht

Im Westfahlen des Jahres 1943 soll die jüdische Familie Spiegel deportiert werden. Familienvater Menne (Armin Rhode)  sieht nur eine Möglichkeit zur Rettung: er trennt sich von seiner Familie und lässt sich und sie auf dem Land auf zwei Bauernhöfen unter falscher Identität unterbringen. So sind sie zwar in Sicherheit, doch die Trennung voneinander droht sie schlichtweg rasend zu machen …

Man könnte jetzt böse sein und sagen dass der Krieg als Filmthema ausgelutscht ist – aber das ernsthaft zu sagen wäre kriminell daneben. Fakt ist dass es in dieser furchtbaren Zeit so unfassbar viele Einzelschicksale gab die nicht erzählt wurden und die schlimmer sind als alles was man sich vorstellen kann. Mir persönlich ist es lieber wenn solche Themen in einer solchen Form transportiert werden als wenn sie an der heutigen Jugend vorbeiziehen wenn sie dies im Geschichtsbuch überblättern.  Selbst wenn die mir nicht wirklich sympathische Veronica Ferres mitspielt. Und es bewegt einen wirklich, mich besonders eine Szene zum Ende in der eine Nebenfigur einen so unfassbar sinnlosen Tod findet oder am Ende ein paar einfache, naive Kindersätze unerträglich schlimm wirken. Aber auch der restliche Film wirkt sehr realistisch (ich was zum Glück nicht selbst dabei und kann es zum Glück nicht aus eigener Erfahrung bezeichnen) und schildert das harte Leben während dieser schlimmen Zeit. Dabei wird nicht auf plumpe Schockeffekte gesetzt oder falsche Dramatik, sondern alles lebensnah und annehmbar präsentiert. Darum rührt es auch zu tränen wenn am Ende die wahren Personen ins Bild treten.

Fazit: Ein bewegendes Schicksal, mitfühlsam präsentiert und aufgearbeitet!
Rating: ★★★★☆

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