Die Killerhand

Der Teenager Anton Tobias (Dewon Sawa) ist eine faule Sau und hängt den ganzen Tag bekifft vorm Fernseher – er verläßt das Haus höchstens um bei seinen Kumpels Pnub (Elden Henson) und Mick (Seth Green) Stoff zu besorgen. Anton interessiert es auch nicht daß in seinem Städtchen eine furchtbare Mordserie im Gange ist – bis er eines Abends die Leichen seiner Eltern im Haus findet und Anton eine grausame Entdeckung macht: seine linke Hand ist von einer grausamen Macht besessen und er selber ist der Killer. Als Anton auch noch Mick und Pnub tötet greift er zu drastischen Maßnahmen: er hakt die Hand ab. Die jedoch macht sich flugs auf den Weg um Antons Freundin Molly (Jessica Alba) bei einem Schulball zu töten. Beim Versuch die Hand zu stoppen hat Anton unerwartete Hilfe: Mick und Pnub kehren als Zombies zurück und stehen ihm bei …

Oh bitte bitte bitte: ich will auch so eine Nachbarin wie Jessica Alba in diesem Film. Mal ehrlich: es klingelt spät abends vor ihrer Tür, da steht ein zappelnder und blutdurchtränkter Typ und sie hat nichts besseres zu tun als ihn in ihr Zimmer zu holen und anzufangen ihn zu vernaschen, wenn es dann auch mit dem Satz „Ich glaube du solltest besser gehen, meine Eltern kommen nach hause und mein Vater findet es bestimmt nicht toll wenn ein Blutverschmierter Kerl im Wohnzimmer seine Tochter vögelt“ ein Ende findet …Nun gut, der ganze Film ist eine abartige Sache: er ist saumäßig brutal (rekordverdächtiger Leichenberg), es wird gemurkst, gemordet und geschlachtet und dabei noch dämliche Witze darüber gemacht (ein Mädchen wird in einem Lüftungsschacht von einem Ventilaor zersschreddert was den Helden nur ein „ich kriech nicht durch die Sauce“ ablockt). Trotzdem kann man es im Grunde sehen: ernst gemeint ist es nicht. Schon allein der Running Gag das der Elden Henson Zombie in einer Tour den Kopf verliert (buchstäblich) machen klar dass es hier im Grunde nur eine abgefahrene Comedy sein soll. Stellenweise wird’s dann sogar etwas zu albern, aber es spielt keine Rolle. Das schlimmste daran ist wohl (wie bei vielen Filmen dieser Art): das Ergebnis macht einen Heidenspaß, Jungstar Dewon Sawa gibt einen wunderbar dämlichen Helden ab, der vielseitige Seth Green (spielt ja mittlerweile echt in jedem zweiten Film mit) als Zombie mit Flasche in der Stirn und Charakterkopf Elden Henson als laufend kopfloser Kerl sind eine wandelnde Gagmaschine und obendrein gibt’s noch „Honey“ Jessica Alba in ihrem Filmdebüt (zum anbeten schön!).Nun gut, man muß sich halt dem Niveau anpassen, dann kann man sogar über die zahllose Gewalt lachen (die Hand kriecht einem Lehrer der gerade Telefonsex macht in die Hose und befriedigt ihn oder als ein Pärchen im Auto Sex hat und er ihre Brüste streichelt macht die Hand fröhlich mit), aber bei all den abgedrehten Ideen, Gags und dem hohem Tempo hat man eh einfach keine Luft um sich drüber aufzuregen. Wobei ich eines weiß: für Yuma dürfte diese Horrorcomedy ein Alptraum sein.Fazit: Ultrabrutal, albern, spannend und mit tollen Effekten – bluttriefende Horrorkomödie mit hohem Leichen und Gagfaktor voller irrer Ideen!

Rating: ★★★★☆

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