Biester

Die steinreiche vierköpfige Fabrikanten-Familie Lelièvre lebt edel in einem Landhaus bei Saint-Malo. Eine Haushälterin fehlt allerdings noch. Mutter Catherine engagiert die junge und etwas in sich gekehrte Sophie als Hausmädchen die sich zunächst als totaler Glücksgriff erweist. Dann aber lernt Sophie die aufgedrehte Postangestellte Jeanne kennen – und die zunächst harmlose Frauenfreundschaft setzt eine unfassbar grausame Kette von Ereignissen in Gang …

Der Wahnsinn kommt auf leisten Pfoten und in der Tat dort wo man ihn nicht erwartet – nur eben dann umso heftiger und krasser. So kann ich es dem Film gar nicht vorwerfen das im Vordergrund über 90 Minuten eigentlich rein garnichts passiert – es ist die eben die lohnende Taktik das hier alles schlicht vor sich herplätschert und man gar nicht merkt was für eine unfassbare Tragödie hier aufzuziehen droht. Umso entsetzlicherist es eben dann am Ende wenn das furchtbare passiert. Da ist es sogar hilfreich das die Hauptfiguren betont steif und nüchtern und mitunter sogar Dröge wirken – das ist dann hier einfach nur eine perfekte Maskerade des Bösen. Der Film selber ist sicherlich alles andere als perfekt – sehr wohl aber ein bemerkenswertes Beispiel für unerwartete Wendungen und der Beleg wo die wahre Bedrohung sich verstecken mag.

Fazit: Psychoschocker der gar nicht wie ein solcher aussieht und bewusst das große Schocken am Ende aus dem Hut zieht!
Rating: ★★★☆☆

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