Carrie 2 – Die Rache

Über 20 Jahre sind vergangen seit Carrie White (Sissy Spacek) ein Blutbad beim Abschlussball verursachte. Sue Snell (Amy Irving), die einzige Überlebende arbeitet mittlerweile als Schulpsychologin. Als die Außenseiterin Lisa Parker (Mena Suvari) Selbstmord begeht wird Sue auf deren Freundin Rachael Lang (Emily Bergl) aufmerksam bei der sie ähnliche Fähigkeiten wie damals bei Carrie entdeckt. Die zurückgezogen lebende Rachael beginnt gerade zu der Zeit ein Verhältnis mit dem Footballstar Jesse (Jason London). Als jedoch Jesses Kumpels die beiden beim Sex filmen und das Band auf einer Party zeigen bricht in ihr der Hass los und entfesselt ihre Kräfte …

In diesem Film gibt’s eine Besonderheit: Amy Irving schlüpft in die Rolle der Sue Snell und spielt somit ihre Rolle 22 Jahre nach dem Original nochmal – das kommt äußerst selten vor (einziger derartiger Fall den ich noch kenne ist John Franklin, der 16 Jahre nach „Kinder des Zorns“ im 6ten Teil der Serie auftrat). Spektakulär – aber umso mißratener dann was im Finale mit ihr geschieht.Trotzdem war von einem Film wie diesem hier nicht viel zu erwarten, weswegen man umso (positiver) überrascht ist: „Carrie 2“ ist ein einfaches, aber liebenswert und glaubhaft gestaltetes Teenie Drama dass mit der tollen Emily Bergl eine starke und interessante Hauptfigur besitzt und zwar das ein oder andere Klischee aufweist, aber deutlich sensibler und vor allem „ehrlicher“ wirkt als so mach andere gelackte High-School Schnulze. Der Showdown ist dann zwar etwas künstlich arrangiert und stellt eigentlich nur den ersten nach, ist aber mit modernsten Effekten inszeniert – so dass das ganze am Ende ein gigantisches Horror/ Action Highlight abfackelt dass seinesgleichen sucht. Hinzu sind die meisten Nebenrollen mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern aus anderen Teenagerfilmen besetzt (z.B, Eddie Kaye Thomas alias Finch aus den „American Pie“ Filmen).Fazit: Sensibles Drama mit tollen Figuren und brachialem Finale – spannender Teeniehorror der mehr bietet als man erwarten durfte!

Rating: ★★★★☆

2 Gedanken zu „Carrie 2 – Die Rache“

  1. Fand den Film sehr angenehm und auch deutlich besser als die letztlich doch eher eintönige Verfilmung von 1976, die zwar düsterer ist und die Kategorie eines Horrorfilms dadurch wohl eher erfüllt, wo es aber doch immer nur um die Opferrolle der Hauptdarstellerin geht. In Carrie 2 gefällt mir die Huaptdarstellerin (auch optisch) wesentlich besser, da sie nicht immer nur die Leidende ist, sondern ab und an auch selbst austeilt, ja sogar zur (körperlichen) Liebe fähig ist und darum insgesamt doch viel stärker und selbstbewusster wirkt als ihr Pendant aus dem 1976er-Film.

  2. Die Verfilmung von 1976 ist was ganz eigenständiges und in einer Inszenierung gehalten die man heute einfach nicht mehr an den Mann bringen kann. Entspricht einfach nicht mehr den Sehgewohnheiten. Dieser hier dürfte am leichtesten Unter „90er Teenie Horror“ erfasst werden, wobei ichs ja auch geschrieben habe: in diesem Rahmen holt der Film eine Menge mehr raus als zu erwarten war. FInde deine Punkte aber sehr sehr gut, wobei man dann am Ende die Frage stellen kann: ist das „aufgeben“ von Rachel eher stark oder eher schwach (also das sie lieber stirbt als weiterzuleben) Mal sehen was die Neuverfilmung so drauf hat … startet mitte des Jahres, glaub ich

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