Nightmares in Red White and Blue

Regisseur Andrew Monument dokumentiert den Verlauf des amerikanischen Horrorfilms. Dabei interviewt er zahlreiche Filmschaffende und zeigt Ausschnitte aus den Filmen der jeweiligen Jahrzehnte, zeigt dabei ebenso überraschend auf wie die Filmmonster mitunter als Abbildungen realer Ängste fungieren …

Hier wird nicht nur drüber geredet sondern auch gezeigt, was bei einer Doku dieser Art ganz gravierend ist. Es werden anderthalb Stunden lang Ausschnitte aus Horrorfilmen gezeigt die dann von einer ganzen Handvoll Horrorregisseure kommentiert werden – teils witzig, teils aber auch fast schon bitter. Man muß sich in der Thematik auskennen und dafür interessieren, dann machts Spaß und stellenweise ist man auch überrascht was die Filme mitunter für Bedeutungen haben sollen, etwa das ein Heer torkelnder Zombies als Ersatz für Kommunisten dient. Bei den Altwerken der frühen Filmgeschichte bin ich selbst nicht so bewandert, bin aber selbst fasziniert wie selbst Filme der jüngeren Zeit hier eigenartig bleich und ausgewaschen und eben dadurch noch mal etwas gruseliger anmuten. Vielleicht kann der Horrorfan aus dieser Doku auch ne tröstliche Botschaft mitnehmen: Horrorfilme haben einen tieferen Sinn. Auch wenn ihn nicht jeder sieht oder erkennt.

Fazit: Interessante Chronik des Horrorfilms mit vielen schönen Ausschnitten und von Fachmännern kommentiert.
Rating: ★★★★☆

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