Karate Kid 4 – Die nächste Generation

Mr. Miyagi (Pat Morita) besucht Louisa Pierce (Constance Towers), eine alte Freundin in Boston. Diese hat ihre verwaiste Nichte Julie (Hilary Swank) bei sich aufgenommen, gerät aber laufend mit ihr aneinander. Miyagi bietet an für ein paar Wochen auf Julie aufzupassen. Diese hat jedoch genug um die Ohren: sie eckt in der Schule mit jedem an, pflegt heimlich einen kranken Vogel auf dem Dach der Schule, wird von einer Schlägertruppe tyrannisiert, die unter der Leitung des brutalen Lehrers Dugan (Michael Ironside) steht und hat auch den Unfalltod ihrer Eltern nicht verwunden. Nach und nach gewinnt Miyagi jedoch Julies Vertrauen – als sie der Schule verwiesen wird, bringt Miyagi sie in ein Mönchskloster und trainiert sie in Karate. Das hat Julie nach ihrer Rückkehr auch dringend nötig, als sie und ihr Verehrer Eric (Chris Conrad) nach einem Schulball von Dugans Truppe angegriffen werden…

In einer Szene nimmt Mr. Myagi ein Bild von Daniel LaRusso in die Hand – was aus dem „Ur“-Karate Kid eigentlich geworden ist, verrät der Film aber leider nicht. Stattdessen wird eigentlich nur die Handlung des ersten Films abgekupfert – nur eben, dass es diesmal ein ruppiges Mädchen ist. Für mich waren solche „Außenseiter boxt sich durch“-Filme damals sehr wertvoll, weil ich mich selber oft so gefühlt habe. Daher ist mir die Reihe und insbesondere dieser Teil ans Herz gewachsen. Glaubwürdig ist das ganze zwar nicht unbedingt (ein Ex-Elitesoldat, der an einer ganz normalen High School eine Schülereinheit betreibt, deren Training daraus besteht, einen nach dem andern zu verprügeln? Hallo?), aber Pat Morita ist so gut wie eh und je als Miyagi – und Hilary Swank herrlich ruppig und mögenswert (sie brachte es inzwischen ja sogar zum Oscar!). Wieder mal so ein Werk, das in keinster Weise nötig gewesen wäre – aber nun wo es doch da ist, kann mans bedenkenlos ansehen und dabei abschalten – weil denken muss man hier sicherlich nicht!Fazit: Wie ein Fertiggericht: bekannte Komponenten simpel zusammengemischt, was aber unterm Strich eine ganz annehmbare Sache ergibt – dank der guten Darsteller!

Rating: ★★★☆☆

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