Star Trek 10 – Nemesis

Veränderungen kündigen sich auf der Enterprise an: Commander Riker (Jonathan Frakes) und Deanna Troy (Marina Sirtis) heiraten und wollen das Schiff verlassen. Auf dem Flug zu Deannas Heimatplaneten empfängt die Enterprise jedoch seltsame Signale, die von dem Androiden B-4 (Brent Spiner) herrühren, einem Zwilling von Commander Data. Auch Captain Picard (Patrick Stewart) hat kurz darauf eine Begegnung mit sich selbst: der neue Führer des romulanischen Reiches Shinzon (Tom Hardy) will ihn treffen und entpuppt sich als Klon Picards. Shinzon hat düstere Absichten und will die Föderation mit einer neuen Superwaffe angreifen – doch die Enterprise stellt sich dagegen…

Uaaaaa! So ein Mist! Der Film, der als krönender Abschluß zur ‚Next Generation‘-Serie gedacht war, gerät zum totalen Rohrkrepierer. Woran liegt das?Nun, vielleicht ein wenig an der Inszenierung: der Film ist viel düsterer und unheimlicher als seine Vorgänger. Das ist zwar nicht unbedingt schlecht, aber gerade nachdem die Vorgänger durch ihren humorvollen Charme bestechen konnten, wirkt die bierernste Handlung diesmal schon ziemlich ungewohnt. Dann ist die Handlung selbst für „Star Trek“-Verhältnisse total überzogen und stellenweise geradezu lächerlich, vor allem aber wurde der Film inhaltlich lieblos gestaltet und wirft für Trekkies viele Fragen auf: Wo kommt Wesley Crusher auf einmal her? Wieso ist Worf wieder auf der Enterprise? Und wieso ist das erste, was der sonst so besonnene Picard auf einem fremden Planeten zu tun hat, mit einem Ralleywagen über die Oberfläche zu heizen und sich einen sinnlosen Schusswechsel mit den dortigen Bewohnern zu liefern (und wieso muss obendrein diese zwar temporeiche, aber schwachsinnige Szene mit einem James Bond Manöver enden?) Und weshalb muss als großer Schlusspunkt ein Mitglied der Urbesatzung ins Gras beissen (wobei bereits die Weichen für eine eventuelle Wiedergeburt gestellt sind!)Aber man muss in zwei Punkten fair sein: zum einen war die Ursprungsfassung des Filmes gut 3 Stunden lang, also wird wohl viel erklärendes und vertiefendes der Schere zum Opfer gefallen sein, zum anderen mag Regisseur Stuart Baird vielleicht kein „Star Trek“-Regisseur sein, aber von Action versteht er was – und der gesamte Film ist von den Effekten her und insbesondere in der actionreichen letzten halben Stunde hervorragend inszeniert.Trotzdem: es wäre garantiert ein schönerer Abschied von dieser Crew möglich gewesen!Fazit: Handwerklich gelungen, aber inhaltlich vergeigter ScienceFiction-Thriller, dem völlig der Charme der Vorgänger fehlt!

Rating: ★★☆☆☆

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