Starsky und Hutch

Bay City in den Siebzigern: der penible Polizist David Starsky (Ben Stiller) bekommt einen neuen Partner – ausgerechnet den chaotischen Ken Hutchison (Owen Wilson). Trotz etlicher Differenzen nehmen die beiden die Ermittlungen im Falle einer angeschwemmten Wasserleiche auf. Sie kommen dem Kriminellen Reese Feldman (Vince Vaughn) auf die Fährte, der einen großen Drogendeal plant. Bei dem Versuch Feldman aufzuhalten, ist Kens Informant Huggy Bear (Snoop Dog) eine große Hilfe…

Der nächste Kandidat: wieder wird eine neue Version einer alten Fernsehserie auf die Leinwand geworfen. Wie bei fast all diesen Streifen, habe ich die Serie nie gesehen (da sind mir wohl einige Insider entgangen) und kann daher nicht beurteilen, wie dicht die Leinwandfassung an der Originalserie ist. Das generelle Prinzip ist aber ähnlich wie bei „3 Engel für Charlie“: man nehme ein paar Details von der Vorlage und ziehe sie durch den Kakao. Doch was bei andern Filmen hervorragend funktioniert, geht bei „Starsky und Hutch“ nicht völlig auf.Die Voraussetzungen sind eigentlich erstklassig: Ben Stiller und Owen Wilson (in ihrem sechsten gemeinsamen Film) sind im wirklichen Leben wohl ganz gut gelaunt und hatten bei den Dreharbeiten viel Spass, den sie auf die Leinwand transportieren, Vince Vaughn gibt einen wunderbaren Fiesling ab, es gibt skurille Nebenrollen von Will Ferrell als perversem Knastvogel und insbesondere der geniale Snoop Doggy Dog sorgt als Huggy Bear für eine ganze Menge Lacher. Für den männlichen Zuschauer gibts die bildschönen Carmen Electra, Juliette Lewis und (meine Favoritin) Amy Smart in Nebenrollen und auch die Action kommt nicht wirklich zu kurz – es gibt ein paar kleine Schießereien und Verfolgungsjagden, die ganz nett unterhalten, aber nicht besonders auffallen (ausser der Schlußszene, in der Stiller und Wilson mit ihrem Wagen versuchen, auf ein davonfahrendes Boot zu springen – die Szene endet mit einem gigantischen Brüller!)Eine Handlung hat der Film bei alledem nicht, es ist einfach eine Aneinanderreihung von Szenen, in denen die beiden Hauptakteure nur irgendwie versuchen, lustig zu sein (und es auch sind) und die obendrein dazu dient, den einfach bescheuerten 70er-Jahre-Look auszuschlachten. Und am Ende verlässt man das Kino zwar gutgelaunt und ohne sich gelangweilt zu haben – aber die totale Belanglosigkeit des Streifens stößt doch auf. Fazit: Vergnügliche Cop-Komödie ohne Sinn oder Handlung, die gut unterhält und gute Laune macht – aber eben mehr nicht (wobei da doch mehr drin gewesen wäre!!!!).

Rating: ★★★☆☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.