Unstoppable – Außer Kontrolle

An einem Tag wie jedem anderen kommt es auf einer Bahnstrecke zu einer schlimmen Katastrophe: ein unbemannter Güterzug, voll beladen mit giftigen Chemikalien, gerät plötzlich außer Kontrolle. Auf einer ungebremsten Irrfahrt durch die Provinz richtet die Lok schwere Schäden an. Als alle Versuche den Zug zu stoppen scheitern nehmen der Ingenieur Frank Barnes (Denzel Washington), dessen Arbeitsstelle im Zuge von Kürzungen gestrichen werden soll, und der junge Zugführer Will Gordon (Chris Pine) die Sache in die Hand und starten einen wahnwitzigen Versuch den Zug zu stoppen  …

Ich bin seit jeher ein Fan von Tony Scott, aber trotzdem vermag es der Mann auch immer mal wieder mich restlos zu enttäuschen: zum einen übertreibt er es oft mit den rasanten Kamerafahrten und Mätzchen, zum anderen vergreift er sich manchmal im Drehbuch: ich selber fand seinen letzten Film „Pelham 123“ absolut katastrophal. Gut dass ich diesem hier dann doch ne Chance gegeben habe: denn wieder führt Tony Scott Regie, wieder spielt Denzel Washington die Hauptrolle und wieder einmal spielt sich das ganze auf Schienen ab. Allerdings geht’s diesmal nicht um ein weiteres „Stirb langsam“ Szenario sondern mehr in Richtung eines klassischen Katastrophenfilmes. Und dabei geht der Film einen sehr gut überlegten Weg: er übertreibts nicht. Mal abgesehen von einem Pferdewagen der leider auf den schienen ist und einem recht explodierend endenden Versuch den Zug zu stoppen wird auf jedwedes künstliche „alles geht kaputt“ Szenario verzichtet. Das mag manchen Actionfan vielleicht abschrecken oder enttäuschen, mir gefällts weils dadurch viel eher glaubhaft bleibt. Obendrein gelingt dem Film auf anderer Ebene eine perfekte Mischung: nahezu alle Heldenfiguren sind durchweg sympathisch, insbesondere Washington und Captain Kirk Darsteller Chris Pine die ein wirklich kerniges Heldenpärchen abgeben – ebenso wie die potente Rosario Dawson als Powerfrau. Inhaltlich gibt’s genau das was man erwartet, aber das ist eben auch das was man sehen will. Der Film nimmt ähnlich wie der Killerzug langsam Fahrt auf, steigert aber stetig das Tempo und mündet in ein rasantes Finale das zwar (auf wenns gerne so beworben wird) definitiv nicht den nächsten „Speed“ liefert, aber eben doch einen spannenden und gewaltfreien Actionkracher mit hohem Spannungs und Tempofaktor. Die Zusätze wie die angeklebte Simpel-Love Story waren zwar nicht nötig, aber sie runden das Ganze zum wirklich optimalen Unterhaltungsfilm ab!

Fazit: Rasanter Kracher, frei von fetten Überraschungen, aber ebenso von falscher Show, Übertreibungen und Gewalt: erstklassige Unterhaltung!
Rating: ★★★★☆

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