Mona Lisas Lächeln

Katherine Watson (Julia Roberts) übernimmt im Herbst 1953 voller Motivation und Elan eine Stelle als Kunstdozentin an einem hochangesehen Mädcheninternat. Schon bald jedoch durchschaut Kate den eigentlichen Sinn der Universität: das Ganze ist eine verkappte „Benimm“-Schule, in der die Mädchen lediglich darauf vorbereitet werden, gute Hausfrauen zu sein. Kate versucht durch Abweichen vom Lehrplan die Mädchen dazu zu bringen, eigenständig zu denken – doch das Lehrerkollegium und insbesondere die zickige Studentin Betty (Kirsten Dunst) stellen sich ihr in den Weg…

Die gute Absicht zählt? Nicht immer! Ziel war es wohl, eine Art Frauenversion des unerreichten „Club der toten Dichter“ zu schaffen, aber das misslingt auf der gesamten Linie: die Rolle der engagierten Pädagogin, versehen mit einem entsprechenden Maß an Tolpatschigkeit und Liebesproblemchen, ist Julia Roberts perfekt auf den Leib geschrieben – aber gerade dadurch wirkt das ganze künstlich und unecht. Die Probleme der Studentinnen und der Zoff mit dem Lehrerkollegium ist eine Sammlung an gängigen Internatsfilm-Klischees – und bei keinem geht das Ganze mal tiefer drauf ein, sondern bleibt absolut oberflächlich und glatt – da nützt es auch nichts, dass populäre Gesichter wie Kirsten Dunst („Spider Man“) oder Julia Stiles („10 Dinge, die ich an dir hasse“) die Studentinnen spielen. Was letztlich bleibt, ist ein blankgebohnertes Star-Vehikel für Julia Roberts (von Regisseur Mike Newell, der sie schon in „Notting Hill“ richtig in Szene setzte!), mit dem sie vielleicht vorhatte Richtung Oscarverleihung zu fahren – aber nur in der Belanglosigkeit endet.Fazit: Völlig banales Paukerfilmchen ohne größere Überraschungen oder Tiefgang. Der Film ist, wie es die Hausfrauen im Film sein sollen: optisch nach aussen makellos und perfekt, aber inhaltlich total leer.

Rating: ★★☆☆☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.