Underworld

Seit etlichen hundert Jahren führen Vampire und Werwölfe einen erbitterten Krieg gegeneinander – und das, obwohl der Anführer der Werwölfe Lucian (Michael Sheen) vor etlichen Jahren vom Vampir Kraven (Shane Brolly) getötet wurde. Kriegsvampirin Selene (Kate Beckinssale) kommt jedoch dahinter dass alles eine Lüge und Lucians Tod nur inszeniert war – und Kraven und Lucian einen gemeinsamen Plan verfolgen: sie wollen ein Wesen schaffen – halb Vampir, halb Werwolf. Die genetischen Eigenschaften dazu hat aber nur der junge Arzt Michael (Scott Speedmann), um den schon bald ein heftiger Kampf entbrennt…

Ok, das erste was hierbei ins Auge sticht, ist natürlich der geklaute Look: der Film sieht mit grünlicher Atmosphäre, Zeitlupenschießereien und den Helden in langen wehenden Lederklamotten exakt wie „Matrix“ aus – aber warum nicht, das Resultat übertrifft auf jeden Fall den miserablen dritten „Matrix“-Teil (und ebenso „Blade 2“), wobei „Underworld“ mit 22 Millionen Dollar Budget ja eigentlich „nur“eine Low Budget Produktion ist.Leider richtet sich jedoch das Hauptaugenmerk auf die Inszenierung, der Inhalt sieht recht schwach aus. Die Story um den Kampf von Vampiren gegen Wehrwölfe hat eigentlich nur den Sinn, die rasanten Verfolgungsjagden und Schießereien aneinanderzureihen, Überraschungen oder Wendungen gibts eigentlich nicht. Dafür gibts einen Besetzungsknaller: ausgerechnet Billy Nighty (der Rockopi aus „Tatsächlich Liebe“) spielt den finsteren Obervampir. Daneben gibts eigentlich nur ein Heer langhaariger und böse fauchender Beißer, Scott Speedman („Dark Blue“) braucht eigentlich immer nur schön hilflos zu gucken und „Pearl Harbor“-Schnepfe Kate Beckinsale gibt in hautengen Lederklamotten den vermutlich sexiesten Blutsauger der Filmgeschichte.Fazit: Eine Art Trostpflaster für enttäuschte Matrix Fans – inhaltlich schlappe, aber brüllend laute Ballerorgie ohne viel Sinn. Eine mächtige Actionbreitseite für die Sinne!

Rating: ★★★☆☆

Ein Gedanke zu „Underworld“

  1. Um „Underworld“ herzustellen, benötigt man folgendes:- ein wenig Optik aus „Matrix“- ordentlich Stoff aus „Blade“- etwas Geballer aus x dümmlichen Kriegsfilmen- wenig gute SpecialeffectsAls „Underworld“ hier anlief, wurde ein grosser Wirbel um den Überraschungshit aus den USA gemacht. So wirklich verstehen will ich den Rummel aber nicht. Der Film ist ganz nett zum ansehen, aber das war es auch schon. Storytechnisch nichts besonderes und von den Schauspielern und der Umsetzung ganz ok.Mies fand ich allerdings die Special Effects. Den Werwölfen z.B. sieht man ihre Computerherkunft an und ansonsten gibt es nur Hausmannskost. Ebenso mies fand ich das ganze Geballer gegen Schluss, das sah nicht nur unkoordiniert aus, sondern wirkte auch eher so, als ob man den Film künstlich in die Länge strecken wollte.Nett, aber nicht mein Fall.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.