Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

Die Gefährten sind getrennt: der Ringträger Frodo (Elijah Wood) und sein Begleiter Sam (Sean Astin) versuchen sich alleine nach Mordor durchzuschlagen, um den Ring dort zu vernichten. Dabei treffen sie auf das zwielichte Geschöpf Gollum (Andy Serkins), welches verspricht, sie nach Mordor zu führen – dabei aber eigene Absichten verfolgt. Zur gleichen Zeit sind Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys-Davies) unterwegs, um die von Orcs verschleppten Hobbits Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) zu befreien. Ihr Weg führt sie ins Königreich Rohan, deren König Theoden (Bernard Hill) unter dem finsteren Einfluss von Sarumans Knecht Schlangenzunge (Brad Dourif) steht. Mit dem zurückgekehrten Gandalf (Ian McKellen) an ihrer Seite befreien Aragorn und seine Freunde Theoden und bringen ihn dazu, mit seiner Armee gegen Sarumans Streitmacht anzutreten. In der Festung von Helms Klamm kommt es zu einer gigantischen Schlacht…

Die DVD-Fassung des Filmes ist 42 Minuten länger als die Kinoversion. Das führt dazu, dass dem Film mehr Tiefe und Hintersinn gegeben wird – aber leider auch mehr Länge (bei einer Laufzeit von fast 4 Stunden!). Da ich, wie immer wieder erwähnt, nur die Filme, aber nicht die Bücher kenne, kann ich über die Werktreue nicht viel sagen (aber anhand des fluchenden Vollidioten, der vor mir das Kino verliess, muss wohl so einiges neu oder vom Film ausgelassen sein). Ich kann nur über das schreiben, was ich gesehen habe: eines der gigantischsten Filmwerke, die je eine Leinwand erblickt haben: unbeschreibliche Spezialeffekte, ein paar nette Lacher (die Reibereien zwischen Gimli und Legolas), sehr viel klasse gemachte Kämpfe und Actionszenen sowie eine berührende, traurige und tragische Geschichte, die von außerordentlichen Darstellern getragen wird und mit Aragorn über einen der coolsten Filmhelden aller Zeiten verfügt (jedes Mädchen, das ich kenne, ist dahingeschmolzen bei der Szene, in der er in Zeitlupe durch das Portal in den Thronsaal geht!) Fazit: Eine tragische Geschichte, die zu Herzen geht und ein Actionkracher, der einem die Sinne raubt – Kino von biblischen Ausmaßen!!!!

Rating: ★★★★★

Ein Gedanke zu „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“

  1. Der zweite Teil vom „Herrn der Ringe“ hält das hohe Niveau von Effekten und Erzählweise des ersten Teils und übertrifft diese zeitweise sogar. Bestes Beispiel ist die Schlacht in Helms Klamm, die nicht nur beeindruckend aussieht, sondern auch spannend ist.Dennoch, ganz so viel Spaß wie „Die Gefährten“ hat mir „Die zwei Türme“ nicht gemacht. Woran es liegt? Nun, in meinen Augen einfach daran, dass vieles während des Filmes aus dem Zusammenhang gerissen wirkt, was zum Glück in der Extended-DVD-Version besser wurde (Beispiel: die Hintergründe von Boromir und Faramir).Besonders hervorzuheben ist auch die Wirkungsweise von Gollum, dem man zwar seine Computerherkunft anmerkt, der sich aber in die Ganzheit wunderbar einfügt.Im Ganzen eine würdige Fortsetzung des ersten Teils.Zum Schluss noch etwas, was mich im Film doch ziemlich gestört hatte: War es wirklich notig, den eigentlich – dem Buch nach – mehr im Hintergrund stehenden Legolas so bescheuert zu pushen? Ich meine, schwamm über die permanenten „Orks“-Laute aus seinem Mund, aber die Sache mit dem Ich-skate-auf-einem-Schild-die-Treppe-hinunter-und-weil-es-so-schön-und-cool-ist-schieße-ich-mal-locker-ein-paar-Pfeile-durch-die-Gegend oder Ich-will-nicht-normal-auf-ein-Pferd-aufspringen-sondern-lieber-ein-Ründchen-drum-herum-fliegen war absolut unnötig und sah nur lächerlich aus. Sorry, aber da sehe ich keinen Sinn drin, das war einfach nur Driss.Der Film hat mich aber auch nachdenklich gemacht. Auslöser dafür: die Szene, in der Aragorn so stürmisch die Türen aufstieß und in die Halle von König Theodem eintrat. Nahezu (und das betone ich extra) jedes weibliche Wesen ließ einen tiefen Seufzer dabei fahren. Nur mal so gefragt: Was bitte ist denn da an dem dran? Ich meine, Duschen sind in Mittelerde eher selten, Aragon verbringt mehr Zeit auf einem Pferd oder auf einem Schlachtfeld als zu Hause und dementsprechend muss der Junge doch ziemlich nach Tier und Schweiss stinken, von den fettigen Haaren, die ihm die ganze Zeit herunterhängen abgesehen oder gab es da schon eine Pflegespülung? Also, was ist dran an Aragorn? 😉

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