Windtalkers

Im Jahre 1944 kämpfen die Amerikaner gegen Japan um die Insel Saipan. Doch die Amis verzweifeln, weil es den Japanern stets gelingt, ihre Funkcodes zu knacken. Daher wird ein neuer Code, basierend auf der Sprache der Navajo-Indianer, entwickelt und mehrere Navajo-Indianer, darunter auch der patriotische Yazzeh (Adam Beach) und sein Kumpel Whitehorse (Roger Willie), melden sich zum Militär, um dort als Funker zu dienen. Für den Kampfeinsatz bekommen die beiden persönliche Leibwächter: den ausgebrannten und traumatisierten Sgt. Joe Enders (Nicolas Cage) sowie den lebenslustigen Sgt. Ox Henderson (Christian Slater). Diese haben jedoch vor allem die Aufgabe, den Code zu beschützen – sollte einer der Navajo in die Hände der Feinde fallen, müssen sie sofort erschossen werden. Mit dieser Voraussetzung, bei der emotionale wie auch tatsächliche Konflikte natürlich vorprogrammiert sind, geht’s auf in die Schlacht – und die aufkeimende Sympathie und Freundschaft zwischen den Soldaten und ihren Beschützern macht die eventuelle Vollstreckung ihres Befehls nicht leichter…

John Woo gilt als der zur Zeit begabteste Actionfilmer – und in den Schlachtszenen darf er sich dann auch voll austoben, wobei er im Bezug auf das ernste Thema seine üblichen Markenzeichen wie beidhändiges Schießen oder Zeitlupeneffekte unterlässt. Was zwischen den Schlachten passiert, ist ein zwar gut gespieltes, aber belangloses Drama um Männerfreundschaft und Loyalität, das leider von viel zu vielen Klischees verdorben wird. Nicolas Cage tut das, was er am besten kann: er leidet über zwei Stunden durch, wobei er hier auch die bis jetzt unsympathischste Rolle seines Lebens spielt. Adam Beach und Roger Willie sind als Codetalker hervorragend und Christian Slater hat selten eine so sympathische Rolle gehabt wie hier. Fazit: Brutales und schonungsloses Kriegsdrama mit einer hervorragenden Inszenierung und guten Darstellern, dafür aber auch mit einer vorhersehbaren Handlung und vielen Klischees

Rating: ★★★★☆

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