John Q – Verzweifelte Wut

John Q. Archibald (Denzel Washington) ist ein einfacher Fabrikarbeiter, der es gerade so schafft, seine Familie zu ernähren. Doch da John ein liebevoller Vater und Ehemann ist, ist sein Leben völlig in Ordnung – bis sein kleiner Sohn Mike (Daniel E. Smith) bei einem Baseballspiel zusammenbricht. Der Junge hat einen Herzfehler und braucht dringend ein neues Herz. Die kaltherzige Krankenhausdirektorin Rebecca Payne (Anne Heche) eröffnet John, dass dieser Eingriff 300.000 Dollar kosten würde, 75.000 Dollar allein dafür, dass Mikes Name auf eine Spenderliste kommt – und Johns Versicherung weigert sich, dafür zu bezahlen. Nachdem diverse Versuche an Geld zu kommen scheitern, begeht John eine Verzweiflungstat: er stürmt in die Notaufnahme des Krankenhauses und nimmt alle Anwesenden als Geiseln, um so die Operation für seinen Sohn zu erpressen…

Manchmal können Klischees auch sehr nett und unterhaltsam sein – und auch wenn „John Q“ gerne ein spannendes und aufwühlendes Melodram wäre, so ist es doch am Ende ein actionfreies und aus bewährten Mitteln zusammengesetztes Geiseldrama. „John Q“ ist ein gewöhnliches, ausgesprochen gut besetztes und spannendes Geiseldrama, das nebenbei noch ordentlich Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem übt – mehr aber nicht. Sei’s drum: hervorragende Darsteller, eine spannende Inszenierung und auch ein paar bewusst eingesetzte Klischees sorgen dafür, dass der Film keine Minute langweilig wird.Fazit: Routiniertes, aber unterhaltsames und spannendes Drama mit ein paar Thriller-Elementen, ernstem Hintergrund und einem hervorragenden Denzel Washington.

Rating: ★★★★☆

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