Bulletproof Monk

Während des zweiten Weltkrieges wird ein tibetanisches Kloster von einer Nazi-Einheit unter der Führung des brutalen Strucker (Karel Rhoden) überfallen. Strucker sucht nach einer heiligen Schriftrolle, die dem Besitzer übermenschliche Kräfte und ewige Jugend beschert – allerdings kann sich ein namenloser Mönch (Chow Yun Fat) rechtzeitig mit der Schriftrolle aus dem Staub machen. 60 Jahre später jagen Struckers Leute immer noch den Mönch – in New York. Der weiß, dass die Zeit gekommen ist, die Schriftrolle einem neuen Wächter anzuvertrauen – und er hält den großmäuligen Taschendieb Kar (Sean William Scott) für den Richtigen. Dieser will davon zunächst nichts wissen – bis er selber in die Kämpfe um die Rolle verwickelt wird…

Sehr schade: Chow Yun Fat hat sich schon etliche Male als klasse Actionheld erwiesen, Sean William Scott (Stifler aus den „American Pie“ Filmen) ist ein erstklassiger, humoriger Sidekick und mit der bildhübschen Jamie King („Pear Harbor“) gibt’s auch die nötige Frau für die Liebesgeschichte am Rande – so dass alle Vorraussetzungen für eine kurzweilige Actionkomödie gegeben wären.Das Resultat enttäuscht jedoch restlos: der Film ist todernst und ohne jeden Humor inszeniert (abgesehen von ein paar ganz kleinen Wortspielen) und die Handlung kommt an keiner Stelle richtig in Fahrt. Chow Yun Fat macht seine Sache großartig und Sean William Scott hat sich extra Muskeln hierfür antrainiert, aber trotzdem bleiben die beiden ein unauffälliges Heldenduo. Die Actionszenen sind zwar klasse gemacht (vor allem ein Stunt bei dem sich Chow Yun Fat an den Kufen eines fliegenden Hubschraubers durchwindet), die Kämpfe mitunter ein wenig „Matrix“-inspiriert, aber das reicht nicht, um die Langeweile abzuwenden.Fazit: Ein paar tolle Actionszenen und ein guter Hauptdarsteller, dafür eine fade und humorlose Handlung die letztlich nur langweilt – schade, da wär viel mehr drin gewesen!

Rating: ★★☆☆☆

Ein Gedanke zu „Bulletproof Monk“

  1. Au weia! Es tut immer weh, gute Schauspieler wie Chow Yun Fat in miesen Streifen zu sehen. Bulletproof Monk ist, von den Hauptdarstellern abgesehen, nicht wirklich sonderlich gut (und selbst die wirken eher blass): Für die Story hat sich der Drehbuchschreiber wohl eine Woche lang nur Kung-Fu sowie Buddy-Movies reingeballert und versucht, daraus einen Film zu machen. Hätte er es mal besser gelassen – die Story ist langweilig und kann im Schlaf voraussagt werden. Die Handlung gibt nicht wirklich das Potential her, die Stärken von Chow Yun Fat und Sean William Scott auszuspielen.Die Action-Szenen sind nett, bleiben aber nicht wirklich im Gedächtnis und die Dialoge verdienen einen Preis für ihre Dümmlichkeit. Allein der hoch-philosophische Dialog à la „Warum sind in einer Hot Dog Packung 10 Brötchen, in einer Wurstpackung aber 9 Würste?“ verdient einen Oscar an Schwachsinn. Vielleicht hatte der Drehbuchautor gerade eine Wurstphase oder einen gut dotierten Sponsorenvertrag mit einem Hot Dog Hersteller…Chow Yun Fat und Sean William Scott können besser und ich hoffe, sie nie wieder in so einem Streifen zu sehen.

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